Leapmotor T03
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Leapmotor T03 Test – Günstig, knuffig, für die City

Der Leapmotor T03 ist einer der aktuell günstigsten Elektro-Kleinstwagen auf dem deutschen Markt und will vor allem im urbanen Alltag mit einem klar kalkulierten Gesamtpaket überzeugen. Mit einem Einstiegspreis von 18.900 Euro positioniert sich der vollelektrische Cityflitzer deutlich unterhalb klassischer B-Segment-Stromer wie Renault Zoe oder Opel Corsa Electric und zielt stattdessen direkt auf preisbewusste Stadtpendler sowie Zweitwagen-Käufer ab.

Im Gegensatz zu vielen Wettbewerbern verfolgt der Leapmotor T03 dabei ein radikal vereinfachtes Produktkonzept. Das Modell ist ausschließlich in einer Ausstattungslinie erhältlich und wird immer mit derselben Motorisierung ausgeliefert. Kunden haben somit keine Möglichkeit, Antrieb, Batteriegröße oder Ausstattungspakete zu variieren. Lediglich die Außenfarbe lässt sich wählen. Zur Verfügung stehen Mint Green, Light White, Caribbean Blue und Canopy Grey. Letztere Lackierung trug auch unser Testwagen, der auf einen Gesamtpreis von 19.500 Euro kam.

Angetrieben wird der Leapmotor T03 von einem 70 kW starken Elektromotor, der 95 PS leistet und seine Energie aus einer 37,3 kWh großen LFP-Batterie bezieht. Der kombinierte WLTP-Verbrauch liegt laut Hersteller bei 16,3 kWh pro 100 Kilometer, womit sich eine Normreichweite von bis zu 265 Kilometern ergibt. In der Theorie deckt der kleine Stromer damit genau das Einsatzprofil ab, für das er konzipiert wurde: kurze Pendelstrecken, innerstädtischer Verkehr und gelegentliche Überlandfahrten.

Der Leapmotor T03 versteht sich somit nicht als universeller Elektro-Allrounder, sondern als bewusst kompromissbehaftetes Stadtauto mit klar definiertem Einsatzbereich. Wer diese Einschränkungen akzeptiert, erhält ein preislich attraktives Elektrofahrzeug mit umfangreicher Serienausstattung, das vor allem im urbanen Umfeld seine Stärken ausspielen möchte. Zeit für einen ersten Test.


Der Look

Der Leapmotor T03 setzt optisch nicht auf Robustheit oder technische Nüchternheit, sondern auf ein bewusst urbanes und fast schon verspieltes Erscheinungsbild. Während ein Dacia Spring eher funktional auftritt, versucht der T03, mit einem deutlich lifestyligeren Design eine jüngere Zielgruppe anzusprechen. Besonders prägend sind dabei die rundlich gestalteten Frontscheinwerfer, die mit LED-Tagfahrlicht eingefasst sind und dem Fahrzeug eine freundliche, fast schon cartoonhafte Mimik verleihen. Dieser Eindruck wird durch die insgesamt hohe Karosserieform zusätzlich verstärkt.

Mit seiner erhöhten Gürtellinie und der ebenfalls vergleichsweise hohen Schulterlinie wirkt der Leapmotor T03 massiver, als es seine tatsächlichen Abmessungen vermuten lassen. Die sehr kurzen Überhänge an Front und Heck sorgen gleichzeitig für eine kompakte und agile Grundproportion, die bereits im Stand eine gewisse Wendigkeit suggeriert. In der Praxis bestätigt sich dieser Eindruck später auch im Stadtverkehr, wo der kleine Stromer mit seinem überschaubaren Wendekreis von 9,70 Meter punkten kann.

Auffällig ist zudem die leicht ansteigende Seitenlinie, die dem ansonsten recht schlicht gezeichneten Aufbau eine gewisse Dynamik verleiht. In Kombination mit der relativ hohen Dachlinie entsteht so ein Erscheinungsbild, das weniger nach klassischem Kleinstwagen und mehr nach modern interpretiertem Citycar wirkt. Tatsächlich erinnert der Leapmotor T03 in seiner Gesamtwirkung an eine Neuauflage früher Smart-Modelle, übersetzt in eine zeitgemäße Elektro-Designsprache.

Gerade in der Testwagenfarbe Canopy Grey wirkt der Leapmotor T03 erwachsener, ohne dabei seine verspielte Grundcharakteristik zu verlieren. Das serienmäßige Panorama-Glasdach trägt zusätzlich zu einem luftigen Gesamteindruck bei und stellt in diesem Preissegment ein seltenes Ausstattungsmerkmal dar, das den Lifestyle-Ansatz des Fahrzeugs unterstreicht.


Und innen?

Im Innenraum des Leapmotor T03 zeigt sich schnell, an welcher Stelle der Rotstift angesetzt wurde und wo nicht. Erwartungsgemäß dominiert in weiten Teilen des Cockpits harter Kunststoff, der weder optisch noch haptisch an höherpreisige Elektrofahrzeuge heranreicht. Gleichzeitig überrascht der Kleinstwagen jedoch mit einzelnen Softtouch-Flächen sowie einem mit Kunstleder bezogenen Multifunktionslenkrad, das im direkten Kontakt einen solideren Eindruck vermittelt als zunächst angenommen.

Zentrales Element des Interieurs ist der freistehende 10,1-Zoll-Touchscreen, über den nahezu sämtliche Fahrzeugfunktionen gesteuert werden. Von der Klimatisierung bis hin zu Fahrzeugeinstellungen läuft fast alles über die digitale Oberfläche. Genau hier liegt jedoch auch eine der größten Schwächen des Leapmotor T03. Die Menüstruktur wirkt stellenweise verschachtelt und erfordert im Alltag eine gewisse Eingewöhnung, was gerade während der Fahrt zu zusätzlicher Ablenkung führen kann.

Positiv fällt hingegen das Raumangebot im vorderen Bereich aus. Fahrer und Beifahrer sitzen überraschend luftig, sodass man subjektiv eher das Gefühl hat, in einem Kleinwagen als in einem klassischen Kleinstwagen Platz genommen zu haben. Die Sitze bieten zwar nur begrenzten Seitenhalt, erfüllen aber im vorgesehenen urbanen Einsatzbereich ihren Zweck. Auf längeren Strecken dürfte es dennoch an Unterstützung mangeln.

In der zweiten Reihe wird das kompakte Format des Leapmotor T03 dann deutlich spürbarer. Erwachsene Passagiere müssen hier mit eingeschränkter Beinfreiheit rechnen und eine aufrechtere Sitzposition einnehmen. Für kurze Stadtfahrten ist das akzeptabel, auf längeren Etappen jedoch mit Komforteinbußen verbunden. Auch der Kofferraum fällt mit 210 Litern vergleichsweise klein aus, wächst bei umgelegter Rückbank jedoch auf bis zu 880 Liter an und bietet damit ausreichend Stauraum für den urbanen Alltag.


Der Antrieb des Leapmotor T03

Der Leapmotor T03 wird ausschließlich mit einem 70 kW starken Elektromotor angeboten, der eine Systemleistung von 95 PS bereitstellt und seine Kraft direkt an die Vorderachse weiterleitet. Damit zählt der vollelektrische Kleinstwagen zwar nicht zu den dynamischsten Vertretern seiner Klasse, doch für den vorgesehenen Einsatzzweck im urbanen Raum ist die Leistungsentfaltung vollkommen ausreichend.

Wie bei Elektrofahrzeugen üblich, steht das maximale Drehmoment von 158 Newtonmetern unmittelbar ab dem Start zur Verfügung. Gerade im Stadtverkehr sorgt das für ein angenehm spontanes Anfahrverhalten an Ampeln oder beim Einfädeln in den fließenden Verkehr. Bis etwa 70 km/h wirkt der Leapmotor T03 ausreichend agil, sodass subjektiv kein Leistungsdefizit entsteht. Erst bei höheren Geschwindigkeiten lässt der Durchzug spürbar nach, was sich insbesondere auf Landstraßen oder Autobahnabschnitten bemerkbar macht.

Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 130 km/h und unterstreicht den klar urbanen Fokus des Fahrzeugs. Für längere Autobahnfahrten ist der Leapmotor T03 weder konzipiert noch ausgelegt. Neben der begrenzten Endgeschwindigkeit wirkt sich auch die kompakte Bauform bei höherem Tempo auf die Fahrstabilität aus, ohne dabei jedoch ein unsicheres Fahrgefühl zu vermitteln.

Die Lenkung bietet ein mittelmäßig ausgeprägtes Rückstellmoment, vermittelt aber insgesamt mehr Rückmeldung als beispielsweise beim Dacia Spring. In Verbindung mit dem kurzen Radstand ergibt sich ein sehr wendiges Fahrverhalten, das gerade in engen Innenstadtbereichen oder Parkhäusern Vorteile bringt. Die Federung zeigt sich im Alltag ausreichend komfortabel, gibt kurze Unebenheiten wie Gullydeckel jedoch teilweise ungefiltert an die Insassen weiter.

Positiv fällt das Bremsverhalten auf. Der Übergang zwischen Rekuperation und mechanischer Bremsleistung ist zwar spürbar, erfolgt jedoch ohne störende Verzögerungssprünge und bleibt im Alltag gut kontrollierbar.


Alltag, Laden & Verbrauch

Der Leapmotor T03 gibt laut WLTP einen kombinierten Verbrauch von 16,3 kWh pro 100 Kilometer an. Das ist für einen vollelektrischen Kleinstwagen ein solider Wert. Im Alltag relativiert sich dieser jedoch schnell. Während unseres Kurztests im Winter lag der reale Verbrauch bei 20,5 kWh pro 100 Kilometer. Die Außentemperaturen bewegten sich dabei knapp über dem Gefrierpunkt.

Zusätzlich waren Heizung und Abblendlicht dauerhaft aktiv. Gerade im Stadtverkehr zeigt sich der Leapmotor T03 dennoch effizient genug für kurze Pendelstrecken. Wer überwiegend innerorts unterwegs ist, dürfte auch im Winter rund 200 Kilometer Reichweite erreichen. Im Sommer erscheinen die angegebenen 265 Kilometer realistisch. Voraussetzung ist eine zurückhaltende Nutzung der Klimaanlage.

Auf der Autobahn sinkt die Reichweite hingegen deutlich schneller. Das liegt sowohl an der kompakten Bauform als auch an der begrenzten Batteriekapazität von 37,3 kWh. Für längere Etappen ist der Leapmotor T03 daher nur bedingt geeignet. Im urbanen Alltag fällt diese Einschränkung jedoch kaum ins Gewicht.

Geladen werden kann der Leapmotor T03 wahlweise per AC oder DC. Das serienmäßige 6,6-kW-Onboard-Ladegerät ermöglicht das Laden an der Wallbox oder öffentlichen AC-Säulen. Laut Hersteller dauert ein Ladevorgang von 30 auf 80 Prozent rund 36 Minuten an einer Schnellladesäule. Für den typischen Stadtbetrieb reicht diese Ladeleistung aus. Im Fernverkehr kann sie jedoch zum limitierenden Faktor werden.


Assistenz, Technik & Ausstattung

In Sachen Assistenzsysteme bietet der Leapmotor T03 ein überraschend umfangreiches Paket für seine Preisklasse. Serienmäßig an Bord sind unter anderem eine adaptive Geschwindigkeitsregelung, ein Spurhalteassistent sowie ein Spurhaltewarnsystem. Ergänzt wird das Ganze durch eine Totwinkel-Erkennung, einen Frontkollisionswarner und einen automatischen Notbremsassistenten.

Im Alltag hinterlassen Spurhalte- und Totwinkel-Assistent einen soliden Eindruck. Fehlinterpretationen traten während unseres Tests nur selten auf. Gerade im dichten Stadtverkehr erhöht das die gefühlte Sicherheit deutlich. Weniger überzeugend fällt hingegen das serienmäßige Fahrerüberwachungssystem aus. Dieses reagiert sehr sensibel auf Blickabwendungen und mahnt den Fahrer entsprechend frühzeitig.

Das kann im Alltag schnell als störend empfunden werden. Besonders dann, wenn man lediglich kurz auf das Infotainmentdisplay blickt. Apropos Infotainment: Der 10,1 Zoll große Zentralbildschirm fungiert als Steuerzentrale für nahezu alle Fahrzeugfunktionen. Neben klassischen Einstellungen lassen sich hier auch Navigations- und Klimafunktionen bedienen.

Zur Serienausstattung zählen zudem eine Rückfahrkamera sowie Parksensoren an der Hinterachse. Auch ein Panorama-Glasdach mit elektrischem Sonnenschutz ist ab Werk verbaut. In diesem Preissegment stellt das ein echtes Alleinstellungsmerkmal dar. Kritisch zu sehen ist hingegen das Halogen-Abblendlicht. Zwei klassische 55-Watt-Leuchtmittel wirken im Jahr 2026 nicht mehr zeitgemäß. Die Lichtausbeute bleibt entsprechend überschaubar. Für den innerstädtischen Einsatz reicht sie jedoch aus.


Varianten & Preise des Leapmotor T03

Der Leapmotor T03 verfolgt ein bewusst einfach gehaltenes Produktkonzept. Kunden haben keine Möglichkeit, zwischen verschiedenen Motorisierungen oder Ausstattungslinien zu wählen. Das Modell wird ausschließlich als T03 SMART angeboten und kommt immer mit identischer Serienausstattung. Diese umfasst unter anderem ein Panorama-Glasdach, ein 10,1-Zoll-Infotainmentdisplay sowie eine adaptive Geschwindigkeitsregelung.

Auch bei der Batterietechnologie gibt es keine Auswahl. Jeder Leapmotor T03 nutzt eine 37,3 kWh große LFP-Batterie. Der Elektromotor leistet stets 70 kW beziehungsweise 95 PS. Diese klare Struktur reduziert die Komplexität im Bestellprozess erheblich. Gleichzeitig entfällt jedoch die Möglichkeit zur individuellen Konfiguration.

Lediglich bei der Außenlackierung haben Käufer eine Wahlmöglichkeit. Angeboten werden Mint Green, Light White, Caribbean Blue und Canopy Grey. Für jede dieser Farben fällt ein Aufpreis von 600 Euro an. Unser Testfahrzeug in Canopy Grey kam dadurch auf einen Gesamtpreis von 19.500 Euro.

Die unverbindliche Preisempfehlung für den Leapmotor T03 liegt bei 18.900 Euro. Damit positioniert sich der vollelektrische Kleinstwagen deutlich unterhalb vieler etablierter Wettbewerber. Modelle wie der Fiat 500e oder der Renault Twingo Electric bewegen sich teilweise mehrere tausend Euro darüber. Nur der Dacia Spring ist mit 18.700 Euro Grundpreis 200 Euro günstiger. Wer mit den begrenzten Individualisierungsmöglichkeiten leben kann, erhält ein vergleichsweise umfangreich ausgestattetes Elektrofahrzeug zu einem überschaubaren Einstiegspreis.


Leapmotor T03 versus Dacia Spring

Der direkte Vergleich zwischen Leapmotor T03 und Dacia Spring dürfte für viele Kaufinteressenten die eigentliche Entscheidungsfrage sein. Schließlich starten beide Elektro-Kleinstwagen in einem Preisbereich, der bislang fast ausschließlich von Verbrennern dominiert wurde. Mit einem Einstiegspreis von 18.700 Euro ist der Dacia Spring Expression Electric 70 rund 200 Euro günstiger als der Leapmotor T03. Dafür bringt er jedoch nur 52 kW Leistung und ein maximales Drehmoment von 137 Newtonmetern mit. Im Stadtverkehr reicht das grundsätzlich aus, wirkt aber weniger souverän als der 70 kW starke Antrieb des Leapmotor.

Auch bei der Batterie zeigen sich konzeptionelle Unterschiede. Der Dacia Spring nutzt einen 24 kWh großen Akku und erreicht damit eine WLTP-Reichweite von 226 Kilometern. Der Leapmotor T03 setzt auf eine 37,3 kWh große LFP-Batterie und kommt offiziell auf bis zu 265 Kilometer. In der Praxis bedeutet das vor allem mehr Reserven im urbanen Alltag, etwa im Winterbetrieb mit aktiver Heizung.

Beim Laden kehrt sich das Bild teilweise um. Der Leapmotor T03 kann serienmäßig mit bis zu 6,6 kW per AC geladen werden, während der Dacia Spring ab Werk lediglich 3,7 kW unterstützt. DC-Schnellladen mit bis zu 40 kW ist beim Spring zwar möglich, setzt jedoch den optionalen CCS-Anschluss voraus, der mit 600 Euro zu Buche schlägt. Ohne dieses Extra bleibt er im Stadtverkehr klar auf AC-Infrastruktur angewiesen. Der T03 lädt mit maximal 48 kW am Schnelllader.


Ausstattung und Technik im Vergleich

Auch beim Thema Ausstattung offenbaren sich deutliche Unterschiede. Während der Leapmotor T03 serienmäßig mit Panorama-Glasdach, großem Infotainmentdisplay und adaptiver Geschwindigkeitsregelung aufwartet, beschränkt sich der Dacia Spring Expression auf Halogenscheinwerfer, manuelle Klimaanlage, Tempomat und ein einfaches Multimediasystem mit Bluetooth. Selbst in der höheren Ausstattungslinie Extreme finden sich eher Features wie elektrisch verstellbare Außenspiegel oder elektrische Fensterheber hinten.

Beim Raumangebot liegt der Spring mit einem Kofferraumvolumen von 288 bis 1.004 Litern klar vorn, was ihn für größere Einkäufe oder Wochenendtrips praktischer macht. Im Gegenzug positioniert sich der Leapmotor T03 stärker als komfortabler ausgestattetes Citycar mit modernerem Technikansatz. Letztlich hängt die Wahl zwischen Leapmotor T03 und Dacia Spring davon ab, ob der Fokus auf maximaler Sparsamkeit oder auf einem insgesamt umfassender ausgestatteten Elektro-Kleinstwagen für den Stadtverkehr liegt.


Kundenfeedback

Viele Stimmen loben beim Leapmotor T03 zuerst den Preis. Oft fällt dabei das Wort „viel Auto fürs Geld“. Gemeint sind Ausstattung und das insgesamt moderne Auftreten. Auch das Raumgefühl vorne wird häufig positiv erwähnt. Einige vergleichen ihn direkt mit dem Dacia Spring. Der Tenor lautet dann: Der T03 wirkt erwachsener.

Im Stadtbetrieb sind viele zufrieden. Gelobt werden Wendigkeit und das leichte Handling. Auch das Anfahren wird oft als angenehm spontan beschrieben. Für den typischen City-Mix reicht die Leistung den meisten aus. Auf der Autobahn wird er dagegen seltener empfohlen. Nutzer nennen hier Tempo, Geräuschkulisse und Reichweite als Gründe.

Beim Verbrauch gehen die Erfahrungen auseinander. Bei mildem Wetter berichten einige von guten Werten. Im Winter steigen die kWh-Zahlen spürbar. Das wird häufig als „normal“ eingeordnet. Trotzdem ist es ein wiederkehrendes Thema. Viele planen den T03 daher bewusst als Kurzstreckenauto.

Kritik gibt es öfter für Warnhinweise und Assistenz-Logik. Besonders das Fahrer-Monitoring nervt manche. Es wird als zu empfindlich beschrieben. Einige wünschen sich, dass Einstellungen dauerhaft gespeichert bleiben. Auch das Infotainment polarisiert. Ein Teil findet es modern. Andere stören sich an Bedienwegen und Reaktionszeit. Insgesamt bleibt das Bild aber klar: Wer ein konsequentes Stadtauto sucht und sich mit der Marke Leapmotor identifizieren kann, ist oft zufrieden.


Fazit zum Leapmotor T03

Der Leapmotor T03 ist kein Elektroauto für jeden Anspruch, sondern ein bewusst spezialisierter Vertreter seiner Zunft. Mit einem Einstiegspreis von 18.900 Euro positioniert sich der vollelektrische Kleinstwagen klar als urbanes Mobilitätsangebot und nicht als universeller Alltagsbegleiter. Wer erwartet, mit ihm regelmäßig längere Autobahnetappen zurückzulegen oder maximale Ladegeschwindigkeit zu erhalten, wird schnell an physikalische und konzeptionelle Grenzen stoßen.

Innerhalb seines vorgesehenen Einsatzbereichs spielt der Leapmotor T03 seine Stärken jedoch überzeugend aus. Im Stadtverkehr profitiert er von seiner kompakten Bauform, der guten Wendigkeit und der spontanen Leistungsentfaltung des Elektromotors. Auch das Platzangebot in der ersten Reihe fällt für diese Fahrzeugklasse überraschend ordentlich aus. Hinzu kommt eine Serienausstattung, die mit Panorama-Glasdach, großem Infotainmentdisplay und adaptiver Geschwindigkeitsregelung in diesem Preissegment keineswegs selbstverständlich ist.

Abstriche müssen Käufer vor allem bei der Ladeleistung, der realen Winterreichweite sowie einzelnen Komfortdetails wie die Halogenscheinwerfer in Kauf nehmen. Auch die Assistenzlogik, insbesondere das Fahrerüberwachungssystem, dürfte nicht jedermanns Geschmack treffen. Gleichzeitig zeigt sich im Alltag, dass viele dieser Einschränkungen im typischen Stadtbetrieb weniger ins Gewicht fallen als zunächst angenommen.

Unterm Strich liefert der Leapmotor T03 ein klar kalkuliertes Gesamtpaket. Wer ein günstiges Elektroauto für den urbanen Pendelverkehr sucht und sich der konzeptionellen Grenzen bewusst ist, erhält hier ein funktionales Citycar mit überraschend umfangreicher Serienausstattung und einem attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis.


Konkurrenzmodelle

Der Leapmotor T03 steht in einem Segment, das gerade stark in Bewegung ist: günstige Elektroautos für Stadt und kurze Pendelstrecken. Der direkteste Preisanker ist der Dacia Spring ab 18.700 Euro (Test des Dacia Spring Electric 65). Er spielt wie der T03 die Karte „so billig wie möglich“, wirkt aber nüchterner und insgesamt einfacher gemacht. Wer vor allem auf den letzten Euro schaut, landet schnell beim Spring. Wer mehr Lifestyle und mehr Serienausstattung erwartet, findet den T03 in der Regel attraktiver positioniert.

Spannend wird es beim Citroën ë-C3 ab 19.990 Euro, weil er das Konzept „preiswert“ mit deutlich mehr Alltagsbreite verbindet. Er wirkt erwachsener, sitzt mehr im klassischen Kleinwagenformat und spricht Käufer an, die nicht nur Innenstadt fahren, sondern auch regelmäßige Überlandstrecken abdecken wollen. Genau da zeigt sich die Abgrenzung: Der T03 ist das konsequente Citycar, der ë-C3 das günstig kalkulierte Universalauto.

Noch stärker in Richtung vollwertiger Kleinwagen gehen der Fiat 500e ab 24.990 Euro und der Fiat Grande Panda Elektro ebenfalls ab 24.990 Euro. Der 500e setzt klar auf Design, Image und das typische Fiat-Feeling, bleibt aber vom Konzept her weiterhin eher urban gedacht. Der Grande Panda ist dagegen die pragmatischere, raumorientierte Alternative, die für viele als Erstwagen realistischer sein kann. Beide stehen preislich bereits deutlich über dem Leapmotor, liefern aber auch mehr „Auto“ im klassischen Sinn.


Auch BYD und Hyundai haben was in petto

Mit dem Hyundai Inster ab 24.400 Euro kommt ein weiterer Kandidat ins Spiel, der das City-Thema zwar beherrscht, sich aber klar als moderner Kleinwagen für breitere Nutzung versteht. Wer in diesem Preisbereich einkauft, erwartet meist mehr Komfortreserven und mehr Sicherheits- und Assistenz-Feinschliff – also genau jene Disziplinen, in denen ein Low-Cost-Konzept wie beim T03 naturgemäß weniger Spielraum hat.

Und dann ist da noch der BYD Dolphin Surf ab 22.990 Euro. Er sitzt preislich zwischen den reinen Einstiegsangeboten und den „richtigen“ Kleinwagen, spielt aber mit BYD-typischer Technik- und Ausstattungswucht. Für Kunden, die beim E-Auto eher auf Technikpaket und Gesamtanmutung schauen, ist das eine Alternative, die den Leapmotor weniger über den Preis als über das Gesamtprodukt herausfordert.

Text / Fotos: NEU!

Kamera: Canon EOS 6D


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