Der RAM 1500 Laramie Sport gehört zu jener Fahrzeuggattung, die auf europäischen Straßen nach wie vor wie ein Fremdkörper wirkt. Nicht, weil er technisch rückständig wäre, sondern weil seine gesamte Konzeption aus einem anderen automobilen Kulturkreis stammt. Während im hiesigen Markt Downsizing, Elektrifizierung und Effizienzoptimierung dominieren, bleibt der US-Fullsize-Pick-up seiner ursprünglichen Idee treu. Große Hubräume, hohe Anhängelasten und maximale Alltagstauglichkeit stehen weiterhin im Fokus.
Beim Laramie Sport handelt es sich nicht um eine eigenständige Modellvariante, sondern um ein durch AEC Europe zusammengestelltes Appearance-Paket auf Basis der bekannten Laramie-Ausstattungslinie. Ziel ist eine visuelle Differenzierung innerhalb der Baureihe bei unverändertem technischen Fundament. Die Kombination aus sportlich akzentuiertem Exterieur, umfangreicher Serienausstattung und klassischem V8-Saugmotor richtet sich dabei an eine Zielgruppe, die Nutzwert und Prestige nicht als Gegensätze versteht.
Mit einer Gesamtlänge von 5,92 Metern und einem Radstand von über 3,6 Metern bewegt sich der RAM 1500 weiterhin im oberen Bereich des europäischen Fahrzeugangebots. Entsprechend hoch sind die Erwartungen an Komfort, Fahrverhalten und Zugkraft. Gleichzeitig stellt sich die Frage, wie sich ein derart groß dimensioniertes Fahrzeug im Alltag zwischen Stadtverkehr, Autobahn und gelegentlichen Offroad-Passagen schlägt.
Der Laramie Sport tritt damit als stilistisch geschärfte Interpretation eines etablierten Konzepts an. Ob sich die optischen Anpassungen und die unveränderte Antriebstechnik zu einem stimmigen Gesamtpaket verbinden, zeigt der folgende Test.
Der Look
Bereits in der Serienausführung zählt der RAM 1500 zu den optisch dominantesten Erscheinungen im europäischen Straßenverkehr. Im Laramie Sport wird dieser Eindruck gezielt weiter geschärft. Verantwortlich dafür ist in erster Linie das Sport Appearance Paket, das auf eine Reduktion klassischer Chrom-Elemente setzt und stattdessen stärker mit lackierten Flächen arbeitet. Der Kühlergrillrahmen präsentiert sich in Wagenfarbe und integriert sich dadurch homogener in die massive Frontstruktur. In Kombination mit den schwarz eingefassten Lufteinlässen auf der Motorhaube entsteht eine deutlich technische Anmutung, die den utilitaristischen Charakter des Pick-ups visuell unterstreicht.
Die Voll-LED-Scheinwerfer greifen diese Formensprache auf und sorgen zugleich für eine prägnante Lichtsignatur. Ergänzt wird die Frontansicht durch seitlich platzierte 1500 HEMI 5.7L Badges, die unmissverständlich auf die Motorisierung hinweisen. In der Seitenansicht dominieren polierte Leichtmetallräder, deren Oberflächenfinish bewusst an klassische Chromfelgen erinnert. Sie harmonieren mit den in Chrom gehaltenen Modell- und Markenbezeichnungen an Front, Flanke und Heck.
Mit einer Gesamtlänge von 5,92 Metern bleibt der RAM ein ausgesprochen groß dimensioniertes Fahrzeug. Die verlängerten Trittbretter erleichtern nicht nur den Einstieg, sondern ermöglichen auch den Zugang zur Ladefläche. Am Heck unterstreicht ein großflächiger Markenschriftzug auf der Klappe die Breitenwirkung zusätzlich. LED-Rückleuchten und eine zweiflutige Abgasanlage schließen die Heckansicht ab.
Insgesamt entsteht ein Erscheinungsbild, das weniger auf dekorative Elemente als auf Flächenwirkung setzt. Der Laramie Sport bleibt damit klar als funktionales Nutzfahrzeug erkennbar, ohne auf eine bewusst sportliche Inszenierung zu verzichten.
Und innen?
Im Innenraum setzt der RAM 1500 Laramie Sport auf ein Konzept, das weniger von sportlicher Strenge als vielmehr von großzügigem Raumangebot geprägt ist. Die Kabine orientiert sich am bekannten Laramie-Layout und kombiniert großflächige Lederbezüge mit elektrisch einstellbaren Komfortsitzen. Fahrer und Beifahrer profitieren dabei nicht nur von einer Sitzheizung, sondern auch von einer aktiven Belüftungsfunktion. Die elektrische Verstellung inklusive Memory-Funktion erleichtert den Fahrerwechsel im Alltag.
Das beheizte Lederlenkrad liegt satt in der Hand und fungiert als zentrale Schnittstelle zwischen Fahrer und Fahrzeug. Hinter dem Steuer präsentiert sich das Cockpit aufgeräumt und funktional gegliedert. Die Mittelkonsole wird vom optionalen 12-Zoll-Touchscreen dominiert, der das Uconnect-Infotainmentsystem integriert. Apple CarPlay und Android Auto stehen serienmäßig zur Verfügung. Ergänzt wird das System durch ein Harman-Kardon-Soundsystem mit 19 Lautsprechern, das auch bei höherem Geräuschpegel für eine stabile Klangkulisse sorgt.
Besonders auffällig ist das Platzangebot in der zweiten Sitzreihe. Die hinteren Passagiere profitieren von einer Beinfreiheit, die in vielen europäischen SUV dieser Klasse kaum zu finden ist. Selbst längere Fahrten lassen sich mit fünf Personen entspannt absolvieren.
Serienmäßig verfügt der Laramie Sport zudem über ein schlüsselloses Zugangs- und Startsystem samt Fernstartfunktion. Diese erlaubt das Vorheizen oder Vorkühlen des Innenraums bereits vor Fahrtantritt. Das stellt in Deutschland allerdings regelmäßig eine Ordnungswidrigkeit dar, da der Verbrennungsmotor unnötig im Stand betrieben wird. Ob und inwieweit dies jedoch geahndet wird – insbesondere auf Privatgrundstücken – bleibt verborgen.
Der Antrieb des RAM 1500 Laramie Sport
Im RAM 1500 Laramie Sport übernimmt weiterhin der bekannte 5,7-Liter-HEMI-V8 die Antriebsaufgabe. Der großvolumige Saugmotor leistet 401 PS und stellt ein maximales Drehmoment von 556 Newtonmetern bereit. Gekoppelt ist das Aggregat an ein 8-Gang-Automatikgetriebe, das die Kraft je nach gewähltem Fahrmodus an die Hinterachse oder optional an alle vier Räder verteilt. Der zuschaltbare Allradantrieb bietet dabei mehrere Betriebsarten, darunter eine Allradautomatik sowie eine Geländeuntersetzung für anspruchsvollere Passagen abseits befestigter Wege.
Im Straßenbetrieb zeigt sich der Fullsize-Pick-up überraschend gut kontrollierbar, sofern die Fahrbahnbreiten den Abmessungen entsprechen. Die Spiralfeder-Hinterachse ersetzt die bei Nutzfahrzeugen häufig eingesetzten Blattfedern und sorgt für ein insgesamt ausgewogeneres Fahrverhalten. Unebenheiten werden wirkungsvoll absorbiert, bevor sie den Innenraum erreichen. Der lange Radstand von 3.672 Millimetern trägt zusätzlich zur Fahrstabilität bei.
Auch im Gelände kann der RAM seine konstruktiven Vorteile ausspielen. In Kombination mit der Geländeuntersetzung bleibt die Traktion auf losem Untergrund stabil. Einschränkungen ergeben sich durch die fest montierten Trittbretter, die die effektive Bodenfreiheit im Offroad-Einsatz leicht reduzieren.
Optional bietet AEC Europe eine LPG-Anlage des Herstellers Prins an. Der 122 Liter fassende Gastank ist platzsparend unterhalb der Ladefläche integriert. Die Umschaltung zwischen Benzin- und Gasbetrieb erfolgt über eine separate Bedientaste im Innenraum. Zusätzlich lässt sich der V8 auf Wunsch mit einer Klappenabgasanlage ausstatten, die das akustische Erscheinungsbild – vorsichtig gesprochen – weiter betont.
Alltag & Verbrauch
Ein Fahrzeug dieser Dimension folgt im Alltag naturgemäß anderen Prioritäten als ein klassischer Mittelklasse-Pkw. Der kombinierte WLTP-Verbrauch des RAM 1500 Laramie Sport liegt bei 15,6 Litern pro 100 Kilometer. Im realen Fahrbetrieb pendelt sich der Wert erfahrungsgemäß eher im Bereich von rund 16,0 bis 17,0 Litern ein. Damit bewegt sich der Fullsize-Pick-up in einem Rahmen, der angesichts von Hubraum, Fahrzeuggewicht und Aerodynamik erwartbar erscheint. Wer es jedoch ruhiger angehen lässt, kann den Boliden auch mit knapp elf Litern Super oder 12 Litern Autogas fahren.
Die optionale LPG-Anlage von Prins kann hier einen entscheidenden Unterschied machen. Mit einem zusätzlichen Tankvolumen von 122 Litern erweitert sich die nutzbare Reichweite signifikant. Gleichzeitig lassen sich die laufenden Kraftstoffkosten je nach Gaspreisniveau deutlich reduzieren. Die Umschaltung zwischen Benzin- und Flüssiggasbetrieb erfolgt während der Fahrt ohne spürbare Unterbrechung. Gerade bei häufiger Nutzung im Anhängerbetrieb oder auf längeren Strecken kann sich diese Konfiguration wirtschaftlich bemerkbar machen. Wir konnten eruieren, dass das Fahrzeug im Gasbetrieb nicht merklich mehr verbraucht.
Im täglichen Einsatz profitieren Fahrer und Passagiere vom großzügigen Innenraum sowie der hohen Sitzposition. Rangiermanöver erfordern aufgrund der Fahrzeugbreite eine gewisse Eingewöhnungszeit, werden jedoch durch die serienmäßige Rückfahrkamera erleichtert.
Mit einer maximalen Anhängelast von bis zu 3,5 Tonnen eignet sich der RAM zudem für den Transport schwerer Lasten. Die Ladefläche bietet ein Volumen von 1.526 Litern und ermöglicht den flexiblen Einsatz im gewerblichen oder privaten Umfeld. Insgesamt präsentiert sich der Laramie Sport als Nutzfahrzeug mit klarer Alltagstauglichkeit, sofern ausreichend Platz zur Verfügung steht.
Assistenz, Technik & Ausstattung
Der RAM 1500 Laramie Sport übernimmt die umfangreiche Serienausstattung der Laramie-Linie und ergänzt diese um ausgewählte Komfort- und Sicherheitsfunktionen. Im Offroad-Einsatz unterstützen ein Berganfahrassistent sowie eine Bergabfahrhilfe den Fahrer bei schwierigen Steigungen und Gefällen. In Kombination mit der Geländeuntersetzung lässt sich die Traktion auf losem Untergrund kontrolliert aufrechterhalten.
Für den Einsatz auf befestigten Straßen stehen unter anderem ein Spurhalteassistent sowie ein Totwinkelwarner mit Anhängererkennung zur Verfügung. Ergänzt wird das System durch einen Querverkehrswarner im Heckbereich. Ein Kollisionswarner mit integrierter Notbremsfunktion kann kritische Situationen frühzeitig erkennen und bei Bedarf eingreifen. Diese Systeme tragen dazu bei, die Fahrzeugbeherrschung im Alltag zu erhöhen.
Die serienmäßige Rückfahrkamera erleichtert das Rangieren insbesondere in engen Umgebungen. Angesichts der Fahrzeugabmessungen stellt sie ein zentrales Assistenzsystem dar. Die Voll-LED-Scheinwerfer verbessern zudem die Ausleuchtung bei Nachtfahrten. Ein Fernlichtassistent übernimmt automatisch den Wechsel zwischen Abblend- und Fernlicht.
Das Infotainmentsystem basiert auf der Uconnect-Plattform und wird über einen zentralen Touchscreen gesteuert. Smartphone-Integration erfolgt über Apple CarPlay und Android Auto. Hinzu kommen ein Tempomat sowie ein schlüsselloses Zugangs- und Startsystem mit Motor-Fernstartfunktion.
Insgesamt kombiniert der Laramie Sport klassische Nutzfahrzeugkompetenz mit modernen Assistenz- und Komfortsystemen. Dadurch bleibt der RAM auch im europäischen Alltag technisch anschlussfähig.
Varianten & Preise des RAM 1500 Laramie Sport
Der RAM 1500 Laramie Sport wird in Europa nicht als eigenständige Modellreihe geführt, sondern als optisch und funktional erweitertes Ausstattungspaket auf Basis des Laramie angeboten. Technisch bleibt die Konfiguration unverändert, während das Sport Appearance Paket gezielt auf eine modifizierte Außenwirkung abzielt. Im Zentrum steht dabei weiterhin der 5,7-Liter-HEMI-V8, der im europäischen Marktumfeld zunehmend eine Ausnahmeerscheinung darstellt.
Der Einstiegspreis für den RAM 1500 liegt bei rund 56.000 Euro. In der hier getesteten Laramie-Sport-Konfiguration ergibt sich ein Grundpreis von etwa 59.500 Euro. Optional lassen sich zusätzliche Ausstattungsdetails wie eine LPG-Anlage aus dem Hause Prins integrieren. Diese schlägt mit einem zusätzlichen Tankvolumen von 122 Litern zu Buche und kann die Betriebskosten im Alltag reduzieren. Auch eine Klappenabgasanlage ist verfügbar und kostet etwa 3.200 Euro.
Im Vergleich zu anderen Fullsize-Pick-ups wie dem Ford F-150 oder dem Chevrolet Silverado positioniert sich der RAM im europäischen Markt als komfortorientierte Alternative mit vergleichsweise umfangreicher Serienausstattung. Während viele Wettbewerber primär auf Nutzlast und Arbeitsfähigkeit ausgelegt sind, legt der Laramie Sport einen stärkeren Fokus auf Innenraumkomfort und Langstreckentauglichkeit.
Damit bewegt sich der RAM 1500 in einem Preissegment, das sowohl gewerbliche Nutzer als auch private Interessenten mit hohem Platzbedarf anspricht. Entscheidend bleibt dabei die Kombination aus klassischem V8-Antrieb und moderner Komfortausstattung.
Kundenfeedback
In den Rückmeldungen von Besitzern wird der RAM 1500 häufig für seinen Komfort gelobt. Viele beschreiben die Sitze als langstreckentauglich. Auch die Raumverhältnisse vorne und hinten werden regelmäßig hervorgehoben. Gerade auf Reisen wirkt der RAM für viele wie ein rollender Lounge-Bereich. Das Interieur wird oft als hochwertiger empfunden als bei manchen direkten US-Rivalen. Dazu passt die ruhige Grundabstimmung des Fahrwerks, die auf schlechten Straßen als echte Stärke genannt wird.
Sehr präsent ist auch die Faszination für den V8. Mehrere Stimmen betonen das entspannte Leistungsgefühl. Es geht weniger um Sprintwerte. Wichtiger ist die Souveränität beim Anfahren, Überholen und Ziehen. Viele Besitzer nennen außerdem die hohe Zugkraft als Kaufgrund. Die Anhänger-Erkennung und die Spiegel- und Kamerahilfe werden dabei als hilfreich beschrieben.
Kritik dreht sich oft um typische Fullsize-Themen. Der Verbrauch wird selten schön geredet. Stattdessen wird er als Teil des Pakets akzeptiert. Gleichzeitig wird Wind- und Abrollgeräusch bei Autobahntempo immer wieder erwähnt. Das betrifft vor allem lange Etappen. Im Alltag wird zudem die schiere Größe angesprochen. Parkhäuser, enge Straßen und Innenstädte gelten als Stressfaktor.
Auffällig häufig geht es in Foren um Infotainment-Details. Genannt werden sporadische Hänger, flackernde Anzeigen oder eine zickige Rückfahrkamera-Darstellung. Viele hoffen hier auf Software-Updates. Einzelne Stimmen berichten außerdem von kleineren Qualitätsmängeln, etwa Dichtungen oder Klappergeräuschen. Positiv fällt auf, dass die meisten diese Punkte als ärgerlich, aber nicht als Dealbreaker einstufen. Insgesamt dominiert ein Ton, der klar macht: Wer einen RAM kauft, will genau dieses Format.
Fazit zum RAM 1500 Laramie Sport
Der RAM 1500 Laramie Sport trifft einen Nerv, den der europäische Markt in dieser Form kaum noch bedient. Er ist groß, bewusst luxuriös und in seiner Grundidee erstaunlich konsequent. Das Sport-Paket verändert nicht das Wesen des Fahrzeugs, aber es schärft den Auftritt. Weniger Chrom, mehr Lackflächen, dazu schwarze Akzente und eine stimmigere Frontwirkung. Wer einen RAM will, will Präsenz. Genau die liefert der Laramie Sport in einer etwas moderneren, „aufgeräumteren“ Optik.
Im Kern bleibt der RAM jedoch ein Komfort-Pick-up. Der Innenraum überzeugt mit Leder, belüfteten und beheizten Sitzen sowie viel Raum auf beiden Reihen. Die Lässigkeit, mit der fünf Personen reisen können, ist in dieser Klasse ein echtes Argument. Auch die Assistenz- und Komfortausstattung wirkt im Alltag nicht exotisch, sondern zeitgemäß. Rückfahrkamera, Totwinkel- und Querverkehrswarner sowie Notbremsfunktionen passen gut zu den Abmessungen.
Der 5,7-Liter-HEMI-V8 ist emotional der Dreh- und Angelpunkt. Leistung und Drehmoment sind jederzeit präsent, ohne dass das Fahrzeug nervös wirkt. Dazu kommt die Option, den RAM ab Werk mit LPG-Technik auszustatten. Das ist keine romantische Idee, sondern eine pragmatische Antwort auf hohe Betriebskosten. Verbrauch und Größe bleiben trotzdem die zentralen Hürden. Wer regelmäßig enge Parkhäuser, Innenstädte oder Altbauquartiere fährt, muss sich auf Kompromisse einstellen.
Unterm Strich liefert der RAM 1500 Laramie Sport genau das, was sein Format verspricht: Nutzwert, Komfort und US-Charakter, verpackt in eine etwas sportlichere Inszenierung.
Konkurrenzmodelle
Im Segment der Fullsize-Pick-ups bewegt sich der RAM 1500 Laramie Sport in einem Wettbewerbsumfeld, das in Europa nur eingeschränkt offiziell vertreten ist. Klassische Alternativen wie der Ford F-150, der Chevrolet Silverado oder der GMC Sierra sind hierzulande in der Regel nicht über reguläre Händlernetze erhältlich, sondern werden überwiegend über spezialisierte Importeure eingeführt.
Der Ford F-150 gilt als technologisch breit aufgestellter Gegenentwurf. Neben klassischen V6- und V8-Benzinmotoren steht mittlerweile auch ein Vollhybridantrieb zur Verfügung, der insbesondere im Anhängerbetrieb zusätzliche elektrische Leistungsreserven bereitstellt. Je nach Ausstattung ist Allradantrieb serienmäßig oder optional erhältlich. Damit lässt sich der F-150 sowohl als klassisches Arbeitsgerät als auch als komfortorientierter Lifestyle-Truck konfigurieren.
Der Chevrolet Silverado und der technisch eng verwandte GMC Sierra verfolgen einen modularen Ansatz. Beide Modelle sind mit verschiedenen Benzinmotoren (auch V8) sowie einem 3,0-Liter-Reihensechszylinder-Diesel verfügbar, der insbesondere für Vielfahrer interessant ist. Auch hier gehört ein zuschaltbarer oder permanenter Allradantrieb je nach Ausstattung zum Angebot. In Europa bleiben beide Modelle jedoch weitgehend auf den Importmarkt beschränkt.
Eine Sonderrolle nimmt der Volkswagen Amarok (Test des VW Amarok 2024) ein. Als einziges Modell dieses Vergleichsfelds wird er regulär über das europäische Händlernetz vertrieben. Technisch basiert die aktuelle Generation auf der Plattform des Ford Ranger und ist mit Vierzylinder- sowie V6-Dieselmotoren erhältlich. Permanenter Allradantrieb ist in vielen Varianten serienmäßig. Damit positioniert sich der Amarok als lokal verfügbare Alternative mit geringeren Abmessungen, jedoch ohne großvolumigen Saugmotor im Angebot.
Der RAM kontert diese Konkurrenz mit einem klassischen V8-Antrieb, hoher Serienausstattung und der Möglichkeit zur LPG-Integration, die im europäischen Alltag ein relevanter Kostenfaktor sein kann.
Text / Fotos: NEU!
Kamera: Canon EOS 6D
