Der Subaru Forester geht 2026 in die nächste Evolutionsstufe. Und bleibt sich dabei in einem Punkt treu, der im heutigen SUV-Segment fast schon als Alleinstellungsmerkmal gelten darf. Während viele Wettbewerber ihren Allradantrieb nur situativ zuschalten, setzt Subaru weiterhin auf ein permanentes System mit mechanischer Grundarchitektur. In einer Fahrzeugklasse, in der Marketingbegriffe wie „Crossover“ oder „Lifestyle-SUV“ zunehmend die technische Substanz überlagern, positioniert sich der Forester damit bewusst als funktionales Werkzeug für Alltag, Langstrecke und schlechte Wegstrecken gleichermaßen.
Unser Testwagen trat in der Ausstattungslinie Platinum an, lackiert in Autumn Green Metallic, einer Farbe, die das Outdoor-Selbstverständnis des Fahrzeugs visuell unterstreicht, ohne ins Rustikale abzurutschen. In Kombination mit den serienmäßigen 19-Zoll-Leichtmetallfelgen im Graphit-Ton entsteht ein Auftritt, der weniger urban-glatt als vielmehr zweckmäßig-modern wirkt. Schwarze Ledersitze mit braunen Kontrastnähten sowie ein elektrisch zu öffnendes Panorama-Glasschiebedach sind im Topmodell serienmäßig an Bord und zeigen, dass Subaru den Forester nicht ausschließlich als Nutzfahrzeug versteht.
Mit einem Gesamtpreis von 50.074 Euro für das Testfahrzeug, inklusive Metallic-Lackierung und Premium-Teppichmattensatz, bewegt sich der Forester Platinum im oberen Bereich des Kompakt-SUV-Segments. Gleichzeitig bleibt die Modellstruktur bewusst schlank, da Motorisierung und Allradsystem über alle Varianten hinweg identisch sind. Damit unterscheidet sich Subaru fundamental von Herstellern, die ihre Modellpalette über Antriebsvielfalt fragmentieren.
Im Alltagseinsatz zeigt sich schnell, dass der Forester weniger über spektakuläre Einzelwerte als über ein konsistentes Gesamtpaket definiert wird. Übersichtlichkeit, Federungskomfort und Traktion stehen klar im Vordergrund. Gerade für eine Klientel, die ein dauerhaft belastbares SUV statt eines primär designorientierten Stadtfahrzeugs sucht, bleibt der Forester auch 2026 eine der rationalsten Optionen im Segment. Fahrbericht.
Der Look
Der neue Forester bleibt sich auch 2026 im Kern treu, wirkt jedoch in vielen Details deutlich moderner und substanzorientierter als sein Vorgänger. Auffällig ist vor allem die neu gestaltete Frontpartie mit breiterem Kühlergrill und klar gezeichneten LED-Scheinwerfern, die dem Fahrzeug eine robustere Präsenz verleihen. Gerade in der Lackierung Autumn Green Metallic unterstreicht das Design den funktionalen Anspruch des Fahrzeugs, ohne dabei in eine überzeichnete Offroad-Optik abzudriften. Vielmehr entsteht ein stimmiges Gesamtbild, das sich klar von urban orientierten Lifestyle-SUVs abgrenzt und stärker auf Alltagstauglichkeit sowie Einsatzbreite ausgerichtet ist.
In der Seitenansicht zeigt sich eine typische SUV-Silhouette mit aufrechter Haltung, kurzen Überhängen und einer klar definierten Schulterlinie. Die um drei Zentimeter gewachsene Länge und ein um einen Zentimeter verbreiterter Aufbau sorgen nicht nur für eine gestrecktere Erscheinung, sondern verbessern auch die Proportionen sichtbar. In Kombination mit den serienmäßigen 19-Zoll-Leichtmetallfelgen im Graphit-Ton wirkt der Forester Platinum deutlich erwachsener als frühere Generationen, ohne seine zugängliche Formsprache zu verlieren.
Am Heck setzt Subaru auf eine funktionale Interpretation moderner Designelemente. Die neu gezeichneten Rückleuchten sind filigraner als zuvor, bleiben jedoch ausreichend groß dimensioniert, um auch unter widrigen Sichtverhältnissen eine gute Erkennbarkeit zu gewährleisten. Eine dunkle Leiste verbindet beide Einheiten und sorgt für eine visuelle Breitenbetonung. Das weiterhin vorhandene Single-Endrohr signalisiert zudem, dass der Forester bewusst auf sportliche Inszenierung verzichtet.
Insgesamt zeigt sich das Exterieur als evolutionäre Weiterentwicklung mit klarer Zielsetzung. Der Subaru Forester 2026 möchte weder Premium-SUV-Coupé noch modischer Crossover sein. Stattdessen richtet er sich an eine Zielgruppe, die Wert auf Übersichtlichkeit, Karosseriestabilität und funktionale Gestaltung legt. Genau darin liegt auch 2026 seine visuelle Eigenständigkeit innerhalb eines zunehmend homogenisierten SUV-Marktes.
Und innen?
Im Innenraum verfolgt Subaru beim Forester 2026 eine klar funktionale Philosophie, die sich bewusst von überdigitalisierten Cockpitlandschaften vieler Wettbewerber absetzt. Statt auf maximalistische Touch-Bedienkonzepte setzt der Forester auf eine Mischung aus klassischen Bedienelementen und moderner Infotainment-Technik. Zentraler Anlaufpunkt ist das 11,6 Zoll große Infotainmentsystem, das neben DAB+ auch kabelloses Apple CarPlay und Android Auto unterstützt. Die Darstellung ist klar strukturiert und reagiert ausreichend schnell, ohne durch überladene Menüstrukturen zu irritieren.
Unser Testwagen in der Ausstattungslinie Platinum verfügte über schwarze Ledersitze mit braunen Kontrastnähten, die zusammen mit schicken Interieurleisten eine angenehm warme Atmosphäre erzeugen. Beide Vordersitze sind elektrisch verstellbar, der Fahrersitz bietet zusätzlich eine Memory-Funktion. Sitz- und Lenkradheizung sind serienmäßig integriert, ebenso eine Zwei-Zonen-Klimaautomatik. Das beim Platinum serienmäßige Panorama-Glasschiebedach lässt viel Licht in den Innenraum und trägt zur luftigen Wirkung bei, ohne dabei die Kopffreiheit spürbar einzuschränken.
Besonders positiv fällt die Übersichtlichkeit auf. Große Glasflächen und eine vergleichsweise aufrechte Sitzposition ermöglichen eine sehr gute Rundumsicht, die Rangiermanöver auch ohne Rückgriff auf die serienmäßige 360-Grad-Kamera erleichtert. Gerade bei niedrigen Geschwindigkeiten oder in unübersichtlichen Parkhäusern wirkt der Forester dadurch deutlich zugänglicher als viele seiner Mitbewerber.
Auch im Fond überzeugt der Subaru Forester 2026 mit großzügigen Platzverhältnissen. Die Rückbank ist asymmetrisch geteilt und lässt sich bequem per Fernentriegelung vom Gepäckraum aus umklappen. Der Kofferraum selbst fasst 508 Liter und erweitert sich bei umgelegten Lehnen auf bis zu 1.679 Liter. Die nahezu ebene Ladefläche erleichtert das Verstauen sperriger Gegenstände erheblich. Zusätzlich stehen eine 12-Volt-Steckdose sowie mehrere Befestigungsösen zur Verfügung, was den Forester auch für transportintensive Einsätze interessant macht.
Der Antrieb des Subaru Forester 2026
Unter der Haube des Forester arbeitet auch 2026 der bekannte 2,0-Liter-Boxermotor in Kombination mit einem Elektromotor im Rahmen des e-BOXER-Systems. Die Systemleistung beträgt 136 PS, das maximale Drehmoment liegt bei 182 Newtonmetern. Ergänzt wird der Verbrenner durch eine elektrische Einheit mit 17 PS und 66 Newtonmetern, die vor allem bei niedrigen Geschwindigkeiten unterstützend eingreift. Die Kraftübertragung erfolgt über das stufenlose Lineartronic-Getriebe an den permanenten Symmetrical AWD-Allradantrieb.
Im Fahrbetrieb zeigt sich schnell, dass Subaru den Forester nicht auf Dynamik, sondern auf lineare Kraftentfaltung und Traktionssicherheit ausgelegt hat. Die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h erfolgt in 12,2 Sekunden, subjektiv wirkt der Antritt jedoch etwas spontaner, insbesondere im unteren Geschwindigkeitsbereich. Hier profitiert der Forester vom elektrischen Zusatzantrieb, der vor allem im Stadtverkehr oder beim Rangieren kurzzeitig den Verbrennungsmotor entlastet. Oder andersrum den Verbrenner unterstützt, wenn beim Beschleunigen – zum Beispiel beim Überholen – Leistung gefordert wird.
Die Lenkung vermittelt ausreichend Rückmeldung und wirkt präziser abgestimmt als noch beim Vor-Facelift. Auch in schnell gefahrenen Kurven bleibt die Karosserie vergleichsweise stabil, ohne übermäßige Nick- oder Wankbewegungen zu zeigen. Sportliche Ambitionen weckt der Forester dennoch nicht. Vielmehr liegt der Fokus auf einem neutralen Fahrverhalten, das auch bei längeren Autobahnetappen oder auf schlechten Wegstrecken Vertrauen schafft.
Das Rekuperationsverhalten fällt angenehm unaufdringlich aus. In vielen Situationen ist der Übergang zwischen elektrischem und konventionellem Antrieb eher hörbar als fühlbar. Gerade bei Geschwindigkeiten unterhalb von 30 km/h übernimmt der Elektromotor spürbar häufiger den Vortrieb, begleitet von einem dezenten akustischen Signal.
Unter hoher Last bleibt das CVT-Getriebe jedoch ein Kritikpunkt. Zwar wurde der sogenannte Gummiband-Effekt reduziert, doch bei starken Beschleunigungsvorgängen steigt die Drehzahl weiterhin deutlich an. Gerade bei Überholmanövern wirkt das Ansprechverhalten dadurch weniger direkt als bei klassischen Wandlerautomaten.
Alltag & Verbrauch
Im Alltag zeigt sich der Forester 2026 als durchweg kalkulierbares Fahrzeug, das weniger mit Effizienzrekorden als durch Verlässlichkeit überzeugt. Der kombinierte WLTP-Verbrauch liegt bei 8,1 Litern auf 100 Kilometern, im Test pendelte sich der reale Verbrauch bei 8,6 Litern ein. Damit bleibt der Forester trotz permanentem Allradantrieb in einem Bereich, der für ein mechanisch ausgelegtes AWD-System dieser Bauart als absolut marktüblich gelten kann. Interessant ist dabei, dass der reale Testwert rund 0,2 Liter unter dem des Vor-Facelift-Modells lag, was auf eine leicht optimierte Abstimmung des Hybrid-Systems hindeutet.
Mit einem Tankvolumen von 48 Litern ergibt sich eine praxisnahe Reichweite von etwa 550 Kilometern, abhängig vom Einsatzprofil. Gerade auf längeren Autobahnetappen zeigt sich die Geräuschdämmung verbessert. Das allgemeine Geräuschniveau liegt spürbar unter dem des Vorgängers, insbesondere bei konstanten Geschwindigkeiten um 130 km/h. Wind- und Abrollgeräusche bleiben im Hintergrund, auch wenn der Boxermotor unter Last weiterhin akustisch präsent bleibt.
Das Fahrwerk präsentiert sich neutral abgestimmt. Es ist nicht maximal auf Komfort ausgelegt, filtert jedoch Querfugen und schlechte Fahrbahnbeläge ausreichend souverän heraus, um auch längere Strecken ohne Ermüdungserscheinungen zu absolvieren. Kopfsteinpflaster oder ausgefahrene Landstraßen bringen den Forester nicht aus der Ruhe. Gleichzeitig bleibt die Karosseriebewegung kontrolliert, was sich vor allem bei schnellen Spurwechseln positiv bemerkbar macht.
Im täglichen Einsatz punktet der Forester zudem mit seiner Übersichtlichkeit. Die großen Glasflächen erleichtern das Rangieren erheblich, auch ohne permanente Nutzung der serienmäßigen Kamera- und Sensorsysteme. Unterstützend wirkt hier auch die aufrechte Sitzposition. Die elektrisch entriegelbare Rückbank sowie die nahezu ebene Ladefläche erleichtern den Transport sperriger Gegenstände zusätzlich und erhöhen den Nutzwert im Alltag deutlich.
Assistenz, Technik & Ausstattung
In der Ausstattungslinie Platinum präsentiert sich der Subaru Forester 2026 technisch nahezu vollumfänglich bestückt. Subaru verzichtet bewusst auf umfangreiche Optionslisten und bündelt stattdessen einen Großteil der sicherheits- und komfortrelevanten Systeme bereits serienmäßig im Forester. Herzstück der Assistenzarchitektur ist das weiterentwickelte EyeSight-System, das mit Stereokamera, Monokamera und Frontradar arbeitet. In Kombination mit adaptiver Geschwindigkeitsregelung, aktiver Spurzentrierung und einem Notfall-Anhaltesystem ergibt sich ein Assistenzpaket, das insbesondere auf längeren Autobahnetappen spürbar entlastet.
Ergänzt wird das System durch einen Ausweichassistenten mit Lenkunterstützung, einen aktiven Spurhalteassistenten sowie einen intelligenten Geschwindigkeitsbegrenzer, der mit der Verkehrszeichenerkennung gekoppelt ist. Auch der Querverkehrassistent vorne sowie der Totwinkel- und Spurwechselassistent im Heckbereich sind serienmäßig integriert. Die 360-Grad-Kamera liefert dabei eine ausreichend hoch aufgelöste Darstellung und erleichtert Rangiermanöver in engen Umgebungen zusätzlich.
Im Komfortbereich setzt Subaru auf eine praxisorientierte Ausstattung. Das beim Platinum-Modell serienmäßige Panorama-Glasschiebedach lässt sich elektrisch öffnen und trägt zur luftigen Innenraumwirkung bei. Für akustische Untermalung sorgt das ebenfalls serienmäßige Harman Kardon Soundsystem mit elf Lautsprechern inklusive Subwoofer, das durch einen angenehm warm abgestimmten Klangcharakter überzeugt und auch bei höheren Lautstärken nicht zu Verzerrungen neigt.
Besonders positiv fallen die adaptiven LED-Scheinwerfer auf. Sie bieten eine homogene Ausleuchtung sowie eine überzeugende Reichweite bei Nachtfahrten. Unterstützt werden sie durch eine Hochdruck-Scheinwerfer-Reinigungsanlage, die in der Praxis mit ausreichend Druck arbeitet, um Verschmutzungen auch bei winterlichen Bedingungen effektiv zu entfernen. Gerade auf schlecht beleuchteten Landstraßen erhöht dies die Sichtverhältnisse spürbar.
Varianten & Preise des Subaru Forester 2026
Die Modellstruktur des Subaru Forester 2026 bleibt auch im aktuellen Modelljahr bewusst übersichtlich gehalten. Unabhängig von der gewählten Ausstattungslinie erhalten alle Varianten den identischen 2,0-Liter-e-Boxer-Antrieb in Kombination mit dem permanenten Symmetrical AWD-Allradantrieb. Eine Differenzierung erfolgt somit primär über Komfort-, Design- und Technikmerkmale, nicht jedoch über Motorisierungen oder Antriebskonzepte.
Den Einstieg markiert weiterhin die Ausstattungslinie Trend ab 40.490 Euro. Bereits hier sind zentrale Komfort- und Sicherheitsfeatures wie eine Zwei-Zonen-Klimaautomatik, Sitzheizung vorne, LED-Scheinwerfer sowie eine Rückfahrkamera mit Reinigungsfunktion serienmäßig enthalten. Darüber positioniert sich die Variante Active ab 43.790 Euro, die unter anderem eine elektrisch betätigte Heckklappe, zusätzliche Assistenzsysteme sowie eine 360-Grad-Kamera integriert.
Mit der Linie Exclusive ab 45.740 Euro kommen ein Navigationssystem, ein Panorama-Glasschiebedach sowie weitere Komfortfunktionen hinzu. Neu im Programm ist die Sonderedition Exclusive Cross, die ab 47.490 Euro erhältlich ist und den Offroad-Charakter des Forester durch zusätzliche Designakzente sowie eine robustere Anmutung optisch stärker betont.
Das Topmodell Platinum startet bei 49.190 Euro und ergänzt die Ausstattung unter anderem um Ledersitze, ein Harman Kardon Soundsystem, Sitzheizung im Fond sowie 19-Zoll-Leichtmetallfelgen. Unser Testfahrzeug in Autumn Green Metallic lag inklusive Metallic-Lackierung für 780 Euro sowie einem Premium-Teppichmattensatz für 104 Euro bei einem Gesamtpreis von 50.074 Euro. Optional ist zudem eine abnehmbare Anhängerkupplung für 719 Euro erhältlich, die den Forester auch als Zugfahrzeug zusätzlich aufwertet. Die Anhängelast des Subaru Forester 2026 beträgt 1.870 Kilogramm gebremst beziehungsweise 750 Kilogramm ungebremst.
Kundenfeedback
Ein Blick in aktuelle Besitzerforen und Nutzerbewertungen zeigt, dass der Subaru Forester 2026 vor allem über seine Langzeitqualitäten wahrgenommen wird. Viele Kunden berichten von einem hohen Vertrauen in die technische Robustheit, insbesondere im Winterbetrieb. Häufig wird hervorgehoben, dass sich das Fahrzeug bei Schnee, Matsch oder nasser Fahrbahn sehr stabil und vorhersehbar verhält. Auch bei längeren Fahrten mit Anhänger attestieren Nutzer dem Forester eine hohe Spurtreue und ein insgesamt ruhiges Fahrverhalten, was ihn für transportintensive Einsätze zusätzlich interessant macht.
Im Alltag wird zudem die Zuverlässigkeit der Assistenzsysteme thematisiert. Einige Kunden loben das EyeSight-System für seine gleichmäßige Arbeitsweise im Stop-and-Go-Verkehr, während andere vereinzelt von übervorsichtigen Eingriffen berichten. Das Infotainment-System wird in Nutzermeinungen als funktional beschrieben, allerdings nennen manche eine leicht verzögerte Reaktionszeit bei der Touch-Bedienung.
Beim Verbrauch gehen die Einschätzungen auseinander. Während einige Besitzer reale Werte nahe am WLTP-Wert bestätigen, berichten andere von leicht erhöhten Durchschnittsverbräuchen im Vergleich zu Hybridmodellen mit elektrifizierter Hinterachse wie etwa beim Toyota RAV4 AWD. Gleichzeitig wird anerkannt, dass der permanente Allradantrieb hier konstruktionsbedingt eine andere Priorität setzt.
Überschneidungen mit den Testeindrücken ergeben sich insbesondere bei der Rundumsicht, der Federungsabstimmung sowie der Geräuschdämmung, die von vielen Nutzern als Fortschritt gegenüber früheren Modelljahren wahrgenommen wird. Kritik gibt es hingegen weiterhin an der Leistungsentfaltung. Mehrere Kunden beschreiben den Antrieb als ausreichend für den Alltag, wünschen sich jedoch mehr Reserven beim Beschleunigen. In diesem Zusammenhang wird auch das CVT-Getriebe genannt, dessen Drehzahlniveau unter Last nicht von allen als angenehm empfunden wird.
Fazit zum Subaru Forester 2026
Der Subaru Forester 2026 bleibt auch in seiner neuesten Ausbaustufe ein SUV, das sich bewusst dem Trend zur zunehmenden Emotionalisierung des Segments entzieht. Statt über Designspielereien oder Leistungsdaten zu überzeugen, setzt er auf ein funktionales Gesamtkonzept, das im Alltag nachvollziehbare Vorteile bietet. Permanenter Allradantrieb, gute Übersichtlichkeit und eine insgesamt robuste Fahrwerksabstimmung machen ihn zu einem Fahrzeug, das weniger beeindrucken als vielmehr begleiten möchte.
Im täglichen Einsatz zahlt sich diese Ausrichtung aus. Die Kombination aus neutral abgestimmter Federung, verbessertem Geräuschniveau und praxisnaher Innenraumgestaltung sorgt für ein hohes Maß an Langstreckentauglichkeit. Auch bei widrigen Straßenverhältnissen bleibt der Forester berechenbar und vermittelt ein stabiles Fahrgefühl. Unterstützt wird dies durch eine umfangreiche Serienausstattung, die viele sicherheits- und komfortrelevante Systeme bereits ab Werk integriert.
Abstriche müssen weiterhin beim Antrieb gemacht werden. Die Leistungsentfaltung ist für den Alltag ausreichend, sportliche Ambitionen bedient der Forester jedoch nicht. Das CVT-Getriebe arbeitet insgesamt kultivierter als in früheren Generationen, zeigt unter Last aber nach wie vor akustische Präsenz. Für eine Klientel, die vor allem Wert auf Effizienz, Nutzwert und Traktion legt, dürfte dieser Punkt jedoch von nachrangiger Bedeutung sein.
Mit einem Testwagenpreis von 50.074 Euro positioniert sich der Forester Platinum im oberen Bereich des Kompakt-SUV-Segments, bietet dafür jedoch ein technisch eigenständiges Konzept. Wer ein dauerhaft allradgetriebenes SUV mit klarer Alltagsorientierung sucht, findet im Forester auch 2026 eine der rationalsten Optionen innerhalb dieser Fahrzeugklasse.
Konkurrenzmodelle
Im Segment der Kompakt-SUVs mit Allradantrieb trifft der Subaru Forester 2026 auf eine Vielzahl etablierter Wettbewerber. Allerdings verfolgen diese meist ein anderes technisches Konzept. Modelle wie der Toyota RAV4 AWD, der Hyundai Tucson 4WD (Test des Hyundai Tucson Hybrid) oder der Kia Sportage AWD (Test des Kia Sportage Diesel) setzen auf bedarfsgesteuerte Allradsysteme, bei denen die Hinterachse nur bei Traktionsverlust zugeschaltet wird. Im normalen Fahrbetrieb erfolgt der Vortrieb überwiegend über die Vorderachse, was Verbrauchsvorteile im Alltag mit sich bringen kann, jedoch konstruktionsbedingt eine andere Priorisierung als beim permanenten Allrad des Forester darstellt.
Auch der Mazda CX-5 AWD oder der VW Tiguan 4Motion (Test des VW Tiguan 2025) verfolgen ein ähnliches Prinzip. Hier erfolgt die Momentenverteilung elektronisch geregelt und primär reaktiv. Im direkten Vergleich positioniert sich der Forester mit seinem mechanisch ausgelegten Symmetrical AWD-System als konsequent auf Traktion ausgelegtes Fahrzeug, das seine Antriebskraft permanent auf beide Achsen verteilt. Gerade bei wechselnden Fahrbahnverhältnissen oder auf losem Untergrund ergibt sich daraus ein konstanteres Fahrverhalten, das nicht erst auf Schlupf reagieren muss.
Der Honda CR-V AWD wiederum bietet als Vollhybrid eine deutlich stärkere elektrische Unterstützung und punktet mit niedrigeren Verbrauchswerten, stellt jedoch die Effizienz stärker in den Vordergrund als die mechanische Robustheit des Antriebssystems. Plug-in-Hybrid-Alternativen wie der Mitsubishi Outlander PHEV (Test des Mitsubishi Outlander 2025) erweitern die elektrische Reichweite zusätzlich, gehen jedoch mit höherem Gewicht und komplexerer Technik einher.
Insgesamt zeigt sich, dass viele Wettbewerber ihre Allradfähigkeit als Ergänzung verstehen, während Subaru sie als integralen Bestandteil des Fahrzeugkonzepts auslegt. Für eine Klientel, die den Allradantrieb regelmäßig nutzt oder auf konstante Traktion angewiesen ist, bleibt der Forester damit auch im Modelljahr 2026 eine technisch eigenständige Option innerhalb eines zunehmend elektrifizierten Wettbewerbsumfelds.
Text / Fotos: NEU!
Kamera: Canon EOS 6D



























