Der VW Passat eHybrid trägt eine Last, die kein SUV der Gegenwart wirklich versteht. Er muss die Rolle eines halben Mythos erfüllen, dabei einen braven Dienstwagen ersetzen und zugleich den elektrifizierten Alltag der Republik möglich machen. Kombis mit Plug-in-Hybrid gibt es einige, aber kaum einer berührt die deutsche Dienstwagen-Seele so zuverlässig wie der Passat. In seiner neunten Generation verabschiedet sich VW von der Limousine und setzt alles auf den Variant.
Das wirkt zunächst nach Pragmatismus, doch im Fall des Passat ist es eher eine Rückkehr zu den Stärken, für die dieses Auto seit Jahrzehnten steht. Der VW Passat eHybrid tritt in der stärkeren 272-PS-Variante an und versucht, zwei Lebenswelten zu verbinden: rein elektrisches Pendeln und souveränes Auftreten auf der Autobahn. Der Testwagen kam als Elegance, lackiert in Reef Blue Metallic, mit DCC Pro und viel Komfortausstattung. Man merkt beim ersten Einsteigen, wie ernst VW seine Hausaufgaben genommen hat. Die Plattform trägt den Namen MQB Evo und sorgt dafür, dass die Größe des Kombis nicht nur als Zahl auf dem Papier existiert, sondern als realer Zugewinn im Innenraum. Der eHybrid soll zeigen, dass Effizienz nicht zwingend Verzicht bedeutet.
Er soll Alltag erleichtern und gleichzeitig ein typischer Passat bleiben: unaufgeregt, logisch, angenehm seriös. Das Fahrzeug nimmt diese Rolle mit einer Ruhe auf, die fast altmodisch wirkt, aber gerade deshalb erstaunlich modern erscheint. Der eHybrid zeigt sich nicht als ideologisches Statement, sondern als ein Kombi, der seine Arbeit ernst nimmt. Zeit für einen Test. Fahrbericht.
Der Look
Der VW Passat eHybrid trägt sein Design wie ein Maßanzug, der bewusst nicht provoziert und dennoch jeden Blick sauber einordnet. Volkswagen hat sich beim B9 gegen Experimente entschieden. Stattdessen gibt es flächige Panels, eine glatte Front und eine LED-Signatur, die das Auto breiter wirken lässt als es tatsächlich ist. Das wirkt vor allem deshalb gelungen, weil der Passat fast fünf Meter misst und dennoch nicht in Richtung Oberklasse posiert.
Der Kombi streckt sich klar in die Länge, wirkt aber nie behäbig. Die Proportionen sitzen besser als beim Vorgänger, da die Linien stärker horizontal angelegt wurden. Der Ladeanschluss vorne links verrät den Plug-in-Hybrid, doch VW inszeniert ihn nicht. Der Passat bleibt ein Auto, das seine Technologie nicht ausstellt. Die 18-Zoll-Felgen der Elegance-Version fügen sich in dieses Bild ein. Keine Show, sondern ein ruhiges, gehaltvolles Statement. Am Heck zieht sich die Leuchtenleiste über die gesamte Breite und verleiht ihm eine visuelle Geschlossenheit, die der B8 nie hatte. Der eHybrid zeigt, dass Zurückhaltung ein Stilmittel sein kann, wenn die Basics stimmen. Die Aerodynamik wurde verbessert, ohne dass man das Gefühl bekommt, einer Windkanalstudie hinterherzusehen.
Alles wirkt durchdacht, aber nicht demonstrativ. Die Farbwahl Reef Blue Metallic passt perfekt zu diesem Anspruch. Es ist eine Farbe, die sich erst im Licht entfaltet und nie laut wird. Der Passat behauptet sich damit in einem Markt, in dem Design oft mehr schreien will, als es wirkt. Genau hier gewinnt er. Er muss nichts beweisen. Er ist einfach präsent.
Und innen?
Der Innenraum des VW Passat eHybrid wirkt wie eine Einladung, länger zu bleiben als nötig. Das Cockpit öffnet sich großzügig, fast schon loungeartig, ohne die Funktion aus dem Blick zu verlieren. Der große zentrale Bildschirm dominiert optisch, doch der Innenraum lebt von der Balance aus Digitalfläche und handfesten Bedienelementen. VW verzichtet hier auf die Sensorflächen vergangener ID-Modelle und setzt wieder stärker auf echte Tasten am Lenkrad.
Das wirkt wie ein Zugeständnis an die Realität moderner Bedienbarkeit. Die Materialien im Elegance sind hochwertig gewählt. Die Alcantara-Leder-Sitze geben Halt, ohne den Körper zu umklammern. Die Ergonomie ist auf den Punkt getroffen. Das Platzangebot ist enorm. Im Fond sitzen Erwachsene fast schon luxuriös. Der Kofferraum schrumpft wegen der Batterie zwar auf 510 Liter, doch die Fläche ist nutzbar, logisch geschnitten und praktisch erweiterbar. Die Wertigkeit des Innenraums erreicht ein Niveau, das dem Anspruch der Marke deutlich näherkommt als beim späten B8. Das Ambientelicht sorgt abends für Atmosphäre, ohne ins Künstliche zu kippen.
Die neuen Menüs des Infotainments wirken aufgeräumter und reagieren schneller als früher. Die dritte Klimazone gehört zur Elegance-Ausstattung und unterstreicht den Komfortgedanken. Der Passat präsentiert sich als Auto, das nicht nur Platz bietet, sondern diesen Platz sinnvoll inszeniert. Er macht Vieles richtig, indem er nichts erzwingt. Der Innenraum ist ein ausgereifter Raum für lange Strecken, Arbeitstage, Familienfahrten und alle Szenarien dazwischen.
Der Antrieb des VW Passat eHybrid 2026
Der VW Passat eHybrid kombiniert einen 1,5-Liter-Turbobenziner mit einem kräftigen Elektromotor und bringt es auf 272 PS. Das Zusammenspiel wirkt harmonisch, wenn die Last konstant bleibt, und zeigt dennoch eine leichte mechanische Ehrlichkeit beim Übergang zwischen elektrisch und hybridem Betrieb. Das DSG mit sechs Gängen arbeitet spürbar traditioneller als die modernen Siebengang-Einheiten anderer Marken, doch der Elektromotor kompensiert viele der typischen Verzögerungen. Der Antrieb läuft ausschließlich über die Vorderachse, was im Alltag genügt. Der Passat tritt souverän an, überrascht gelegentlich mit feinem Punch und bleibt dabei kontrolliert. 7,1 Sekunden auf 100 km/h zeigen, dass es hier nicht um Sportlichkeit geht, sondern um Reserven, die den Kombi auf langen Strecken entspannt und sicher wirken lassen.
Das DCC Pro Fahrwerk ist ein echter Gewinn. Es verleiht dem großen Kombi eine Gelassenheit, die sich sofort bemerkbar macht. Unebenheiten werden sauber gefiltert. Die Lenkung ist direkt, ohne nervös zu wirken. Der Passat fühlt sich größer an, als er ist, aber nie träge. Er versteht seine Rolle als komfortorientierter Reisekombi. Der E-Motor sorgt im Stadtverkehr für Stille und Spontaneität. Bei höherem Tempo übernimmt der Verbrenner und wirkt dabei akustisch zurückhaltend. Die Stärke dieses Antriebs liegt in seiner Unaufgeregtheit. Er zwingt zu keiner bestimmten Fahrweise. Er erlaubt das elektrische Gleiten, ohne den Fahrer durch starre Systemlogiken zu bevormunden.
Erstaunlich ist, wie breit der Passat im Hybridmodus agiert. Das System entscheidet meist klug, wann welcher Motor übernehmen soll, und reagiert bei schneller Laständerung mit einem kurzen Sortieren, das jedoch nie störend wirkt. Auch unter Volllast bleibt der Klang zurückhaltend und frei von künstlicher Aufgeregtheit. Der E-Motor glänzt vor allem beim Anfahren an Steigungen und beim kurzen Zwischenspurt im Stadtverkehr. Der Verbrenner wiederum zeigt, dass Downsizing nicht automatisch Verzicht bedeutet. Der gesamte Antriebsstrang wirkt wie ein Werkzeugkasten für unterschiedliche Alltagssituationen: spontan, wenn gefordert, und angenehm zurückgenommen, wenn Ruhe gefragt ist.
Alltag & Verbrauch
Im Alltag zeigt der VW Passat eHybrid, wie sehr diese Antriebstechnik von Nutzungsprofilen abhängt. Der kombinierte elektrische Betrieb funktioniert überzeugend, solange das Auto regelmäßig geladen wird. Die WLTP-Reichweite von rund 132 Kilometern ist unter Idealbedingungen erreichbar, doch im Winter fällt sie deutlich geringer aus. Unser Testwagen kam bei niedrigen Temperaturen etwa 70 Kilometer weit, bevor der Verbrenner übernehmen musste.
Der Verbrauch bleibt trotzdem niedrig. Mit vollem Akku sank der ermittelte Durchschnitt auf 1,9 Liter pro 100 Kilometer. Mit leerem Akku pendelte sich der Passat bei etwa sechs Litern ein. Das ist für einen Kombi seiner Größe ein guter Wert. Beim Laden zeigt sich ein differenzierter Eindruck. Der Passat verfügt über eine Schnellladefunktion, die laut Werksangabe bis zu 50 kW ermöglichen soll. In der Praxis erreichten wir jedoch nur etwa die Hälfte. Mehr als 25 kW waren nicht möglich, unabhängig von der Säule. Die Wartezeit verlängert sich dadurch spürbar. Statt der angepeilten 26 Minuten dauerte der Ladevorgang bis 80 Prozent rund 46 Minuten. Eine vollständige Ladung dauerte knapp 76 Minuten. AC-Laden arbeitet wie erwartet deutlich langsamer, bleibt aber planbar.
Trotz dieser Einschränkungen lässt sich der Passat im Alltag fast wie ein Elektroauto führen, wenn die Laderoutine passt. Das Auto profitiert klar von kurzen Pendelstrecken mit regelmäßigem Laden. Auf der Autobahn wiederum zeigt der Hybrid seine Stärke, indem er die Effizienz im Hintergrund hält und jederzeit Verbrenner-Reserven bereithält. Dieser Mix macht ihn im Alltag variabel und belastbar.
Assistenz, Technik & Ausstattung
Die Ausstattungslinie Elegance bietet viele Details, die den Anspruch an Komfort und Technik klar definieren. Serienmäßig stehen Matrix-LED-Scheinwerfer, eine elektrische Heckklappe, Klimaautomatik, Navigationssystem sowie zahlreiche Assistenzsysteme bereit. Der Passat setzt auf moderne IQ.Light Technologie, die mit sauberer Ausleuchtung und einem Verhaltensmuster überzeugt, das eher an Oberklassemodelle erinnert. Die Verkehrszeichenerkennung arbeitet zuverlässig. Im optionalen IQ.Drive-Paket erweitert sich der Funktionsumfang um Travel Assist, adaptiven Tempomaten und eine 360-Grad-Kamera. Gerade Letztere macht den großen Kombi leichter beherrschbar. Das Head-up Display projiziert klare Informationen ins Sichtfeld und wirkt erstaunlich dezent.
Das optionale Harman/Kardon-Soundsystem liefert einen präzisen und warmen Klang. Die Sitzmassage der Komfortsitze trägt zur Entspannung bei, vor allem auf langen Etappen. Das Infotainmentsystem reagiert schneller als frühere Generationen. Die Menüs wirken übersichtlicher. Die Integration von Smartphone-Diensten funktioniert ohne Auffälligkeiten. Das Ambientelicht schafft eine ansprechende Atmosphäre, die nicht nur dekorativ ist, sondern Orientierung erleichtert. Trotz dieser Stärken bleibt die Touch-bedienung Geschmackssache. Manche Funktionen liegen tiefer im Menü, was im Alltag eine kurze Eingewöhnung verlangt. Insgesamt zeigt der Passat, wie konsequent VW den Schritt in eine digitalere Mittelklasse geht.
Interessant ist, wie breit das Technikangebot gestaffelt wurde. Wer möchte, kann den Passat mit Optionen ausstatten, die früher ausschließlich der Oberklasse vorbehalten waren. Das betrifft nicht nur das HUD, sondern auch Komfortfunktionen wie Sitzbelüftung oder die erweiterte Ambientebeleuchtung. Der Parkassistent arbeitet präzise und steuert den Kombi auch in enge Lücken, sofern die Markierungen klar sind. Die Sprachassistenz IDA reagiert natürlicher als frühere Systeme, auch wenn sie gelegentlich am Dialekt scheitert. Die Sensorik rund um den Wagen schafft eine angenehme Sicherheit, ohne den Fahrer zu bevormunden. Insgesamt wirkt der technische Aufbau des Passat nicht wie ein Experimentierfeld, sondern wie ein gereiftes Portfolio, das bewusst auf Alltagstauglichkeit ausgelegt wurde.
Varianten & Preise des VW Passat eHybrid
Der VW Passat eHybrid startet in Deutschland als 204-PS-Version bei rund 53.280 Euro. Diese Einstiegsvariante ist solide ausgestattet und erfüllt den Zweck eines effizienten Plug-in-Kombis. Darüber liegt die Business-Ausstattung, die bereits bei etwa 58.290 Euro beginnt. Sie richtet sich an Dienstwagenfahrer, die Komfort und Funktion gleichermaßen priorisieren. Die Elegance-Linie, wie in unserem Testwagen, kostet mit dem 204-PS-Hybrid rund 62.985 Euro. Die stärkere Version mit 272 PS beginnt ebenfalls oberhalb der Business-Linie und startet bei etwa 61.915 Euro. Für die Elegance-Ausstattung ruft Volkswagen rund 66.605 Euro auf. Damit bewegt sich der eHybrid preislich deutlich über klassischen Verbrenner-Passat-Modellen. Der Aufpreis entspricht dem technologischen Anspruch, fordert aber die Frage nach dem persönlichen Profil. Wer oft elektrisch pendelt, profitiert stärker. Die R-Line bildet die Spitze und liegt bei etwa 68.245 Euro.
Diese Version richtet sich an Kunden, die sportliche Optik mit Hybridtechnik verbinden möchten. Allerdings wächst der Preis mit jedem Paket spürbar. DCC Pro, Harman/Kardon, HUD, Metallic-Lack oder die Klima-Erweiterungen treiben den Gesamtpreis schnell in Richtung Oberklasse. Unser Testwagen kam auf knapp 73.000 Euro. Damit überschreitet der Passat eHybrid eine psychologische Schwelle, die früher eher der Arteon oder dem Audi A4 vorbehalten war. Dennoch wirkt er preislich nicht abgehoben, wenn man Platz, Technik und elektrische Fähigkeiten berücksichtigt. Für Familien, Pendler und Vielnutzer bleibt er attraktiv, solange der Preis durch regelmäßiges Laden seinen Sinn erhält.
Kundenfeedback
Auf Basis aktueller Kundenmeinungen zeigt sich ein deutliches Bild. Viele loben die elektrische Reichweite des VW Passat eHybrid. Besonders im Pendelverkehr wird die Möglichkeit geschätzt, weite Strecken rein elektrisch zurückzulegen. Die Ladeleistung sorgt dagegen für Diskussionen. Die theoretischen 50 kW gelten als attraktives Argument, doch viele Käufer berichten wie wir von geringeren Realwerten. Dennoch sehen Nutzer den Passat als ein Fahrzeug, das im Alltag überzeugt. Das Platzangebot wird oft hervorgehoben. Gerade Familien loben den Fond und die Variabilität des Kofferraums. Die Verarbeitung hinterlässt ebenfalls einen positiven Eindruck. Kritik gibt es an der Touch-bedienung. Einige Fahrer bemängeln Menüwege und wünschen sich mehr Direktzugriffe.
Die Komfortsitze schneiden hervorragend ab. Viele erwähnen, wie angenehm sie auf längeren Strecken sind. Das Fahrwerk wird als ausgewogen beschrieben. Die Ruhe im Innenraum erhält viel Zuspruch. Fahrer der 204-PS-Version sehen den Antrieb als ausreichend. Käufer der 272-PS-Variante empfinden den Mehrpreis als gerechtfertigt, da das Auto voller und entspannter wirkt. Der Verbrauch wird im Alltag oft niedriger erlebt als erwartet, solange man regelmäßig lädt. Unzufriedenheit entsteht fast ausschließlich, wenn das Auto selten geladen wird. Dann erscheint der Hybrid vielen zu schwer und zu teuer. Insgesamt zeigt sich ein Stimmungsbild, das den Passat eHybrid als zuverlässigen, modernen Kombi beschreibt, der weniger polarisiert als viele Wettbewerber und gerade deshalb viele Anhänger findet.
Fazit zum VW Passat eHybrid
Der VW Passat eHybrid wirkt wie ein Kombi, der sich über Jahrzehnte selbst verfeinert hat. Er bleibt ein Passat und schafft es dennoch, moderne Technik unaufgeregt einzubinden. Die Kombination aus großzügigem Raumgefühl, ruhigem Antrieb und echter Alltagstauglichkeit macht ihn zu einem Fahrzeug, das viele Szenarien abdeckt. Der Hybridantrieb zeigt seine Stärken vor allem dann, wenn regelmäßig geladen wird. In diesem Umfeld kann der Passat kostengünstig und nahezu lautlos betrieben werden. Trotz der reduzierten Reichweite im Winter bleibt der Nutzen hoch. Auf langen Strecken übernimmt der Verbrenner unauffällig und zeigt, dass Effizienz nicht allein aus Kilowattstunden besteht. Der Innenraum erreicht eine neue Qualität. Die Bedienung ist moderner, ohne die Nutzer mit Konzepten zu überfordern.
Der Preis wirkt anspruchsvoll, ist aber angesichts der gebotenen Technik nachvollziehbar. Der Passat bleibt kein Statussymbol, sondern ein Werkzeug, das mit großer Ernsthaftigkeit gebaut wurde. Er spricht Menschen an, die ein Auto suchen, das nicht ständig Aufmerksamkeit fordert. Der eHybrid 272 zeigt sich als besonders harmonische Variante. Er liefert Leistung, wenn sie gebraucht wird, und agiert im Alltag erstaunlich zurückhaltend. Die Kombination aus Komfort und Reserven macht ihn zu einem Begleiter, der sowohl privat als auch beruflich überzeugt. Wer bereit ist, die Hybridtechnik sinnvoll zu nutzen, erhält einen Kombi, der im besten Sinne vernünftig wirkt, ohne langweilig zu werden.
Konkurrenzmodelle
Der VW Passat eHybrid tritt in einem Marktsegment an, das sich spürbar gewandelt hat. Der klassische Kombi lebt zwar weiter, doch viele Wettbewerber haben sich strategisch verschoben. Der Skoda Superb Combi bleibt der naheliegendste Vergleich. Er nutzt die gleiche technische Basis, bietet jedoch ein etwas weicheres Gesamtbild und mehr Raumgefühl. In der Plug-in-Variante ist er ebenfalls mit zwei Leistungsstufen erhältlich, wirkt aber preislich attraktiver. Der Peugeot 508 SW Plug-in Hybrid (Test des Peugeot 508 SW Facelift) setzt stark auf Design und zeigt eine eher französische Interpretation des Themas Effizienz. Seine Reichweite bleibt etwas niedriger, dafür ist das Fahrwerk straffer abgestimmt. Der Volvo V60 Plug-in Hybrid spielt in einer anderen Liga. Er setzt auf Allradtechnik und hohe Systemleistung, bewegt sich preislich jedoch deutlich über dem Passat. Das macht ihn zu einem interessanten, aber nicht direkten Gegner.
Der BMW 330e Touring wirkt sportlicher, bietet aber weniger Raum. Als Plug-in bleibt seine elektrische Reichweite solide, jedoch geringer. Der Audi A5 Avant e-Hybrid kombiniert hohe Qualität mit starker Motorisierung, doch vielfach wird das Modell im Zuge der Elektrifizierungsstrategie nicht mehr in allen Konfigurationen angeboten. Die Mercedes-C-Klasse (Test des Mercedes-Benz C300d T-Modell) fährt als C 300 e mit beeindruckender Reichweite, hat aber ein strafferes Grundsetup. Der Citroën C5 X Plug-in Hybrid stellt den unkonventionellsten Ansatz dar. Er ist komfortorientiert und preislich günstiger, jedoch weniger als klassischer Kombi positioniert. Der Passat eHybrid findet zwischen all diesen Modellen eine eigene Rolle. Er bleibt das sachlichste Angebot, kombiniert jedoch moderne Elektrifizierung mit einem vertrauten Konzept. Gerade diese Mischung macht ihn im Wettbewerbsumfeld so stabil.
Text / Fotos: NEU!
Kamera: Canon EOS 6D
























