Mit dem DS No.4 E-Tense erweitert die französische Premiummarke ihr elektrifiziertes Portfolio um eine vollelektrische Variante ihres Kompaktmodells. Während viele Wettbewerber in diesem Segment bereits seit einigen Jahren batterieelektrische Varianten anbieten, positioniert sich DS bewusst etwas später – dafür aber mit einer überarbeiteten Plattform, moderner Batteriearchitektur und einer klaren Premiumausrichtung.
Der DS No.4 E-Tense 2026 tritt im stark umkämpften Markt der elektrischen Kompaktfahrzeuge an. Modelle wie der Volvo EX40, der Cupra Born oder der Volkswagen ID.3 zeigen bereits, wie groß die Nachfrage nach elektrischen Fahrzeugen in dieser Klasse geworden ist. DS versucht hier jedoch einen eigenen Weg zu gehen: Statt rein technischer Argumente setzt die Marke verstärkt auf Design, Komfort und ein besonders hochwertig inszeniertes Interieur.
Unser Testwagen basiert auf der Ausstattungslinie Étoile + Alcantara. Sie gehört zu den höher positionierten Varianten innerhalb der Modellpalette und kombiniert umfangreiche Serienausstattung mit zusätzlichen Komfort- und Technikoptionen. Unter der Karosserie arbeitet ein Elektromotor mit 156 kW beziehungsweise 213 PS, der seine Kraft ausschließlich an die Vorderachse überträgt. Die Batterie speichert netto 58,3 kWh Energie und soll laut WLTP-Zyklus eine Reichweite von bis zu 447 Kilometern ermöglichen.
Für einen ersten Test baten wir den Elektro-Charmeur aus Frankreich zu einem Rendezvous. Fahrbericht.
Der Look
Optisch bleibt der DS No.4 E-Tense seiner Rolle als designorientierter Premium-Kompaktwagen treu. Während viele elektrische Fahrzeuge dieser Klasse versuchen, ihre Elektromobilität über besonders futuristische Linien oder glatte, aerodynamisch optimierte Flächen zu inszenieren, setzt DS weiterhin auf eine sehr markentypische, elegante Formensprache. Der No.4 wirkt dadurch weniger wie ein klassischer Elektro-Neuling, sondern eher wie eine konsequente Weiterentwicklung eines bestehenden Premium-Kompaktmodells.
Mit einer Länge von 4,40 Metern, einer Breite von 1,83 Metern und einer Höhe von 1,47 Metern positioniert sich der DS No.4 im klassischen Kompaktsegment. Der Radstand von 2.675 Millimetern sorgt für ausgewogene Proportionen. Gleichzeitig wirkt das Fahrzeug durch seine relativ flache Dachlinie deutlich dynamischer als viele elektrische SUV oder Crossover, die aktuell den Markt dominieren.
Charakteristisch für die Front ist die markante Lichtsignatur, die bei DS traditionell eine zentrale Rolle spielt. Besonders auffällig sind die optionalen DS Matrix LED Vision Scheinwerfer. Sie kombinieren ein sehr präzises Lichtbild mit adaptiven Funktionen, die den Gegenverkehr gezielt ausblenden können. Während unseres Erstkontakts konnten wir die Leistungsfähigkeit dieses Systems allerdings nicht umfassend testen.
Unser Testwagen tritt in der Farbe Kristall-Grau auf, kombiniert mit einem Dach in Perla Nera Schwarz. Diese Zweifarblackierung unterstreicht den Premiumanspruch des Fahrzeugs und lässt die Karosserie optisch gestreckter wirken. Dazu kommen 19-Zoll-Leichtmetallräder im „Zürich“-Design, die dem DS No.4 eine sportliche, aber gleichzeitig elegante Präsenz verleihen.
Insgesamt wirkt der DS No.4 E-Tense deutlich weniger experimentell als viele andere Elektroautos. Statt radikaler Gestaltung setzt DS auf ein elegantes, fast schon klassisches Design, das sich bewusst vom oft sehr technischen Look vieler Stromer abhebt.
Und innen?
Im Innenraum verfolgt der DS No.4 E-Tense einen deutlich luxuriöseren Ansatz als viele andere elektrische Kompaktfahrzeuge. Während einige Wettbewerber stark auf Minimalismus und reduzierte Cockpitlandschaften setzen, bleibt DS seiner Philosophie treu und kombiniert digitale Technik mit einer bewusst hochwertigen Materialinszenierung.
Unser Testwagen in der Ausstattung Étoile + Alcantara setzt auf ein Interieur in schwarzem Alcantara, das durch graue Stoffakzente ergänzt wird. Die Materialien wirken hochwertig und fühlen sich angenehm weich an. Gerade im Bereich der Türverkleidungen und der Mittelkonsole entsteht dadurch ein deutlich exklusiverer Eindruck als in vielen klassischen Kompaktfahrzeugen.
Die Vordersitze gehören zu den komfortableren Vertretern in diesem Segment. Sie sind elektrisch verstellbar und verfügen über Sitzheizung sowie eine Massagefunktion. Damit richtet sich der DS No.4 E-Tense klar an Käufer, die in dieser Klasse ein besonders komfortorientiertes Fahrzeug suchen. Sitzbelüftung wäre ebenfalls möglich, allerdings nur in Verbindung mit der Ausstattungslinie Étoile + Nappa – und diese wird für die vollelektrische Variante nicht angeboten.
Im Mittelpunkt des Cockpits steht das 10-Zoll-Infotainment-Display, das über das DS Iris System gesteuert wird. Ergänzt wird es durch ein digitales Kombiinstrument mit 10,25 Zoll Bildschirmdiagonale. Besonders auffällig ist jedoch das Extended Head-up-Display, das Informationen auf eine Projektionsfläche mit bis zu 21 Zoll Diagonale in die Windschutzscheibe einblendet.
Beim Thema Audio zeigt sich eine kleine Besonderheit. Anders als viele andere Modelle dieser Klasse bietet der DS No.4 E-Tense kein optionales Premium-Soundsystem. Stattdessen kommt ein serienmäßiges System mit vier Lautsprechern zum Einsatz. Der Klang ist solide, erreicht aber nicht das Niveau hochwertiger Hi-Fi-Anlagen.
Mit 390 Litern Kofferraumvolumen bietet der elektrische No.4 ein ordentliches Platzangebot. Werden die Rücksitze umgelegt, wächst das Ladevolumen auf bis zu 1.190 Liter.
Der Antrieb des DS No.4 E-Tense
Im DS No.4 E-Tense arbeitet ein Elektromotor mit einer Leistung von 156 kW beziehungsweise 213 PS. Das maximale Drehmoment beträgt 343 Newtonmeter. Die Kraft wird ausschließlich an die Vorderachse übertragen, denn eine Allradversion ist für den vollelektrischen No.4 derzeit nicht vorgesehen.
Damit positioniert sich der DS No.4 E-Tense leistungsmäßig im oberen Bereich des elektrischen Kompaktsegments. Die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h erfolgt in 7,1 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 160 km/h. Diese Werte unterstreichen, dass DS den Fokus eher auf eine ausgewogene Mischung aus Dynamik und Komfort legt als auf maximale Sportlichkeit.
Im Fahrbetrieb wirkt der Elektromotor angenehm kultiviert. Die Leistungsentfaltung erfolgt gleichmäßig und typisch für Elektrofahrzeuge ohne spürbare Schaltvorgänge. Gerade im Stadtverkehr und auf Landstraßen sorgt das unmittelbare Drehmoment dafür, dass sich der No.4 E-Tense spontan und leichtfüßig bewegen lässt.
Für die Anpassung an unterschiedliche Fahrsituationen stehen mehrere Fahrprogramme zur Verfügung. Neben einem Eco-Modus für möglichst effizientes Fahren gibt es einen Normal-Modus sowie einen Sport-Modus. Im Sportprogramm reagiert das Gaspedal deutlich direkter, wodurch sich der Wagen spürbar agiler anfühlt.
Auch die Energierückgewinnung lässt sich anpassen. Über verschiedene Rekuperationsstufen kann der Fahrer bestimmen, wie stark der Elektromotor beim Rollen Energie zurück in die Batterie speist. Das ermöglicht es, das Fahrverhalten stärker auf Komfort oder auf maximale Energierückgewinnung auszurichten.
Insgesamt präsentiert sich der Antrieb des DS No.4 E-Tense als gut abgestimmte Kombination aus ausreichender Leistung, ruhiger Charakteristik und moderner Elektrotypik – passend zur komfortorientierten Ausrichtung des Fahrzeugs.
Alltag, Laden & Verbrauch
Der DS No.4 E-Tense soll laut WLTP-Norm eine Reichweite von bis zu 447 Kilometern ermöglichen. Damit positioniert sich das elektrische Kompaktmodell solide im Wettbewerbsumfeld. Fahrzeuge dieser Klasse bewegen sich häufig in einem ähnlichen Bereich, wobei die tatsächliche Reichweite im Alltag stark vom Fahrstil, der Außentemperatur und dem Streckenprofil abhängt.
Auch hier gilt der Hinweis: Unser Test basiert auf einem Erstkontakt. Entsprechend konnten wir keine reproduzierbaren Realverbrauchswerte unter verschiedenen Fahrbedingungen ermitteln. Aussagen zur Effizienz des Fahrzeugs stützen sich daher in erster Linie auf die offiziellen WLTP-Daten sowie erste Eindrücke während der Testfahrt.
Im Alltag spielt neben der Reichweite vor allem das Thema Laden eine wichtige Rolle. Der DS No.4 E-Tense unterstützt serienmäßig Wechselstromladen mit bis zu 11 kW. Damit lässt sich die Batterie an einer heimischen Wallbox oder an öffentlichen AC-Ladesäulen zuverlässig über Nacht wieder aufladen.
Für längere Strecken sind Schnellladestationen entscheidend. Hier unterstützt der No.4 Gleichstromladen mit bis zu 120 kW. Unter optimalen Bedingungen soll sich die Batterie von 20 auf 80 Prozent in rund 31 Minuten laden lassen. Diese Werte bewegen sich im üblichen Rahmen für Fahrzeuge dieser Klasse und ermöglichen auf längeren Fahrten praktikable Ladepausen.
Im Alltag punktet der DS No.4 E-Tense außerdem mit einer relativ kompakten Bauform. Mit 4,40 Metern Länge bleibt das Fahrzeug übersichtlich genug für den Stadtverkehr, während der Radstand von 2.675 Millimetern für ausreichend Platz im Innenraum sorgt. Dazu kommt das für DS übliche, sehr komfortable Fahrwerk, welches allen anderen Stellantis-Konkurrenten überlegen ist.
Ein weiterer Vorteil im täglichen Betrieb ist die serienmäßige Wärmepumpe. Sie kann insbesondere bei niedrigen Temperaturen helfen, die Effizienz der Innenraumheizung zu verbessern und damit die Reichweite im Winter stabiler zu halten.
Assistenz, Technik & Ausstattung
Beim Thema Assistenzsysteme und Fahrkomfort zeigt sich der DS No.4 E-Tense modern aufgestellt. Bereits die Basisversion bringt eine umfangreiche Sicherheitsausstattung mit, während höhere Ausstattungslinien zusätzliche Technologien integrieren, die den Fahrkomfort auf langen Strecken deutlich erhöhen können.
Zur Serienausstattung gehören unter anderem ein automatischer Notbremsassistent, ein Spurhalteassistent mit Lenkeingriff sowie eine Verkehrszeichenerkennung. Ergänzt wird dies durch eine Geschwindigkeitsregelanlage, eine Alarmanlage sowie Parksensoren vorne und hinten. Eine Rückfahrkamera erleichtert zusätzlich das Rangieren im Alltag.
Ab der Ausstattungslinie Étoile erweitert DS die Assistenzsysteme deutlich. Dann kommt unter anderem das System DS Drive Assist zum Einsatz. Es kombiniert einen adaptiven Tempomaten mit Spurpositionierungsassistent und ermöglicht damit eine teilweise automatisierte Unterstützung auf Autobahnen. Gerade auf längeren Fahrten kann das den Fahrer spürbar entlasten.
Ein weiteres Highlight ist das DS Extended Head-up Display. Es projiziert wichtige Fahrinformationen auf eine Fläche mit bis zu 21 Zoll Diagonale in die Windschutzscheibe. Dadurch bleiben Geschwindigkeit, Navigationshinweise oder Assistenzmeldungen im direkten Sichtfeld des Fahrers.
Auch bei der Lichttechnik setzt DS auf moderne Lösungen. Die optionalen DS Matrix LED Vision Scheinwerfer passen die Lichtverteilung automatisch an den Verkehr an und können einzelne Bereiche des Fernlichts gezielt ausblenden. Im Rahmen unseres Erstkontakts ließ sich die Leistungsfähigkeit dieses Systems allerdings nicht umfassend prüfen.
Beim Einparken hilft auf Wunsch das System Vision 360. Vier Kameras erzeugen eine Rundumsicht auf das Fahrzeug und erleichtern damit das Manövrieren in engen Parklücken.
Insgesamt zeigt sich der DS No.4 E-Tense beim Thema Assistenz und Technik – einschließlich DS Connected Services – auf einem Niveau, das man von einem Premium-Kompaktfahrzeug erwarten darf.
Varianten & Preise des DS No.4 E-Tense
Der DS No.4 wird aktuell mit mehreren unterschiedlichen Antriebskonzepten angeboten. Damit deckt das Modell ein relativ breites Spektrum innerhalb des Kompaktsegments ab – vom Mildhybrid über einen Plug-in-Hybrid bis hin zur vollelektrischen Variante.
Den Einstieg bildet der DS No.4 Hybrid 145. Diese Version kombiniert einen Benzinmotor mit elektrischer Unterstützung und startet bei 39.230 Euro in der Ausstattungslinie Pallas. Darüber rangiert die Ausstattung Performance Line, die ab 40.730 Euro erhältlich ist. Zusätzlich bietet DS mit der Linie Jules Verne eine weitere Ausstattungsversion an, die bei 42.230 Euro beginnt.
Die höher positionierten Varianten tragen die Bezeichnung Étoile. In Verbindung mit dem Hybrid-145-Antrieb startet der DS No.4 Étoile + Alcantara bei 44.430 Euro. Die luxuriöseste Ausstattung stellt Étoile + Nappa dar, die bei mindestens 48.230 Euro beginnt.
Neben dem Mildhybrid bleibt der DS No.4 weiterhin auch mit klassischen Verbrennungsmotoren erhältlich. So wird der Diesel BlueHDi 130 ab 40.230 Euro angeboten. Darüber positioniert sich der Plug-in-Hybrid 240 mit einer Systemleistung von 240 PS. Diese Variante startet bei 46.490 Euro.
Die vollelektrische Version trägt die Bezeichnung DS No.4 E-Tense. Auch sie beginnt bei 46.490 Euro und liegt damit preislich auf dem Niveau des Plug-in-Hybrids.
Unser Testwagen basiert auf der Ausstattung Étoile + Alcantara und wurde zusätzlich mit mehreren Optionen ausgestattet. Dazu gehören unter anderem das Absolute Tech Pack sowie weitere Komfortoptionen. Zusammen mit der Lackierung Kristall-Grau, dem schwarzen Dach und weiteren Extras ergibt sich ein Gesamtpreis von 56.210 Euro.
Damit positioniert sich der DS No.4 E-Tense preislich im oberen Bereich der elektrischen Kompaktklasse.
Kundenfeedback
Da der DS No.4 E-Tense erst seit kurzer Zeit auf dem Markt ist, sind echte Langzeiterfahrungen bislang noch relativ begrenzt. Dennoch lassen sich aus ersten Besitzerberichten sowie aus Rückmeldungen von Fahrern der Hybrid- und Plug-in-Hybridvarianten bereits einige wiederkehrende Eindrücke ableiten. Diese geben ein recht gutes Bild davon, wie der neue DS No.4 im Alltag wahrgenommen wird.
Sehr häufig positiv erwähnt wird zunächst das Design. Viele Besitzer beschreiben den No.4 als eines der auffälligeren Fahrzeuge im Kompaktsegment. Gerade die Kombination aus coupéhafter Dachlinie, markanter Lichtsignatur und hochwertigen Materialien im Innenraum wird regelmäßig hervorgehoben. Auch das Interieur mit Alcantara- oder Lederbezügen sowie die insgesamt hochwertige Anmutung werden von vielen Nutzern als klare Stärke des Modells gesehen.
Ein weiteres Thema, das in Besitzerkommentaren häufig auftaucht, ist der Fahrkomfort. Viele Fahrer beschreiben den No.4 als angenehm weich abgestimmt und betonen die ruhige Charakteristik des Fahrwerks. Gerade auf längeren Strecken wird der Wagen als komfortabler Reisebegleiter wahrgenommen, der Unebenheiten souverän wegfiltert. Gleichzeitig berichten einige Nutzer, dass sich der Wagen trotz der komfortorientierten Abstimmung überraschend stabil durch kurvige Abschnitte bewegen lässt.
Bedienung und Software sind die Schwachstellen
Bei der Bedienung gehen die Meinungen teilweise auseinander. Einige Besitzer schätzen das moderne Cockpit mit großem Head-up-Display und digitaler Instrumentierung. Andere berichten jedoch, dass die Bedienlogik des Infotainmentsystems zunächst etwas Eingewöhnung erfordert, da viele Funktionen über Touchflächen gesteuert werden. Diese Kritik betrifft vor allem Fahrer, die von Fahrzeugen mit klassischeren Bedienelementen umsteigen.
Ein weiteres Thema, das gelegentlich erwähnt wird, betrifft Software und Infotainment. Einzelne Nutzer berichten von temporären Verzögerungen beim Start des Systems oder kurzen Hängern im Display. Solche Punkte gelten allerdings als typische Anfangserscheinungen neuer Modellgenerationen und werden häufig über spätere Softwareupdates verbessert.
Insgesamt fällt das bisherige Stimmungsbild der Besitzer überwiegend positiv aus. Besonders Design, Innenraumqualität und Fahrkomfort werden häufig als zentrale Stärken des DS No.4 genannt, während die digitale Bedienung noch etwas Eingewöhnung verlangt.
Fazit zum DS No.4 E-Tense
Mit dem DS No.4 E-Tense zeigt die französische Premiummarke, wie sich ein klassischer Kompaktwagen in das Zeitalter der Elektromobilität übertragen lässt. Statt radikal neuer Konzepte oder besonders futuristischer Designs setzt DS bewusst auf eine elegante Weiterentwicklung eines etablierten Fahrzeugs. Der No.4 bleibt damit ein Kompaktmodell mit starkem Fokus auf Design, Komfort und hochwertiger Innenraumgestaltung.
Gerade optisch hebt sich der DS No.4 E-Tense deutlich von vielen anderen Elektrofahrzeugen ab. Die coupéhafte Linienführung, die markante Lichtsignatur und die aufwendig gestalteten Oberflächen verleihen dem Fahrzeug eine sehr eigenständige Präsenz. In Kombination mit hochwertigen Materialien im Innenraum entsteht ein Premiumeindruck, der in dieser Klasse nicht selbstverständlich ist.
Auch technisch bietet der elektrische No.4 ein solides Gesamtpaket. Der Elektromotor mit 213 PS sorgt für ausreichend Leistungsreserven im Alltag, während die Batterie mit 58,3 kWh nutzbarer Kapazität eine praxisnahe Reichweite ermöglicht. Zusammen mit einer Schnellladeleistung von bis zu 120 kW bleibt das Fahrzeug auch auf längeren Strecken nutzbar. Auch wenn die Ladeleistung höher hätte ausfallen können.
Besonders überzeugend ist der Komfort. Fahrwerk, Sitze und Geräuschkomfort sind klar auf entspanntes Reisen ausgelegt. Gerade auf längeren Etappen spielt der DS No.4 seine Stärken aus. Gleichzeitig sorgt das moderne Cockpit mit Head-up-Display und digitaler Instrumentierung für eine zeitgemäße Fahrerumgebung.
Natürlich gibt es auch kleinere Kritikpunkte. Die Bedienlogik des Infotainmentsystems verlangt etwas Eingewöhnung, und beim Soundsystem verzichtet DS überraschend auf eine hochwertige Premiumlösung.
Konkurrenzmodelle
Der DS No.4 E-Tense tritt in einem Segment an, das inzwischen stark gewachsen ist. Elektrische Kompaktfahrzeuge gehören heute zu den wichtigsten Klassen auf dem europäischen Markt. Neben klassischen Schrägheckmodellen treten zunehmend auch kompakte Elektro-SUV an, die technisch und preislich in einem ähnlichen Umfeld liegen.
Ein sehr direkter Wettbewerber kommt aus dem eigenen Konzern: der Peugeot E-308. Beide Modelle nutzen eine vergleichbare technische Architektur und richten sich an Käufer, die einen klassischen Kompaktwagen mit Elektroantrieb suchen. Während der Peugeot stärker funktional und sachlich auftritt, setzt der DS deutlich stärker auf Design, Materialien und eine luxuriösere Innenraumgestaltung.
Eine ähnliche Rolle übernimmt der Opel Astra Electric. Auch er basiert auf derselben technischen Basis und bietet einen elektrischen Frontantrieb mit vergleichbarer Batteriekapazität. Der Astra positioniert sich dabei etwas nüchterner und stärker auf Alltagstauglichkeit ausgerichtet, während der DS No.4 deutlich emotionaler gestaltet ist.
Ebenfalls aus dem Stellantis-Umfeld stammt der Citroen e-C4. Dieses Modell verfolgt allerdings einen anderen Ansatz und kombiniert einen Elektroantrieb mit einer leicht erhöhten Crossover-Karosserie. Der Schwerpunkt liegt stärker auf Komfort und einem sehr weichen Fahrwerk.
Der DS No.4 E-Tense hat auch Konkurrenten aus Korea und Schweden
Außerhalb des Konzerns gehören Modelle wie der Volkswagen ID.3 (Test des VW ID.3 Facelift) und der Cupra Born (Test des Cupra Born) zu den etablierten Wettbewerbern. Beide nutzen eine reine Elektroplattform und bieten je nach Variante unterschiedliche Batteriegrößen sowie teilweise deutlich stärkere Motorisierungen. Während der ID.3 stärker auf Effizienz und Alltagstauglichkeit ausgelegt ist, richtet sich der Cupra Born eher an Käufer mit sportlicheren Ambitionen.
Mit Modellen wie dem Skoda Elroq oder dem Kia EV3 drängen inzwischen auch kompakte Elektro-SUV in dieses Marktumfeld. Sie bieten eine höhere Sitzposition und teilweise größere Batterien, sprechen damit aber auch eine etwas andere Zielgruppe an.
Ein weiterer Wettbewerber ist der Volvo EX30 (Test des Volvo EX30 2026). Das kompakte Elektro-SUV setzt stärker auf Performance und moderne Softwarearchitektur und bietet je nach Variante deutlich höhere Leistungswerte.
Im Vergleich zu diesen Modellen positioniert sich der DS No.4 E-Tense bewusst etwas anders. Während viele Wettbewerber vor allem mit Technik, Reichweite oder Performance argumentieren, legt DS den Schwerpunkt stärker auf Design, Komfort und eine besonders hochwertige Innenraumgestaltung. Gerade Käufer, die in der Kompaktklasse ein stilvolleres und exklusiver wirkendes Elektroauto suchen, finden hier eine interessante Alternative.
Text / Fotos: NEU!
Kamera: Canon EOS 6D


















