Hyundai Tucson Hybrid
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Hyundai Tucson Hybrid Test – Effizienz-SUV aus Korea

Mit der vierten Generation des Tucson hat Hyundai einen der radikalsten Designwechsel seiner Modellgeschichte vollzogen – und zugleich eines der erfolgreichsten Kompakt-SUVs Europas geschaffen. Besonders interessant ist dabei der Hyundai Tucson Hybrid, der als klassischer Vollhybrid ohne externe Lademöglichkeit konzipiert wurde und damit bewusst auf Einfachheit und Alltagstauglichkeit setzt. Sein Antrieb kombiniert einen 1,6-Liter-Turbobenziner mit einem Elektromotor zu einer Systemleistung von 230 PS und 350 Nm Drehmoment. Damit positioniert sich der Tucson Hybrid leistungsmäßig im oberen Bereich seiner Klasse.

Mit rund 4,50 Metern Länge, einem Radstand von 2.680 Millimetern und einem Kofferraumvolumen von bis zu 616 Litern verbindet der Tucson Hybrid zwei zentrale Tugenden: großzügige Platzverhältnisse und ein technisch anspruchsvolles Antriebskonzept. Der Sprint von 0 auf 100 km/h gelingt in etwa acht Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei rund 193 km/h – Werte, die deutlich machen, dass der Tucson kein reiner Effizienzträger, sondern ein vollwertiges Familien-SUV mit Leistungsreserven ist.

Das hier betrachtete Testfahrzeug trat in der sportlich geprägten Ausstattungslinie N Line an und unterstrich damit eine weitere Besonderheit des Tucson Hybrid: Er will nicht nur rational überzeugen, sondern auch emotional ansprechen. Hyundai verbindet Hybridtechnik mit Design, Dynamik und umfangreicher Ausstattung – ein Ansatz, der sich klar von vielen eher nüchtern auftretenden Vollhybriden unterscheidet.

Der Tucson Hybrid verfolgt damit eine klare Philosophie. Er soll ohne Ladeinfrastruktur auskommen, möglichst häufig elektrisch rollen, dabei aber jederzeit genügend Leistung bereithalten. Genau dieses Spannungsfeld zwischen Effizienz und Dynamik macht ihn zu einem der interessantesten Antriebe im Segment der kompakten SUVs. Dieser Bericht ordnet den Hyundai Tucson Hybrid als das ein, was er ist: ein moderner Vollhybrid mit ungewöhnlich viel Platz, markantem Design und einem der ausgewogensten Antriebskonzepte seiner Klasse.


Der Look

Das Design des Hyundai Tucson Hybrid wirkt auch mehrere Jahre nach seiner Einführung noch wie ein Gegenentwurf zur gängigen SUV-Gestaltung. Statt runder Formen und gefälliger Linien setzt Hyundai auf kantige Flächen, scharf gezeichnete Kanten und eine Lichtsignatur, die sofort Wiedererkennungswert erzeugt. Die Front wird von einem großen, geometrisch geformten Kühlergrill dominiert, in den die Tagfahrlichter nahezu unsichtbar integriert sind. Erst beim Einschalten werden sie als markante Lichtflächen sichtbar – ein Detail, das dem Tucson eine futuristische Anmutung verleiht.

Mit einer Breite von rund 1,87 Metern und einer Höhe von etwa 1,65 Metern steht der Tucson satt und präsent auf der Straße. Die ansteigende Fensterlinie und die nach hinten leicht abfallende Dachlinie verleihen der Seitenansicht Dynamik, ohne die SUV-Typik zu verlieren. In der N-Line-Variante kommen sportliche Akzente hinzu: spezielle Stoßfänger, größere 19-Zoll-Räder und dunkle Designelemente schärfen den optischen Auftritt spürbar.

Am Heck setzt Hyundai auf ein durchgehendes LED-Leuchtenband, das die Fahrzeugbreite betont und den Tucson auch nachts eindeutig identifizierbar macht. Die Heckscheibe ist kurz und steil angestellt, der integrierte Diffusor verstärkt den sportlichen Eindruck. Trotz seiner klaren Kanten wirkt das Design nicht überladen, sondern bewusst konstruiert – als wolle der Tucson zeigen, dass er sich nicht an klassischen SUV-Vorbildern orientiert.

Insgesamt tritt der Hyundai Tucson Hybrid nicht als zurückhaltender Hybrid auf, sondern als selbstbewusstes Designstatement. Er verzichtet auf ökologische Signaloptik und setzt stattdessen auf Präsenz und Eigenständigkeit. In einem Segment, in dem viele Fahrzeuge austauschbar wirken, gelingt Hyundai hier eine klare Differenzierung. Der Tucson Hybrid sieht nicht nach Vernunftauto aus – sondern nach einem SUV, das Hybridtechnik mit Charakter verbindet.


Und innen?

Im Innenraum setzt der Hyundai Tucson Hybrid konsequent auf ein modernes, fast schon futuristisches Layout. Statt klassischer Rundinstrumente dominieren zwei großformatige Displays das Cockpit. Eines für die digitalen Anzeigen hinter dem Lenkrad und eines für Infotainment und Fahrzeugfunktionen in der Mittelkonsole. Diese klare Trennung von Information und Bedienung sorgt für eine aufgeräumte Optik und vermittelt sofort den Eindruck eines technologisch fortschrittlichen Fahrzeugs. Im Zuge des Facelifts hat man allerdings auf ein Panorama-Display umgestellt.

Die Sitzposition ist angenehm erhöht, ohne den Fahrer vom Geschehen auf der Straße zu entkoppeln. In der N-Line-Ausstattung kommen sportspezifische Sitze mit ausgeprägteren Seitenwangen zum Einsatz, die sowohl auf längeren Strecken als auch bei dynamischer Fahrt guten Halt bieten. Gleichzeitig bleibt der Tucson komfortorientiert. Bein- und Kopffreiheit fallen vorne wie hinten großzügig aus.

Besonders stark ist der Tucson beim Thema Raumangebot. Mit einem Radstand von 2.680 Millimetern bietet er im Fond Platzverhältnisse, die viele Wettbewerber der Kompaktklasse übertreffen. Auch der Kofferraum gehört zu den größten im Segment. 616 Liter stehen bei aufrechter Rückbank zur Verfügung, bei umgeklappten Lehnen wächst das Ladevolumen auf bis zu 1.795 Liter. Damit bewegt sich der Tucson Hybrid auf dem Niveau deutlich größerer SUVs und übertrifft selbst etablierte Modelle wie den VW Tiguan oder BMW X3 in dieser Disziplin.

Materialauswahl und Verarbeitung hinterlassen einen hochwertigen Eindruck. Weiche Kunststoffe, sauber gefügte Oberflächen und stoff- oder lederbezogene Zonen sorgen für ein angenehmes Ambiente. Hyundai zeigt hier, dass Premium-Anmutung nicht zwingend an deutsche Marken gebunden ist. Kritikpunkte bleiben überschaubar und betreffen eher Details wie die stark glänzenden Flächen rund um den Touchscreen, die schnell Fingerabdrücke sammeln.

Das Bedienkonzept verzichtet weitgehend auf klassische Tasten und setzt auf Touchflächen und digitale Menüs. Das wirkt modern, verlangt aber etwas Eingewöhnung. Hat man sich daran gewöhnt, lässt sich das System logisch und schnell nutzen.


Der Antrieb des Hyundai Tucson Hybrid

Der Hyundai Tucson Hybrid setzt auf ein klassisches Vollhybrid-Konzept ohne externe Lademöglichkeit und verbindet einen 1,6-Liter-Turbobenziner mit einem Elektromotor, der in das Automatikgetriebe integriert ist. Gemeinsam erzeugen beide Antriebe eine Systemleistung von 230 PS und ein maximales Drehmoment von 350 Newtonmetern. Die Energie für den Elektromotor stammt aus einem 1,5-kWh-Lithium-Polymer-Akku, der unter der Rücksitzbank untergebracht ist und ausschließlich durch Rekuperation sowie durch den Verbrennungsmotor geladen wird.

Im Fahrbetrieb zeigt sich das Zusammenspiel beider Antriebe bemerkenswert harmonisch. Der Tucson startet häufig rein elektrisch, sofern Außentemperatur und Klimatisierungsbedarf dies zulassen. Übergänge zwischen Elektro- und Benzinbetrieb erfolgen nahezu unmerklich und bleiben für die Insassen meist im Hintergrund. Genau hier liegt eine der großen Stärken dieses Systems: Es arbeitet nicht spektakulär, sondern souverän und unaufdringlich.

Die Kraftübertragung übernimmt eine 6-Gang-Automatik, die bewusst auf eine stufenlose CVT-Lösung verzichtet. Das sorgt für ein natürlicheres Fahrgefühl und klar nachvollziehbare Gangwechsel, was vor allem bei Beschleunigungsvorgängen positiv auffällt. Der Sprint von 0 auf 100 km/h gelingt in etwa acht Sekunden, womit der Tucson Hybrid keineswegs träge wirkt. Im Gegenteil: Gerade im Sportmodus steht spürbar mehr Direktheit zur Verfügung, Gasbefehle werden spontaner umgesetzt und die Rekuperation fällt stärker aus, um den Akku für weitere Beschleunigungsphasen bereit zu halten.


Der 230-Hybrid-PS reichen im Alltag vollkommen aus

Auch bei höheren Geschwindigkeiten bleibt der Antrieb präsent und kraftvoll. Bis zur Höchstgeschwindigkeit von rund 193 km/h wirkt das System stabil und gleichmäßig. Besonders auffällig ist, wie oft der Tucson im Hintergrund rein elektrisch fährt – etwa beim Rollen im Stadtverkehr oder beim gleichmäßigen Gleiten auf Landstraßen. Das System hält den Ladezustand des Akkus meist zwischen einem Drittel und der Hälfte und stellt so sicher, dass jederzeit elektrische Unterstützung abrufbar ist.

Die Lenkung ist leichtgängig und gut kontrollierbar, das Fahrwerk eher komfortbetont abgestimmt, ohne schwammig zu wirken. Auch schnelle Kurvenfahrten bringen den Tucson nicht aus der Ruhe. Bremsen und Rekuperation greifen sauber ineinander, der Übergang zwischen elektrischer Verzögerung und mechanischer Bremswirkung ist kaum wahrnehmbar. Insgesamt präsentiert sich der Hyundai Tucson Hybrid als eines der ausgewogensten Antriebskonzepte seiner Klasse: kräftig genug für dynamische Fahrten, gleichzeitig leise und effizient im Alltag.


Alltag & Verbrauch

Im Alltag zeigt der Hyundai Tucson Hybrid, wofür sein Antriebskonzept entwickelt wurde: möglichst häufig elektrisch fahren, ohne auf Ladeinfrastruktur angewiesen zu sein. Gerade im Stadtverkehr und bei moderatem Tempo auf Landstraßen bewegt sich das SUV überraschend oft rein elektrisch. Das geschieht leise und unauffällig, wodurch der Tucson in diesen Situationen eher wie ein Elektrofahrzeug als wie ein klassischer Verbrenner wirkt.

Im gemischten Fahrbetrieb lag der Durchschnittsverbrauch bei rund 6,2 Litern auf 100 Kilometer. Damit bewegt sich der Tucson Hybrid nur geringfügig über der offiziellen Werksangabe und bestätigt den praxisnahen Charakter seines Systems. Besonders eindrucksvoll war die Sparrunde, auf der ein Wert von lediglich 2,8 Litern erreicht wurde. Dieser extrem niedrige Verbrauch verdeutlicht, welches Potenzial in dem Hybridantrieb steckt, wenn vorausschauend und gleichmäßig gefahren wird.

Auch bei höheren Geschwindigkeiten bleibt der Tucson effizienter als viele konventionelle Benziner. Bei konstanten Autobahntempi zwischen 140 und 160 km/h pendelte sich der Verbrauch bei etwa 8,6 Litern ein. Erst bei dauerhaftem Ausnutzen der Höchstgeschwindigkeit von rund 193 km/h rückt der Verbrauch spürbar in den zweistelligen Bereich. Angesichts von 230 PS Systemleistung bleibt auch das in einem nachvollziehbaren Rahmen.


Die Reichweite des Hyundai Tucson Hybrid ist enorm

Im Alltag profitiert der Tucson zusätzlich von seinem großzügigen Tankvolumen von 52 Litern. In Kombination mit den niedrigen Verbrauchswerten sind Reichweiten möglich, die deutlich über 800 Kilometer hinausgehen. Damit eignet sich der Tucson Hybrid nicht nur für Kurzstrecken, sondern auch für lange Etappen ohne häufige Tankstopps.

Seine kompakten Außenmaße von rund 4,50 Metern Länge erleichtern den Umgang im urbanen Raum, während die erhöhte Sitzposition für gute Übersicht sorgt. Das Fahrwerk ist komfortabel ausgelegt und filtert Unebenheiten souverän heraus. Gleichzeitig bleibt das Fahrzeug bei schnellerer Gangart stabil und gut kontrollierbar. Geräusche von Motor und Wind dringen nur gedämpft in den Innenraum, was das entspannte Reisen unterstützt.

Im Zusammenspiel aus Effizienz, Platzangebot und Fahrkomfort präsentiert sich der Hyundai Tucson Hybrid als ausgesprochen vielseitiger Alltagsbegleiter. Er verlangt keine Umstellung im Nutzungsverhalten, sondern integriert Hybridtechnik so selbstverständlich, dass sie im täglichen Betrieb kaum noch bewusst wahrgenommen wird – außer an der Zapfsäule.


Assistenz, Technik & Ausstattung

Der Hyundai Tucson Hybrid präsentiert sich in der hier getesteten N-Line-Ausstattung als technisch umfangreich ausgestattetes Kompakt-SUV, das Komfort, Konnektivität und Sicherheitsfunktionen auf hohem Niveau vereint. Bereits serienmäßig bietet der Tucson ein digitales Cockpit, ein großformatiges Infotainmentsystem mit Navigation sowie zahlreiche Assistenzsysteme, die den Fahrer im Alltag spürbar entlasten.

Das Infotainment überzeugt vor allem durch seine Übersichtlichkeit und schnelle Reaktionszeiten. Die Navigation arbeitet präzise und greift auf Echtzeitdaten für Verkehr, Wetter und Parkplatzinformationen zu. Apple CarPlay und Android Auto sind an Bord, erfordern in unserem Testwagen jedoch eine Kabelverbindung. Die kabellose Ladeschale für Smartphones ist praxisgerecht positioniert und hält die Geräte auch bei flotter Kurvenfahrt sicher an ihrem Platz. Ergänzt wird das System durch Online-Dienste, die dem Tucson einen permanenten digitalen Mehrwert verleihen.

In der N-Line-Ausstattung gehören Sportsitze, ein sportlich gestaltetes Lenkrad, eine 3-Zonen-Klimaautomatik sowie das Krell-Soundsystem zur Serienausstattung. Klanglich bewegt sich dieses im soliden oberen Mittelfeld. Es liefert ein sauberes, ausgewogenes Klangbild, ohne audiophile Ansprüche vollständig zu erfüllen. Für die meisten Nutzer bietet es jedoch mehr als ausreichende Qualität für den täglichen Musikgenuss.

Bei den Assistenzsystemen zeigt sich der Tucson umfassend aufgestellt. Spurhalteassistent, Notbremsfunktion mit Fußgänger- und Radfahrererkennung, adaptive Geschwindigkeitsregelung sowie Totwinkelüberwachung gehören zum Sicherheitskonzept. Diese Systeme greifen dezent ein und wirken nicht bevormundend. Besonders im dichten Verkehr und auf langen Autobahnetappen erhöht sich dadurch der Komfort spürbar.


Die LED-Scheinwerfer des Tucson sind nicht gut

Kritik verdient hingegen die Lichttechnik. Die LED-Scheinwerfer liefern zwar eine moderne Optik, erreichen in puncto Helligkeit und Homogenität jedoch nicht das Niveau einiger Wettbewerber. Das Abblendlicht wirkt vergleichsweise schwach, das Fernlicht bringt zwar zusätzliche Ausleuchtung durch das Abbiegelicht, bleibt aber insgesamt hinter den Erwartungen zurück. Hier zeigt sich einer der wenigen echten Schwachpunkte des Tucson Hybrid.

Insgesamt bietet der Hyundai Tucson Hybrid ein sehr ausgewogenes Technikpaket. Er kombiniert moderne Bedienkonzepte, umfangreiche Assistenzsysteme und solide Komfortausstattung zu einem stimmigen Gesamtbild. Die Technik wirkt nicht verspielt, sondern funktional und alltagstauglich – genau passend zur Philosophie dieses Vollhybrids.


Varianten & Preise des Hyundai Tucson Hybrid

Der Hyundai Tucson Hybrid ist in mehreren klar differenzierten Ausstattungslinien erhältlich und deckt damit ein breites Spektrum zwischen funktionalem Einstieg und nahezu vollausgestatteter Premium-Variante ab. Der Einstiegspreis für den Vollhybrid liegt aktuell bei 40.740 Euro in der Ausstattung „Select“. Bereits diese Basisversion bietet eine umfangreiche Serienausstattung mit digitalem Cockpit, Klimatisierung, Rückfahrkamera, Parksensoren sowie modernen Assistenzsystemen und positioniert den Tucson Hybrid klar oberhalb klassischer Einstiegs-SUVs.

Die Ausstattungslinie „Trend“ startet ab 43.750 Euro und erweitert das Angebot um zusätzliche Komfort- und Technikfeatures wie größere Displays, Sitzheizung, Ambientebeleuchtung und erweiterte Konnektivitätsdienste. Sie stellt für viele Käufer den sinnvollsten Mittelweg zwischen Preis und Ausstattung dar.

Sportlicher wird es mit der N Line, die ab 45.250 Euro angeboten wird. Diese Version setzt auf dynamische Designakzente außen und innen, größere Leichtmetallräder, Sportsitze, eine 3-Zonen-Klimaautomatik sowie ein sportlich abgestimmtes Erscheinungsbild. Sie richtet sich an Kunden, die Hybridtechnik mit einem emotionaleren Auftritt verbinden möchten.

Die Komfortlinie „Prime“ beginnt bei 48.330 Euro und legt den Fokus stärker auf Luxus und Bequemlichkeit. Hier kommen unter anderem hochwertige Polsterungen, elektrische Sitzverstellungen mit Memory-Funktion und zusätzliche Assistenzsysteme zum Einsatz. An der Spitze der Modellpalette steht die N Line X ab 49.830 Euro. Sie kombiniert die Vollausstattung mit Offroad- und Sport-Akzenten und bildet die umfassendste Variante des Tucson Hybrid.


Mit Vollausstattung klettert der Preis auf knapp über 50.000 Euro

Optional lässt sich der Tucson Hybrid weiter individualisieren. Dazu zählen unter anderem ein adaptives Fahrwerk für rund 1.000 Euro, eine schwarze Dachreling für 600 Euro, ein Assistenzpaket für 1.150 Euro sowie ein Panorama-Glasschiebedach für 1.200 Euro. Diese Extras treiben den Endpreis schnell in Regionen oberhalb der 50.000-Euro-Marke.

Im Vergleich dazu startet der Tucson Plug-in Hybrid bei 44.690 Euro und bietet zwar externe Lademöglichkeit, ist jedoch schwerer und komplexer im Alltag. Der konventionell angetriebene Tucson mit Verbrennungsmotor beginnt bereits bei 35.740 Euro und bleibt damit die günstigste Option der Baureihe. Der Vollhybrid positioniert sich somit als goldene Mitte zwischen Effizienz, Leistung und Alltagstauglichkeit – preislich ambitioniert, aber im Kontext von Raumangebot und Ausstattung konkurrenzfähig.


Kundenfeedback

Das Stimmungsbild der Fahrer des Hyundai Tucson Hybrid fällt überwiegend positiv aus und zeichnet das Bild eines ausgereiften, alltagstauglichen Vollhybrids mit klaren Stärken. Besonders häufig wird das harmonische Zusammenspiel von Benzin- und Elektromotor gelobt. Viele Nutzer berichten, dass sie im Stadtverkehr überraschend oft rein elektrisch unterwegs sind und den Wechsel zwischen den Antriebsarten kaum wahrnehmen. Genau diese Unauffälligkeit wird als großer Vorteil empfunden, weil der Hybridbetrieb nicht als technisches Experiment, sondern als selbstverständlicher Teil des Fahrens wahrgenommen wird.

Auch der Verbrauch wird in zahlreichen Rückmeldungen positiv hervorgehoben. Werte zwischen fünf und sieben Litern im Alltag gelten als realistisch erreichbar, vor allem bei vorausschauender Fahrweise. Viele Fahrer betonen, dass sie deutlich sparsamer unterwegs sind als mit vorherigen Benzin- oder Dieselfahrzeugen vergleichbarer Größe. Die hohe Reichweite durch den 52-Liter-Tank in Kombination mit dem niedrigen Verbrauch wird ebenfalls als praktischer Vorteil beschrieben, insbesondere auf langen Strecken.

Das Raumangebot zählt zu den am häufigsten genannten Pluspunkten. Nutzer loben die großzügigen Platzverhältnisse im Fond sowie den großen Kofferraum, der mit über 600 Litern Ladevolumen selbst für Familien oder Vielfahrer ausreichend dimensioniert ist. Auch die Sitzposition und die Übersicht werden als angenehm empfunden, was den Tucson Hybrid zu einem komfortablen Reiseauto macht.

Kritische Stimmen beziehen sich vor allem auf Details der Technik. Das LED-Licht wird öfter als verbesserungswürdig bezeichnet, insbesondere in ländlichen Regionen mit wenig Straßenbeleuchtung. Ebenso gibt es vereinzelt Kritik an der Touchbedienung der Klimafunktionen, die während der Fahrt als weniger intuitiv empfunden wird als klassische Drehregler. Das Infotainment selbst wird hingegen meist als zuverlässig und übersichtlich beschrieben.

Insgesamt überwiegt in den Rückmeldungen klar die Zufriedenheit. Der Hyundai Tucson Hybrid wird als ruhiges, effizientes und zugleich leistungsfähiges SUV wahrgenommen, das Hybridtechnik ohne Verzicht auf Komfort oder Platzangebot bietet.


Fazit zum Hyundai Tucson Hybrid

Der Hyundai Tucson Hybrid erweist sich als eines der ausgewogensten Kompakt-SUVs seiner Klasse. Sein Vollhybrid-Antrieb verbindet Leistung und Effizienz auf eine Weise, die im Alltag tatsächlich spürbare Vorteile bringt. Mit 230 PS Systemleistung, rund acht Sekunden für den Sprint auf 100 km/h und einer Höchstgeschwindigkeit von etwa 193 km/h bietet er mehr als ausreichende Dynamik, ohne dabei den Fokus auf Sparsamkeit zu verlieren. Verbrauchswerte um sechs Liter im Alltag und extrem niedrige Werte bei defensiver Fahrweise zeigen, wie konsequent Hyundai das Hybridkonzept umgesetzt hat.

Besonders überzeugend ist das harmonische Zusammenspiel von Benzin- und Elektromotor. Übergänge erfolgen nahezu unmerklich, der Tucson fährt häufiger elektrisch, als man es von einem Vollhybriden erwarten würde. Dadurch entsteht ein ruhiges, entspanntes Fahrgefühl, das sowohl im Stadtverkehr als auch auf längeren Strecken überzeugt. Gleichzeitig bleibt das SUV jederzeit leistungsbereit und wirkt nie angestrengt.

Auch beim Raumangebot setzt der Tucson Maßstäbe. Mit bis zu 616 Litern Kofferraumvolumen und großzügigen Platzverhältnissen im Fond übertrifft er viele direkte Wettbewerber. Damit eignet er sich nicht nur als effizientes Hybridfahrzeug, sondern auch als vollwertiges Familien- und Reiseauto. Das moderne Interieur mit digitalen Anzeigen, guter Materialqualität und umfangreicher Ausstattung unterstreicht diesen Anspruch.

Kritikpunkte bleiben überschaubar. Die LED-Scheinwerfer erreichen nicht ganz das Niveau der besten Systeme im Segment, und die Touchbedienung erfordert Eingewöhnung. Dennoch trüben diese Details den Gesamteindruck nur geringfügig.

Unterm Strich ist der Hyundai Tucson Hybrid ein Musterbeispiel dafür, wie zeitgemäße Hybridtechnik aussehen kann: leistungsstark, effizient, komfortabel und geräumig. Er richtet sich an Käufer, die ohne Ladezwang möglichst viel elektrische Fahranteile nutzen möchten und dabei weder auf Platz noch auf Design verzichten wollen. In seiner Klasse zählt er damit zu den überzeugendsten Gesamtpaketen und zeigt, dass Hybridantrieb längst nicht mehr nur eine Vernunftentscheidung ist, sondern auch Fahrspaß und Alltagstauglichkeit vereinen kann.


Konkurrenzmodelle

Im Segment der kompakten Hybrid-SUVs trifft der Hyundai Tucson Hybrid auf eine wachsende, aber klar differenzierte Konkurrenz. Zu den wichtigsten Wettbewerbern zählen Modelle wie der Toyota RAV4 Hybrid, der Kia Sportage Hybrid, der Honda CR-V Hybrid sowie der Ford Kuga Hybrid. Alle verfolgen das Ziel, Effizienz mit Alltagstauglichkeit zu verbinden, setzen dabei jedoch unterschiedliche Schwerpunkte.

Der Toyota RAV4 Hybrid gilt als einer der Pioniere in diesem Segment. Sein Hybridantrieb ist besonders auf Zuverlässigkeit und niedrigen Verbrauch ausgelegt, wirkt jedoch in puncto Design und Innenraumgestaltung deutlich nüchterner als der Tucson. Zudem fällt das Platzangebot trotz größerer Außenabmessungen weniger variabel aus. Der Tucson positioniert sich hier emotionaler und moderner, vor allem durch sein eigenständiges Exterieur und das digital geprägte Cockpit.

Der Kia Sportage Hybrid ist technisch eng mit dem Tucson verwandt und nutzt ein ähnliches Antriebskonzept mit vergleichbarer Systemleistung. Unterschiede zeigen sich vor allem im Design und in der Abstimmung. Während der Sportage etwas komfortorientierter auftritt, wirkt der Tucson mit der N-Line-Ausstattung dynamischer und optisch präsenter. Beide konkurrieren direkt um Kunden, die Hybridtechnik ohne Ladezwang suchen.

Der Honda CR-V Hybrid (Test des Honda CR-V PHEV) setzt stärker auf Laufruhe und Effizienz, bietet jedoch weniger sportliche Akzente und wirkt im Innenraum konservativer. Auch beim Kofferraumvolumen kann er dem Tucson nicht ganz folgen. Der Ford Kuga Hybrid wiederum punktet mit agilem Fahrverhalten und moderatem Preis, erreicht aber nicht die gleiche Materialanmutung und Raumökonomie.

In diesem Umfeld nimmt der Hyundai Tucson Hybrid eine besondere Stellung ein. Er kombiniert eines der leistungsstärksten Vollhybridsysteme seiner Klasse mit einem außergewöhnlich großen Kofferraum von bis zu 616 Litern und einem mutigen Designansatz. Während viele Konkurrenten vor allem rational überzeugen wollen, schafft es der Tucson, Effizienz und Emotionalität miteinander zu verbinden.

Text / Fotos: NEU!

Kamera: Canon EOS 6D


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