Der Kia EV9 2026 gehört zu jener raren Sorte Elektro-SUVs, die bereits mit ihrem Erstauftritt eine klare Botschaft senden: Der Markt bewegt sich – und Kia will ganz vorne mitspielen. Obwohl sich zum neuen Modelljahr technisch kaum etwas geändert hat, zeigt der aktuelle EV9, wie viel Potenzial in einem modular gedachten Großraum-Stromer steckt. Die Mischung aus enormem Raumangebot, hohem Komfortniveau und spürbarer Souveränität im Fahrbetrieb verleiht dem Fahrzeug eine Präsenz, die man sonst eher aus oberen Premiumsegmenten kennt. Für den neuen Test trat der EV9 in Ocean Blue Metallic an, einer Farbe, die dem kantigen Design eine entspanntere Note verleiht, ohne den kraftvollen Auftritt zu mindern.
Erneut stand uns die 6-Sitz-Konfiguration zur Verfügung, diesmal allerdings mit den optionalen Swivel Seats, die für 990 Euro zusätzliche Flexibilität schaffen. Dazu kam das ebenfalls 990 Euro teure duale Panorama-Glasdach, dessen vorderer Bereich sich öffnen lässt und dem Innenraum eine sehr großzügige Lichtwirkung verleiht. Unangetastet blieb dagegen der klassische Spiegelaufbau: Auf digitale Außenspiegel wurde verzichtet – und im Alltag merkt man schnell, dass man sie ohnehin kaum vermisst.
Der Kia EV9 2026 schafft es, futuristische Optik, ruhige Gelassenheit und ein sehr erwachsenes Fahrgefühl zu vereinen. Wer ein großes Elektro-SUV sucht, das sich sowohl familiär als auch geschäftlich souverän einsetzen lässt, findet hier einen Kandidaten, der viel mehr kann, als seine nüchternen Daten vermuten lassen. Was er im Detail leistet, klärt dieser ausführliche Test. Fahrbericht.
Der Look
Der Kia EV9 2026 setzt sein architektonisches Design weiterhin mit Nachdruck in Szene. Die kantige Formensprache bleibt das prägende Element: ein klarer, geometrischer Aufbau, der den SUV eher wie einen rollenden Monolithen wirken lässt und ihm damit eine unverwechselbare Silhouette verleiht. Besonders die Front zeigt, wie radikal Kia bereit ist, klassische Designkonventionen zu verlassen. Der breite, optisch geschlossene Grillbereich, flankiert von den filigranen LED-Pixelstrukturen, suggeriert Hightech ohne Effekthascherei. In Ocean Blue Metallic wirkt das Ganze harmonischer als erwartet, da die Farbe die massiven Flächen beruhigt und dem Fahrzeug einen edlen Unterton gibt.
Die Seitenansicht spielt dagegen mit Volumen und langen Linien.
Der große Radstand und die ausgewogenen Proportionen lassen den EV9 imposant, aber nicht überzeichnet wirken. Die ausgeprägten Radhäuser und die hohen Fensterbänder tragen zur markanten Gesamterscheinung bei, während die 21-Zoll-Räder dem Wagen den nötigen sportlichen Ernst verleihen. Interessant ist, wie sehr die glatten Seitenteile den aerodynamischen Anspruch unterstreichen: Trotz des Ausmaßes wirkt der EV9 auf den zweiten Blick überraschend sauber modelliert.
Am Heck setzt sich der futuristische Ansatz fort. Vertikale LED-Signaturen rahmen die große Heckklappe ein und sorgen beim Öffnen im Dunkeln für einen fast theatralischen Effekt. Die grafische Gestaltung ist konsequent, detailverliebt und für ein Fahrzeug dieser Dimension hervorragend integriert. Der Kia EV9 2026 bleibt damit eines der modernsten SUV-Designs im E-Segment: konsequent, mutig und von bemerkenswerter Klarheit – ein Auftritt, der selbst in dichtem Stadtverkehr nicht übersehen wird, aber auch nicht unnötig polarisieren muss.
Und innen?
Der Innenraum des Kia EV9 2026 beeindruckt erneut durch seine klare Raumarchitektur und das großzügige Platzangebot. Die 6-Sitzer-Konfiguration wirkt hier wie der ideale Kompromiss zwischen Komfort, Offenheit und praktischer Nutzbarkeit. Neu im aktuellen Test: Die optionalen Swivel Seats, die eine gänzlich andere Art des Reisens ermöglichen. Die Sitze der zweiten Reihe lassen sich um 90 Grad zur Tür und um 180 Grad in Fahrtrichtung entgegengesetzt drehen. Das erzeugt eine Lounge-Atmosphäre, wie man sie sonst aus Business-Jets kennt. Gespräche, Pausen oder Reisen mit Kindern gewinnen dadurch spürbar an Qualität.
Die Vordersitze bleiben die bekannten Premium Relaxation Seats mit Liegefunktion, Belüftung und Heizung. Auch in der zweiten Reihe stehen weiterhin Klimatisierungskomfort und hochwertige Polsterungen zur Verfügung. Die Materialauswahl wirkt modern, weich und bewusst reduziert. Kia hält am nachhaltigen Ansatz fest, ohne jedoch Verzicht zu suggerieren. Oberflächen, Nähte und Bedienelemente sind sorgfältig verarbeitet und vermitteln den Anspruch, in dieser Klasse dauerhaft ernst genommen zu werden.
Besonders positiv fällt das helle Raumgefühl auf, das der EV9 durch das neue duale Panorama-Glasdach gewinnt. Der vordere Teil ist elektrisch zu öffnen, was den riesigen Innenraum lüftungs- und lichttechnisch deutlich angenehmer macht. Trotz seiner Dimensionen bleibt das Cockpit übersichtlich. Die zwei großen Displays verschmelzen optisch zu einer Einheit und reagieren schnell und präzise.
Kofferraumseitig präsentiert sich der EV9 weiterhin als echtes Raumwunder. Je nach Sitzkonfiguration variiert das Volumen stark, aber selbst mit allen sechs Plätzen in Nutzung bleibt genügend Platz für Gepäck. Wird die dritte Reihe reduziert genutzt oder umgelegt, entsteht ein fast schon vanartiger Stauraum, der die Alltagstauglichkeit eindrucksvoll unterstreicht.
Der Antrieb des Kia EV9 2026
Der Kia EV9 2026 setzt weiterhin auf die bekannte Allradkonfiguration mit 385 PS und 700 Newtonmetern Drehmoment. Die Leistungsentfaltung bleibt beeindruckend, ohne jemals ungestüm zu wirken. Gerade die gleichmäßige Beschleunigung aus niedrigem Tempo zeigt, wie gut Kia die Kraftentfaltung mit dem hohen Fahrzeuggewicht in Einklang gebracht hat. Der EV9 liefert nicht die Attacke eines Sport-SUV, aber eine Souveränität, die sofort Vertrauen schafft.
Der lange Radstand und die Gewichtsverteilung sorgen für ein ruhiges Fahrverhalten, das besonders auf Autobahnetappen überzeugt. Auch bei hohen Geschwindigkeiten bleibt der EV9 gelassen, wirkt weder nervös noch schwingungsanfällig. Die Fahrwerksabstimmung hat Kia erneut gut getroffen: straff genug, um Wankbewegungen zu vermeiden, aber komfortorientiert, um selbst lange Etappen angenehm zu gestalten.
Im Stadtverkehr wirkt der EV9 überraschend leichtfüßig, was vor allem an der präzisen Lenkung und der exzellenten Geräuschdämmung liegt. Das leise Gleiten auf urbanen Strecken gehört zu den Stärken des Modells und hebt es von vielen direkten Konkurrenten ab.
Die Leistungsabgabe bleibt jederzeit berechenbar. Ob auf der Landstraße, im Pendelbetrieb oder beim Überholen auf Schnellstraßen: Der EV9 setzt Leistungsreserven sehr gleichmäßig um. Reine Performance-Jünger werden vielleicht die Härte eines sportlicher abgestimmten Antriebs vermissen, doch für den Alltag und lange Strecken ist genau diese Unaufgeregtheit ein Plus.
Mit seiner klaren Ausrichtung auf Komfort und Langstreckeneffizienz zeigt der Kia EV9 2026, dass große Elektro-SUVs nicht zwangsläufig brachiale Sportlichkeit benötigen, um zu überzeugen. Er fährt sich reif, kontrolliert und dabei sehr angenehm – ein Charakter, der zum Format des Fahrzeugs bestens passt.
Alltag & Verbrauch
Der Kia EV9 2026 bleibt auch im neuen Modelljahr ein Fahrzeug, das seine größte Stärke im Alltag ausspielt. Die Verbrauchswerte variieren wie üblich stark mit Fahrstil, Witterung und Beladung, doch die im Test erreichten Ergebnisse von 24 bis knapp über 35 kWh/100 km bewegen sich für ein SUV dieser Größe im erwartbaren Bereich. Im typischen Durchschnitt ergibt sich ein realistisch nutzbarer Radius zwischen 400 und 500 Kilometern, sofern man den EV9 nicht dauerhaft am oberen Leistungslimit bewegt.
Im urbanen Fahrbetrieb profitiert der EV9 von effizienter Rekuperation, die sich gut dosieren lässt.
Der niedrige Geräuschpegel trägt dazu bei, dass sich der Wagen trotz seines Formats angenehm stressfrei fährt. Besonders in engen Innenstädten überrascht die Übersichtlichkeit, die nicht zuletzt durch die großen Glasflächen unterstützt wird.
Auf der Autobahn zeigt sich der EV9 ebenfalls solide. Hohe Reisegeschwindigkeiten lassen den Verbrauch erwartungsgemäß schneller steigen, doch die große Batterie kompensiert vieles. Für Langstreckenreisende bleibt die Planung dank kurzer Ladezeiten und einer stabilen Ladeleistung unkompliziert.
Alltagstauglich ist auch die 6-Sitz-Konfiguration, die im Test ihre Vorzüge klar ausspielen konnte. Der Ein- und Ausstieg gelingt bequem, selbst in engen Parkbuchten, und die Swivel Seats erweitern die Nutzbarkeit im Familien- und Shuttle-Alltag erheblich.
Beim Rangieren helfen die zahlreichen Assistenzsysteme, trotz der wuchtigen Außenmaße präzise zu manövrieren. Dass der EV9 klassische Außenspiegel verwendete, erwies sich als Vorteil: Die Sicht ist natürlich, und die potenziellen Ablenkungen oder Verzögerungen digitaler Systeme entfallen vollständig.
In Summe erweist sich der Kia EV9 2026 als ausgesprochen praxistauglich. Größe, Raumgefühl und Komfort verbinden sich zu einem Fahrzeug, das im Alltag weniger sperrig wirkt, als seine Daten vermuten lassen.
Laden des Kia EV9 2028
Beim Laden zeigt der Kia EV9 2026, wie viel Reife inzwischen im elektrischen Großformat erreicht wurde. Die hohe Ladeleistung bleibt eine seiner größten Stärken, und das auch ohne technische Änderungen gegenüber den vorherigen Modelljahren. An einer geeigneten Schnellladesäule arbeitet die 800-Volt-Architektur mit beeindruckender Konstanz. Die Spitzenleistung von rund 200 kW wird in der Praxis zuverlässig erreicht – im Test lagen wir mit 207 kW kurzzeitig sogar leicht darüber. Dadurch schrumpfen Ladezeiten spürbar: Von 10 auf 80 Prozent vergehen realistisch etwa 34 Minuten, und dieser Wert bleibt auch bei wechselnden Außentemperaturen überraschend stabil, sofern die Batterie vorkonditioniert wurde.
Eine komplette Ladung dauert etwa eine Stunde, was für ein Fahrzeug dieser Größe ein sehr guter Wert ist und längere Etappen deutlich stressfreier macht.
Die Ladekurve des EV9 fällt dabei relativ sanft ab. Nach dem initialen Peak bleibt die Ladeleistung im mittleren Bereich länger hoch als bei vielen Konkurrenten, bevor sie erst gegen Ende deutlicher sinkt. Für Langstrecken bedeutet das praktisch, dass es sich lohnt, Ladehalte im Bereich von 10 bis 70 Prozent zu planen, da hier der Zeit-zu-Kilometer-Ertrag besonders gut ausfällt.
Beim AC-Laden präsentiert sich der EV9 ebenfalls solide. Mit 11 kW dauert eine Vollladung über Nacht problemlos, und im Alltag reicht es meist aus, den Akku im oberen Mittelfeld zu halten. Für Familien, Vielfahrer und Shuttle-Einsätze ist entscheidend, dass Kia die Ladeinfrastruktur pragmatisch unterstützt: Die Navigation berücksichtigt Ladepunkte zuverlässig, die Routenplanung reagiert schnell, und das System kündigt bei Bedarf die Vorkonditionierung für DC-Schnelllader an. Dadurch wird der EV9 zu einem Fahrzeug, das auch auf langen Reisen kaum Kompromisse verlangt.
Assistenz, Technik & Ausstattung
Der Kia EV9 2026 tritt mit einem breiten Technologiepaket an, das viele Komfort- und Sicherheitsfunktionen bereits serienmäßig beinhaltet. Besonders hervorzuheben ist das übersichtlich strukturierte Cockpit, das trotz Digitalfokus intuitiv bedienbar bleibt. Die Software zeigt sich reaktionsschnell und stabil, was bei vielen Konkurrenten nicht selbstverständlich ist.
Der adaptive Tempomat arbeitet präzise und hält den Abstand sauber ein, selbst bei dichterem Verkehr. Die Spurführung gehört zu den besseren am Markt und greift angenehm zurückhaltend ein. Bei niedrigen Geschwindigkeiten erleichtert die 360-Grad-Kamera das Parken erheblich, da sie klare und gut perspektivierte Bilder liefert.
Auch der Komfortbereich ist umfangreich ausgestattet. Die Premium Relaxation Seats der ersten Reihe bieten Belüftung, Heizung und verschiedene Relax-Funktionen. Die Swivel Seats der zweiten Reihe erweitern die Alltagsmöglichkeiten und wirken auch bei längeren Fahrten ergonomisch gelungen.
Infotainmentseitig überzeugt das große, durchgehende Display mit scharfer Darstellung und logischer Menüführung. Die Integration von Smartphone-Funktionen gelingt kabellos und stabil. Hinzu kommt ein Meridian-Soundsystem, das im Test mit klarer Wiedergabe und druckvollen Bässen punktete.
Klimaseitig wartet der EV9 mit einer fein dosierbaren Mehrzonenregelung auf. Die Wärmepumpe arbeitet effizient und sorgt auch bei kälteren Temperaturen für stabile Reichweiten. Während viele Hersteller digitale Außenspiegel als Hightech-Zwang etablieren, verzichtet unser Testwagen bewusst darauf – und profitiert davon. Die klassischen Spiegel bieten sofortige Sicht, keine Pixelfragmente und keine Verzögerung. Die Entscheidung wirkt daher praxisorientiert und sicherheitsrelevant schlüssig.
Insgesamt zeigt der Kia EV9 2026 in der Technik-Ausstattung eine selten erreichte Ausgewogenheit: sehr digital, ohne überfrachtet zu wirken, und sehr komfortabel, ohne funktionale Kompromisse einzugehen.
Varianten & Preise des Kia EV9 2026
Der Kia EV9 2026 bleibt in seinem Modellaufbau unverändert. Die Struktur basiert weiterhin auf vier Ausstattungslinien: Air, Earth, GT-Line und GT-Line Launch Edition. Jede Linie deckt dabei unterschiedliche Ansprüche ab – von solider Basisausstattung bis zu vollständiger Vollausstattung.
Den Einstieg markiert der EV9 Air, der bereits mit 19-Zoll-Rädern, großem Infotainmentsystem, komfortabler Serienausstattung und einer breiten Assistenzpalette kommt. Der Preis beginnt bei 61.990 Euro, gekoppelt an den Heckantrieb und die kleinere 76,1-kWh-Batterie.
Einen Schritt weiter geht der Earth, der ab 72.490 Euro zusätzliche Luxusdetails wie ein hochwertiges Soundsystem, Sitzbelüftung vorne und hinten, Privacy-Verglasung und Wärmepumpe bietet. Der Earth setzt weiterhin auf die große Batterie, kombiniert mit dem effizienten 204-PS-Heckantrieb.
Die GT-Line bildet den sportlicheren Zweig des EV9-Programms. Sie startet ab 82.380 Euro und ist ausschließlich mit der 385-PS-Allradkonfiguration erhältlich. Hier gehören 21-Zoll-Räder, ein Head-up-Display, adaptive LED-Scheinwerfer, umfangreiche Assistenzfunktionen und die Premium Relaxation Seats zur Serienausstattung. Wichtig für unseren Test: Nur die GT-Line erlaubt die 6-Sitzer-Konfiguration, weshalb der Testwagen auf dieser Linie basierte.
Ganz oben steht die GT-Line Launch Edition ab 83.190 Euro, die zusätzlich ein zweigeteiltes Panorama-Glasdach umfasst und bereits ab Werk nahezu alle Optionen integriert.
Sonderoptionen wie die Swivel Seats (990 Euro) und das duale Panorama-Glasdach (ebenfalls 990 Euro) ergänzen den EV9 um praktische und emotional wertvolle Funktionen. Digitale Außenspiegel schlagen mit 1.190 Euro zu Buche, waren im Testwagen jedoch nicht verbaut. Der Kia EV9 2026 positioniert sich preislich überraschend konkurrenzfähig, wenn man Größe, Leistung und den sehr umfangreichen Serienumfang in Relation setzt.
Kundenfeedback
Das öffentliche Stimmungsbild zum Kia EV9 bestätigt, was der Test bereits vermittelt: Der große Elektro-SUV wird überwiegend als ausgereiftes und erstaunlich vielseitiges Gesamtpaket wahrgenommen. Besonders häufig wird der enorme Innenraum gelobt. Viele Nutzer loben die Sitzkonzepte, die flexible Bestuhlung und die gute Alltagstauglichkeit trotz der Dimensionen. Die 6-Sitzer-Variante gilt als die attraktivste Konfiguration, da sie Komfort und Offenheit kombiniert.
Auch das Raumgefühl, die Ruhe im Innenraum und die hochwertige Materialanmutung werden positiv hervorgehoben. Viele Stimmen betonen, dass der EV9 im Innenraum eher einem Premiumfahrzeug gleicht und Marken wie BMW oder Mercedes in manchen Bereichen sogar übertrifft.
Leistung und Fahrcharakter werden ebenfalls anerkannt. Das Fahrzeug gilt als souverän, gelassen und stabil, ohne sportlicher wirken zu wollen, als es ist. Besonders auf langen Strecken empfinden Nutzer das Fahrverhalten als entspannend und überlegen.
Kritikpunkte liegen primär in der Fahrzeuggröße. Manche Fahrer berichten, dass enge Parkhäuser oder Altstadtbereiche zum Geduldsspiel werden können. Zudem wird die Effizienz bei hohen Geschwindigkeiten thematisiert, wobei dies angesichts der Fahrzeugklasse wenig überrascht.
Ladezeiten und Ladeleistung erhalten fast durchwegs positive Rückmeldungen. Nutzer loben die hohe DC-Leistung, die stabile Ladeperformance und die Praxisnähe bei längeren Fahrten. Skepsis zeigt sich bei digitalen Außenspiegeln, die von vielen als unnötig empfunden werden. Klassische Spiegel gelten bei einem Fahrzeug dieser Größe als die angenehmere Lösung.
Insgesamt wird der Kia EV9 2026 von den meisten Besitzern und Testern als eines der derzeit überzeugendsten Elektro-SUVs wahrgenommen – ein Fahrzeug, das nicht nur Fortschritt symbolisiert, sondern ihn im Alltag greifbar macht.
Fazit zum Kia EV9 2026
Der Kia EV9 2026 zeigt eindrucksvoll, wie weit Elektromobilität im Segment großer SUV bereits ist. Größe, Komfort und Technik fügen sich zu einem Fahrzeug, das nicht nur rational funktioniert, sondern auch emotional überzeugt. Besonders die 6-Sitzer-Konfiguration mit den optionalen Swivel Seats hebt den EV9 von vielen Wettbewerbern ab und verleiht ihm eine Lounge-Qualität, die man sonst nur in Premiumvans oder Business-Shuttles findet.
Seine Stärken liegen klar im Raumgefühl, in der Laufruhe und im freundlich abgestimmten Fahrcharakter. Die Kombination aus kraftvollem Allradantrieb und hoher Reichweite macht den EV9 zu einem vielseitigen Langstreckenbegleiter. Die Technik wirkt ausgereift, das Bedienkonzept ist übersichtlich und die Ausstattungslinien bilden sinnvolle Abstufungen. Besonders bemerkenswert ist, wie selbstverständlich sich der EV9 anfühlt, obwohl er in fast allen Dimensionen deutlich über dem üblichen Maß liegt.
Dass Kia sich gegen überkomplexe Innovationen wie digitale Außenspiegel entschieden hat, zeigt ein gutes Verständnis für praktische Kundenbedürfnisse. Statt Showeffekten setzt der EV9 auf Robustheit und intuitive Bedienbarkeit. Natürlich bleibt ein Fahrzeug dieser Größe nicht ohne Herausforderungen. Enge Stadtbereiche und hoher Verbrauch bei sehr schnellen Autobahnetappen gehören dazu. Doch im Gesamtbild überwiegen die Qualitäten klar.
Wer ein großes Elektro-SUV sucht, das mehr ist als ein technisches Statement, sondern im Alltag und auf langen Reisen gleichermaßen überzeugt, findet im Kia EV9 2026 einen der derzeit stimmigsten Vertreter seines Segments.
Konkurrenzmodelle
Der Kia EV9 2026 tritt in ein Segment ein, das sich derzeit rasant entwickelt. Fahrzeuge wie der Tesla Model X bleiben wichtige Referenzpunkte, vor allem wegen ihrer Leistungswerte und des etablierten Schnellladenetzes. Dennoch wird zunehmend deutlich, dass der EV9 im Bereich Raumgefühl, Ausstattung und Verarbeitung spürbar mehr bietet.
Auch der Volkswagen ID. Buzz (Test des VW ID.Buzz) gilt als indirekter Konkurrent, vor allem für Käufer, die den Fokus auf Nutzbarkeit und Flexibilität legen. Der EV9 wirkt jedoch hochwertiger und bietet in der 6-Sitzer-Konfiguration mehr Reisekomfort, während der ID. Buzz stärker auf den Van-Charakter setzt.
Der bald erscheinende Hyundai Ioniq 9 tritt als konzerneigenes Schwestermodell an. Erwartbar ist ein ähnliches technisches Fundament, allerdings mit einem stärker familienorientierten Ansatz. Der EV9 positioniert sich im Vergleich etwas luxuriöser.
Modelle wie der Mercedes EQS SUV oder der BMW iX spielen preislich und technisch eine Klasse höher, bieten jedoch keineswegs automatisch ein überlegenes Raumkonzept. Viele Besitzer dieser Fahrzeuge loben zwar deren Komfort, erkennen aber beim direkten Vergleich an, dass der EV9 in puncto Nutzwert und Alltagstauglichkeit mithalten kann.
Auch neue chinesische Wettbewerber wie der BYD Tang oder Zeekr 009 drängen ins Segment. Sie punkten mit Preis-Leistung, doch die Verarbeitungs- und Materialqualität des EV9 wird häufig als höher bewertet.
Insgesamt zeigt sich der Kia EV9 2026 in einem Umfeld, das breiter wird, aber er behauptet sich deutlich: durch Flexibilität, souveränen Auftritt und eine Ausstattung, die viele Konkurrenten nur optional bieten.
Text / Fotos: NEU!
Kamera: Canon EOS 6D



























