Opel Frontera Hybrid
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Opel Frontera Hybrid Test – Der Preisbewusste

Der neue Opel Frontera Hybrid tritt in einem Segment an, das heute härter umkämpft ist als je zuvor: Kompakte SUVs mit elektrifizierten Antrieben, moderaten Preisen und alltagstauglicher Ausrichtung. Gerade hier entscheidet nicht mehr allein der Preis oder das Design, sondern die Art und Weise, wie ein Fahrzeug die Brücke zwischen sparsamer Mobilität und einem modernen Lifestyle schlägt. Opel positioniert den Frontera als bewusst unkompliziertes, aber nicht unambitioniertes SUV – eines, das trotz Hybridtechnik nicht belehren möchte, sondern einfach funktionieren soll. Die getestete Ausstattungslinie Edition bildet die Basis, verzichtet jedoch nicht auf die essenziellen Features, die ein Auto des Jahres 2025 bieten muss.

Spannend ist vor allem der Antrieb: Der Frontera Hybrid kombiniert einen 1,2-Liter-Dreizylinder-Turbobenziner mit 136 PS und einen 21-PS-E-Motor zu einer Systemleistung von 145 PS. Das Ganze arbeitet mit einem neuen 6-Gang-Doppelkupplungsgetriebe zusammen. Opel verzichtet bewusst auf große Akkupakete und Lademöglichkeiten – es handelt sich nicht um einen Plug-in-Hybrid, sondern um einen milden Vollhybriden, der die Energie beim Fahren zurückgewinnt und besonders in der Stadt effizienter unterwegs sein soll. Damit richtet sich der Frontera Hybrid an Menschen, die von der Hybridtechnik profitieren möchten, ohne sich mit Ladekabeln oder Reichweitenthemen beschäftigen zu müssen.

Optisch setzt der Frontera auf klare Kanten und ein kantigeres Opel-Design, das den „Vizor“-Look mit einem robusten Auftritt kombiniert. Gerade in der getesteten Farbe Khaki Grün und mit weißem Dach wirkt der Wagen überraschend frisch. Preislich bleibt Opel ebenfalls niedrigschwellig: Ab 25.700 Euro startet die Edition, der Testwagen kommt auf 27.750 Euro. Fahrbericht.


Der Look

Der Opel Frontera Hybrid tritt im Straßenbild mit der Art von Selbstverständlichkeit auf, die man bei einem kompakten SUV erwartet – und doch hebt er sich von den typischen Rundungen vieler Wettbewerber ab. Opel geht beim Exterieur konsequent in Richtung kantiger, moderner Klarheit. Der Vizor-Grill zieht sich ohne Unterbrechungen über die Front und verleiht dem Auto ein breites, selbstbewusstes Gesicht. Darunter sitzt ein relativ hochgezogener Stoßfänger, der sich optisch eher an urbanen Abenteurern orientiert als an Offroad-Fantasien. Das macht den Frontera zum idealen Begleiter im Stadtverkehr, wo er trotz seiner Präsenz nicht einschüchternd wirkt.

Besonders charakterstark präsentiert sich der Testwagen in Khaki Grün – ein Farbton, der aktuell sehr gefragt ist und perfekt mit dem weißen Dach harmoniert. Dieses zweifarbige Setup verleiht dem Wagen einen fast schon lifestyleorientierten Touch, der ihn für junge Zielgruppen attraktiv macht. Gleichzeitig bleibt die Karosserie klar und unaufgeregt: Die seitliche Linienführung ist bewusst schlicht gehalten, mit sanft ausgeformten Radhäusern und einer Schulterlinie, die das Heck optisch anhebt.

Am Heck setzt Opel auf ein aufgeräumtes Design ohne überflüssige Elemente. Die schmalen Rückleuchten bilden ein horizontales Band, das dem Fahrzeug eine solide Breite gibt. Beleuchtet ist hier allerdings nichts. Dafür steht der Modellschriftzug selbstbewusst unter dem Markenlogo. Auch hier bleibt Opel konsequent: kein Pseudo-Auspuff, keine verspielten Details – nur eine klare Formensprache, die gut in die Zeit passt.

Mit ordentlicher Bodenfreiheit und einem robuste wirkenden Unterfahrschutzelement an der Front vermittelt der Frontera Hybrid einen Hauch von Abenteuer, ohne seine urbane Herkunft zu verschleiern. Insgesamt ist das Design nicht auf provokante Statements ausgelegt, sondern auf Alltagstauglichkeit mit einem modernen Twist.


Und innen?

Der Innenraum des Opel Frontera Hybrid zeigt, wie weit man heute mit einer bewusst auf Zweckmäßigkeit ausgerichteten Basisausstattung kommen kann. Schon beim Einsteigen fällt die angenehm erhöhte Sitzposition auf, die einen guten Überblick über das Verkehrsgeschehen bietet. Die verwendeten Materialien sind im Segment angemessen: robuste Kunststoffe, kombiniert mit Stoffsitzen aus recycelten Materialien, die dem Cockpit einen zeitgemäßen und nachhaltigen, wenn auch preiswerten Charakter verleiht. Opel setzt klar auf eine funktionale, aber nicht spartanische Gestaltung.

Die Bedienung ist weitgehend intuitiv. Hinter dem Lenkrad arbeitet ein digitales Fahrerdisplay, das je nach Fahrmodus unterschiedliche Darstellungen zeigt. Die Grafik ist nicht übermäßig verspielt, sondern aufgeräumt und leicht erfassbar. Im Zentrum des Dashboards sitzt das Multimediasystem, das auch in der „Edition“ flüssig reagiert und die wichtigsten Funktionen über ein Touch-Interface bereitstellt. Dass Opel bei bestimmten Einstellungen weiterhin physische Tasten einsetzt, wird viele Kunden freuen – gerade Klimabedienelemente lassen sich sauber und schnell bedienen.

Vorn finden Fahrer und Beifahrer ausreichend Platz, während die Rückbank für zwei Erwachsene gut nutzbar bleibt. Drei Personen eng nebeneinander sind machbar, aber eher für kurze Strecken. Die Kopffreiheit ist für ein Fahrzeug dieser Klasse solide, und die Beinfreiheit überrascht positiv. Der Kofferraum zeigt sich variabel und alltagsgerecht, auch wenn er nicht zu den größten im Segment zählt. Die Rücksitze lassen sich umklappen und schaffen einen weitgehend ebenen Ladeboden.

Die Atmosphäre im Innenraum wirkt klar, sachlich und funktional. Ein Ansatz, der vielen Käufern gefallen dürfte, die ein unkompliziertes Auto suchen. Opel liefert genau das: keine übertriebenen Experimente, sondern ein Innenraum, der einfach funktioniert.


Der Antrieb des Opel Frontera Hybrid

Der Opel Frontera Hybrid kombiniert zwei Welten: einen 1,2-Liter-Dreizylinder-Turbobenziner mit 136 PS und einen 21-PS-Elektromotor, die über ein 6-Gang-Doppelkupplungsgetriebe miteinander arbeiten. Zusammen ergibt sich eine Systemleistung von 145 PS, die den Wagen in 9,0 Sekunden auf 100 km/h bringt und eine Höchstgeschwindigkeit von 190 km/h ermöglicht.

Der Hybrid arbeitet nach einem Prinzip, das Opel bewusst pragmatisch hält. Im Gegensatz zu Plug-in-Hybriden gibt es keinen externen Ladeanschluss. Die Energie wird ausschließlich beim Fahren erzeugt und gespeichert. Der Elektromotor unterstützt den Verbrenner besonders beim Anfahren und in niedrigen Geschwindigkeiten. Dadurch wirkt der Frontera Hybrid im Stadtverkehr überraschend leise und harmonisch. Das Doppelkupplungsgetriebe schaltet angenehm unaufdringlich durch die Gänge, auch wenn es gelegentlich Momente gibt, in denen es kurz nachdenkt. Diese Übergänge liegen aber im Rahmen dessen, was man in diesem Segment erwartet.

Auf der Landstraße zeigt sich der 145-PS-Hybrid ausreichend kraftvoll. Der Turbo-Benziner liefert seine 230 Nm früh an, sodass man flott beschleunigen kann. Beim Herausbeschleunigen aus Kurven unterstützt der E-Motor sanft, was dem Wagen ein angenehmes Gefühl von Leichtigkeit verleiht. Beim Durchzug aus höheren Geschwindigkeiten wird der Dreizylinder akustisch etwas präsenter, bleibt aber stets kultiviert genug, um nicht zu stören.

Auf der Autobahn zeigt der Frontera Hybrid eine stabile Geradeauslaufleistung. Bis 130 km/h fühlt sich der Wagen wohl, darüber hinaus wird der Vortrieb gemächlicher. Beim Überholen muss man gelegentlich etwas mehr Gas geben, doch das gehört zur Charakteristik eines kompakten Mildhybriden mit überschaubarem Hubraum.

Natürlich müssen auch Abstriche gemacht werden. Die Lenkung ist schlichtweg zu diffus und lässt bisweilen den Eindruck aufkommen, kaum Kontakt zur Fahrbahn zu haben. Auch das Rückstellmoment lässt zu wünschen übrig. Und wer jenseits der Richtgeschwindigkeit unterwegs merkt schnell, dass Opel hier an der Dämmung gespart hat, was zu erhöhten Laufgeräuschen führt. In Summe jedoch halten sich die Nachteile in Grenzen. Dennoch richtet sich der Frontera nicht in erster Linie an Vielfahrer.


Alltag & Verbrauch

Im Alltag spielt der Opel Frontera Hybrid seine Stärken in der Effizienz aus. Die WLTP-Angabe liegt bei 5,2 Litern auf 100 Kilometer, und dieser Wert ist tatsächlich erreichbar – zumindest im Mischbetrieb mit einem deutlichen Stadtanteil.

Hier kommt der Hybridantrieb besonders zur Geltung: häufiges Rekuperieren, kurze elektrische Unterstützungsphasen und ein weiches Anfahrverhalten sorgen dafür, dass der Dreizylinder weniger arbeiten muss. Wer überwiegend innerstädtisch unterwegs ist, kann mit Verbrauchswerten starten, die real sogar geringfügig unter der WLTP-Angabe liegen.

Auf der Landstraße zeigt der Frontera ein ausgewogenes Bild: Die Hybridstrategie hält den Motor häufig in niedrigen Drehzahlen, was sich positiv auf den Verbrauch auswirkt. Bei konstanten Geschwindigkeiten pendeln sich viele Alltagsverbräuche zwischen 5,0 und 6,0 Litern ein. Auch längere Pendelstrecken meistert der Mildhybrid ohne Mühe, ohne dass die Kosten für Kraftstoff ausufern.

Autobahnfahrten hingegen erhöhen den Verbrauch naturgemäß – hier arbeitet der E-Motor kaum mit. Je nach Beladung und Geschwindigkeit kann der Wert Richtung 6,5 bis 7,0 Liter steigen. Vollgasfahrten touchieren leicht den zweistelligen Bereich. Dennoch bleibt der Frontera im Wettbewerbsvergleich sparsam.

Praktisch im Alltag ist die unkomplizierte Natur des Hybrids: kein Kabel, kein Laden, keine Planung. Man tankt einfach, fährt los und profitiert trotzdem von elektrischer Unterstützung. Gerade für urbane Regionen oder Fahrer, die häufig Stop-and-Go erleben, ist dieses Konzept ein echter Vorteil. Außerdem ist der Hybrid 145 immer noch 3.000 günstiger als der Elektro-Frontera mit kleiner Batterie.

Auch im Komfort zeigt sich der Frontera alltagstauglich: Die Federung ist nicht zu straff, sondern recht ausgewogen. Im Stadtverkehr schluckt das Fahrwerk die meisten Unebenheiten weg, ohne schwammig zu werden. Allzu hohen Abrollkomfort sollte man dennoch nicht erwarten. Der Vergleich zum Dacia Duster scheint hier angemessen, wenngleich der Duster in einigen Disziplinen – wie zum Beispiel Querfugen-Wegschlucken – die Nase vorn hat. Die Übersichtlichkeit ist dank der kantigen Formen gut, Einparken gelingt schnell, unterstützt von Sensoren und Kameraoptionen des Tech-Pakets.


Assistenz, Technik & Ausstattung

Die getestete Ausstattungslinie Edition bildet die Basis des Frontera Hybrid. Dennoch wirkt der Wagen nicht nackt – Opel hat bewusst einen soliden Grundstock gelegt. Bereits serienmäßig stehen moderne Assistenzsysteme bereit, darunter ein aktiver Spurhalteassistent, Verkehrszeichenerkennung, automatisches Notbremsen und ein Tempomat. Damit erfüllt der Frontera die grundlegenden Anforderungen an ein zeitgemäßes SUV. Die Stahlfelgen (ja, wirklich!) erhielten einen weißen Anstrich und sehen zwar befremdlich, aber doch irgendwie cool aus.

Der Testwagen besitzt zusätzlich das Tech-Paket Edition, das für 1.000 Euro einen spürbaren Mehrwert liefert. Dazu zählen unter anderem der 10-Zoll-Touchscreen samt Smartphone-Anbindung, eine kabellose Ladestation fürs Smartphone, eine Rückfahrkamera, ein (veganes) Lederlenkrad und eine Mittelarmlehne. Das zentrale Infotainmentsystem reagiert schnell und bietet eine übersichtliche Menüstruktur. Die Smartphone-Integration ist stabil und intuitiv.

Beim Thema Licht setzt Opel weiterhin auf Klarheit: Die Leuchttechnik der Edition ist funktional und ausreichend hell, ohne in Premium-Sphären vorzudringen. Heißt: An die famosen IntelliLux Scheinwerfer vom Grandland (Test des Opel Grandland Hybrid) kommt der Frontera nicht heran. Der Übergang zu höheren Ausstattungen lohnt sich für Käufer, die mehr Wert auf Komfort und visuelle Akzente legen, doch die Basis bleibt solide.

Im Bereich Sicherheit wirkt der Frontera erwachsener, als es sein Preis vermuten lässt. Die Fahrassistenten greifen präzise ein und helfen zuverlässig, ohne zu bevormunden. Besonders der Spurhalteassistent zeigt sich angenehm dosiert und vermeidet ruckartige Korrekturen.

Die Bedienung folgt dem Prinzip: so digital wie nötig, so analog wie möglich. Klimasteuerung und häufig genutzte Funktionen bleiben auf eigenen Tasten – ein klarer Vorteil im Alltag. Auch beim Thema Konnektivität zeigt Opel moderne Ansätze: Over-the-Air-Updates, Online-Dienste und Fahrzeugdaten sind verfügbar und erhöhen den Nutzwert im Alltag erheblich.


Varianten & Preise des Opel Frontera Hybrid

Der Opel Frontera positioniert sich preislich im unteren Bereich des Hybrid-SUV-Segments und spricht damit Käufer an, die moderne Technik möchten, ohne in Premiumregionen vorzudringen. Die getestete Basislinie Edition startet bei 25.700 Euro, was angesichts der Hybridtechnik ein attraktives Angebot darstellt. Der Testwagen bringt mit ausgewählten Extras einen Endpreis von 27.750 Euro mit. Wer mit weniger Leistung auskommt, erhält den Frontera Hybrid mit 110 PS bereits ab 24.190 Euro.

Zu den aufpreispflichtigen Ausstattungspunkten gehören das Tech-Paket Edition für 1.000 Euro, das vor allem die Infotainment-Funktionen aufwertet, sowie das kontrastierende weiße Dach plus lackierte Stahlfelgen als Bestandteil des Design-Pakets (450 Euro), das dem Fahrzeug eine auffällige optische Note verleiht. Hinzu kommen auf Wunsch noch 17-Zoll-Leichtmetallräder (400 bis 600 Euro) sowie das Komfort-Paket für weitere 1.000 Euro. Hierin enthalten sind unter anderem ergonomische Intelli-Sitze, eine Klimaautomatik, Sitzheizung vorn, Lenkradheizung und eine beheizbare Frontscheibe. Auch mit diesen Extras bleibt der Gesamtpreis bewusst moderat.

Im Opel-Programm bildet die Edition die Eintrittsstufe. Darüber rangieren die Linien GS (ab 27.690 Euro) und Ultimate (ab 27.990 Euro). Beide Linien bieten mehr Komfort und Extras, sind preislich aber ambitionierter. Allerdings kann für 650 (GS) beziehungsweise 800 Euro (Ultimate) der Frontera als 7-Sitzer bestellt werden. Das ist bei der Basis-Linie nicht möglich. Die Hybridvariante mit 145 PS ist für viele Kunden ein sinnvoller Kompromiss aus Leistung, Effizienz und Preis. Wer Wert auf umfangreichere Komfortmerkmale, Ambientebeleuchtung oder ein hochwertigeres Soundsystem legt, findet diese in den höheren Ausstattungen.

Durch die Hybridisierung bietet der Frontera im Vergleich zu reinen Benzinern einen Effizienz- und zu seinem Elektrobrüdern einen Reichweitenvorteil, ohne dass der Aufpreis ausufert. Gerade vor dem Hintergrund steigender Kraftstoffpreise wird dieses Paket für Käufer attraktiv, die zwar keinen Plug-in möchten, aber dennoch von elektrischer Unterstützung profitieren wollen.

Auch Leasing- und Finanzierungsangebote fallen im Marktvergleich günstig aus. Opel zielt klar auf preisbewusste Kunden oder Familien, die ein modernes, aber finanzierbares SUV suchen.


Kundenfeedback

Bei den ersten Rückmeldungen zum Opel Frontera – insbesondere zum Hybridmodell – zeigt sich ein recht einheitliches Bild: Viele Kunden loben die Pragmatik des Antriebs. Wer keinen Plug-in-Hybrid möchte, aber nach einer effizienteren Alternative zum klassischen Benziner sucht, fühlt sich vom milden Hybridkonzept angesprochen. Besonders positiv fällt die ruhige Fahrcharakteristik im Stadtverkehr auf. Fahrer berichten, dass der Elektromotor das Anfahren spürbar geschmeidiger gestaltet und die Geräuschkulisse reduziert.

Auch das Design erhält Zuspruch. Der kantige Look wirkt modern, aber nicht überzeichnet. Die Zweifarblackierung – wie beim Testwagen mit weißem Dach – wird auffallend häufig als Kaufgrund genannt. Viele Kunden empfinden den Frontera als „stylischer als erwartet“, insbesondere im Vergleich zu früheren Opel-Modellen.

Der Innenraum erhält gemischte, aber überwiegend positive Bewertungen. Während die Funktionalität und Bedienbarkeit gelobt werden, merken einige Nutzer an, dass die Materialqualität an bestimmten Stellen eher einfach ausfällt. Die recycelten Stoffe werden aber als angenehm und schön strukturiert beschrieben. Das Platzangebot wird als „überraschend gut“ wahrgenommen, insbesondere die Kopffreiheit hinten.

Beim Fahrverhalten geben Kunden an, dass der Hybrid im Alltag angenehm leichtfüßig ist. Das Doppelkupplungsgetriebe erhält Lob für schnelle Schaltvorgänge, auch wenn manche Tester leichte Verzögerungen beim Kickdown beschreiben. Der Verbrauch gilt als realistisch – viele berichten von Werten um 5 bis 6 Litern bei gemischter Nutzung.

Kritik gibt es vor allem in zwei Bereichen: Der Kofferraum könnte größer sein, und das Infotainment wirkt einigen Nutzern etwas zu minimalistisch in der Darstellung. Insgesamt ist die Stimmung jedoch positiv: Der Frontera wird als modernes, unkompliziertes und preiswertes SUV wahrgenommen, das seinen Job ohne Show erfüllt – und gerade deshalb überzeugt.


Fazit zum Opel Frontera Hybrid

Der Opel Frontera Hybrid präsentiert sich als ein bewusst pragmatisches SUV, das viele Stärken in den Vordergrund stellt, die heute wirklich zählen: Effizienz ohne Komplexität, ein modernes Design ohne Übertreibungen und ein Innenraum, der einfach funktioniert. Opel hat sich ganz offensichtlich gefragt, was Fahrer im Alltag wirklich brauchen – und liefert genau das. Der Hybridantrieb sorgt für ruhiges und sparsames Fahren, besonders in der Stadt, und bleibt gleichzeitig wartungsarm und unkompliziert. Dass der Verbrauch realistisch ist und die WLTP-Werte erreichbar sind, stärkt den Gesamteindruck zusätzlich.

Designseitig schafft der Frontera den Spagat zwischen kantiger Modernität und sachlicher Funktion. Die getestete Farbkombination Khaki Grün mit weißem Dach steht dem Wagen überraschend gut und macht ihn optisch präsenter als viele seiner direkten Konkurrenten. Innen bleibt Opel seiner Linie treu: klare Bedienung, gute Übersicht und eine solide Grundausstattung. Das Tech-Paket Edition erweitert den Nutzwert sinnvoll.

Natürlich gibt es auch Punkte, die nicht in Richtung Premium deuten. Einige Materialien sind funktional statt hochwertig, und der Kofferraum gehört nicht zu den größten im Segment. Und auch bei Dämmung, Fahrwerk und Lenkung müssen Defizite in Kauf genommen werden. Doch das Gesamtpaket bleibt stimmig – vor allem im Verhältnis zum Preis.

Wer ein modernes, sparsames und erschwingliches SUV sucht, das keine Auflagen macht und dennoch zeitgemäß wirkt, findet im Frontera Hybrid einen überzeugenden Kandidaten. Ein Auto für Menschen, die pragmatische Lösungen schätzen und ein Fahrzeug wollen, das sich nahtlos in den Alltag einfügt.


Konkurrenzmodelle

Im Wettbewerbsumfeld des Opel Frontera Hybrid steht vor allem ein Name im Mittelpunkt: der Dacia Duster (Test des Dacia Duster 4×4). Er ist seit Jahren der Preisbrecher im Segment und bietet als einer der wenigen echten Konkurrenten sogar eine Allradoption, was ihn für Käufer interessant macht, die ein robustes SUV mit Outdoor-Ambitionen suchen. Im Vergleich wirkt der Frontera moderner, effizienter und technisch weiterentwickelt, doch der Duster kontert mit dem unschlagbaren Preis-Leistungs-Verhältnis und einer treuen Fangemeinde, die den pragmatischen Ansatz des Rumänen schätzt. Wer allerdings Wert auf Hybridtechnik oder ein zeitgemäßes Cockpit legt, findet beim Opel das eindeutig umfassendere Paket.

Auch der Citroën C3 Aircross spielt in dieser Liga, verfolgt jedoch einen weicheren, komfortbetonten Ansatz. Sein Design polarisiert stärker, sein Raumgefühl ist ähnlich vielseitig, und er spricht vor allem Kunden an, die einen unkonventionellen, aber sehr bequemen Alltagsbegleiter suchen. Der Frontera gibt sich dagegen sachlicher und wirkt in seiner Hybridisierung technischer, während der Citroën eher das Thema Wohlfühlmobil bedient.

Der Renault Captur sowie sein technisch nahezu baugleicher Bruder, der Mitsubishi ASX (Test des Mitsubishi ASX 2025), bringen ausgereifte Hybridantriebe, ein hochwertigeres Infotainment und ein etwas eleganteres Innenraumgefühl mit. Beide treten insgesamt urbaner auf und zielen auf Kunden, die im Klein-SUV-Segment eher nach Komfort und Optik entscheiden. Der Opel positioniert sich funktionaler: mehr Kante, weniger Lifestyle, dafür ein preislich zugänglicher Hybrid, der eine große Zielgruppe im Blick hat.

Eine halbe Klasse darüber finden sich Modelle wie Skoda Karoq (Test des Skoda Karoq Sportline), Volkswagen T-Roc (Test des VW T-Roc 2025) oder Seat Ateca (Test des Seat Ateca TDI). Sie bieten mehr Raum, stärkere Motoren, eine hochwertigere Anmutung und eine umfassendere Techniklandschaft. Preislich liegen sie jedoch spürbar höher, sodass der Frontera eher für Käufer interessant bleibt, die bewusst unterhalb dieser kompakteren Mittelklasse bleiben wollen, ohne auf moderne Hybridtechnik zu verzichten. Dadurch entsteht für Opel eine klare Position: günstiger als die gehobenen Kompakt-SUVs, aber moderner und effizienter als viele seiner direkten Budgetkonkurrenten.

Text / Fotos: NEU!

Kamera: Canon EOS 6D


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