Citroën e-C3
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Citroën e-C3 Test – Der komfortable Stadtbegleiter

Der Citroën e-C3 hat sich neu erfunden. Die weichen, fast schon knuffigen Linien des Vorgängers sind Geschichte. Stattdessen setzt die aktuelle Generation auf eine deutlich kantigere Formensprache mit klaren Kanten, einer markanten Front und einer insgesamt robusteren Erscheinung. Gleichzeitig steht der rund vier Meter lange Franzose etwas höher auf den Rädern und vermittelt damit fast schon den Eindruck eines kleinen Crossovers. Ein SUV möchte der Citroën e-C3 dennoch nicht sein. Diese Rolle übernimmt weiterhin der größere e-C3 Aircross.

Mit dem vollelektrischen Citroën e-C3 Urban Range richtet sich der Hersteller vor allem an Pendler, Stadtbewohner und all jene, die ein unkompliziertes Elektroauto für den Alltag suchen. Statt mit einer möglichst großen Batterie oder überbordender Leistung zu beeindrucken, konzentriert sich der Kleinwagen auf Komfort, Übersichtlichkeit und eine einfache Bedienung. Genau hier lagen seit jeher die Stärken der Marke Citroën und genau hier soll auch der elektrische C3 überzeugen.

Bereits auf den ersten Metern wird deutlich, dass sich die Franzosen ihrer Philosophie treu geblieben sind. Das Fahrwerk federt Unebenheiten angenehm gelassen weg, die Lenkung arbeitet leichtgängig und dennoch ausreichend präzise, während sich der 113 PS starke Elektromotor harmonisch in das Gesamtkonzept einfügt. Der Citroën e-C3 möchte kein Sportler sein und versucht dies auch gar nicht. Vielmehr versteht er sich als entspannter Begleiter für den täglichen Weg zur Arbeit, den Einkauf oder den Stadtverkehr.

Ob dieses Konzept aufgeht, welche Stärken und Schwächen der elektrische Kleinwagen mitbringt und wie sich der Citroën e-C3 im Alltag schlägt, zeigt unser Test. Fahrbericht.


Der Look

Mit der vierten Generation hat Citroën den C3 optisch grundlegend neu ausgerichtet. Die weichen Rundungen des Vorgängers weichen einer deutlich kantigeren Formensprache, die den Kleinwagen moderner und erwachsener wirken lässt. Auffällig ist dabei vor allem die markante Front mit dem neuen Markenlogo, den schmalen LED-Tagfahrleuchten und den darunter positionierten Hauptscheinwerfern. Das neue Lichtdesign verleiht dem Citroën e-C3 einen hohen Wiedererkennungswert und sorgt gleichzeitig für einen selbstbewussten Auftritt.

Hinzu kommen die deutlich aufrechtere Frontpartie, die kurzen Überhänge sowie die erhöhte Karosserie. Obwohl der e-C3 offiziell weiterhin als Kleinwagen antritt, wirkt er dadurch fast wie ein kleiner Crossover. Dieses Erscheinungsbild steht ihm gut, ohne dabei in Konkurrenz zum größeren e-C3 Aircross zu treten. Während letzterer den SUV-Gedanken konsequent weiterführt, bleibt der e-C3 seinem klassischen Kleinwagenkonzept treu und ergänzt dieses lediglich um eine Portion Robustheit.

Unser Testwagen in Bright Blue unterstreicht diesen Charakter zusätzlich. Der kräftige Blauton harmoniert hervorragend mit dem serienmäßigen schwarzen Dach und den ebenfalls schwarzen Außenspiegeln. Zusammen mit den ausgestellten Radhäusern, den schwarzen Kunststoffbeplankungen und den 17 Zoll großen Azurite-Stahlfelgen entsteht ein stimmiges Gesamtbild, das deutlich hochwertiger wirkt, als es der Einstiegspreis vermuten lässt. Gerade in dieser Farbkombination strahlt der e-C3 eine angenehme Frische aus, ohne übertrieben verspielt zu wirken.

Auch die Proportionen überzeugen. Mit einer Länge von gut vier Metern bleibt der Citroën angenehm kompakt und damit bestens für enge Innenstädte geeignet. Gleichzeitig sorgen der vergleichsweise lange Radstand und die hohe Dachlinie dafür, dass der kleine Franzose optisch nicht gedrungen wirkt. Stattdessen vermittelt er einen ausgewogenen Eindruck, der moderne Designelemente mit einer alltagstauglichen Form verbindet.

Ein Blick auf die Details zeigt, dass Citroën auch beim neuen e-C3 Wert auf praktische Lösungen gelegt hat. Die große Heckklappe erleichtert den Zugang zum Gepäckraum, die Türen öffnen angenehm weit und die erhöhte Sitzposition erleichtert den Einstieg. Gerade im Alltag sind es oft genau diese Kleinigkeiten, die den Unterschied ausmachen.

Kritik gibt es dagegen kaum. Wer besonders große Felgen oder ein ausgesprochen dynamisches Design erwartet, wird sich eher bei anderen Herstellern umsehen. Der Citroën e-C3 verfolgt bewusst einen anderen Ansatz. Sein Exterieur soll nicht möglichst sportlich wirken, sondern sympathisch, funktional und modern. Dieses Ziel erreicht er mit bemerkenswerter Konsequenz. Nur stellte sich teilweise die Frage, ob es denn überhaupt der Aircross sein muss, denn bereits der normale C3 wirkt recht hochbeinig und ein bisschen SUVig.


Und innen?

Öffnet man die Fahrertür, setzt sich der positive Ersteindruck fort. Citroën verzichtet auch im Innenraum auf unnötige Spielereien und konzentriert sich stattdessen auf Übersichtlichkeit und Funktionalität. Das Cockpit wirkt modern, ohne den Fahrer mit unzähligen Menüs oder Touchflächen zu überfordern. Gleichzeitig vermittelt der Innenraum mehr Wertigkeit, als man in dieser Preisklasse erwarten würde.

Verantwortlich dafür ist vor allem die Gestaltung. Das Armaturenbrett ist klar horizontal aufgebaut und wird von einer farblich abgesetzten Dekorleiste aufgelockert, die unserem Testwagen einen frischen Akzent verleiht. Hinzu kommen die angenehm gepolsterten Urban Grey-Sitze, die nicht nur optisch überzeugen, sondern auch auf längeren Fahrten ausreichend Komfort bieten. Hartplastik ist zwar an vielen Stellen präsent, fühlt sich jedoch ordentlich verarbeitet an und passt letztlich zum Preisniveau des Fahrzeugs.

Direkt ins Auge fällt außerdem das ungewöhnlich kleine Fahrerdisplay. Es sitzt weit oben im Armaturenbrett und wird über das kompakte Lenkrad hinweg abgelesen. Nach kurzer Eingewöhnung funktioniert dieses Konzept erstaunlich gut, da der Blick kaum von der Straße abgewendet werden muss. Ergänzt wird das Cockpit durch einen 10,25 Zoll großen Touchscreen, der Wireless Apple CarPlay und Android Auto serienmäßig unterstützt. Das werksseitige Navigationssystem bleibt hingegen der höchsten Ausstattungslinie MAX vorbehalten.

Besonders gut gefallen hat uns die Bedienung. Während immer mehr Hersteller selbst grundlegende Funktionen in verschachtelte Untermenüs verlagern, geht Citroën erfreulich bodenständig vor. Die Klimaanlage wird weiterhin über klassische Bedienelemente gesteuert, wodurch sich Temperatur und Luftverteilung nahezu blind anpassen lassen. Gerade während der Fahrt ist das ein echter Sicherheits- und Komfortgewinn. Erst in der Ausstattungslinie MAX hält eine Klimaautomatik Einzug, die manuelle Klimaanlage erfüllt ihren Zweck jedoch ebenfalls zuverlässig.

Auch die übrige Ergonomie gibt kaum Anlass zur Kritik. Sämtliche Bedienelemente befinden sich dort, wo man sie erwartet, die Ablagen fallen praxisgerecht aus und die erhöhte Sitzposition sorgt für eine gute Übersicht im dichten Stadtverkehr.


Der Antrieb des Citroën e-C3 Urban Range

Mit dem Urban Range setzt Citroën auf einen 83 kW (113 PS) starken Elektromotor, der seine Kraft an die Vorderräder schickt. Große Leistungsversprechen macht der Franzose dabei gar nicht erst. Das muss er auch nicht, denn sein bevorzugtes Revier liegt ohnehin zwischen Supermarkt, Innenstadt und dem täglichen Weg zur Arbeit. Wer regelmäßig die linke Spur der Autobahn als zweites Wohnzimmer betrachtet, dürfte sich vermutlich ohnehin in einer anderen Fahrzeugklasse umsehen.

Im Alltag macht der Antrieb seine Sache dafür überraschend gut. Dank des sofort anliegenden Drehmoments wirkt der e-C3 keineswegs untermotorisiert. Ampelstarts gelingen flott, im Stadtverkehr schwimmt man problemlos mit und auch auf der Landstraße reicht die Leistung völlig aus. Erst wenn es darum geht, einen Lkw zügig zu überholen oder auf der Autobahn noch einmal kräftig nachzulegen, wird deutlich, dass 113 PS eben 113 PS bleiben. Ausreichend? Ja. Sportlich? Definitiv nicht.

Das gilt umso mehr für die Höchstgeschwindigkeit. Bei 125 km/h ist Schluss. Das reicht für den urbanen Alltag vollkommen aus, macht längere Autobahnetappen aber eher zur Notlösung als zum bevorzugten Einsatzgebiet. Während andere Verkehrsteilnehmer links an einem vorbeiziehen, entdeckt man im e-C3 plötzlich seine Liebe zur rechten Spur. Immerhin entschleunigt das ungemein.

Dafür überzeugt das Fahrwerk umso mehr. Citroën bleibt seiner Komfortphilosophie treu und spendiert dem e-C3 eine angenehm weiche Abstimmung, die Schlaglöcher, Kanaldeckel und andere Hinterlassenschaften deutscher Straßenbauer erstaunlich gelassen wegfiltert. Gerade im Stadtverkehr fühlt sich der kleine Franzose dadurch ausgesprochen souverän an. Wer dagegen ein straffes Sportfahrwerk erwartet, dürfte spätestens nach den ersten Metern feststellen, dass er beim falschen Hersteller gelandet ist.

Auch die Lenkung passt hervorragend zum Charakter des Fahrzeugs. Sie arbeitet angenehm leichtgängig, vermittelt gleichzeitig aber etwas mehr Rückmeldung, als wir erwartet hätten. Natürlich kratzt sie nicht am Präzisionsniveau eines Mini Cooper, für einen komfortorientierten Kleinwagen liefert sie aber eine absolut stimmige Vorstellung ab.

Die Bremsanlage gibt ebenfalls keinen Anlass zur Kritik. Sie lässt sich sauber dosieren und harmoniert gut mit der Rekuperation, die in zwei Stufen arbeitet. Neben der normalen Einstellung bietet der e-C3 einen C-Modus, der die Verzögerung etwas sanfter gestaltet und dadurch insbesondere im Stadtverkehr ein angenehmes Fahrgefühl vermittelt. Einen One-Pedal-Modus sucht man hingegen vergeblich. Das dürfte der eingefleischte E-Auto-Fahrer zwar bemängeln, gleichzeitig erleichtert es Umsteigern vom Verbrenner die Eingewöhnung ungemein.

Unter dem Strich liefert der Citroën e-C3 genau das, was seine technischen Daten versprechen. Nicht mehr, aber eben auch nicht weniger. Er möchte kein Sportler sein, kein Langstreckenexpress und schon gar kein Beschleunigungswunder. Dafür fährt er sich ausgesprochen entspannt, komfortabel und unkompliziert.


Alltag & Verbrauch

Im Alltag spielt der Citroën e-C3 seine größten Stärken dort aus, wo viele Fahrzeuge den Großteil ihres Lebens verbringen: im Stadtverkehr. Die kompakten Abmessungen erleichtern das Rangieren, die gute Übersicht sorgt für ein entspanntes Fahrgefühl und dank des vergleichsweise kleinen Wendekreises gelingen selbst enge Parkmanöver ohne größere Verrenkungen.

Erfreulich unkompliziert präsentiert sich auch die Bedienung. Citroën verzichtet auf unnötige Spielereien und konzentriert sich auf das Wesentliche. Das beginnt bei den klassischen Klimareglern und setzt sich bei den Assistenzsystemen fort. Besonders positiv fiel uns dabei auf, dass sich sowohl die Tempowarnung als auch der Spurhalteassistent über eine eigene Taste links neben dem Lenkrad deaktivieren lassen. Was bei manchen Herstellern erst nach mehreren Menüs und einer kleinen Geduldsprobe gelingt, erledigt der e-C3 mit einem einzigen Tastendruck.

Beim Verbrauch hinterließ der kleine Franzose ebenfalls einen positiven Eindruck. Während unseres Tests mit einem ausgewogenen Mix aus Stadtverkehr, Landstraße und kurzen Autobahnabschnitten pendelte sich der Bordcomputer bei 16,0 kWh pro 100 Kilometer ein. Damit liegt der e-C3 sogar leicht unter den offiziellen WLTP-Angaben und zeigt, dass sich die 30-kWh-Batterie durchaus effizient nutzen lässt.

Natürlich ersetzt dieser Wert, den wir im Rahmen eines Erstkontaktes ermittelt haben, keinen mehrtägigen Einzeltest unter unterschiedlichsten Bedingungen. Als erste Orientierung zeigt er jedoch, dass der Citroën seine technischen Daten nicht nur auf dem Prüfstand erreicht. Wer überwiegend im urbanen Umfeld unterwegs ist, dürfte mit ähnlichen Verbrauchswerten rechnen können.


Laden & Reichweite

Schon der Name verrät, wohin die Reise geht. Urban Range bedeutet übersetzt schließlich nichts anderes als „Stadtreichweite“. Citroën macht also gar nicht erst den Versuch, den e-C3 als Langstreckenhelden zu verkaufen. Stattdessen kommunizieren die Franzosen erfreulich offen, wofür dieses Auto gedacht ist: den täglichen Weg zur Arbeit, den Einkauf oder die Fahrt in die Innenstadt. Und genau dafür fällt die 30-kWh-LFP-Batterie letztlich auch aus.

Offiziell gibt Citroën eine kombinierte WLTP-Reichweite von bis zu 212 Kilometern an. Im reinen Stadtverkehr sollen sogar bis zu 303 Kilometer möglich sein. Unser während des Tests ermittelter Durchschnittsverbrauch von 16,0 kWh pro 100 Kilometer zeigt, dass diese Werte zumindest nicht völlig aus der Luft gegriffen sind. Je nach Außentemperatur, Fahrweise und Nutzung von Heizung oder Klimaanlage erscheinen Reichweiten zwischen rund 170 und 200 Kilometern im Alltag durchaus realistisch.

Beim Laden zeigt sich allerdings, dass der e-C3 eher Gelassenheit als Eile bevorzugt. An einer DC-Schnellladesäule fließen maximal 30 kW in den Akku. Laut Citroën dauert der Ladevorgang von 20 auf 80 Prozent rund 26 Minuten. Für den kurzen Einkauf oder einen Kaffee reicht das völlig aus. Wer dagegen regelmäßig Langstrecken fährt und an jeder Raststätte mit der Stoppuhr neben der Ladesäule steht, dürfte mit dem Urban Range nicht die erste Wahl getroffen haben.

Serienmäßig lädt der Citroën e-C3 mit bis zu 7,4 kW Wechselstrom. Eine vollständige Ladung dauert damit rund 4 Stunden und 10 Minuten. Gegen einen Aufpreis von 400 Euro verbaut Citroën einen dreiphasigen 11-kW-Onboard-Lader, der die Ladezeit auf etwa 2 Stunden und 50 Minuten reduziert. Unser Rat: Wer regelmäßig zu Hause oder am Arbeitsplatz an einer Wallbox lädt, sollte diese Investition durchaus einplanen. 400 Euro wirken auf den ersten Blick und in Anbetracht des Fahrzeugpreises zwar teuer, im Alltag spart der stärkere Lader jedoch über die Jahre Zeit, und zwar jedes einzelne Mal, wenn das Ladekabel eingesteckt wird.


Assistenz, Technik & Ausstattung

Bereits die Basisversion YOU bringt die wichtigsten Assistenzsysteme serienmäßig mit. Dazu gehören ein Notbremsassistent, ein Spurhalteassistent, die Verkehrszeichenerkennung sowie ein Aufmerksamkeitsassistent. Hinzu kommen Parksensoren hinten, ein Lichtsensor, LED-Tagfahrlicht, ein 12-Volt-Anschluss sowie ein USB-C-Ladeanschluss. Damit deckt der e-C3 die grundlegenden Anforderungen des Alltags ordentlich ab, ohne die Ausstattungsliste künstlich aufzublähen.

Ganz ohne Eigenheiten kommt die Technik allerdings nicht aus. Insbesondere der Spurhalteassistent zeigte sich während unseres Tests gelegentlich etwas… nennen wir es wechselhaft. Mal arbeitete er völlig unauffällig, mal meldete er sich überraschend engagiert zurück. Das kennt man inzwischen zwar auch von deutlich teureren Fahrzeugen, perfekt abgestimmt ist das System deshalb aber noch nicht.

Umso erfreulicher ist eine Lösung, die man sich bei vielen Herstellern wünschen würde. Sowohl der Spurhalteassistent als auch die Tempowarnung lassen sich über eine eigene Taste links neben dem Lenkrad deaktivieren. Kein langes Suchen in Untermenüs, keine fünf Bestätigungsfenster und auch kein Studium der Bedienungsanleitung. Ein Tastendruck genügt. So einfach kann es manchmal sein.

Interessant fällt auch die Multimedia-Lösung der Basisausstattung aus. Statt eines klassischen Infotainmentsystems verbaut Citroën im YOU lediglich eine Smartphone-Station. Hinter diesem durchaus wohlklingenden Begriff verbirgt sich letztlich eine Halterung für das eigene Smartphone. Optisch wirkt das zunächst etwas improvisiert und dürfte nicht jedermanns Geschmack treffen. Funktional ist die Lösung allerdings durchaus nachvollziehbar. Schließlich nutzen viele Fahrer ohnehin lieber Google Maps oder Apple Karten als ein fest integriertes Navigationssystem.

Ab der Ausstattungslinie PLUS hält schließlich deutlich mehr Komfort Einzug. Hier gehören unter anderem die LED-Scheinwerfer, der 10,25 Zoll große Touchscreen sowie Wireless Apple CarPlay und Android Auto zur Serienausstattung. Das werksseitige Navigationssystem und die Klimaautomatik bleiben hingegen weiterhin der Topversion MAX vorbehalten, während die Rückfahrkamera bereits ab der Ausstattung Collection erhältlich ist.


Varianten & Preise des Citroën e-C3 Urban Range

Mit dem e-C3 macht es Citroën seinen Kunden erfreulich einfach. Die Ausstattungslinien sind logisch aufgebaut und unterscheiden sich sinnvoll voneinander. Trotzdem lohnt sich ein genauer Blick, denn nicht jede Variante dürfte für jeden Käufer die beste Wahl sein.

Los geht es mit dem YOU für 20.140 Euro. Er erfüllt seinen Zweck und bringt die wichtigsten Assistenzsysteme, Parksensoren hinten sowie die Smartphone-Station mit. Letztere ersetzt das klassische Zentraldisplay durch eine Handyhalterung. Das wirkt auf den ersten Blick ein wenig so, als hätte jemand beim Infotainment versehentlich die Sparflamme eingeschaltet. Wer ohnehin alles über das Smartphone erledigt, könnte mit dieser Lösung aber erstaunlich gut leben.

Direkt darüber wartet der TONIC für 20.450 Euro. Und ganz ehrlich: Das ist für uns der erste echte No Brainer der Preisliste. Für gerade einmal 310 Euro Aufpreis gibt es nicht nur das rote Kontrastdach, sondern vor allem das Zentraldisplay. Einen günstigeren Schritt von „funktioniert“ zu „fühlt sich nach Auto an“ dürfte man derzeit kaum finden.

Unsere Empfehlung lautet dennoch PLUS. Für 23.750 Euro gehören unter anderem LED-Scheinwerfer, Wireless Apple CarPlay, Android Auto und der 10,25 Zoll große Touchscreen bereits zur Serienausstattung. Dazu kommen 17-Zoll-Stahlräder, die so gelungen gestaltet sind, dass man sich fast fragt, warum manche Hersteller überhaupt noch Radkappen verstecken möchten. Für die meisten Käufer dürfte der PLUS genau den Punkt treffen, an dem Ausstattung und Preis noch in einem gesunden Verhältnis stehen.

Mit der COLLECTION für 27.160 Euro wird der e-C3 spürbar komfortabler. Elektrische Fensterheber im Fond, elektrisch anklappbare Außenspiegel, eine elektrische Parkbremse und 17-Zoll-Leichtmetallräder werten den Kleinwagen sichtbar auf. Allerdings gibt es diese Ausstattung ausschließlich in Verbindung mit der größeren Standard Range.

Noch eine Stufe darüber rangiert der MAX für 28.250 Euro. Klimaautomatik, Rückfahrkamera, induktive Ladeschale, Navigationssystem und 3D-LED-Heckleuchten machen den e-C3 nahezu vollausgestattet. Ob man das integrierte Navigationssystem im Zeitalter von Google Maps und Apple Karten tatsächlich vermisst, sei allerdings jedem selbst überlassen.

Den Abschluss bildet der TEAM D für 29.140 Euro. Hier verzichtet Citroën praktisch vollständig auf die Optionsliste. Das Winterpaket mit beheizbarer Frontscheibe, Sitz- und Lenkradheizung ist ebenso an Bord wie der 11-kW-Onboard-Lader. Da beide Optionen einzeln zusammen 1.100 Euro kosten würden, der Aufpreis gegenüber dem MAX aber lediglich 890 Euro beträgt, ist auch der TEAM D ein kleiner No Brainer. Wer ohnehin zum MAX tendiert, sollte die letzten 890 Euro deshalb gleich mit einplanen.

Zum Schluss noch ein Blick auf den klassischen C3 mit Benzinmotor. Der startet bereits bei 16.290 Euro und liegt damit rund 3.850 Euro unter dem günstigsten e-C3. Das ist ein durchaus spürbarer Unterschied. Wer regelmäßig lange Strecken fährt, keine Lademöglichkeit zu Hause hat oder schlicht keine Lust auf Ladepausen verspürt, dürfte mit dem Benziner nach wie vor gut bedient sein. Der e-C3 ist deshalb keine pauschal bessere Wahl. Er ist vielmehr das passende Angebot für alle, deren Alltag zum Konzept des elektrischen Kleinwagens passt.


Kundenfeedback

Obwohl der Citroën e-C3 noch kein Langzeitklassiker ist, zeichnen sich in Foren und Besitzergruppen bereits einige klare Tendenzen ab. Interessant dabei: Viele Rückmeldungen unterscheiden inzwischen deutlich zwischen dem Urban Range und dem Standard Range. Weniger wegen des identischen Antriebs, sondern vielmehr wegen Batterie- und Ladekonzept.

Besitzer des Urban Range scheinen das Fahrzeug überwiegend genau so zu nutzen, wie Citroën es vorgesehen hat. Wer täglich kurze Strecken pendelt, Einkäufe erledigt oder überwiegend im Stadtverkehr unterwegs ist, zeigt sich mit der kleineren Batterie häufig zufrieden. Viele beschreiben das Fahrzeug als unkompliziertes Alltagsauto und sehen gerade im günstigen Einstiegspreis einen der größten Pluspunkte. Kritik gibt es dagegen vor allem dann, wenn das Einsatzprofil nicht mehr zum Fahrzeug passt. Mehrere Nutzer berichten, dass spontane Langstrecken oder fehlende Lademöglichkeiten zu Hause den Urban Range schnell unpraktisch machen können.

Beim Standard Range fällt das Bild etwas anders aus. Die größere Batterie sorgt bei vielen Besitzern für deutlich mehr Gelassenheit im Alltag. Gerade im Winter oder bei längeren Überlandfahrten werden die zusätzlichen Reserven ausdrücklich gelobt. Gleichzeitig weisen viele Fahrer darauf hin, dass der identische Motor völlig ausreicht und der größere Akku das Fahrzeug nicht grundlegend verändert, sondern schlicht vielseitiger macht.

Ein wiederkehrendes Thema ist außerdem die Ladetechnik. Während Urban-Range-Käufer den optionalen 11-kW-Onboard-Lader häufig als sinnvolle Investition bezeichnen, raten Besitzer des Standard Range nahezu geschlossen dazu, diese Option direkt mitzubestellen. Hintergrund ist weniger die maximale Ladeleistung als die deutlich bessere Alltagstauglichkeit an dreiphasigen Wallboxen. Mehrere Fahrer berichten, dass sich die 400 Euro Aufpreis bereits nach kurzer Zeit bezahlt machen.

Unabhängig von der Batteriegröße werden außerdem kleinere Software-Macken, gelegentliche Eigenheiten einzelner Assistenzsysteme sowie die noch ausbaufähige MyCitroën-App erwähnt. Dabei handelt es sich nach aktuellem Stand allerdings eher um Detailkritik als um grundsätzliche Probleme.


Fazit zum Citroën e-C3

Mit dem e-C3 ist Citroën ein bemerkenswert ausgewogenes Elektroauto gelungen. Statt sich über möglichst große Akkus, dreistellige Ladeleistungen oder beeindruckende Beschleunigungswerte zu definieren, konzentriert sich der Franzose auf das, was im Alltag tatsächlich zählt. Er fährt komfortabel, lässt sich unkompliziert bedienen und wirkt insgesamt deutlich erwachsener, als es seine kompakten Abmessungen vermuten lassen.

Besonders das Fahrwerk sticht aus der Masse heraus. Während viele Hersteller ihre Kleinwagen inzwischen überraschend straff abstimmen, bleibt Citroën seiner Komfortphilosophie treu. Gerade im Stadtverkehr entsteht dadurch ein angenehm entspanntes Fahrgefühl, das hervorragend zum Charakter des e-C3 passt. Hinzu kommen ein durchdachtes Cockpit, eine intuitive Bedienung sowie ein Antrieb, der für das vorgesehene Einsatzgebiet vollkommen ausreicht.

Ganz ohne Kritik kommt der kleine Franzose allerdings nicht davon. Die auf 125 km/h begrenzte Höchstgeschwindigkeit macht längere Autobahnetappen eher zu einer Pflichtübung als zum Vergnügen, während die Ladeleistung von maximal 30 kW im Urban Range heute allenfalls noch Durchschnitt ist. Hinzu kommt, dass einige Ausstattungsdetails erst in höheren Linien verfügbar sind. Das gilt beispielsweise für LED-Scheinwerfer oder den großen Touchscreen, die viele Käufer vermutlich bereits im Basismodell erwarten würden.

Dennoch bleibt unterm Strich ein stimmiger Gesamteindruck. Der Citroën e-C3 möchte kein Alleskönner sein und genau darin liegt vielleicht seine größte Stärke. Er weiß ziemlich genau, was er kann, verzichtet auf große Versprechen und konzentriert sich stattdessen auf die Aufgaben, die im Alltag tatsächlich anfallen. Wer regelmäßig durch Innenstädte pendelt, kurze bis mittlere Strecken zurücklegt und Wert auf Komfort legt, dürfte mit dem kleinen Franzosen viel Freude haben. Wer dagegen häufig lange Autobahnetappen fährt oder möglichst schnell an der nächsten Ladesäule wieder verschwinden möchte, sollte sich eher bei der Standard Range oder gleich in einer anderen Fahrzeugklasse umsehen.


Konkurrenz & Vergleich

Im Segment der elektrischen Kleinwagen ist in den vergangenen Monaten ordentlich Bewegung entstanden. Was lange Zeit vom Dacia Spring nahezu allein besetzt wurde, entwickelt sich zunehmend zu einem umkämpften Markt. Der Citroën e-C3 trifft dabei auf ganz unterschiedliche Konzepte, die jeweils eigene Schwerpunkte setzen.

Der wohl offensichtlichste Konkurrent bleibt der Dacia Spring (Test des Dacia Spring Electric 65). Mit einem Einstiegspreis von rund 16.900 Euro ist der Rumäne nochmals günstiger, fällt bei Verarbeitung, Platzangebot und Fahrkomfort jedoch spürbar einfacher aus. Wer lediglich möglichst günstig elektrisch fahren möchte, findet im Spring nach wie vor ein interessantes Angebot. Der deutlich erwachsener wirkende Citroën rechtfertigt seinen Aufpreis allerdings an vielen Stellen.

Mit dem Leapmotor T03 (Test des Leapmotor T03) drängt inzwischen ein weiterer Preisbrecher auf den Markt. Der Chinese bietet überraschend viel Ausstattung für vergleichsweise wenig Geld und bringt bereits serienmäßig zahlreiche Komfortmerkmale mit. Dafür muss man bei Verarbeitung, Markenbekanntheit und Händlernetz noch kleinere Abstriche in Kauf nehmen.

Ebenfalls aus China stammt der BYD Dolphin Surf. Er präsentiert sich moderner, leistungsstärker und lädt deutlich schneller als der Urban Range. Gleichzeitig bewegt sich der Preis bereits auf einem höheren Niveau. Wer häufiger längere Strecken fährt, dürfte den technischen Vorsprung durchaus zu schätzen wissen.

Etwas oberhalb des e-C3 positionieren sich der Hyundai Inster und der Renault 5 E-Tech Electric. Beide überzeugen mit einer größeren Batterie, höheren Ladeleistungen und einem insgesamt vielseitigeren Einsatzspektrum. Dafür kosten sie allerdings auch mehrere Tausend Euro mehr. Gerade beim Renault zahlt man nicht zuletzt für das außergewöhnlich gelungene Retro-Design.

Ein Sonderfall ist der Citroën e-C3 Aircross (Test des Citroen e-C3 Aircross). Technisch teilen sich beide Modelle den identischen Antrieb, verfolgen im Alltag jedoch unterschiedliche Ansätze. Während der hier getestete e-C3 als klassischer Kleinwagen vor allem im Stadtverkehr punktet, richtet sich der Aircross mit seinem großzügigeren Platzangebot stärker an Familien und Vielfahrer. Interessant ist dabei allerdings, dass sich während unseres Tests durchaus die Frage stellte, ob es wirklich immer der Aircross sein muss. Bereits der normale e-C3 wirkt angenehm hochbeinig, vermittelt ein leichtes SUV-Gefühl und dürfte damit für viele Käufer bereits vollkommen ausreichen.


Text / Fotos: NEU!

Kamera: Canon EOS 6D


Vorteile ✅

  • Außergewöhnlich komfortables Fahrwerk
  • Überraschend erwachsener Innenraum
  • Einfache und intuitive Bedienung
  • Günstiger Einstiegspreis mit sinnvoller Modellpalette
  • Effizienter Stromverbrauch im Alltag

Nachteile ❌

  • Nur 125 km/h Höchstgeschwindigkeit
  • Urban Range lädt mit maximal 30 kW DC
  • Wichtige Ausstattungsdetails (z.B. LED-Scheinwerfer) erst ab PLUS
  • Spurhalteassistent gelegentlich etwas übereifrig
  • Keine ebene Ladefläche bei umgeklappter Rücksitzbank


Technische Daten des Citroën e-C3 Urban Range

ModellCitroën e-C3 Elektromotor 113 Urban Range PLUS
Länge x Breite x Höhe (m)4,02 x 1,81 x 1,58
Radstand (mm)2.540
MotorElektromotor (Permanentmagnet-Synchronmaschine)
Batteriekapazität (kWh)30 (brutto)
Leistung (kW / PS)83 / 113
Drehmoment (Nm)125
Getriebe1-Gang-Reduktionsgetriebe
AntriebFront
KraftstoffartStrom
Durchschnittsverbrauch (WLTP in kWh)16,7
Durchschnittsverbrauch (NEU! in kWh)16,0
CO²-Ausstoß (nach WLTP in g/km)0
Ladeleitung (kW)DC: 30 / AC: 7,4 (optional: 11)
0 auf 100 km/h (in Sekunden)12,0
Höchstgeschwindigkeit (km/h)125
Leergewicht (kg)1.458
Kofferraumvolumen (l)310 – 1.200
FarbeBright-Blau
Grundpreis (Euro)20.140
Testwagenpreis (Euro)24.800
Technische Daten: Citroën e-C3 Urban Range


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