Mazda CX-80 Diesel
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Mazda CX-80 Diesel Test – Fullsize-SUV aus Japan

Mit dem Mazda CX-80 positioniert sich Mazda erstmals klar in der Liga der großen, siebensitzigen SUV und verfolgt dabei einen eigenständigen Ansatz. Statt Effekthascherei oder maximaler Digitalisierung setzt das neue Flaggschiff auf Ruhe, Substanz und ein technisches Konzept, das bewusst gegen den Trend arbeitet. Im Mittelpunkt dieses Tests steht der Mazda CX-80 Diesel, der ausschließlich als Mazda CX-80 D254 AWD angeboten wird und damit ein klares Statement setzt: großer Reihensechszylinder, serienmäßiger Allradantrieb und eine Auslegung, die Langstrecke höher bewertet als sportliche Showeinlagen.

Der CX-80 baut auf der sogenannten Large Platform auf, die bereits beim CX-60 eingeführt wurde, interpretiert sie jedoch deutlich großzügiger. Mehr Länge, mehr Radstand und mehr Innenraum sollen den Anspruch untermauern, nicht nur eine Alternative, sondern eine ernstzunehmende Option im oberen SUV-Segment zu sein. Gleichzeitig bleibt die gestalterische Handschrift klar erkennbar. Der Mazda CX-80 will nicht dominieren, sondern überzeugen. Er tritt ruhig auf, fast gelassen, und grenzt sich damit bewusst von vielen europäischen Wettbewerbern ab, die Größe oft mit optischer Lautstärke gleichsetzen.

Besonders spannend ist der Fokus auf den Dieselantrieb. Während viele Hersteller diese Motorenklasse schrittweise auslaufen lassen, setzt Mazda weiterhin auf den Selbstzünder und kombiniert ihn mit moderner Mildhybridtechnik. Der Mazda CX-80 D254 AWD soll damit Effizienz, Laufkultur und Reichweite vereinen, ohne dabei den Anspruch an Komfort und Fahrstabilität zu vernachlässigen. Genau hier liegt die zentrale Frage dieses Tests: Kann ein großes SUV mit klassischem Dieselantrieb im Jahr 2026 noch zeitgemäß sein?

Der Mazda CX-80 Diesel versteht sich als Reisewagen für Menschen, die Wert auf Ruhe, Qualität und Gelassenheit legen. Ob dieses Konzept aufgeht und wie sich der D254 AWD im Alltag schlägt, klärt dieser Test im Detail. Fahrbericht.



Der Look

Der Mazda CX-80 setzt optisch auf eine Form von Präsenz, die nicht laut sein will. Mit rund fünf Metern Länge und einem langen Radstand gehört er klar in die Klasse der großen SUV, wirkt dabei jedoch erstaunlich ausgewogen. Die Proportionen sind sauber austariert, die Flächen ruhig modelliert, die Linienführung bewusst reduziert. Statt kantiger Reizüberflutung dominiert eine fast schon gelassene Eleganz, die man in diesem Segment nur noch selten findet. Der Mazda CX-80 Diesel versucht nicht, sportlicher zu wirken als er ist, sondern übersetzt Größe in Souveränität.

Die Front wird von einem großzügig dimensionierten Kühlergrill geprägt, dessen vertikale Struktur dem Fahrzeug Tiefe und Wertigkeit verleiht. Die schmal geschnittenen LED-Scheinwerfer sorgen für einen konzentrierten Blick, ohne aggressiv zu wirken. Gerade hier zeigt sich der gestalterische Ansatz: Der CX-80 will nicht provozieren, sondern Haltung zeigen. In der Seitenansicht streckt sich die Karosserie sichtbar über den Radstand, wodurch das Fahrzeug trotz seiner Höhe nicht massig erscheint. Die Gürtellinie verläuft ruhig, die Fensterflächen sind ausgewogen proportioniert, die Radhäuser klar definiert.

Am Heck setzt Mazda die Linie der Zurückhaltung fort. Schmale Rückleuchten, eine klare Grafik und ein aufgeräumter Abschluss vermeiden jede Form von optischem Ballast. Auffällige Endrohrinszenierungen oder verspielte Designelemente sucht man vergebens. Stattdessen wirkt der Mazda CX-80 D254 AWD wie aus einem Guss, ruhig und stimmig bis ins Detail.

Gerade im direkten Vergleich mit vielen Wettbewerbern wird deutlich, wie eigenständig dieser Auftritt ist. Der Mazda CX-80 Diesel kommuniziert seinen Premiumanspruch nicht über Lautstärke, sondern über Ausgewogenheit. Das Design altert nicht auf Sicht, sondern setzt auf zeitlose Linien, die auch in einigen Jahren noch stimmig wirken dürften. Größe wird hier nicht inszeniert, sondern selbstverständlich gelebt.


Und innen?

Der Innenraum des Mazda CX-80 setzt den außen begonnenen Ansatz konsequent fort. Auch hier verzichtet Mazda auf jede Form von Effekthascherei und inszeniert stattdessen Ruhe, Ordnung und Materialqualität. Schon beim Einsteigen entsteht der Eindruck, dass dieses SUV nicht beeindrucken, sondern begleiten will. Oberflächen, Farben und Formen wirken aufeinander abgestimmt, nichts drängt sich in den Vordergrund, nichts wirkt zufällig. Der Mazda CX-80 Diesel vermittelt ein Ambiente, das eher an eine hochwertige Lounge als an ein klassisches Technikprodukt erinnert.

Die Instrumententafel ist klar gegliedert und horizontal betont, was den Innenraum zusätzlich streckt. Das digitale Kombiinstrument liefert alle relevanten Informationen übersichtlich und ohne visuelle Überforderung. Der zentrale Bildschirm ist harmonisch in die Armatur eingebettet und verzichtet bewusst auf eine dominante Tablet-Optik. Die Bedienung erfolgt weiterhin primär über den bekannten Dreh-Drück-Regler, was sich im Alltag als präzise und ablenkungsarm erweist. Touchfunktionen spielen nur eine ergänzende Rolle und stehen nicht im Mittelpunkt des Konzepts.

Materialseitig zeigt sich der Mazda CX-80 D254 AWD auf hohem Niveau. Leder, Holzapplikationen und weich geschäumte Oberflächen prägen den Gesamteindruck. Die Verarbeitung ist sauber, die Haptik hochwertig, die Anmutung durchweg stimmig. Besonders positiv fällt auf, dass Mazda auf übertriebene Hochglanzflächen weitgehend verzichtet und stattdessen auf langlebige, matte Materialien setzt.

Beim Platzangebot zeigt sich der Vorteil des langen Radstands. Die ersten beiden Sitzreihen bieten großzügige Bein- und Kopffreiheit, auch groß gewachsene Passagiere reisen entspannt. Die dritte Sitzreihe ist für kürzere Strecken oder jüngere Mitfahrer gut nutzbar und keine reine Notlösung. Als Sechs- oder Siebensitzer bleibt der CX-80 flexibel, wobei die Captain-Seat-Konfiguration eher auf Komfort als auf maximale Ladefläche ausgelegt ist.

Insgesamt überzeugt der Innenraum durch seine Ruhe. Der Mazda CX-80 Diesel schafft einen Rückzugsort, der Langstrecken erleichtert und Hektik bewusst außen vor lässt.


Der Antrieb des Mazda CX-80 Diesel

Im Mittelpunkt des Fahrberichts steht der Mazda CX-80 Diesel in seiner einzig verfügbaren Konfiguration als Mazda CX-80 D254 AWD. Mazda setzt hier bewusst auf ein Antriebskonzept, das in dieser Fahrzeugklasse zunehmend zur Ausnahme wird. Ein 3,3 Liter (!) großer Reihensechszylinder-Diesel übernimmt die Arbeit, unterstützt von einem 48-Volt-Mildhybridsystem und kombiniert mit serienmäßigem Allradantrieb. Schon auf dem Papier wirkt diese Kombination wie ein bewusster Gegenentwurf zum verbreiteten Downsizing-Trend.

Der Sechszylinder leistet 254 PS und stellt ein maximales Drehmoment von 550 Newtonmetern bereit, das früh und gleichmäßig anliegt. In der Praxis äußert sich das in einer sehr souveränen Kraftentfaltung. Der Motor läuft kultiviert, vibrationsarm und auffallend leise. Selbst beim Kaltstart bleibt der typische Dieselcharakter dezent im Hintergrund. Mazda verzichtet auf künstliche Klanginszenierung und setzt stattdessen auf mechanische Laufkultur, was hervorragend zum ruhigen Gesamtcharakter des Fahrzeugs passt.

Die Kraftübertragung übernimmt eine Achtgang-Wandlerautomatik, die sich vollständig dem Komfortgedanken unterordnet. Gangwechsel erfolgen weich, unaufgeregt und nahezu unmerklich. Das Getriebe drängt sich nicht in den Vordergrund, sondern unterstützt den gleichmäßigen Vortrieb. Der Allradantrieb arbeitet permanent und verteilt die Antriebsmomente variabel zwischen Vorder- und Hinterachse, ohne dabei spürbar einzugreifen. Traktion und Stabilität stehen jederzeit im Vordergrund.

Auf der Straße wirkt der Mazda CX-80 D254 AWD trotz seiner Größe erstaunlich ausgewogen. Die Beschleunigung erfolgt gleichmäßig und souverän, ohne sportlichen Ehrgeiz, aber mit Nachdruck. Das Fahrwerk ist klar auf Komfort abgestimmt, kontrolliert Aufbaubewegungen jedoch sauber. Unebenheiten werden wirkungsvoll gefiltert, ohne das Gefühl für die Straße vollständig zu entkoppeln.

Der Mazda CX-80 Diesel zeigt, dass klassische Technik in moderner Interpretation weiterhin überzeugen kann. Der Antrieb passt perfekt zum Anspruch eines ruhigen, langstreckentauglichen Reisewagens und unterstreicht den eigenständigen Charakter dieses SUV.


Alltag & Verbrauch

Im Alltag zeigt sich sehr schnell, wofür der Mazda CX-80 Diesel konzipiert wurde. Dieses SUV versteht sich nicht als Kurzstreckenfahrzeug für urbane Zentren, sondern als souveräner Begleiter für lange Distanzen, regelmäßige Reisen und hohe Jahreslaufleistungen. Genau hier spielt der Mazda CX-80 D254 AWD seine größten Stärken aus. Trotz seiner Größe, des hohen Gewichts und des serienmäßigen Allradantriebs bleibt der Verbrauch bemerkenswert niedrig und konstant.

Im gemischten Alltagsbetrieb aus Stadt, Landstraße und Autobahn bewegt sich der Mazda CX-80 Diesel realistisch um die sechs Liter pro 100 Kilometer. Bei defensiver Fahrweise und gleichmäßigem Tempo sind sogar deutlich niedrigere Werte möglich, was in dieser Fahrzeugklasse alles andere als selbstverständlich ist. Auf unserer Sparrunde begnügte sich das Fullsize-SUV mit gerade einmal 3,8 Litern Diesel pro 100 Kilometer. Auf der Autobahn profitiert der CX-80 vom lang übersetzten achten Gang, der die Drehzahl niedrig hält und den Geräuschpegel weiter reduziert. Der große 74-Liter-Tank sorgt zusätzlich dafür, dass Reichweiten von deutlich über 1.000 Kilometern problemlos realisierbar sind.

Auch abseits des reinen Verbrauchs punktet der CX-80 im Alltag mit einer sehr hohen Langstreckentauglichkeit. Die Geräuschdämmung ist hervorragend, Wind- und Abrollgeräusche bleiben selbst bei höheren Geschwindigkeiten dezent im Hintergrund. Das Fahrwerk filtert schlechte Straßen souverän heraus und trägt maßgeblich zum entspannten Reisegefühl bei. Besonders Vielfahrer profitieren von dieser ausgeprägten Komfortabstimmung.

Im Stadtverkehr macht sich die Fahrzeuggröße naturgemäß bemerkbar. Der Wendekreis ist ordentlich, aber nicht herausragend, und enge Parkhäuser verlangen Aufmerksamkeit. Hier helfen die serienmäßigen Kamerasysteme und Assistenzfunktionen, die das Rangieren deutlich erleichtern. Die erhöhte Sitzposition sorgt zudem für eine gute Übersicht im dichten Verkehr.

Als Zugfahrzeug überzeugt der Mazda CX-80 D254 AWD ebenfalls. Mit einer gebremsten Anhängelast von bis zu 2,5 Tonnen eignet er sich problemlos für schwere Anhänger, Wohnwagen oder Boots­transporte. Der Diesel liefert dafür die nötige Souveränität, ohne angestrengt zu wirken. Im Alltag zeigt sich der CX-80 damit als ausgesprochen vielseitiger Reisewagen mit klarem Fokus auf Effizienz und Komfort.


Assistenz, Technik & Ausstattung

Der Mazda CX-80 Diesel verfolgt bei Assistenz, Technik und Ausstattung einen Ansatz, der sich klar von vielen Wettbewerbern unterscheidet. Statt maximaler Funktionsfülle um jeden Preis setzt Mazda auf sinnvoll integrierte Systeme, die den Fahrer unterstützen, ohne ihn zu bevormunden. Das Ergebnis ist ein Technikpaket, das im Alltag unauffällig arbeitet und genau dadurch überzeugt.

Bereits serienmäßig bringt der Mazda CX-80 D254 AWD eine umfangreiche Sicherheits- und Assistenzausstattung mit. Dazu zählen ein adaptiver Tempomat, ein Spurhalteassistent, ein Toter-Winkel-Warner sowie ein Notbremsassistent mit Fußgänger- und Radfahrererkennung. Die Systeme greifen frühzeitig, aber nicht hektisch ein und bleiben akustisch wie visuell angenehm zurückhaltend. Besonders positiv fällt auf, dass Warnungen klar verständlich sind und sich nicht permanent in den Vordergrund drängen.

Technisch setzt Mazda weiterhin auf bewährte Bedienlogik. Das digitale Kombiinstrument liefert scharf dargestellte Informationen, ohne überladen zu wirken. Ergänzt wird es durch ein großes Head-up-Display, das Geschwindigkeit, Navigationshinweise und Assistenzinformationen direkt ins Sichtfeld projiziert. Das zentrale Infotainmentsystem arbeitet schnell, logisch strukturiert und verzichtet bewusst auf verspielte Animationen. Die Steuerung über den Dreh-Drück-Regler erweist sich im Alltag als präzise und ablenkungsarm, insbesondere während der Fahrt.

In höheren Ausstattungslinien zeigt sich der Mazda CX-80 Diesel zudem ausgesprochen komfortorientiert. Sitzheizung und Sitzbelüftung, elektrisch verstellbare Sitze mit Memory-Funktion, eine Drei-Zonen-Klimaautomatik sowie ein hochwertiges Soundsystem gehören zum Angebot. Auch das Matrix-LED-Licht überzeugt mit präziser Ausleuchtung und zuverlässiger Anpassung an den Verkehr.

Insgesamt wirkt die Technik des CX-80 nicht wie ein Selbstzweck, sondern als konsequente Ergänzung zum Fahrzeugkonzept. Der Mazda CX-80 D254 AWD möchte entlasten, nicht beeindrucken. Genau darin liegt seine Stärke.


Varianten & Preise des Mazda CX-80 Diesel

Der Mazda CX-80 ist klar und übersichtlich positioniert, was sich besonders bei Variantenstruktur und Preisgestaltung zeigt. Aktuell beginnt das Modellprogramm bei 57.550 Euro. Zu diesem Preis ist der CX-80 als Plug-in-Hybrid erhältlich. Der hier im Mittelpunkt stehende Mazda CX-80 Diesel startet bei 61.250 Euro und ist ausschließlich als Mazda CX-80 D254 AWD mit serienmäßigem Allradantrieb verfügbar. Damit richtet sich der Selbstzünder klar an Kunden, die Langstreckentauglichkeit, Zugkraft und Reichweite priorisieren.

Bereits die Einstiegsversion des Diesels, die Exclusive-Line ab 61.250 Euro, fällt umfangreich aus. Serienmäßig an Bord sind unter anderem 20-Zoll-Leichtmetallräder, ein Navigationssystem, ein Head-up-Display, eine Klimaautomatik, eine Lenkradheizung sowie Matrix-LED-Scheinwerfer. Hinzu kommen zahlreiche Assistenzsysteme und eine kabellose Smartphone-Anbindung, womit der CX-80 Diesel schon in der Basis ein hohes Ausstattungsniveau erreicht.

Darüber rangiert die Ausstattungslinie Homura ab 68.150 Euro. Sie ergänzt die Exclusive-Line um eine hochwertige Nappaleder-Ausstattung, eine Ambientebeleuchtung sowie ein Fahrerkennungssystem mit Gesichterkennung. Auch ein adaptiver Tempomat gehört hier zum Serienumfang, was den Fokus auf Komfort und Langstrecke weiter unterstreicht. Die Homura Plus ab 71.600 Euro legt nochmals nach und erweitert den CX-80 D254 AWD um ein Bose-Soundsystem, eine 360-Grad-Kamera, eine elektrische Heckklappe, Privacy-Verglasung, ein Panorama-Glasdach sowie eine induktive Ladeschale.

Alternativ bietet Mazda die Linien Takumi und Takumi Plus an, die preislich identisch zu Homura und Homura Plus positioniert sind. Technisch und funktional entsprechen sie diesen Versionen vollständig, setzen jedoch gestalterisch andere Akzente. Weiße Nappaleder-Ausstattung sowie silber- und graufarbene Felgen definieren hier den optischen Charakter.

Insgesamt positioniert sich der Mazda CX-80 Diesel preislich ambitioniert, bleibt im Verhältnis zu Größe, Technik und Serienumfang jedoch konkurrenzfähig. Der serienmäßige Sechszylinder-Diesel und der Allradantrieb rechtfertigen den Aufpreis gegenüber dem PHEV und unterstreichen den Anspruch als souveränes Langstrecken-SUV.


Kundenfeedback

Beim Blick auf das reale Kunden­feedback zum Mazda CX-80 Diesel kristallisiert sich ein klares Muster heraus: Der große Mazda überzeugt vor allem mit seiner Kombination aus Ruhe, Verarbeitung und Alltagstauglichkeit, wie sie viele Besitzer in Online-Foren und Bewertungsportalen immer wieder betonen. Zahlreiche Stimmen heben die gelungene Balance zwischen Größe und Handhabung hervor. Nutzer berichten, dass der CX-80 auch auf langen Distanzen überraschend entspannt zu bewegen sei und durch den leisen Sechszylinder-Diesel ein angenehmes Reisegefühl vermittle. Besonders gelobt wird dabei die Laufruhe des Motors, die in Kombination mit dem Allradantrieb ein Gefühl von Souveränität und Sicherheit in verschiedensten Verkehrssituationen verleihe.

Auch die Innenraumqualität und Materialwahl finden wiederholt Zustimmung. Kunden äußern, dass die Haptik und Verarbeitung – besonders in den höheren Ausstattungslinien wie Homura Plus oder Takumi Plus – deutlich über dem liege, was sie zuvor in vergleichbaren SUVs erlebt hätten. Die ruhige Gestaltung des Cockpits und die pragmatische Bedienung, insbesondere über den Dreh-Drück-Regler, werden häufig als angenehm und alltagstauglich beschrieben. Ebenso positiv fällt die Vielseitigkeit des Innenraums auf. Eltern loben regelmäßig den Platz in der zweiten Reihe und die Möglichkeit, die dritte Sitzreihe bei Bedarf zu nutzen, ohne dass der Fahrkomfort darunter leide.

Kritische Stimmen drehen sich meist um kleinere Details: So wird in einigen Rückmeldungen die Bedienung der Klimatisierungs- und Assistenzmenüs als nicht ganz intuitiv beschrieben, vor allem für Fahrer, die sich stärker an Touch-Interaktion gewöhnt haben. Auch der Wendekreis in engen Parkhäusern und engen Straßen wird gelegentlich als Herausforderung betrachtet, was jedoch in erster Linie dem Fahrzeugmaß geschuldet ist. Einige Nutzer berichten zudem, dass der hohe Preis im Vergleich zu kleineren SUVs schwerer zu rechtfertigen sei, wenn man nicht regelmäßig die volle Kapazität und Langstreckentauglichkeit des CX-80 nutze.

In Summe fällt das Kundenfeedback zum Mazda CX-80 Diesel jedoch überwiegend positiv aus. Besitzer heben wiederholt das ruhige, souveräne Fahren hervor, die hochwertige Ausstrahlung des Innenraums und die Alltagstauglichkeit als zentrale Argumente, die den CX-80 im langläufigen SUV-Umfeld von vielen Wettbewerbern unterscheiden und genau das realitätsnahe Nutzererlebnis widerspiegeln, das dieser Testbericht in den technischen Abschnitten bereits herausgearbeitet hat.


Fazit zum Mazda CX-80 Diesel

Der Mazda CX-80 Diesel zeigt im Test sehr deutlich, wofür Mazda dieses Fahrzeug entwickelt hat. Es geht nicht um maximale Aufmerksamkeit, nicht um sportliche Überhöhung und auch nicht um technische Selbstdarstellung. Der CX-80 versteht sich als souveränes Langstrecken-SUV für Menschen, die Wert auf Ruhe, Substanz und ein stimmiges Gesamtkonzept legen. Genau darin liegt seine größte Stärke. Als Mazda CX-80 D254 AWD vereint er einen kultivierten Reihensechszylinder-Diesel mit serienmäßigem Allradantrieb und einer klar komfortorientierten Auslegung.

Der Antrieb erweist sich als echtes Highlight. Der Diesel überzeugt mit hoher Laufkultur, gleichmäßiger Kraftentfaltung und bemerkenswerter Effizienz. Gerade auf langen Strecken spielt der CX-80 seine Vorteile aus und vermittelt ein entspanntes, gelassenes Fahrgefühl, das man in dieser Fahrzeugklasse zunehmend vermisst. Fahrwerk und Lenkung sind sauber abgestimmt, ohne sportliche Ambitionen vorzutäuschen. Stattdessen steht jederzeit Kontrolle und Komfort im Vordergrund.

Auch der Innenraum passt hervorragend zu diesem Charakter. Materialqualität, Verarbeitung und Gestaltung bewegen sich auf einem hohen Niveau und wirken bewusst zurückhaltend. Die Bedienung ist logisch, die Technik sinnvoll integriert und nicht auf Effekt getrimmt. Platzangebot und Variabilität erfüllen die Erwartungen an ein großes SUV, auch wenn die dritte Sitzreihe eher für kürzere Strecken konzipiert bleibt und der Laderaum bei bestimmten Sitzkonfigurationen nicht vollkommen eben ausfällt.

Preislich ist der Mazda CX-80 Diesel kein Schnäppchen, positioniert sich jedoch fair im Verhältnis zu Größe, Motorisierung und Serienausstattung. Der Aufpreis gegenüber dem Plug-in-Hybrid ist durch den Sechszylinder, den Allradantrieb und die hohe Reichweite gut begründet. Insgesamt gelingt Mazda mit dem CX-80 ein eigenständiges Angebot, das sich bewusst vom Mainstream absetzt. Wer ein ruhiges, hochwertiges und langstreckentaugliches SUV sucht, findet im Mazda CX-80 Diesel eine überzeugende und charakterstarke Alternative.


Konkurrenzmodelle

Im Wettbewerbsumfeld trifft der Mazda CX-80 Diesel auf eine Vielzahl etablierter Modelle, die das Segment der großen SUV seit Jahren prägen. Besonders deutlich wird dabei, wie eigenständig sich der Mazda CX-80 D254 AWD positioniert. Viele Konkurrenten setzen inzwischen auf kleinere Motoren, Plug-in-Hybrid-Konzepte oder rein elektrische Varianten, während Mazda bewusst am klassischen Sechszylinder-Diesel festhält und diesen mit moderner Mildhybridtechnik kombiniert.

Ein häufiger Vergleich fällt mit großen Premium-SUV aus Deutschland. Modelle wie BMW X5 (Test des BMW X5 xDrive30d) oder Mercedes-Benz GLE (Test des Mercedes-Benz GLE 450d) bieten ebenfalls viel Platz, Komfort und starke Motorisierungen, bewegen sich jedoch bei vergleichbarer Ausstattung und Leistung meist deutlich oberhalb des Preisniveaus des CX-80. Zudem sind Sechszylinder-Diesel dort längst keine Selbstverständlichkeit mehr oder nur mit spürbaren Aufpreisen erhältlich. Der Mazda punktet hier mit serienmäßigem Allradantrieb und einer klaren, übersichtlichen Angebotsstruktur.

Auch Audi positioniert mit dem Q7 (Test des Audi Q7 2025) ein geräumiges SUV mit hohem Qualitätsanspruch. Dieser überzeugt mit moderner Technik und vielfältigen Konfigurationsmöglichkeiten, setzt jedoch stärker auf Digitalisierung und wirkt im Innenraum deutlich technikorientierter. Der Mazda CX-80 Diesel spricht dagegen Kunden an, die bewusst Ruhe und Reduktion bevorzugen und ein weniger inszeniertes Fahrerlebnis suchen.

Abseits der deutschen Premiumhersteller treten auch Modelle wie der Lexus RX (Test des Lexus RX 450h+) oder größere SUV asiatischer Marken an. Diese überzeugen häufig mit Hybridantrieben und hohem Komfort, verzichten jedoch auf einen vergleichbar kräftigen Dieselantrieb mit hoher Anhängelast und großer Reichweite. Genau hier liegt ein zentrales Alleinstellungsmerkmal des CX-80 D254 AWD.

Im direkten Vergleich zeigt sich, dass der Mazda CX-80 Diesel keine klassische Premium-Kopie sein will. Er bietet stattdessen ein eigenständiges Gesamtpaket aus Größe, Komfort, Effizienz und Laufkultur. Für Käufer, die einen souveränen Langstrecken-SUV mit Sechszylinder-Diesel suchen und dabei auf überzogene Preise oder technische Überfrachtung verzichten möchten, stellt der CX-80 eine überzeugende Alternative im oberen SUV-Segment dar.

Text / Fotos: NEU!

Kamera: Canon EOS 6D

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