Der Lucid Air Grand Touring Test führt direkt zu einer ersten Erkenntnis: Manche Zahlen klingen so unrealistisch, dass man sie zunächst für einen Fehler hält. 948 Kilometer Reichweite zeigte unser Testwagen nach dem Laden an. Eine Zahl, die eher an eine luxuriöse Reiselimousine mit Dieselmotor erinnert als an ein Elektroauto mit 831 PS. In einer Zeit, in der selbst moderne E-Autos noch regelmäßig über Reichweite definiert werden, wirkt das beinahe absurd.
Doch genau diese Eigenschaft macht den Lucid Air Grand Touring so faszinierend. Während viele Hersteller ihre elektrischen Flaggschiffe vor allem über immer größere Displays, spektakuläre Beschleunigungswerte oder neue Softwarefunktionen vermarkten, verfolgt Lucid einen erstaunlich pragmatischen Ansatz. Die Kalifornier wollten offenbar ein Auto entwickeln, bei dem die nächste Ladesäule möglichst selten eine Rolle spielt. Das Ergebnis ist eine der effizientesten und reichweitenstärksten Luxuslimousinen, die derzeit auf dem Markt erhältlich sind.
Dabei hätte der Grand Touring eigentlich alle Voraussetzungen, um seine Leistung in den Mittelpunkt zu stellen. 831 PS, Allradantrieb und ein Sprint auf 100 km/h in gut drei Sekunden würden selbst in der Welt leistungsstarker Elektroautos für Aufmerksamkeit sorgen. Im Alltag tritt diese Kraft jedoch überraschend selten in den Vordergrund. Viel beeindruckender ist die Gelassenheit, mit der der Lucid selbst lange Autobahnetappen absolviert. Während andere Elektroautos nach einigen hundert Kilometern bereits den Blick zur nächsten Schnellladesäule lenken, fährt der Air Grand Touring einfach weiter. Und weiter. Und noch ein Stückchen weiter.
Genau darin unterscheidet er sich von vielen Wettbewerbern. Der Lucid möchte kein technisches Experiment sein und auch kein rollender Computer. Er versteht sich vielmehr als moderne Luxuslimousine für Menschen, die häufig unterwegs sind und dabei möglichst wenig über Reichweite, Ladeplanung oder Verbrauch nachdenken möchten. Dass er dabei aussieht, als wäre er direkt vor einem Bürogebäude im Silicon Valley geparkt worden, passt erstaunlich gut zum Gesamtbild.
Während unseres ausgiebigen Tests musste sich der knapp 149.000 Euro teure Kalifornier bei winterlichen Temperaturen, auf langen Autobahnetappen, im Stadtverkehr und an Schnellladesäulen beweisen. Dabei zeigte er eindrucksvoll, warum der Lucid Air Grand Touring inzwischen als ernsthafte Alternative zu Tesla Model S, Mercedes EQS, BMW i7 und Porsche Taycan gehandelt wird. Gleichzeitig offenbarte er aber auch einige Eigenheiten, über die man vor dem Kauf Bescheid wissen sollte. Fahrbericht.
Der Look
Der Lucid Air Grand Touring ist eines dieser Autos, bei denen viele Menschen zunächst rätseln, was da eigentlich gerade an ihnen vorbeigefahren ist. Tesla? Nein. Mercedes? Auch nicht. Vielleicht ein neues Start-up aus China? Ebenfalls falsch. Der Lucid stammt aus Kalifornien und sieht dabei so aus, als hätte jemand eine klassische Luxuslimousine genommen und sämtliche überflüssigen Designideen konsequent aussortiert.
Genau das macht ihn interessant. Während viele moderne Fahrzeuge inzwischen wirken, als hätten sich Marketingabteilung, Aerodynamiker und Designchef mehrere Monate lang um jeden einzelnen Knick in der Karosserie gestritten, bleibt der Air erstaunlich klar gezeichnet. Die Linien verlaufen sauber, die Flächen wirken aufgeräumt und selbst nach zwei Wochen Testbetrieb entdeckt man immer wieder Details, die man zuvor übersehen hat.
Besonders gut steht dem Grand Touring dabei die Kombination aus Infinite Black Metallic und dem optionalen Stealth-Paket. Für 4.000 Euro verschwinden nahezu alle silbernen Akzente zugunsten dunkler Oberflächen. Fensterrahmen, Frontpartie und weitere Designelemente verschmelzen dadurch optisch mit der Karosserie. Das Ergebnis erinnert weniger an eine klassische Oberklasse-Limousine als an ein sehr teures technisches Gerät aus dem Silicon Valley. Irgendwo zwischen Privatjet, Smartphone und Venture-Capital-Fonds.
Trotz seiner Länge von fast fünf Metern wirkt der Lucid erstaunlich flach und elegant. Verantwortlich dafür ist vor allem die Dachlinie, die sich weit nach hinten zieht und dem Fahrzeug eine fast coupéhafte Silhouette verleiht. Dazu kommen die schmalen LED-Scheinwerfer, die dem Air einen konzentrierten Blick verleihen, ohne dabei aggressiv zu wirken. Der Lucid möchte offenbar nicht einschüchtern. Er geht einfach davon aus, dass er bereits der intelligenteste Teilnehmer im Raum ist.
Ein besonderes Merkmal bleibt das große Glasdach. Die Frontscheibe geht weit in den Dachbereich über und erzeugt gemeinsam mit den großen Seitenflächen ein außergewöhnlich luftiges Erscheinungsbild. Komplett durchgehend ist die Konstruktion allerdings nicht. Eine schmale Verstrebung verläuft über den Kopfstützen von Fahrer und Beifahrer. Im Alltag fällt sie jedoch kaum auf, da sie sich außerhalb des direkten Sichtfeldes befindet.
Am Heck setzt sich die zurückhaltende Gestaltung fort. Ein durchgehendes LED-Lichtband, klare Flächen und der große Lucid-Schriftzug reichen vollkommen aus. Mehr braucht dieses Auto nicht. Tatsächlich gehört der Air Grand Touring zu den wenigen Fahrzeugen seiner Klasse, die nicht permanent versuchen, Aufmerksamkeit zu erzeugen. Und genau deshalb bekommt er sie.
Und innen?
Wer zum ersten Mal im Lucid Air Grand Touring Platz nimmt, merkt schnell, dass hier andere Prioritäten gesetzt wurden als bei den meisten deutschen Premiumherstellern. Das beginnt bereits beim Raumgefühl. Während BMW, Mercedes und Audi ihre Oberklassemodelle gerne mit Holz, Chrom und dutzenden Designelementen aufwerten, verfolgt Lucid einen deutlich reduzierteren Ansatz. Die Kalifornier vertrauen darauf, dass großzügige Platzverhältnisse, hochwertige Materialien und eine clevere Architektur für sich selbst sprechen.
Das funktioniert erstaunlich gut. Durch die niedrige Fensterlinie, die große Glasfläche und das weit nach vorne gezogene Dach wirkt der Innenraum offen und luftig. Besonders auf langen Fahrten entsteht dadurch ein angenehmes Raumgefühl, das man in dieser Form selbst in der elektrischen Oberklasse nicht überall findet. Das große Glasdach trägt seinen Teil dazu bei, ohne dabei ständig präsent zu sein. Die Verstrebung über den Kopfstützen verschwindet im Alltag praktisch aus dem Blickfeld.
Unser Testwagen verfügte über die Mojave-Lederausstattung in Schwarz, die mit 4.000 Euro Aufpreis zu Buche schlägt. Die Verarbeitung hinterlässt einen hochwertigen Eindruck, die Sitze bieten reichlich Seitenhalt und gehören zu den bequemeren Vertretern ihrer Art. Besonders auf langen Autobahnetappen zeigen sie ihre Qualitäten. Die optionalen Massagefunktionen arbeiten angenehm zurückhaltend. Statt den Rücken mit der Gewalt einer mittelmäßig gelaunten Physiotherapeutin zu bearbeiten, beschränken sie sich auf das, was sie sollen: entspannen.
Auch das Surreal Sound Pro Soundsystem gehört zu den Highlights des Fahrzeugs. Anders als manche Premiumanlagen versucht es nicht, jeden Song künstlich spektakulär wirken zu lassen. Stattdessen liefert es einen sehr klaren, räumlichen Klang mit beeindruckender Präzision. Ganz an die absoluten Spitzenanlagen von Bowers & Wilkins oder Burmester reicht es zwar nicht heran, spielt aber problemlos in der oberen Liga mit.
Weniger überzeugend ist die konsequente Digitalisierung des Innenraums. Fast sämtliche Funktionen werden über Bildschirme gesteuert. Das sieht modern aus und funktioniert grundsätzlich auch zuverlässig, verlangt im Alltag jedoch mehr Aufmerksamkeit als klassische Schalter. Manchmal möchte man eine Funktion einfach kurz bedienen und nicht erst durch mehrere Menüs navigieren. Der Lucid ist in dieser Hinsicht ein typisches Produkt seiner Heimatregion. Im Silicon Valley gilt ein Bildschirm häufig als Lösung. Selbst dann, wenn das Problem vorher gar nicht existiert hat.
Platzmangel kennt der Air Grand Touring dagegen nicht. Vorne sitzt man großzügig, hinten reisen auch große Erwachsene komfortabel. Zusammen mit dem riesigen Kofferraum und dem zusätzlichen Frunk entsteht ein Raumangebot, das eher an eine Luxuslimousine der Oberklasse erinnert als an eine sportlich gezeichnete Elektro-Limousine. Genau dieser Spagat gelingt dem Lucid bemerkenswert gut. Er sieht schlank aus, fühlt sich innen aber erstaunlich groß an.
Der Antrieb des Lucid Air Grand Touring
831 PS. Diese Zahl steht in nahezu jeder Pressemitteilung, jedem Datenblatt und vermutlich auch in jedem zweiten YouTube-Titel zum Lucid Air Grand Touring. Verständlich, schließlich klingt sie beeindruckend. Nach zwei Wochen im Alltag stellt sich allerdings eine andere Erkenntnis ein: Die Leistung ist zwar spektakulär, aber sie beschreibt das Auto nur unzureichend.
Denn der Grand Touring fährt die meiste Zeit erstaunlich unaufgeregt. Im Stadtverkehr gleitet er nahezu lautlos durch den Verkehr, auf Landstraßen wirkt er souverän und selbst auf langen Autobahnetappen vermittelt er eher das Gefühl einer luxuriösen Reiselimousine als das eines 831 PS starken Performance-Monsters. Erst wenn man das Fahrpedal entschlossen durchdrückt, erinnert der Lucid daran, welche Reserven tatsächlich vorhanden sind.
Dann verwandelt sich die elegante Limousine in etwas, das physikalisch nur schwer zu erklären ist. Die Beschleunigung erfolgt ohne Anlauf, ohne Verzögerung und mit einer Selbstverständlichkeit, die beinahe irritierend wirkt. Viele leistungsstarke Fahrzeuge inszenieren ihren Vortrieb mit Sound, Schaltvorgängen oder künstlicher Dramatik. Der Lucid verzichtet auf all das. Er beschleunigt einfach. Sehr schnell. So schnell, dass man spätestens nach wenigen Sekunden versteht, warum selbst die 442 PS des Pure (Test des Lucid Air Pure RWD) für die meisten Menschen völlig ausreichend wären.
Trotzdem hat die zusätzliche Leistung ihre Berechtigung. Vor allem in Kombination mit dem serienmäßigen Allradantrieb. Während unseres Tests herrschten teilweise noch spätwinterliche Bedingungen mit niedrigen Temperaturen und wechselnden Fahrbahnverhältnissen. Genau hier spielte der Grand Touring seine Stärken aus. Die Kraft wird souverän verteilt, Traktionsprobleme bleiben praktisch aus und selbst bei ambitionierter Fahrweise wirkt das Fahrzeug jederzeit kontrollierbar.
Auch das Fahrwerk passt hervorragend zum Charakter des Fahrzeugs. Es schafft den schwierigen Spagat zwischen Komfort und Dynamik bemerkenswert gut. Auf langen Autobahnetappen absorbiert es Unebenheiten souverän, ohne schwammig zu wirken. Gleichzeitig gerät der Lucid auch bei zügiger Gangart nicht aus der Ruhe. Natürlich fühlt sich ein Porsche Taycan in schnellen Kurven noch etwas präziser an, doch der Kalifornier verfolgt ohnehin einen anderen Ansatz. Er möchte nicht die letzte Zehntelsekunde auf der Rennstrecke finden. Er möchte 500 Kilometer am Stück fahren, ohne seine Insassen zu ermüden.
Bemerkenswert bleibt dabei die Geräuschkulisse. Bis weit jenseits deutscher Richtgeschwindigkeit herrscht im Innenraum eine Ruhe, die hervorragend zum luxuriösen Gesamteindruck passt. Erst im Bereich von rund 200 km/h werden Windgeräusche etwas präsenter. Angesichts der enormen Glasflächen und der hohen Reisegeschwindigkeiten bewegt sich der Lucid damit jedoch weiterhin auf sehr hohem Niveau.
Vielleicht beschreibt genau das den Charakter des Air Grand Touring am besten. Die 831 PS sind vorhanden und jederzeit abrufbar. Wirklich beeindruckend ist jedoch, wie selten das Auto das Bedürfnis verspürt, damit anzugeben.
Alltag & Verbrauch
Die vielleicht größte Stärke des Lucid Air Grand Touring offenbart sich nicht beim Beschleunigen und auch nicht auf kurvigen Landstraßen. Sie zeigt sich im Alltag. Genauer gesagt: in den Momenten, in denen man sich überhaupt keine Gedanken über das Auto machen muss.
Denn während viele Elektrofahrzeuge ihre Besitzer ständig mit Reichweitenprognosen, Ladestopps oder Verbrauchswerten beschäftigen, entwickelt der Lucid eine bemerkenswerte Gelassenheit. Man steigt ein, fährt los und merkt irgendwann, dass die nächste Ladesäule deutlich weniger wichtig geworden ist als gewohnt. Das klingt zunächst unspektakulär, verändert die Nutzung eines Elektroautos aber stärker, als es jede zusätzliche PS-Zahl jemals könnte.
Besonders beeindruckend fällt dabei der Verbrauch aus. Während unseres Tests pendelte sich der Durchschnitt bei rund 19 kWh pro 100 Kilometer ein. Angesichts von 831 PS, Allradantrieb und winterlichen Temperaturen ist das ein bemerkenswert guter Wert. Auf längeren Autobahnetappen stieg der Verbrauch auf etwa 24 kWh, was angesichts der Fahrzeuggröße und der verfügbaren Leistung ebenfalls absolut vertretbar bleibt.
Noch beeindruckender wurde es auf einer bewusst sparsamen Runde. Hier begnügte sich der Lucid mit gerade einmal 14 kWh pro 100 Kilometer. Werte, die man eher von deutlich kleineren Elektroautos erwartet als von einer fast fünf Meter langen Luxuslimousine mit mehr als 800 PS.
Entsprechend souverän fällt die Reichweite im Alltag aus. Selbst bei niedrigen Temperaturen waren 450 bis 500 Kilometer problemlos realisierbar. Wer überwiegend auf Landstraßen unterwegs ist oder moderat fährt, kann diesen Wert nochmals deutlich steigern. Das sorgt für eine Gelassenheit, die man bei vielen Elektroautos erst nach einigen Monaten entwickelt. Beim Lucid stellt sie sich bereits nach wenigen Tagen ein.
Hinzu kommt die hohe Alltagstauglichkeit. Trotz seiner Größe lässt sich der Grand Touring überraschend unkompliziert bewegen. Die Übersichtlichkeit fällt besser aus als erwartet, die Kameras leisten hervorragende Arbeit und die zahlreichen Assistenzsysteme greifen angenehm zurückhaltend ein. Nichts wirkt hektisch, nichts wirkt übertrieben bevormundend.
Lediglich das große Glasdach bringt eine kleine Eigenheit mit sich. Optisch gehört es zu den Highlights des Fahrzeugs und trägt erheblich zum großzügigen Raumgefühl bei. Bei Regen zeigt sich jedoch ein Nebeneffekt der Konstruktion: Wasser sammelt sich auf den Glasflächen und läuft beim Bremsen häufig auf die Frontscheibe. Das ist kein gravierendes Problem, fällt im Alltag aber regelmäßig auf.
Genau solche Details machen den Lucid interessant. Er ist nicht perfekt. Er besitzt Eigenheiten. Die entscheidende Frage lautet jedoch, ob man damit leben kann. Nach unsere Zeit mit dem GT lautet die Antwort eindeutig: Ja. Vor allem dann, wenn man dafür eines der effizientesten und langstreckentauglichsten Elektroautos auf dem Markt bekommt.
Laden & Reichweite
Wer einen Lucid Air Grand Touring kauft, tut das vermutlich nicht wegen der Beschleunigung. Dafür gäbe es günstigere Alternativen. Und wer ausschließlich maximale Leistung sucht, landet ohnehin irgendwann beim Sapphire. Innerhalb dieser Baureihe ist dieses Modell der eigentliche Star in Sachen Reichweite. Sie verändert den Umgang mit dem Auto stärker als jede andere Eigenschaft.
Das beginnt bereits nach dem Laden. Unser Testwagen zeigte bei 100 Prozent Ladestand eine prognostizierte Reichweite von 948 Kilometern an. Natürlich handelt es sich dabei nicht um einen Wert, den man bei dauerhaftem Autobahntempo reproduzieren kann. Dennoch verdeutlicht er, wie effizient der Air Grand Touring arbeitet. Selbst die offizielle WLTP-Reichweite von bis zu 882 Kilometern wirkt dagegen beinahe konservativ.
Im Alltag profitieren davon vor allem Vielfahrer. Während viele Elektroautos bei längeren Strecken automatisch eine Ladeplanung erfordern, spielt der Lucid in einer anderen Liga. Selbst im Winter waren Reichweiten von 450 bis 500 Kilometern problemlos möglich. Bei moderaten Temperaturen und gemischtem Fahrprofil sind deutlich höhere Werte realistisch. Wer überwiegend auf Landstraßen unterwegs ist und seinen rechten Fuß nicht permanent als Schalter zwischen „Aus“ und „Vollgas“ versteht, kann dem offiziellen WLTP-Wert erstaunlich nahekommen.
Weniger überzeugend präsentierte sich im Test die Ladeleistung. Auf dem Papier verspricht Lucid eine maximale DC-Ladeleistung von bis zu 300 kW. In der Praxis konnten wir diesen Wert jedoch nie erreichen. Trotz vorkonditionierter Batterie lag die höchste gemessene Leistung bei 164 kW. Möglicherweise spielten die niedrigen Außentemperaturen dabei eine Rolle, dennoch bleibt eine spürbare Differenz zwischen Theorie und Realität.
Die Folgen zeigen sich bei den Ladezeiten. Von 20 auf 80 Prozent vergingen 43 Minuten, von 17 auf 82 Prozent waren es 47 Minuten. Ein Ladevorgang von 15 auf 100 Prozent dauerte rund eineinhalb Stunden. Selbst ein vergleichsweise günstiger Stopp von 29 auf 80 Prozent beanspruchte noch 34 Minuten. Das ist keineswegs schlecht, bleibt aber hinter den Erwartungen zurück, die die Werksangaben wecken.
Allerdings offenbart sich hier ein interessanter Nebeneffekt. Je länger man mit dem Lucid unterwegs ist, desto weniger relevant werden diese Zahlen. Nicht weil die Ladeleistung plötzlich besser wird, sondern weil man deutlich seltener laden muss als bei vielen Wettbewerbern. Ein Fahrzeug, das 500 Kilometer selbst bei winterlichen Bedingungen souverän bewältigt, entschärft das Thema Schnellladen bereits durch seine enorme Reichweite.
Genau deshalb verlässt man den Air Grand Touring mit einem ungewöhnlichen Eindruck. Die Ladeleistung dürfte gerne höher ausfallen. Die Reichweite hingegen gehört aktuell zu den überzeugendsten Argumenten für ein Elektroauto überhaupt.
Assistenz, Technik & Ausstattung
Wer sich zum ersten Mal durch die Ausstattungsliste eines Lucid Air Grand Touring arbeitet, merkt schnell, dass die Kalifornier nicht unbedingt dem klassischen deutschen Premium-Rezept folgen. Statt möglichst viele Einzeloptionen auf mehrere Seiten zu verteilen, wird vieles bereits serienmäßig geliefert. Trotzdem lässt sich der Preis mit einigen Paketen und Extras noch deutlich steigern, wie unser 148.700 Euro teurer Testwagen eindrucksvoll demonstrierte.
Zu den auffälligsten Optionen gehört das DreamDrive Pro Paket für 4.200 Euro. Hinter dem etwas futuristisch klingenden Namen verbirgt sich eine umfangreiche Sammlung moderner Assistenzsysteme inklusive aktiver Spurzentrierung, erweiterter Stop-and-Go-Funktion, Stauassistent, Kurvengeschwindigkeitsregelung und einer aufwendigen 3D-Visualisierung der Fahrzeugumgebung. Im Alltag hinterließ das System einen erfreulich unaufgeregten Eindruck. Während manche Wettbewerber jede Fahrbahnmarkierung kommentieren, jeden Spurwechsel überwachen und den Fahrer regelmäßig an ihre Existenz erinnern möchten, arbeitet das DreamDrive Pro erstaunlich diskret. Es unterstützt, ohne sich ständig in den Vordergrund zu drängen.
Diese Zurückhaltung passt hervorragend zum Charakter des Fahrzeugs. Der Lucid vermittelt nicht das Gefühl, dass ein Computer das Auto fährt und der Mensch lediglich geduldet wird. Vielmehr entsteht der Eindruck, dass die Technik im Hintergrund arbeitet und nur dann eingreift, wenn sie tatsächlich gebraucht wird.
Das Cockpit selbst wirkt modern, ohne überladen zu erscheinen. Das große Curved-Display liefert gestochen scharfe Darstellungen, die Menüs sind logisch aufgebaut und die Reaktionsgeschwindigkeit bewegt sich auf hohem Niveau. Gleichzeitig zeigt sich hier aber auch eine der größten Schwächen des Fahrzeugs: die nahezu vollständige Digitalisierung vieler Funktionen. Wer klassische Tasten und Direktzugriffe schätzt, wird sich gelegentlich mehr haptische Bedienelemente wünschen. Nicht jede Funktion wird durch einen Touchscreen automatisch besser.
Zu den Highlights unseres Testwagens gehörten die optionalen Mojave-Ledersitze für 4.000 Euro. Sie verbinden hohen Langstreckenkomfort mit guter Seitenführung und zählen zu den gelungensten Sitzsystemen dieser Fahrzeugklasse. Gleiches gilt für die Massagefunktion, die angenehm arbeitet und selbst nach mehreren Stunden hinter dem Steuer noch ihren Zweck erfüllt.
Auch das Surreal Sound Pro Soundsystem überzeugt. Es gehört nicht zu den Anlagen, die ihre Insassen mit möglichst viel Bass beeindrucken wollen. Stattdessen liefert es einen sehr sauberen, ausgewogenen und räumlichen Klang. Absolute Referenzsysteme von Bowers & Wilkins oder Burmester bleiben zwar weiterhin die Messlatte, der Lucid spielt klanglich aber nicht in einer völlig anderen Liga.
Am Ende hinterlässt die Ausstattung einen ähnlichen Eindruck wie das gesamte Fahrzeug. Vieles wirkt durchdacht, manches ungewöhnlich und einige Entscheidungen werden nicht jedem gefallen. Genau dadurch hebt sich der Air Grand Touring jedoch von der etablierten Konkurrenz ab. Er fühlt sich nicht wie eine weitere Interpretation deutscher Oberklasse an, sondern wie ein eigenes Konzept. Und genau das dürfte viele Käufer überhaupt erst anziehen.
Varianten & Preise des Lucid Air Grand Touring
Lucid verfolgt bei der Air-Baureihe einen Ansatz, den man von deutschen Premiumherstellern kaum noch kennt. Statt unzähliger Motorisierungen, Ausstattungslinien und Sondermodelle konzentrieren sich die Kalifornier auf wenige, klar voneinander abgegrenzte Varianten. Das macht die Auswahl erfreulich übersichtlich und sorgt dafür, dass jede Version einen nachvollziehbaren Platz innerhalb der Modellfamilie einnimmt.
Den Einstieg markiert der Lucid Air Pure ab 85.900 Euro (Test des Lucid Air Pure RWD). Mit 442 PS, Heckantrieb und bis zu 831 Kilometern WLTP-Reichweite bleibt er bereits deutlich über dem Niveau vieler Wettbewerber. Wer vor allem Wert auf Effizienz und Reichweite legt, findet hier die vernünftigste Variante der Baureihe. Die Fahrleistungen sind mehr als ausreichend und auch bei der Ausstattung muss man auf überraschend wenig verzichten.
Darüber positioniert Lucid den Air Touring ab 99.900 Euro. Mit 628 PS, Allradantrieb und bis zu 780 Kilometern Reichweite trifft er vermutlich den Sweet Spot der gesamten Modellfamilie. Er kombiniert die Vorteile des Pure mit deutlich mehr Leistung und Traktion, ohne preislich bereits in Regionen vorzudringen, in denen manche Menschen anfangen, Immobilienportale zu öffnen.
Der Grand Touring startet bei 130.900 Euro und bildet aktuell das Herzstück der Baureihe. Genau hier treffen die beeindruckende Reichweite von bis zu 882 Kilometern, 831 PS Leistung und ein hohes Ausstattungsniveau aufeinander. Unser Testwagen brachte es inklusive Stealth-Paket, Mojave-Lederausstattung, DreamDrive Pro und weiterer Extras auf 148.700 Euro. Viel Geld. Gleichzeitig bewegt sich der Lucid damit jedoch auf Augenhöhe mit den besser ausgestatteten Versionen eines Mercedes EQS, BMW i7 oder Porsche Taycan.
An der Spitze steht der Air Sapphire. Mit rund 250.000 Euro bewegt sich die Hochleistungsversion bereits in einer völlig eigenen Welt. Hier spielt weniger die Vernunft eine Rolle als vielmehr die Frage, wie viel Leistung man in einer elektrischen Luxuslimousine überhaupt unterbringen kann.
Innerhalb der Baureihe nimmt der Grand Touring eine interessante Position ein. Er ist nicht die vernünftigste Wahl und vermutlich auch nicht die Variante mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis. Dafür bietet er etwas, das derzeit kaum ein anderes Elektroauto in dieser Form liefert: die Kombination aus über 800 PS, echtem Langstreckenkomfort und einer Reichweite, die selbst im Alltag erstaunlich nahe an die Werksangaben heranrückt. Genau deshalb dürfte er für viele Käufer die spannendste Version des Lucid Air sein.
Kundenfeedback
Wer sich nach dem Kauf eines Lucid Air Grand Touring in Foren, Besitzergruppen und Communitys umsieht, trifft auf eine ungewöhnlich positive Grundstimmung. Das liegt nicht daran, dass die Fahrzeuge fehlerfrei wären. Vielmehr entsteht der Eindruck, dass viele Besitzer bereit sind, kleinere Schwächen zu akzeptieren, weil das Gesamtpaket etwas bietet, das sie bei anderen Herstellern nicht gefunden haben.
Besonders häufig gelobt werden Reichweite, Effizienz und Fahrkomfort. Viele Besitzer berichten, dass genau diese Kombination letztlich den Ausschlag für den Kauf gegeben hat. Während andere Elektroautos häufig entweder durch hohe Leistung oder hohe Reichweite überzeugen, gelingt dem Lucid offenbar beides gleichzeitig. Gerade Langstreckenfahrer beschreiben den Air regelmäßig als eines der entspanntesten Elektroautos überhaupt. Komfort, Laufruhe und die enorme Reichweite werden dabei immer wieder als Alleinstellungsmerkmale genannt.
Auch die Verarbeitungsqualität wird deutlich häufiger gelobt, als man es von einer vergleichsweise jungen Marke erwarten würde. Besitzer früherer Tesla-Modelle erwähnen regelmäßig die hochwertigeren Materialien, die bessere Geräuschdämmung und den insgesamt luxuriöseren Eindruck des Innenraums. Einige Fahrer berichten sogar nach mehreren Jahren von Fahrzeugen, die noch immer nahezu neuwertig wirken.
Beim Thema Service fällt das Bild differenzierter aus. Viele Besitzer loben die Hilfsbereitschaft und das Engagement der Serviceteams. Gleichzeitig wird jedoch regelmäßig kritisiert, dass das Servicenetz von Lucid noch nicht die Dichte etablierter Premiumhersteller erreicht. Wer weit entfernt von einem Service-Standort lebt, muss teilweise längere Wege oder Wartezeiten in Kauf nehmen.
Die häufigste Kritik betrifft nach wie vor die Software. Zwar berichten viele Besitzer, dass sich die Systeme in den vergangenen Jahren deutlich verbessert haben und zahlreiche Kinderkrankheiten inzwischen verschwunden sind. Dennoch tauchen regelmäßig Diskussionen über Updates, kleinere Softwarefehler, gelegentliche Verbindungsprobleme oder Funktionen auf, die noch nicht immer vollkommen ausgereift wirken. Der Tenor ist dabei interessant: Die meisten Besitzer empfinden die Probleme eher als lästig denn als gravierend. Trotzdem zeigt sich hier, dass Lucid weiterhin stärker wie ein Technologieunternehmen denkt als wie ein klassischer Autohersteller.
Auch die Ladeleistung wird immer wieder diskutiert. Einige Besitzer berichten von hervorragenden Ergebnissen an passenden Schnellladern, andere von deutlich schwankenden Ladeleistungen. Das deckt sich erstaunlich gut mit unseren eigenen Erfahrungen. Die Reichweite begeistert nahezu jeden. Beim Laden scheint die Realität jedoch nicht immer vollständig mit den beeindruckenden Datenblättern Schritt zu halten.
Unterm Strich ergibt sich ein bemerkenswert klares Bild. Die meisten Besitzer sehen den Lucid Air Grand Touring nicht als perfektes Auto. Viele betrachten ihn jedoch als eines der interessantesten Elektroautos überhaupt. Die Mischung aus Reichweite, Komfort, Leistung und Exklusivität scheint dafür zu sorgen, dass kleinere Schwächen im Alltag deutlich leichter verziehen werden als bei manchem Wettbewerber.
Fazit zum Lucid Air Grand Touring
Der Lucid Air Grand Touring ist eines dieser Autos, die man nur schwer in eine bestehende Kategorie einordnen kann. Auf dem Papier tritt er gegen Tesla Model S, Mercedes EQS, BMW i7 und Porsche Taycan an. Nach zwei Wochen im Alltag entsteht jedoch der Eindruck, dass Lucid eigentlich ein ganz eigenes Konzept verfolgt.
Natürlich beeindruckt die Leistung. 831 PS und Allradantrieb sorgen dafür, dass Überholmanöver praktisch keine Planung benötigen. Auch Fahrwerk, Komfort und Verarbeitungsqualität bewegen sich auf einem Niveau, das man in dieser Preisklasse erwarten darf. Wirklich außergewöhnlich wird der Air Grand Touring jedoch an einer anderen Stelle. Die Reichweite verändert den Umgang mit dem Auto grundlegend.
948 Kilometer prognostizierte Reichweite nach dem Laden, bis zu 882 Kilometer WLTP und selbst im Winter problemlos 450 bis 500 Kilometer reale Reichweite sorgen dafür, dass viele typische Elektroauto-Diskussionen plötzlich an Bedeutung verlieren. Man plant weniger, lädt seltener und fährt einfach los. Genau darin liegt die größte Stärke des Lucid. Er fühlt sich nicht wie ein Elektroauto an, das möglichst weit fährt. Er fühlt sich wie eine Luxuslimousine an, bei der Reichweite schlicht kein Thema mehr ist.
Perfekt ist der Kalifornier deshalb trotzdem nicht. Die Ladeleistung blieb in unserem Test deutlich hinter den Werksangaben zurück, die konsequente Digitalisierung dürfte nicht jedem gefallen und das Servicenetz kann mit den etablierten Premiumherstellern noch nicht mithalten. Hinzu kommt ein Preisniveau, das selbst in der elektrischen Oberklasse keine Schnäppchenjäger anlockt.
Trotzdem hinterlässt der Air Grand Touring einen bleibenden Eindruck. Nicht weil er das schnellste Auto seiner Klasse wäre. Nicht weil er die meisten Bildschirme besitzt. Und auch nicht, weil er jede technische Spielerei an Bord hat. Sondern weil er ein Problem löst, an dem viele Elektroautos noch immer arbeiten: die Verbindung aus hoher Leistung, echtem Langstreckenkomfort und einer Reichweite, die den Alltag spürbar entspannter macht.
Wer auf der Suche nach einer elektrischen Luxuslimousine ist und bereit ist, sich abseits der üblichen Premium-Marken umzusehen, findet im Lucid Air Grand Touring aktuell eines der beeindruckendsten Gesamtpakete auf dem Markt. Vielleicht nicht das bekannteste. Aber ganz sicher eines der interessantesten.
Konkurrenz & Vergleich
Der Lucid Air Grand Touring bewegt sich in einem Segment, in dem die Luft dünn und die Konkurrenz prominent ist. Gleichzeitig zeigt sich nach kurzer Recherche: Einen direkten Gegner gibt es eigentlich nicht. Denn kaum ein anderes Fahrzeug kombiniert derart hohe Leistung mit einer Reichweite, die selbst bei Vielfahrern regelmäßig für ungläubige Blicke sorgt.
Am nächsten kommt dem Lucid vermutlich der Mercedes EQS 580 4MATIC. Mit einem Grundpreis von 134.731 Euro liegt er nahezu auf dem Niveau des Grand Touring und richtet sich ebenfalls an Kunden, die vor allem komfortabel reisen möchten. Das gilt auch für die Reichweite von bis zu 869 Kilometern. Der Mercedes überzeugt mit seinem exzellenten Händlernetz, einem luxuriösen Innenraum und hoher Verarbeitungsqualität. Beim Thema Reichweite und Effizienz hat der Kalifornier jedoch weiterhin die Nase vorn. Zudem wirkt der Lucid fahraktiver und deutlich weniger wie eine rollende Business-Lounge.
Noch luxuriöser präsentiert sich der BMW i7 M70 xDrive. Mit 680 PS, bis zu 686 Kilometern Reichweite und einem Einstiegspreis von 182.400 Euro positioniert sich der Münchner deutlich oberhalb des Lucid. Dafür bietet er eines der hochwertigsten Interieurs auf dem Markt und ein Fondabteil, das eher an die First Class eines Langstreckenfluges erinnert. Wer regelmäßig auf der Rückbank Platz nimmt, dürfte im BMW glücklicher werden. Wer selbst fährt, findet im Lucid meist das spannendere Gesamtpaket.
Sportlicher wird es beim Audi RS e-tron GT. Mit 857 PS und einem Grundpreis von 147.500 Euro spielt er leistungsmäßig direkt in der Liga des Grand Touring. Mit 599 Kilometern Reichweite laut WLTP hingegen nicht so ganz. Das macht er mit einer maximalen Ladeleistung von 320 kW wieder wett. Der Audi begeistert mit seinem Design, einer beeindruckenden Fahrdynamik und einem deutlich emotionaleren Fahrerlebnis. Dafür fällt das Raumangebot spürbar kleiner aus und auch bei der Reichweite kann er dem Lucid nicht folgen. Der RS e-tron GT ist das Auto für die kurvenreiche Hausstrecke. Der Lucid für die Reise quer durch Europa.
Ähnliches gilt für den Porsche Taycan Turbo. Mit 884 PS, bis zu 637 Kilometern Reichweite und einem Einstiegspreis von 177.200 Euro gehört er zu den beeindruckendsten Elektroautos überhaupt. Beim Thema Fahrdynamik bleibt der Porsche weiterhin die Referenz in diesem Segment. Kaum ein anderes Fahrzeug verbindet Leistung, Präzision und Fahrspaß so überzeugend. Dafür verlangt er einen deutlichen Aufpreis und bietet weder den Platz noch die Reichweite des Kaliforniers. Der Taycan spricht den Enthusiasten an. Der Lucid den Vielfahrer.
Besonders interessant ist der Vergleich mit dem Mercedes-AMG GT 55 4-Türer Coupé. Mit 816 PS Systemleistung, bis zu 690 Kilometer Reichweite und einem Grundpreis von 154.700 Euro bewegt sich der AMG direkt im Revier des Lucid. Gleichzeitig verfolgen beide Fahrzeuge völlig unterschiedliche Philosophien. Der AMG lebt von Emotionen, Inszenierung und Fahrspaß. Er möchte Aufmerksamkeit erzeugen und jede Beschleunigung zum Ereignis machen. Der Lucid wirkt dagegen fast zurückhaltend. Seine Leistung ist jederzeit abrufbar, steht aber selten im Mittelpunkt. Während der Mercedes den Sportwagen mit vier Türen verkörpert, gibt sich der Lucid als luxuriöse Langstreckenlimousine, die nebenbei über Supersportwagen-Fahrleistungen verfügt.
Genau darin liegt seine Besonderheit. Der Air Grand Touring fährt nicht sportlicher als ein Taycan, bietet nicht den Luxus eines i7 und verfügt nicht über die Markenbekanntheit eines Mercedes. Gleichzeitig schafft es keiner seiner Wettbewerber, Leistung, Reichweite, Komfort und Effizienz so überzeugend miteinander zu verbinden. Und genau deshalb gehört der Lucid Air Grand Touring aktuell zu den interessantesten elektrischen Luxuslimousinen auf dem Markt.
Text / Fotos: NEU!
Kamera: Canon EOS 6D
Technische Daten des Lucid Air Grand Touring
| Modell | Lucid Air Grand Touring |
| Länge x Breite x Höhe (m) | 4,98 x 1,94 (2,20 mit Außenspiegeln) x 1,41 |
| Radstand (mm) | 2.960 |
| Motor | Dual-Elektromotor |
| Batteriekapazität (kWh) | 102 (netto) / 117 (brutto) |
| Leistung (kW / PS) | 611 / 831 |
| Drehmoment (Nm) | 1.200 |
| Getriebe | 1-Gang-Getriebe |
| Antrieb | Allrad |
| Kraftstoffart | Strom |
| Durchschnittsverbrauch (WLTP in kWh) | 13,5 |
| Durchschnittsverbrauch (NEU! in kWh) | 19,1 |
| CO²-Ausstoß (nach WLTP in g/km) | 0 |
| Ladeleistung (kW) | 300 |
| 0 auf 100 km/h (in Sekunden) | 3,2 |
| Höchstgeschwindigkeit (km/h) | 270 |
| Leergewicht (kg) | 2.435 |
| Kofferraumvolumen (l) | 627 – 1.835 + 283 (Frunk) |
| Farbe | Infinite Black Metallic |
| Grundpreis (Euro) | 130.900 |
| Testwagenpreis (Euro) | 148.700 |





















