Subaru Solterra 2026
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Subaru Solterra 2026 im Erstkontakt – So gut ist das Elektro-SUV wirklich

Der Subaru Solterra 2026 hat sicherlich kein leichtes Los gezogen. Subaru und Elektroautos. Das war bislang eine Kombination, die ungefähr so selbstverständlich wirkte wie Wanderschuhe auf einer Fashion Week. Der erste Solterra war zwar mutig, aber auch ein wenig vorsichtig. Ein Elektro-SUV mit echter Subaru-DNA, allerdings mit einigen Schwächen bei Ladeleistung, Reichweite und Feinschliff. Genau dort setzt das Facelift für das Modelljahr 2026 nun an.

Und plötzlich wirkt die Sache deutlich ernster. Schon die Veranstaltung selbst machte klar, wohin die Reise gehen soll. Subaru spricht offen von einer Elektro-Offensive, vom neuen Uncharted als zusätzlichem Hoffnungsträger und vom langfristigen Ziel, bis 2030 die „authentischste Outdoor-Automobilmarke Deutschlands“ zu werden. Ein Satz, der gleichzeitig nach Marketingfolie und Lagerfeuer am norwegischen Fjord klingt. Aber immerhin: Subaru versucht gar nicht erst, der nächste Tesla zu werden. Auch nicht der nächste Hyundai oder BYD. Stattdessen will man die eigene Nische besetzen. Elektroautos für Menschen mit Outdoor-Affinität, Allrad-Faible und gelegentlich matschigen Hobbys.

Der neue Subaru Solterra 2026 soll dafür das Fundament bilden. Mehr Leistung, größere Reichweite, schnelleres Laden, verbesserte Geräuschdämmung und ein intelligenter weiterentwickelter Allradantrieb sollen das Elektro-SUV deutlich alltagstauglicher machen. Gleichzeitig bleibt vieles typisch Subaru: permanenter Allradantrieb, 211 Millimeter Bodenfreiheit und der Anspruch, eben nicht nur vor dem Bio-Supermarkt gut auszusehen, sondern auch dann noch weiterzufahren, wenn die Straße längst aufgegeben hat.

Unser Erstkontakt fand deshalb nicht nur auf der Straße statt, sondern auch auf einem ADAC-Handlingkurs und im Gelände. Und dort zeigte der überarbeitete Solterra ziemlich schnell, dass dieses Facelift weit mehr ist als nur ein neues Gesicht und ein paar zusätzliche Kilometer WLTP-Reichweite. Der Test.


Mehr Leistung, mehr Reichweite, mehr Subaru?

Die wichtigste Nachricht zuerst: Der Subaru Solterra 2026 fährt sich nicht mehr wie ein Elektroauto, das man aus strategischer Pflicht ins Programm aufgenommen hat. Sondern wie eines, das tatsächlich weiterentwickelt wurde.

Subaru hat beim Facelift an genau den Punkten angesetzt, die beim bisherigen Solterra immer wieder kritisiert wurden. Reichweite, Ladeperformance, Fahrdynamik und Geräuschkomfort standen ganz oben auf der Agenda. Das Ergebnis liest sich auf dem Papier durchaus beeindruckend: Die Systemleistung steigt auf 343 PS, der Sprint auf 100 km/h gelingt in nur noch 5,1 Sekunden und die maximale WLTP-Reichweite wächst auf bis zu 511 Kilometer. Gleichzeitig soll sich der Akku mit bis zu 150 kW DC-Ladeleistung in weniger als 30 Minuten von zehn auf 80 Prozent laden lassen.

Noch wichtiger ist allerdings etwas anderes: Subaru scheint verstanden zu haben, dass Elektromobilität nicht nur aus Zahlenkolonnen besteht. Deshalb wurde auch an den kleinen Dingen gearbeitet. Verbesserte Dämmung, Akustikverglasung vorne, neue Halbleiter für effizientere Leistungsentfaltung und ein überarbeitetes Allradsystem sollen dafür sorgen, dass sich der Solterra erwachsener anfühlt als bisher. Und tatsächlich wirkt der erste Eindruck überraschend souverän.

Schon bei den ersten Metern fällt auf, wie direkt und gleichzeitig angenehm gelassen der Solterra reagiert. Im normalen Fahrmodus fährt er sich entspannt und unkompliziert, fast schon untypisch unspektakulär. Genau das dürfte vielen Subaru-Kunden gefallen. Im „Power“-Modus legt das Elektro-SUV dagegen spürbar an Schärfe zu. Dann marschiert der Japaner mit ordentlich Nachdruck nach vorne, ohne dabei nervös oder künstlich aggressiv zu wirken. Subaru verzichtet erfreulicherweise auf synthetisches Elektrosportwagen-Theater. Kein künstliches Raumschiff-Gewitter aus den Lautsprechern, kein überzogenes Digital-Drama. Einfach Traktion, Drehmoment und Vortrieb.

Dazu passt auch der weiterentwickelte Allradantrieb. Subaru bleibt seiner Linie treu und macht den permanenten AWD-Antrieb weiterhin zum Standard. Gleichzeitig wurde die Drehmomentverteilung optimiert, um Traktion, Stabilität und Kurvenverhalten zu verbessern. Das klingt zunächst nach typischer Pressemappe. Später im Gelände zeigte sich allerdings, dass dahinter tatsächlich Substanz steckt.


Subaru Solterra 2026 – Mehr Subaru im Gesicht

Der Subaru Solterra 2026 wirkt auf den ersten Blick deutlich selbstbewusster als bisher. Das Facelift bringt nicht nur technische Verbesserungen, sondern auch eine spürbar geschärfte Optik. Vor allem die neu gestaltete Frontpartie mit den schlankeren Scheinwerfern, dem überarbeiteten Stoßfänger und dem neuen flachen Subaru-Logo lässt das Elektro-SUV moderner und hochwertiger wirken.

Dabei bleibt der Solterra klar als Subaru erkennbar. Die schwarzen Radhausverkleidungen, die hohe Bodenfreiheit von 211 Millimetern und die insgesamt robuste Linienführung sollen bewusst Abenteuerlust statt Großstadt-Eitelkeit vermitteln. Gerade in der Lackierung Dark Blue Mica und mit den optionalen 20-Zoll-Rädern wirkte unser Platinum-Testwagen überraschend stimmig. Weniger verspielt als früher, gleichzeitig erwachsener und souveräner.

Interessant ist außerdem, wie stark Subaru inzwischen auf Aerodynamik achtet. Aktive Kühlergrillklappen, eine vollständig verkleidete Unterbodenstruktur, neue Außenspiegel und der überarbeitete Heckspoiler sollen nicht nur besser aussehen, sondern auch die Effizienz steigern. Das erklärt gleichzeitig, warum der Solterra trotz klassischer SUV-Proportionen inzwischen bis zu 511 Kilometer WLTP-Reichweite schaffen soll.

Besonders gelungen: Der Solterra versucht gar nicht erst, futuristisch um jeden Preis zu wirken. Keine überzeichneten Lichtspiele, keine völlig absurden Design-Experimente und kein Cockpit, das aussieht wie die Kommandozentrale einer Kryptowährungs-App. Stattdessen setzt Subaru weiterhin auf eine Mischung aus Robustheit, Alltag und leichter Outdoor-Optik. Genau das dürfte vielen Kunden am Ende besser gefallen als das nächste rollende Konzeptfahrzeug mit Straßenzulassung.



Slalom, Ausweichen, Vollbremsung – Der Solterra auf dem ADAC-Kurs

Der theoretische Teil war schnell erledigt. Wirklich interessant wurde es erst dort, wo Hütchen, Wasserfontänen und hektische Ausweichmanöver ins Spiel kamen. Subaru schickte den Solterra nämlich nicht nur über Landstraßen, sondern auch auf einen ADAC-Handlingkurs. Und genau dort zeigte sich ziemlich gut, wie stark das Facelift tatsächlich gelungen ist.

Denn ein 2,1 Tonnen schweres Elektro-SUV mit hoher Bodenfreiheit wirkt auf dem Papier zunächst nicht unbedingt wie das ideale Werkzeug für schnelle Richtungswechsel. Umso überraschender fiel der erste Eindruck aus.

Beim Slalom bleibt der Solterra erstaunlich stabil. Die Lenkung arbeitet präziser als erwartet, das hohe Gewicht wird ordentlich kaschiert und die Karosserie beruhigt sich nach Lastwechseln schneller, als man es einem Elektro-SUV dieser Klasse zutrauen würde. Natürlich fährt der Solterra dadurch nicht plötzlich wie ein BRZ auf Proteinshake-Diät (Test des Subaru BRZ). Aber genau das versucht er auch gar nicht erst zu sein. Viel wichtiger ist die Berechenbarkeit. Und die ist hervorragend.

Gerade bei schnellen Ausweichmanövern wirkt das Fahrzeug ausgesprochen souverän. Das weiterentwickelte Allradsystem verteilt die Kraft spürbar intelligent zwischen Vorder- und Hinterachse, während die elektronischen Helfer erfreulich unaufgeregt arbeiten. Keine hektischen Eingriffe, kein wild blinkendes Weihnachtsbaum-Armaturenbrett, sondern ein sauber kontrollierbares Fahrverhalten. Genau diese Gelassenheit passt erstaunlich gut zur Marke Subaru.

Auch bei den Gefahrenbremsungen hinterließ der Solterra einen starken Eindruck. Die Verzögerung baut sich kraftvoll und stabil auf, ohne dass das Fahrzeug nervös wirkt oder unangenehm eintaucht. Subaru scheint zudem die Abstimmung zwischen Rekuperation und mechanischer Bremse verbessert zu haben. Gerade viele Elektroautos kämpfen hier noch mit einem etwas künstlichen Pedalgefühl. Beim Solterra fällt das deutlich weniger auf.

Überhaupt wirkt das gesamte Fahrzeug akustisch und fahrdynamisch erwachsener als bisher. Die verbesserte Dämmung macht sich bemerkbar, Wind- und Abrollgeräusche bleiben angenehm zurückhaltend und selbst schnelle Richtungswechsel bringen erstaunlich wenig Unruhe in den Innenraum. Genau dort merkt man, dass Subaru beim Facelift nicht nur einzelne Datenblätter poliert hat, sondern tatsächlich an der Gesamtwirkung gearbeitet wurde.


Der Subaru Solterra 2026 im Gelände

Subaru wäre nicht Subaru, wenn die eigentliche Bewährungsprobe erst dort beginnen würde, wo andere Hersteller hektisch nach dem nächsten Fotospot mit Schotterparkplatz suchen. Also ging es anschließend ins Gelände. Und zwar nicht in dieses freundlich geschniegelt wirkende „SUV-Offroad-Erlebnis“, bei dem man hauptsächlich lernt, dass ein Bordstein theoretisch überfahrbar ist.

Sondern richtiges Gelände. Tiefer Matsch, ausgefahrene Passagen, rutschiger Untergrund und Bedingungen, die nach den Regenfällen der vergangenen Tage eher nach Landmaschinenmesse als nach Elektroauto-Präsentation aussahen. Genau dort begann der neue Solterra plötzlich, seinen Charakter zu zeigen.

Denn während viele Elektro-SUV im Gelände vor allem damit beschäftigt sind, ihre 22-Zoll-Räder vor emotionalem Kontakt mit der Natur zu schützen, arbeitet der Subaru erstaunlich souverän. Das weiterentwickelte Allradsystem reagiert schnell und nachvollziehbar, die Traktion bleibt selbst auf tiefem Untergrund beeindruckend stabil und die verschiedenen Offroad-Modi greifen sinnvoll ein, ohne den Fahrer zu bevormunden.

Besonders im Modus „Deep Snow/Mud“ kämpfte sich der Solterra mit bemerkenswerter Gelassenheit durch Passagen, bei denen man kurz dachte, jetzt wird gleich der Berge-Traktor zum heimlichen Star der Veranstaltung. Stattdessen arbeitete sich das Elektro-SUV stoisch weiter durch den Matsch, als hätte irgendjemand einem Förster plötzlich 343 PS und eine Hochvoltbatterie gegeben. Oder anders gesagt: Er steht dem Forester (Test des Subaru Forester 2026) quasi in nichts nach.

Dazu kommen 211 Millimeter Bodenfreiheit, kurze Überhänge und das bekannte X-Mode-System, das Antrieb, Bremsen und Kraftverteilung speziell für schwierigen Untergrund koordiniert. Gerade auf rutschigen Passagen vermittelt der Solterra dadurch ein hohes Sicherheitsgefühl. Man merkt schnell, dass Subaru beim Thema Allrad eben nicht erst seit Beginn des Elektrozeitalters mitreden möchte.

Interessant ist dabei vor allem eines: Der Solterra fühlt sich im Gelände nicht wie ein Elektroauto mit nachträglich aufgesetzter Outdoor-Optik an. Genau das unterscheidet ihn von vielen Konkurrenten. Während manche Elektro-SUV mittlerweile aussehen, als würden sie regelmäßig Expeditionen zum Bioladen unternehmen, nimmt man dem Subaru seine Offroad-Kompetenz tatsächlich ab. Und genau darin könnte am Ende seine größte Stärke liegen.


Innenraum, Bedienung und das kleine Problem namens Klavierlack

Auch im Innenraum hat Subaru den Solterra spürbar überarbeitet. Das merkt man weniger an spektakulären Designexperimenten, sondern eher daran, dass vieles jetzt stimmiger wirkt als zuvor. Der Fokus liegt klar auf Alltag, Übersicht und Funktionalität. Also ziemlich genau auf dem Gegenteil dessen, was manche Hersteller aktuell unter futuristischem Cockpitdesign verstehen.

Die neu gestaltete Instrumententafel wirkt aufgeräumter, das große 14-Zoll-Display sitzt prominent im Zentrum und die wichtigsten Funktionen bleiben erfreulicherweise schnell erreichbar. Dazu kommt die digitale Instrumentenanzeige oberhalb der Lenkradlinie, die Informationen gut ins natürliche Sichtfeld rückt. Subaru verfolgt hier weiterhin einen eher pragmatischen Ansatz. Nicht maximal spektakulär, dafür angenehm intuitiv.

Positiv fällt außerdem das Platzangebot auf. Der lange Radstand von 2,85 Metern sorgt für viel Bewegungsfreiheit, auch im Fond sitzt man ausgesprochen luftig. Gerade das neue Panoramaglasdach ohne Mittelstrebe verstärkt den offenen Eindruck zusätzlich. Dazu kommen viele praktische Details wie die große Mittelkonsole, zahlreiche Ablagen und die induktive Ladeschale für gleich zwei Smartphones. Offenbar geht Subaru davon aus, dass Outdoor-Menschen inzwischen ebenfalls Kabel hassen. Eine realistische Einschätzung.

Unser Testwagen in der höchsten Ausstattungslinie Platinum kombinierte das Ganze mit blau-schwarzen Echtledersitzen, 20-Zoll-Felgen und der Lackierung Dark Blue Mica. Gerade innen wirkt der Solterra dadurch deutlich hochwertiger als früher. Die verbesserten Materialien an Türen, Säulen und Armaturenbrett zahlen ebenfalls auf diesen Eindruck ein.

Besonders angenehm: die verbesserte Geräuschdämmung. Subaru hat an Akustikverglasung und Dämmmaterial gearbeitet, was dem Solterra spürbar mehr Ruhe verleiht. Selbst bei höheren Geschwindigkeiten bleibt der Innenraum angenehm entspannt. Das passt gut zum gesamten Charakter des Fahrzeugs, das eher auf souveränes Reisen als auf künstliche Sportlichkeit setzt.

Natürlich gibt es trotzdem ein paar typische Moderne-Auto-Momente. Klavierlackflächen existieren weiterhin in freier Wildbahn und sammeln Fingerabdrücke mit der Begeisterung eines Kriminaltechnikers auf Überstundenbasis. Wirklich schlimm ist das hier zwar nicht. Aber irgendwo scheint es inzwischen ein geheimes internationales Abkommen zu geben, nach dem kein modernes Fahrzeug ohne mindestens eine hochglänzende Fingerabdruck-Sammelstelle ausgeliefert werden darf.


Subaru zwischen Outdoor-Romantik und Elektro-Offensive

Interessant am neuen Solterra ist allerdings nicht nur das Auto selbst, sondern auch das, was dahintersteht. Denn Subaru wirkt derzeit wie eine Marke in einer Art kontrollierter Neuorientierung. Nicht hektisch, nicht panisch, sondern eher nach dem Motto: „Okay, dann machen wir jetzt eben Elektro. Aber auf unsere Art.“

Genau deshalb spielte bei der Präsentation nicht nur der Subaru Solterra 2026 eine große Rolle, sondern auch der neue Subaru Uncharted. Das kompaktere Elektro-SUV startet bereits ab 36.990 Euro und soll neue Zielgruppen ansprechen, unter anderem erstmals auch mit Frontantrieb. Laut Subaru nutzen ohnehin rund 70 Prozent der Kunden überwiegend 2WD-Betrieb. Also öffnet sich die Marke bewusst ein Stück weit, ohne ihre Allrad-Kompetenz komplett aufzugeben.

Der Solterra bleibt dagegen das technologische Flaggschiff der aktuellen Elektro-Offensive. Und Subaru macht keinen Hehl daraus, dass der bisherige Solterra eher ein Anfang war als ein finales Statement. Genau deshalb wurde das Modelljahr 2026 in nahezu allen Bereichen überarbeitet: Reichweite, Ladeleistung, Fahrdynamik, Komfort und Geräuschniveau. Selbst die Plattform wurde weiterentwickelt.

Spannend ist dabei vor allem die Positionierung. Subaru weiß offenbar ziemlich genau, dass man im Elektrosegment keine Volumenmarke wird. Stattdessen setzt man bewusst auf eine kleinere, klar definierte Zielgruppe mit Outdoor-Orientierung. Menschen, die Wert auf Allrad, Anhängelast, Alltagstauglichkeit und Robustheit legen. Deshalb betont Subaru auch Themen wie die 1.500 Kilogramm Anhängelast, die hohe Bodenfreiheit oder die Geländetauglichkeit des X-Mode-Systems stärker als irgendwelche Beschleunigungsrekorde.

Gleichzeitig versucht die Marke, die typischen Elektro-Sorgen entschärfen. Schnellere Ladezeiten, Batterievorkonditionierung, bis zu 511 Kilometer Reichweite, Connected Services und das „Safe 10“-Garantieversprechen (für den Uncharted) sollen Vertrauen schaffen. Die Subaru-Garantie für den Solterra beträgt acht Jahre. Hinzu kommt die klare Aussage, dass Subaru weiterhin technologisch flexibel bleiben will. Mildhybride bleiben noch einige Jahre im Programm, parallel dazu wächst die Elektro-Palette mit Solterra, Uncharted und dem angekündigten E-Outback als Nachfolger des bisherigen Outback (Test des Subaru Outback 2026).

Das alles wirkt weniger nach blindem Trend-Hopping und eher nach vorsichtigem, aber konsequentem Umbau. Vielleicht ist genau das aktuell sogar die vernünftigere Strategie. Gerade in einem Markt, in dem gefühlt jede zweite Marke gleichzeitig Weltrettung, Softwarekonzern und Lifestyle-Religion sein möchte.


Der erste Eindruck – Der Solterra ist endlich angekommen

Der erste Subaru Solterra wirkte bei seiner Premiere ein wenig wie ein sehr vernünftiger Mensch auf einer wilden Elektroauto-Party. Seriös, solide, sympathisch, aber nicht unbedingt das Fahrzeug, über das anschließend alle sprechen wollten. Genau das könnte sich mit dem Modelljahr 2026 ändern.

Denn Subaru hat offensichtlich verstanden, dass ein modernes Elektroauto mehr können muss, als einfach nur elektrisch zu fahren. Reichweite, Ladegeschwindigkeit, Fahrkomfort und Software-Themen gehören inzwischen genauso zur Realität wie Traktion und Sicherheit. Und genau dort hat der neue Solterra spürbar aufgeholt. Vor allem aber fühlt er sich jetzt deutlich stärker nach einem echten Subaru an.

Das zeigt sich nicht nur im Gelände, wo der Solterra seine Allradkompetenz überraschend souverän ausspielt, sondern auch im gesamten Charakter des Fahrzeugs. Der neue Solterra versucht nicht, ein überdigitalisierter Tech-Gadget auf Rädern zu sein. Er will kein rollendes Smartphone werden und auch kein futuristisches Statussymbol für Innenstädte mit Tiefgaragenquote. Stattdessen bleibt er angenehm bodenständig. Ein Elektro-SUV für Menschen, die tatsächlich rausfahren wollen. Nicht nur darüber posten. Genau darin liegt vermutlich seine größte Stärke.

Natürlich ersetzt dieser Erstkontakt keinen echten Alltagstest. Themen wie reale Langstrecken-Reichweite, Winterverbrauch, Ladeperformance auf Reisen oder Dauerkomfort lassen sich erst mit einem regulären Testwagen wirklich beurteilen. Genau dort wird sich später zeigen müssen, wie groß der Schritt nach vorne tatsächlich ausfällt.

Der erste Eindruck fällt allerdings überraschend positiv aus. 343 PS, bis zu 511 Kilometer WLTP-Reichweite, schnelleres Laden, verbesserte Dämmung, modernes Infotainment und ein spürbar souveräneres Fahrgefühl machen den Subaru Solterra 2026 zu deutlich mehr als nur einem kleinen Facelift. Gleichzeitig bleibt die Marke ihrer Linie treu: permanenter Allradantrieb, echte Offroad-Kompetenz und ein klarer Outdoor-Fokus unterscheiden den Solterra weiterhin von vielen Konkurrenten.

Oder anders gesagt: Während manche Elektro-SUV vor allem aussehen möchten wie Abenteuer, fährt der Subaru zumindest schon mal freiwillig hinein.

Text: NEU!

Fotos: NEU! / André Tillmann für Subaru


Technische Daten Subaru Solterra 2026

ModellSubaru Solterra 2026 73 AWD Platinum
Länge x Breite x Höhe (m)4,69 x 1,86 (2,17 mit Außenspiegeln) x 1,65
Radstand (mm)2.850
MotorElektromotor
Anhängelast in kg (gebremst / ungebremst)1.500 / 750
Leistung (kW / PS)252 / 343
Drehmoment (Nm)437
Getriebe1-Gang-Reduktionsgetriebe
AntriebAllrad
KraftstoffartStrom
Durchschnittsverbrauch (WLTP in kW/h)15,8
Durchschnittsverbrauch (NEU! in kW/h)18,2
CO²-Ausstoß (nach WLTP in g/km)0
Stützlast (kg)150
0 auf 100 km/h (in Sekunden)5,1
Höchstgeschwindigkeit (km/h)160
Leergewicht (kg)2.154
Kofferraumvolumen (l)441 – 1.415
FarbeDark Blue Mica
Grundpreis (Euro)45.990
Testwagenpreis (Euro)53.868
Technische Daten: Subaru Solterra 2026 73 AWD Platinum


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