Toyota Aygo X Hybrid
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Toyota Aygo X Hybrid Test – Der Kleinstwagen wird erwachsen

Der Toyota Aygo X Hybrid markiert für den japanischen Hersteller einen bemerkenswerten Schritt. Denn erstmals zieht die aus anderen Baureihen bekannte Hybridtechnik in das kleinste Modell der Marke ein. Damit endet gleichzeitig eine Ära, in der der Aygo vor allem eines war: ein sympathischer, unkomplizierter Kleinstwagen für die Stadt. Nun soll er deutlich mehr können.

Das überrascht durchaus. Schließlich hatte der bisherige Aygo X zwar viele sympathische Eigenschaften, offenbarte im Alltag aber auch eine Schwäche, die sich kaum wegdiskutieren ließ. Der 72 PS starke Dreizylinder erfüllte seinen Zweck im Stadtverkehr zwar ordentlich, geriet auf der Landstraße oder der Autobahn jedoch schnell an seine Grenzen. Überholmanöver wollten gut geplant sein, längere Etappen erforderten Geduld und insgesamt fehlte es dem kleinen Toyota schlicht an Souveränität. Genau dort setzt der neue Aygo X Hybrid an.

Toyota verspricht deshalb nicht einfach nur einen sparsameren Antrieb. Vielmehr soll der Hybrid das gesamte Fahrzeug auf ein neues Niveau heben. Mehr Leistung, mehr Fahrkomfort und gleichzeitig die für die Marke typische Effizienz sollen dafür sorgen, dass der Aygo X nicht länger ausschließlich als Stadtauto wahrgenommen wird. Ein durchaus ambitioniertes Ziel, schließlich bleibt der Japaner mit 3,78 Metern Länge einer der kleinsten Vertreter seines Segments.

Doch reicht der neue Hybridantrieb tatsächlich aus, um den Charakter des Aygo X grundlegend zu verändern? Kann aus einem cleveren Kleinstwagen ein Fahrzeug werden, das sich auch auf längeren Strecken wohlfühlt und klassischen Kleinwagen Konkurrenz macht? Oder bleibt am Ende doch vieles beim Alten?

Genau diesen Fragen sind wir im Alltag nachgegangen und haben den Kleinsten aus der Toyota-Riege einem umfangreichen Test unterzogen. Fahrbericht.


Der Look

Wer den Toyota Aygo X Hybrid zum ersten Mal sieht, dürfte sich zunächst fragen, wo Toyota eigentlich Hand angelegt hat. Tatsächlich fällt die Modellpflege auf den ersten Blick erstaunlich dezent aus. Das ist allerdings keineswegs ein Nachteil. Schließlich gehörte der Aygo X schon bislang zu den auffälligsten Vertretern seiner Klasse. Warum also ein Design komplett über den Haufen werfen, das offensichtlich funktioniert?

Mit einer Länge von lediglich 3,78 Metern bleibt der Japaner einer der kompaktesten Crossover auf dem Markt. Kurze Überhänge, die markanten Kunststoffbeplankungen rund um die Radhäuser und die leicht erhöhte Sitzposition sorgen weiterhin für den robusten Auftritt, der den Aygo X schon seit seiner Einführung von klassischen Kleinstwagen unterscheidet. Gleichzeitig wirkt die Frontpartie nun moderner und deutlich selbstbewusster. Verantwortlich dafür sind unter anderem die neu gestaltete Motorhaube sowie die überarbeiteten Leuchteinheiten, die dem kleinen Toyota einen wesentlich frischeren Gesichtsausdruck verleihen.

Unser Testwagen trat in der Außenfarbe „Cinnamon Bronze Metallic“ mit schwarzem Dach an. Zugegeben: Der Name klingt zunächst eher nach einem saisonalen Heißgetränk aus dem Coffeeshop als nach einer Fahrzeuglackierung. Auf der Straße funktioniert die Kombination allerdings erstaunlich gut. Je nach Lichteinfall changiert der Lack zwischen Bronze- und Kupfertönen und verleiht dem Aygo X Hybrid einen eigenständigen Charakter, ohne dabei aufdringlich zu wirken. Zusammen mit dem kontrastierenden Dach entsteht ein Auftritt, der deutlich hochwertiger wirkt, als man es in dieser Fahrzeugklasse erwarten würde.

Passend dazu verfügt unser Teamplayer-Modell serienmäßig über LED-Scheinwerfer, die sich harmonisch in die neugestaltete Front integrieren. Doch nicht nur optisch hinterlassen sie einen guten Eindruck. Im Alltag entpuppen sie sich sogar als einer der größten Fortschritte gegenüber dem Vorgänger. Warum das so ist und wie sich die Lichttechnik in der Praxis schlägt, schauen wir uns im Kapitel Assistenz, Technik & Ausstattung noch einmal genauer an.

Abgerundet wird der Auftritt durch die serienmäßigen 17-Zoll-Leichtmetallräder der Teamplayer-Ausstattung. Sie füllen die Radhäuser stimmig aus und lassen den Aygo X Hybrid trotz seiner kompakten Abmessungen erstaunlich satt auf der Straße stehen. Wer noch etwas mehr Dynamik möchte, findet diese in der GR Sport-Variante. Unser Eindruck blieb allerdings derselbe: Bereits der Teamplayer trifft den goldenen Mittelweg aus schickem Auftritt und Alltagstauglichkeit erstaunlich gut.


Und innen?

Wer nach dem Einsteigen einen luxuriösen Innenraum erwartet, dürfte im Toyota Aygo X Hybrid schnell auf dem Boden der Tatsachen landen. Das ist allerdings überhaupt nicht negativ gemeint. Toyota versucht gar nicht erst, etwas vorzutäuschen, was der Aygo X nicht sein möchte. Stattdessen konzentrieren sich die Japaner auf das Wesentliche. Und das gelingt erstaunlich gut.

Natürlich dominiert Hartplastik das Cockpit. In einem Kleinstwagen dieser Klasse wäre alles andere auch eine Überraschung. Entscheidend ist vielmehr, wie das Ganze umgesetzt wurde. Und hier hinterlässt der Aygo X Hybrid einen deutlich hochwertigeren Eindruck, als es die Materialliste zunächst vermuten lässt. Unser Testwagen griff die Außenfarbe „Cinnamon Bronze Metallic“ auch im Innenraum auf. Farblich abgestimmte Dekorelemente lockern das ansonsten sachlich gestaltete Cockpit spürbar auf und verleihen ihm eine angenehm freundliche Atmosphäre. Zugegeben: Nach einer halben Stunde im Auto bekommt man plötzlich Lust auf eine Zimtschnecke. Das dürfte allerdings eher an der Farbgestaltung als an mangelnder Selbstbeherrschung liegen.

Vorne sitzt es sich überraschend bequem. Selbst Fahrerinnen und Fahrer mit einer Körpergröße von deutlich über 1,80 Metern finden problemlos eine angenehme Sitzposition. Auch längere Etappen lassen sich ohne größere Ermüdungserscheinungen absolvieren. Dass der Aygo X Hybrid dabei nicht den Langstreckenkomfort einer Mittelklasselimousine erreicht, versteht sich von selbst. Gemessen an seiner Fahrzeugklasse macht er seine Sache jedoch ausgesprochen ordentlich.

Im Fond zeigt der kleine Toyota naturgemäß seine Grenzen. Bis etwa 1,75 Meter Körpergröße reist man durchaus angenehm, darüber wird es langsam enger. Für den Weg zur Arbeit, den Einkauf oder den spontanen Ausflug an den See reicht das Platzangebot aber vollkommen aus. Hinzu kommt, dass die markante C-Säule das Raumgefühl im Fond etwas einschränkt. Man fühlt sich nicht eingeengt, nimmt die geschlossene Seitenpartie aber durchaus wahr. Dass sich die hinteren Seitenfenster lediglich ausstellen und nicht vollständig öffnen lassen, gehört ebenfalls zu den typischen Kompromissen eines Kleinstwagens.

Auch der Kofferraum ordnet sich genau dort ein, wo man ihn erwarten würde. 231 Liter Gepäckvolumen reißen sicherlich keine Wurst vom Brot, für den Wochenendeinkauf oder zwei Reisetaschen reicht das aber problemlos aus. Werden die Rücksitze umgeklappt, wächst das Ladevolumen auf bis zu 829 Liter an. Beeindruckend? Vielleicht nicht. Für ein Auto, das nahezu jede Parklücke als persönliche Einladung versteht, allerdings ein durchaus respektabler Wert.

Positiv fiel uns außerdem die Bedienung auf. Das Infotainment setzt nicht auf möglichst viele Menüs oder verspielte Animationen, sondern auf Übersichtlichkeit. Apple CarPlay und Android Auto gehören serienmäßig dazu und funktionieren kabellos zuverlässig. Mehr braucht es im Alltag eigentlich nicht.

Noch besser gefällt uns allerdings die Klimabedienung. Während viele Hersteller inzwischen nahezu jede Funktion in den Touchscreen verbannen, bleibt Toyota angenehm bodenständig. Temperatur, Lüftung oder Umluft werden weiterhin über echte Tasten und Drehregler unterhalb des Displays gesteuert. Das funktioniert nahezu blind, reduziert die Ablenkung während der Fahrt und erinnert daran, dass guter Bedienkomfort manchmal erstaunlich einfach sein kann.

Bei den Ablagemöglichkeiten bleibt der Aygo X Hybrid dagegen realistisch. Große Wunder sollte man hier nicht erwarten. Smartphone, Schlüsselbund und Kleinigkeiten finden ihren Platz, dazu kommen zwei angenehm stabile Getränkehalter in der Mittelkonsole. Mehr braucht es in einem Auto dieser Größe auch selten.


Der Antrieb des Toyota Aygo X Hybrid

Es gibt Autos, bei denen man schon nach den ersten Metern merkt, dass sich etwas Grundlegendes verändert hat. Der Toyota Aygo X Hybrid gehört genau in diese Kategorie.

Wer den Vorgänger kennt, wird den Unterschied praktisch sofort bemerken. Der bisherige 72-PS-Benziner war zwar sparsam und für den Stadtverkehr durchaus ausreichend, wirkte außerhalb seines natürlichen Lebensraums aber schnell angestrengt. Landstraße und Autobahn gehörten nicht unbedingt zu seinen Lieblingsdisziplinen. Genau hier setzt der neue Hybrid an und verändert den Charakter des Aygo X nachhaltiger, als es jede Modellpflege jemals könnte.

Unter der Haube arbeitet nun das aus größeren Toyota-Modellen bekannte Vollhybridsystem mit einer Systemleistung von 116 PS. Auf dem Papier klingt das zunächst nicht spektakulär. Betrachtet man allerdings das Leergewicht von lediglich rund 1.090 Kilogramm, wird schnell klar, warum der kleine Toyota plötzlich so viel munterer wirkt.

Das Schöne daran: Der Aygo X Hybrid versucht gar nicht erst, sportlich zu sein. Er muss niemandem etwas beweisen. Stattdessen fährt er angenehm souverän. Der Elektromotor unterstützt den Benziner genau dort, wo es im Alltag zählt. Beim Anfahren, beim Einfädeln in den fließenden Verkehr oder beim kurzen Sprint aus dem Kreisverkehr heraus steht die Leistung unmittelbar zur Verfügung. Dadurch fühlt sich der kleine Toyota deutlich kräftiger an, als es die nackten Zahlen zunächst vermuten lassen.

Toyota gibt den Sprint von 0 auf 100 km/h mit 9,2 Sekunden an. Ehrlich gesagt hätten wir nach unserem Fahreindruck auf einen etwas niedrigeren Wert getippt. Der Aygo X Hybrid wirkt subjektiv deutlich flotter, weil der Hybridantrieb seine Kraft sehr spontan bereitstellt und das geringe Fahrzeuggewicht leichtes Spiel mit den 116 PS hat. Genau dadurch entsteht ein Fahrgefühl, das eher an einen guten Kleinwagen als an einen klassischen Kleinstwagen erinnert.

Selbst auf der Autobahn schlägt sich der Japaner überraschend ordentlich. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 172 km/h, unser Tacho zeigte dabei optimistische 182 km/h an. Viel wichtiger ist allerdings, dass sich der Aygo X Hybrid auch bei höherem Tempo nicht nervös anfühlt. Natürlich merkt man ihm seine kompakten Abmessungen an und auch die Geräuschkulisse nimmt spürbar zu. Wer regelmäßig hunderte Kilometer über die Autobahn fährt, dürfte ohnehin zu einer anderen Fahrzeugklasse greifen. Für gelegentliche Langstrecken liefert der kleine Toyota jedoch eine deutlich überzeugendere Vorstellung ab als sein Vorgänger.


Das Fahrwerk des Toyota Aygo X Hybrid spielt eine Klasse höher

Ebenso gelungen präsentiert sich das Fahrwerk. Toyota hat hier einen ausgesprochen ausgewogenen Kompromiss gefunden. Unebenheiten werden sauber weggefiltert, ohne dass der Aygo X Hybrid dabei schwammig wirkt. Gleichzeitig bleibt das Fahrverhalten angenehm neutral und jederzeit gut kontrollierbar. Wir waren uns einig: Das Fahrwerk des Japaners fühlt sich eher nach Kleinwagen und nicht nach Kleinstwagen an. Unterstützt wird dieser Eindruck von einer leichtgängigen Lenkung, die genügend Rückmeldung liefert, um Vertrauen aufzubauen, ohne gerade Fahranfänger mit unnötiger Nervosität zu konfrontieren.

Mindestens genauso positiv fiel uns die Bremsanlage auf. Der Druckpunkt ist klar definiert, die Dosierbarkeit gelingt auf Anhieb und vor allem arbeitet das Zusammenspiel aus Rekuperation und mechanischer Bremse nahezu unmerklich. Genau hier merkt man die jahrzehntelange Erfahrung Toyotas mit Hybridantrieben. Während manche Hersteller den Übergang zwischen Energierückgewinnung und klassischem Bremsen bis heute nicht vollständig kaschieren können, erledigt der Aygo X Hybrid diese Aufgabe so selbstverständlich, dass man sich nach wenigen Kilometern überhaupt keine Gedanken mehr darüber macht.

Spürbar weiterentwickelt wurde auch das stufenlose Automatikgetriebe. Die typische Charakteristik eines CVT-Getriebes bleibt zwar erhalten, wirkt im Aygo X Hybrid aber deutlich harmonischer als noch vor einigen Jahren. Im Alltag reagiert das Getriebe angenehm unauffällig und passt seine Übersetzung sauber an die Fahrsituation an. Erst bei kräftigen Beschleunigungsmanövern oder längeren Autobahnpassagen meldet sich der bekannte Gummiband-Effekt noch einmal zu Wort. Dann steigt die Motordrehzahl hörbar an, während die Geschwindigkeit gleichmäßiger zunimmt. Ganz verschwindet diese Eigenart also auch im Jahr 2026 nicht. Sie fällt allerdings wesentlich dezenter aus als früher und dürfte im Alltag nur den wenigsten Fahrern negativ auffallen.

Am Ende bleibt deshalb vor allem eine Erkenntnis: Der neue Hybridantrieb macht den Aygo X nicht einfach schneller. Er macht ihn erwachsener. Genau das ist der entscheidende Unterschied.


Alltag & Verbrauch

Im Alltag zeigt sich schnell, dass der Hybridantrieb nicht einfach nur für bessere Fahrleistungen sorgt. Er macht den Toyota Aygo X Hybrid in vielen Situationen schlicht angenehmer.

Das beginnt bereits dort, wo der kleine Japaner die meiste Zeit verbringt: in der Stadt. Dank seiner kompakten Abmessungen findet der 3,78 Meter kurze Crossover Parklücken, an denen viele größere Fahrzeuge längst vorbeifahren müssen. Unterstützt wird das Ganze durch die serienmäßige Rückfahrkamera der Teamplayer-Ausstattung, die das Einparken angenehm präzise macht. Nach kurzer Zeit entwickelt sich daraus fast schon ein kleines Spiel. „Da passt er niemals rein“ verliert im Aygo X Hybrid erstaunlich häufig gegen „Doch, passt.“

Auch im dichten Stadtverkehr spielt der Hybridantrieb seine Stärken aus. Immer wieder rollt der Aygo rein elektrisch durch Tempo-30-Zonen oder im Stop-and-go-Verkehr, ohne dass der Fahrer darüber groß nachdenken muss. Das Zusammenspiel aus Verbrennungs- und Elektromotor arbeitet so unauffällig, dass man sich schon nach wenigen Kilometern daran gewöhnt und es irgendwann einfach als selbstverständlich hinnimmt.

Mindestens genauso überzeugend fällt der Verbrauch aus. Über unseren gesamten Test hinweg begnügte sich der Aygo X Hybrid mit durchschnittlich 4,6 Litern Super auf 100 Kilometern. Ein hervorragender Wert, zumal wir das Fahrzeug keineswegs ausschließlich im Stadtverkehr bewegt haben.

Wie groß die Bandbreite tatsächlich ist, zeigte sich bei bewusst unterschiedlichen Fahrprofilen. Wer den kleinen Toyota mit dauerhaft hohem Tempo über die Autobahn bewegt und die Höchstgeschwindigkeit regelmäßig ausreizt, landet bei rund 7,7 Litern. Mehr ließ sich dem Hybrid im Test kaum entlocken. Umgekehrt belohnt der Aygo X eine vorausschauende Fahrweise mit beeindruckenden Ergebnissen. Auf unserer Sparrunde standen am Ende gerade einmal 2,8 Liter auf dem Bordcomputer.

Damit erfüllt der Toyota etwas, das viele Hersteller seit Jahren versprechen, in der Praxis aber nur selten erreichen: Er ist tatsächlich ein echtes 3-Liter-Auto. Und zwar nicht unter Laborbedingungen, sondern dann, wenn der Fahrer den Hybrid bewusst arbeiten lässt.

Hinzu kommt ein weiterer Punkt, der sich im Alltag schnell bemerkbar macht. Trotz seiner kompakten Außenmaße eignet sich der Aygo X Hybrid durchaus für längere Strecken. Die Vordersitze bieten – wie bereits erwähnt – auch größeren Personen ausreichend Komfort und der Hybridantrieb nimmt dem Fahrzeug jene angestrengte Wirkung, die den Vorgänger auf der Autobahn gelegentlich begleitete. Natürlich wird es bei höherem Tempo hörbar lauter und auch der Radstand setzt den Langstreckenqualitäten physikalische Grenzen. Für den Wochenendausflug oder den Besuch bei Freunden in der Nachbarstadt ist der kleine Toyota heute jedoch wesentlich besser gerüstet als noch vor wenigen Jahren.

Unterm Strich bleibt vor allem eine Erkenntnis: Der Aygo X Hybrid ist nicht nur sparsam. Er macht den Alltag einfach unkompliziert. Und genau das dürfte für die meisten Käufer letztlich wichtiger sein als jede Zehntelsekunde beim Sprint auf 100 km/h.


Assistenz, Technik & Ausstattung

Toyota verfolgt beim Aygo X Hybrid einen angenehm pragmatischen Ansatz. Statt den kleinen Crossover mit möglichst vielen technischen Spielereien zu überfrachten, konzentrieren sich die Japaner auf Funktionen, die im Alltag tatsächlich einen Mehrwert bieten. Das sorgt nicht nur für eine intuitive Bedienung, sondern verhindert auch, dass sich der Fahrer erst durch mehrere Untermenüs kämpfen muss, um eine einfache Einstellung vorzunehmen.

Bereits in der Teamplayer-Ausstattung bringt der Aygo X Hybrid vieles mit, was man heutzutage erwartet. Neben der serienmäßigen Rückfahrkamera gehören unter anderem elektrisch anklappbare Außenspiegel, eine induktive Ladeschale für Smartphones, ein Regensensor sowie ein Start-Stopp-Knopf zur Ausstattung. Unser Testwagen verfügte zusätzlich über das optionale Technik-Paket für 890 Euro. Dieses ergänzt unter anderem eine Sitzheizung für die Vordersitze, Parksensoren vorne und hinten inklusive Bremsassistent sowie ein schlüsselloses Zugangs- und Startsystem.

Besonders positiv fiel uns das Zusammenspiel der Assistenzsysteme auf. Verkehrszeichenerkennung, Spurhalteassistent und weitere Helfer arbeiten angenehm unauffällig im Hintergrund. Warnungen erfolgen nur dann, wenn sie tatsächlich sinnvoll erscheinen. Das klingt zunächst selbstverständlich, ist es heute aber längst nicht mehr. Manche Fahrzeuge erinnern ihre Fahrer mittlerweile gefühlt häufiger an Tempolimits oder Fahrbahnmarkierungen als der Beifahrer. Der Aygo X Hybrid hält sich hier wohltuend zurück und unterstützt, statt zu bevormunden.

Bereits im Kapitel zum Exterieur hatten wir die LED-Scheinwerfer kurz angesprochen. Im Alltag entpuppten sie sich tatsächlich als einer der größten Fortschritte gegenüber dem Vorgänger. Während die Halogenscheinwerfer des bisherigen Aygo X eher die Kategorie „Sie machen immerhin Licht“ bedienten, liefern die neuen LEDs eine helle, gleichmäßige und angenehm weitreichende Ausleuchtung. Adaptive Funktionen gibt es zwar nicht, vermisst haben wir sie während unseres Tests allerdings kaum. Ergänzt wird das Ganze durch LED-Nebelscheinwerfer, die ebenfalls zur Teamplayer-Ausstattung gehören.

Ebenfalls überzeugen konnte das Infotainmentsystem. Der Touchscreen reagiert flott, die Menüstruktur bleibt angenehm übersichtlich und verzichtet auf unnötigen Schnickschnack. Apple CarPlay und Android Auto funktionieren kabellos und machten während unseres Tests keinerlei Probleme. Genau so sollte moderne Konnektivität funktionieren: verbinden, losfahren und anschließend möglichst wieder vergessen, dass sie überhaupt vorhanden ist.

Mindestens genauso erfreulich bleibt die Klimabedienung. Toyota setzt weiterhin auf physische Tasten und Drehregler unterhalb des Displays. Eine Entscheidung, die wir ausdrücklich begrüßen. Temperatur, Lüftungsstärke oder Umluft lassen sich dadurch nahezu blind bedienen, ohne den Blick länger als nötig von der Straße abzuwenden. Manchmal besteht echter Fortschritt eben nicht darin, alles neu zu machen, sondern gute Lösungen einfach beizubehalten.

Ganz ohne Kritik kommt allerdings auch der Aygo X Hybrid nicht davon. So sucht man eine Lenkradheizung selbst gegen Aufpreis vergeblich. Gerade an kalten Wintermorgen wäre sie eine sinnvolle Ergänzung gewesen. Ebenfalls schade: Wer Wert auf das optionale JBL-Soundsystem legt, muss mindestens zur Ausstattungslinie Lounge greifen. Eine Einzeloption für den Teamplayer gibt es leider nicht. Das ist insofern bedauerlich, weil gerade diese Ausstattungslinie für uns den besten Kompromiss aus Preis und Ausstattung darstellt.


Varianten & Preise des Toyota Aygo X Hybrid

Mit einem Aktionspreis ab 19.450 Euro ist der Toyota Aygo X Hybrid wieder ein gutes Stück näher an dem, was viele Käufer von einem modernen Kleinstwagen erwarten. Gleichzeitig zeigt sich aber auch, wie sehr sich das Modell weiterentwickelt hat. Der Aygo X Hybrid ist längst kein reines Einstiegsauto mehr, sondern ein erstaunlich erwachsener Begleiter für den Alltag. Entsprechend lohnt sich ein genauer Blick auf die einzelnen Ausstattungslinien.

Den Einstieg bildet der Pure ab 19.450 Euro, darüber rangiert der Active für mindestens 20.605 Euro. Beide Varianten bringen bereits die wichtigsten Sicherheits- und Assistenzsysteme mit und erfüllen ihren Zweck. Wer allerdings etwas länger Freude an seinem Fahrzeug haben möchte, sollte aus unserer Sicht direkt einen Blick auf die nächsthöhere Ausstattung werfen.

Denn bereits der Teamplayer ab 21.961 Euro bietet genau jene Extras, die im Alltag einen echten Unterschied machen. Serienmäßig an Bord sind unter anderem eine Rückfahrkamera, elektrisch anklappbare Außenspiegel, ein Regensensor, eine induktive Ladeschale für Smartphones, getönte Heck- und Seitenscheiben, ein schwarz lackierter Frontgrill sowie 17-Zoll-Leichtmetallräder.

Noch wichtiger ist allerdings ein anderes Detail: die serienmäßigen LED-Scheinwerfer. Wer den Vorgänger mit seinen Halogenscheinwerfern kennt, weiß, wie groß der Unterschied tatsächlich ausfällt. Die Lichtausbeute liegt auf einem völlig anderen Niveau und sorgt gerade bei Nachtfahrten für ein deutlich entspannteres Fahrerlebnis.

Und Hand aufs Herz: Wer möchte im Jahr 2026 freiwillig noch mit Halogenscheinwerfern unterwegs sein?

Unser Testwagen war zusätzlich mit dem Technik-Paket für 890 Euro ausgestattet. Dieses umfasst eine Sitzheizung für die Vordersitze, Parksensoren vorne und hinten inklusive Bremsassistent sowie ein schlüsselloses Zugangs- und Startsystem. Wer lediglich warme Sitze möchte, kann diese alternativ auch einzeln für 290 Euro bestellen. Zusammen mit dem Technik-Paket ergibt sich für unseren Testwagen ein Gesamtpreis von 22.851 Euro.

Für alle, die gerne etwas mehr Komfort genießen möchten, bietet Toyota den Lounge ab 24.472 Euro an. Hier gehören unter anderem eine Zwei-Zonen-Klimaautomatik, ein Luftreinigungssystem, das auf 10,5 Zoll vergrößerte Infotainment inklusive Cloud-Navigation, Sitzheizung vorne, Parksensoren vorne und hinten sowie das Keyless-System bereits zum Serienumfang. Ausschließlich für Lounge und GR Sport lässt sich außerdem das JBL-Soundsystem für 590 Euro bestellen.

Die Spitze der Baureihe markiert schließlich der GR Sport ab 25.692 Euro. Er setzt optisch eigenständige Akzente und erhält zusätzlich eine modifizierte Fahrwerksabstimmung, die den dynamischen Anspruch der Ausstattungslinie unterstreichen soll. Alle Yaris-Modelle erhalten zudem die Toyota Relax Garantie, die sich nach jeder Inspektion auf bis zu 15 Jahre verlängert.

Erfreulich ist außerdem, dass Toyota bei den Lackierungen nicht zusätzlich zur Kasse bittet. Sämtliche Bi-Color-Varianten sind bei der Teamplayer-Ausstattung ohne Aufpreis erhältlich. Neben unserem Testwagen in „Cinnamon Bronze Metallic“ stehen außerdem „Lavender Purple“, „Light Purple Silver“ und „Urban Khaki“ zur Wahl. Gerade Lavender Purple dürfte dabei all jene ansprechen, denen Grau, Schwarz und Weiß im Straßenverkehr inzwischen etwas zu… nun ja… grau geworden sind.

Aus unserer Sicht markiert der Teamplayer den Sweet Spot der Baureihe. Er bietet genau jene Ausstattung, die den Alltag spürbar angenehmer macht, ohne den Preis unnötig in die Höhe zu treiben. Wer sich für den Toyota Aygo X Hybrid interessiert, dürfte hier die ausgewogenste Variante finden.


Kundenfeedback

Ob ein neues Modell wirklich gelungen ist, zeigt sich oft erst dann, wenn die ersten Fahrzeuge im Alltag unterwegs sind. Genau deshalb lohnt sich ein Blick auf die Erfahrungen der ersten Aygo X Hybrid-Besitzer. Erfreulich dabei: Das Bild fällt erstaunlich einheitlich aus. Besonders häufig gelobt werden der deutlich kräftigere Hybridantrieb, der niedrige Verbrauch sowie das spürbar erwachsenere Fahrgefühl im Vergleich zum bisherigen Modell. Genau diese Eindrücke konnten wir während unseres Tests uneingeschränkt bestätigen.

Immer wieder beschreiben Besitzer den Aygo X Hybrid als Auto, das sich größer anfühlt, als es seine kompakten Abmessungen vermuten lassen. Gemeint ist damit weniger das Platzangebot als vielmehr die Art und Weise, wie sich der kleine Toyota bewegt. Der Hybridantrieb sorgt für mehr Gelassenheit, das Fahrwerk wirkt ausgewogener und auch die Bremsen hinterlassen einen deutlich harmonischeren Eindruck als beim Vorgänger. Genau dieses erwachsenere Gesamtpaket war auch für uns einer der größten Fortschritte des Fahrzeugs.

Ebenso häufig wird die Effizienz des Hybridantriebs hervorgehoben. Viele Fahrer berichten von ausgesprochen niedrigen Verbrauchswerten, ohne ihre Fahrweise dafür grundlegend ändern zu müssen. Auch das deckt sich mit unseren Erfahrungen. Im Durchschnitt begnügte sich unser Testwagen mit lediglich 4,6 Litern Super auf 100 Kilometern. Wer den Hybrid bewusst arbeiten lässt und vorausschauend fährt, kann diesen Wert sogar noch deutlich unterbieten.

Natürlich gibt es auch Kritik. Am häufigsten genannt werden das begrenzte Platzangebot im Fond sowie die bei höherem Autobahntempo zunehmenden Wind- und Abrollgeräusche. Beides konnten wir nachvollziehen. Allerdings sollte man dabei nicht vergessen, dass der Aygo X Hybrid nach wie vor ein 3,78 Meter kurzer Kleinstwagen ist. Gemessen an seiner Fahrzeugklasse bewegt er sich hier aus unserer Sicht auf einem absolut erwartbaren Niveau.

Besonders spannend fanden wir jedoch einen anderen Aspekt. Viele Besitzer, die bereits den bisherigen Aygo X gefahren sind, beschreiben den Hybrid nicht als Weiterentwicklung, sondern fast als neues Auto. Genau das würden wir sofort unterschreiben. Natürlich handelt es sich technisch betrachtet um eine Modellpflege. Hinter dem Lenkrad fühlt sich der Unterschied jedoch deutlich größer an. Toyota hat nicht einfach einen stärkeren Motor eingebaut, sondern die größte Schwäche des bisherigen Aygo X konsequent beseitigt. Am Ende stellt man sich deshalb fast zwangsläufig die Frage, warum der Aygo X nicht schon von Beginn an mit diesem Antrieb angeboten wurde.


Für wen eignet sich der Toyota Aygo X Hybrid?

Der Toyota Aygo X Hybrid eignet sich in erster Linie für Menschen, die ein möglichst unkompliziertes Auto für den Alltag suchen. Wer überwiegend in der Stadt oder im Umland unterwegs ist, regelmäßig enge Parklücken meistern muss und gleichzeitig nicht auf moderne Technik verzichten möchte, findet hier einen der überzeugendsten Vertreter seiner Klasse.

Besonders Fahranfänger dürften am kleinen Toyota ihre Freude haben. Das Fahrzeug ist angenehm übersichtlich, leicht zu rangieren und vermittelt vom ersten Kilometer an ein hohes Maß an Sicherheit. Die gut abgestimmte Lenkung, das neutrale Fahrwerk und die unauffällig arbeitenden Assistenzsysteme sorgen dafür, dass man sich schnell an das Auto gewöhnt und ihm ebenso schnell vertraut. Genau so sollte ein erstes eigenes Auto sein.

Ebenso passt der Aygo X Hybrid hervorragend zu Singles oder Paaren, die nur gelegentlich weitere Strecken zurücklegen. Dank des kräftigen Hybridantriebs fühlt sich der Toyota längst nicht mehr ausschließlich im Stadtverkehr wohl. Auch Landstraße und Autobahn meistert er deutlich souveräner als sein Vorgänger, ohne dabei seinen größten Trumpf aus den Augen zu verlieren: den außergewöhnlich niedrigen Verbrauch.

Nicht zuletzt eignet sich der Aygo X Hybrid für alle, die ein Auto möglichst lange fahren möchten. Toyotas jahrzehntelange Erfahrung mit Hybridantrieben, die unkomplizierte Bedienung, die Solidität und die insgesamt ausgereifte Technik sprechen dafür, dass der kleine Japaner weit mehr ist als ein kurzfristiger Trend. Er wirkt wie ein Fahrzeug, das einfach funktionieren möchte.


Für wen eignet sich der Toyota Aygo X Hybrid nicht?

Der Toyota Aygo X Hybrid ist kein Familienauto. Wer regelmäßig mit vier Erwachsenen unterwegs ist oder häufig Kinderwagen, Getränkekisten und Urlaubsgepäck transportieren muss, wird mit dem Platzangebot nicht glücklich. Dafür ist der kleine Toyota schlicht zu kompakt. Das gilt sowohl für den Fond als auch für den Kofferraum. Für den Alltag reicht beides vollkommen aus, für die großen Aufgaben des Lebens gibt es jedoch passendere Fahrzeuge.

Auch Vielfahrer, die Woche für Woche mehrere hundert Autobahnkilometer zurücklegen, gehören nicht zur eigentlichen Zielgruppe. Der Hybridantrieb sorgt zwar dafür, dass sich der Aygo X deutlich souveräner bewegt als sein Vorgänger, die Geräuschkulisse nimmt bei höheren Geschwindigkeiten jedoch spürbar zu. Wer den Großteil seines Lebens auf der linken Spur verbringt, wird sich in einer höheren Fahrzeugklasse auf Dauer wohler fühlen.

Der Aygo X Hybrid richtet sich außerdem nicht an Menschen, die besonderen Wert auf sportliche Fahrleistungen legen. Ja, die 116 PS machen den kleinen Toyota überraschend munter und deutlich lebendiger als den früheren 72-PS-Benziner. Sein Charakter ist jedoch nicht sportlich, sondern souverän. Der Hybridantrieb sorgt für entspanntes Vorankommen, spontane Zwischenspurts und niedrige Verbrauchswerte, nicht für Bestzeiten auf der Hausstrecke.

Und wer großen Wert auf möglichst umfangreiche Komfortausstattung legt, sollte ebenfalls einen genaueren Blick auf die Ausstattungsliste werfen. Eine Lenkradheizung gibt es selbst gegen Aufpreis nicht und auch das JBL-Soundsystem bleibt ausschließlich den Linien Lounge und GR Sport vorbehalten. Wirklich schwer wiegt davon aus unserer Sicht allerdings nur die fehlende Lenkradheizung. Gerade an kalten Wintermorgen hätte sie das ansonsten stimmige Gesamtpaket sinnvoll ergänzt.

Kurz gesagt: Wer möglichst viel Platz, ausgeprägten Langstreckenkomfort oder einen sportlichen Charakter erwartet, sollte sich in einer höheren Fahrzeugklasse umsehen. Wer dagegen einen modernen, sparsamen und erstaunlich erwachsenen Begleiter für den Alltag sucht, dürfte beim Toyota Aygo X Hybrid genau richtig sein.


Fazit zum Toyota Aygo X Hybrid

Mit dem Aygo X Hybrid ist Toyota etwas gelungen, das deutlich über eine klassische Modellpflege hinausgeht. Natürlich erkennt man den kleinen Crossover sofort als Aygo X wieder. Hinter dem Lenkrad fühlt sich das Fahrzeug jedoch an vielen Stellen wie eine neue Generation an. Genau dort liegt seine größte Stärke.

Der Hybridantrieb beseitigt die wohl größte Schwäche des Vorgängers nahezu vollständig. Wo früher 72 PS und ein eher zähes Fahrgefühl den Alltag bestimmten, sorgen heute 116 PS Systemleistung für ein deutlich souveräneres Fahrerlebnis. Das macht sich nicht nur beim Beschleunigen bemerkbar, sondern praktisch in jeder Fahrsituation. Der Aygo X Hybrid fährt entspannter, erwachsener und vermittelt seinem Fahrer ein Maß an Gelassenheit, das man in dieser Fahrzeugklasse nicht unbedingt erwartet.

Dazu kommen ein ausgesprochen niedriger Verbrauch, ein gelungen abgestimmtes Fahrwerk, ein harmonisch arbeitendes Bremssystem und eine Ausstattung, die insbesondere als Teamplayer kaum Wünsche offenlässt. Natürlich bleibt der Aygo X ein Kleinstwagen. Das Platzangebot im Fond ist begrenzt, auf der Autobahn wird es bei höherem Tempo hörbar lauter und eine Lenkradheizung vermisst man gerade im Winter durchaus.

Dennoch überwiegt am Ende ganz klar der positive Eindruck. Toyota hat aus einem sympathischen Stadtauto einen überraschend vielseitigen Alltagsbegleiter gemacht, der deutlich mehr kann, als seine kompakten Abmessungen zunächst vermuten lassen.

Bleibt eigentlich nur noch eine Frage: Warum hat Toyota den Aygo X nicht schon von Beginn an mit genau diesem Antrieb angeboten? Denn spätestens nach einigen Tagen im Alltag drängt sich genau dieser Gedanke fast zwangsläufig auf.


Konkurrenz & Vergleich

Das Segment der Kleinstwagen ist in den vergangenen Jahren deutlich kleiner geworden. Gleichzeitig hat sich das verbliebene Angebot spürbar verändert. Moderne Hybrid- und Elektroantriebe haben die Preise steigen lassen, dafür bieten die Fahrzeuge heute aber auch deutlich mehr Komfort, Sicherheit und Fahrleistungen als noch vor wenigen Jahren. Der Toyota Aygo X Hybrid trifft damit auf Konkurrenz, die unterschiedlicher kaum sein könnte.

Der Hyundai i10 gehörte lange zu den stärksten Alternativen im Segment. Mittlerweile wurde das Modell allerdings eingestellt und ist nur noch als Restbestand erhältlich. Damit verliert der Aygo X Hybrid einen seiner wichtigsten Wettbewerber.

Wer möglichst wenig Geld ausgeben möchte, landet schnell beim Kia Picanto (Test des Kia Picanto Facelift). Mit einem Einstiegspreis ab 17.590 Euro ist er günstiger als der Toyota. Allerdings steht hier lediglich ein 68 PS starker Benziner zur Verfügung. Wer regelmäßig auch außerhalb der Stadt unterwegs ist, dürfte den deutlichen Leistungsvorsprung des Aygo X Hybrid schnell zu schätzen wissen.

Eine interessante Alternative ist der Suzuki Swift Hybrid (Test des Suzuki Swift Hybrid) ab rund 20.000 Euro. Allerdings setzt Suzuki lediglich auf einen Mildhybrid mit 81 PS. Das spart zwar Kraftstoff, erreicht aber weder die Effizienz noch das souveräne Fahrgefühl des Toyota-Vollhybrids. Allerdings gibt es den Swift mit Allradantrieb, was ihn wiederum für eine andere Nische interessant macht.

Auch der neue Fiat 500 Hybrid startet bereits bei 19.990 Euro und bleibt damit preislich dicht am Aygo X Hybrid. Mit lediglich 65 PS spielt er fahrdynamisch allerdings in einer anderen Liga. Dafür gibt es ihn auch als Elektroversion (Test des Fiat 500 Elektro), die über 60% aller Verkäufe ausmacht. Wer in erster Linie das ikonische Design des Italieners sucht, wird hier glücklich. Wer dagegen ein möglichst erwachsenes Fahrgefühl möchte, dürfte eher zum Toyota greifen.

Eine Sonderrolle nimmt der BYD Dolphin G DM-i ein. Der Plug-in-Hybrid startet ab 20.490 Euro und ist derzeit der einzige Vertreter seiner Art unter den Kleinwagen. Wer regelmäßig laden kann und möglichst viele Kurzstrecken elektrisch zurücklegen möchte, findet hier eine interessante Alternative. Der Toyota punktet dagegen mit seinem unkomplizierten Vollhybrid-Konzept, das vollkommen ohne externes Laden auskommt.

Bereits eine Fahrzeugklasse höher bewegt sich der Renault Clio, der ab 19.900 Euro erhältlich ist und ebenfalls als Hybrid angeboten wird. Er bietet spürbar mehr Platz und eignet sich dadurch besser als Familienauto. Dafür verliert er einen Teil jener Wendigkeit, die den Aygo X Hybrid insbesondere im Stadtverkehr so angenehm macht.

Besonders spannend wird der Vergleich jedoch innerhalb der eigenen Modellfamilie. Der Toyota Yaris startet bereits ab 22.215 Euro und kostet damit nur wenige hundert Euro mehr als ein vergleichbar ausgestatteter Aygo X Hybrid. Dafür bietet er mehr Platz, gehört bereits zum B-Segment und nutzt denselben 116 PS starken Hybridantrieb. Wer den zusätzlichen Platz regelmäßig benötigt, sollte den Aufpreis deshalb unbedingt einkalkulieren.

Praktisch identisch fällt der Vergleich mit dem Mazda2 Hybrid (Test des Mazda2 Hybrid) aus. Auch hier arbeitet der bekannte 116-PS-Vollhybrid von Toyota, allerdings beginnt der Preis erst bei 25.990 Euro. Der Mazda richtet sich damit an Käufer, die Wert auf ein etwas eigenständigeres Design legen, technisch jedoch nahezu identische Gene erhalten.

Unterm Strich bleibt der Toyota Aygo X Hybrid dennoch in einer besonderen Position. Er verbindet die Wendigkeit und Kompaktheit eines klassischen Kleinstwagens mit einem Hybridantrieb, der in dieser Fahrzeugklasse nach wie vor eine Ausnahme darstellt. Genau diese Kombination macht ihn zu einer der interessantesten Optionen für alle, die möglichst wenig Auto bewegen, dabei aber auf erstaunlich viel Alltagstauglichkeit nicht verzichten möchten.

Text / Fotos: NEU!

Kamera: Canon EOS 6D


Vorteile ✅

  • Kräftiger und gleichzeitig sparsamer 116-PS-Vollhybrid
  • Überraschend erwachsenes Fahrverhalten mit harmonischem Hybridantrieb
  • Sehr gute LED-Scheinwerfer (ab Teamplayer)
  • Extrem handlich im Stadtverkehr und passt in nahezu jede Parklücke
  • Teamplayer-Ausstattung bietet ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis

Nachteile ❌

  • Keine Lenkradheizung erhältlich
  • JBL-Soundsystem nur für Lounge und GR Sport erhältlich
  • Fond bietet nur eingeschränkt Platz für Erwachsene
  • Hintere Seitenfenster lassen sich nur ausstellen


Technische Daten des Toyota Aygo X Hybrid

ModellToyota Aygo X Hybrid Teamplayer 1.5 CVT
Länge x Breite x Höhe (m)3,78 x 1,74 (2,00 mit Außenspiegeln) x 1,53
Radstand (mm)2.430
MotorDreizylinder-Reihenmotor
Hubraum (ccm)1.490
Leistung (kW / PS)85 / 116 (Systemleistung)
Drehmoment (Nm)120
GetriebeStufenloses Automatikgetriebe (CVT)
AntriebFront
KraftstoffartSuper E10
Durchschnittsverbrauch (WLTP in Liter)3,7
Durchschnittsverbrauch (NEU! in Liter)4,6
CO²-Ausstoß (nach WLTP in g/km)85
AbgasnormEuro 6e
0 auf 100 km/h (in Sekunden)9,2
Höchstgeschwindigkeit (km/h)172
Leergewicht (kg)1.090
Kofferraumvolumen (l)231 – 829
FarbeCinnamon Bronze Metallic
Grundpreis (Euro)19.450
Testwagenpreis (Euro)22.851
Technische Daten: Toyota Aygo X Hybrid


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