Das Kia Stonic Facelift gehört zu jenen Modellpflegen, bei denen man sich die Änderungen nicht erst vom Händler erklären lassen muss. Das erspart beiden Seiten einen Vortrag über die revolutionäre Wirkung einer neu gezeichneten Kühlergrilllamelle. Kia hat gründlicher gearbeitet: Front und Heck wurden sichtbar nachgeschärft, im Cockpit zieht ein großes Doppeldisplay ein. Als GT-Line hat der Stonic die freundliche Zurückhaltung seines früheren Auftritts weitgehend abgelegt.
Seit seinem Marktstart 2017 vertritt der Stonic Kia im Segment der kleinen Crossover. Die erste Modellpflege folgte 2020 und brachte unter anderem eine 48-Volt-Mildhybridvariante sowie ein modernisiertes Infotainment. Mit dem jetzigen Update zum Modelljahr 2026 erhält die Baureihe nun ihren bislang markantesten Auftritt. Der ist in einem Umfeld mit VW T-Cross, Seat Arona und Skoda Kamiq gut angelegt. Hier konkurrieren längst zu viele ernst zu nehmende Modelle um dieselben Käufer, als dass ein freundliches Gesicht allein noch reichen würde.
Unser Testwagen kombiniert 115 PS mit 48-Volt-Unterstützung und einem manuellen Sechsganggetriebe. Er fährt agil, lässt sich präzise schalten und geht sparsam mit Kraftstoff um. Damit liefert er schon früh im Test einen guten Grund, genauer hinzusehen: Das neue Gesicht fällt zuerst auf. Der angenehm unangestrengte Fahrcharakter bleibt länger im Gedächtnis. Fahrbericht.
Der Look
In Signalrot Metallic und auf 17-Zoll-Rädern wirkt unser GT-Line angenehm frech. Die strafferen Konturen geben seiner kompakten Karosserie mehr Spannung, die sportlichen Stoßfänger fügen sich stimmig ein. Man nimmt ihm den selbstbewussten Auftritt ab. Mit 4,18 Metern Länge und 1,76 Metern Breite ohne Außenspiegel bleibt er zugleich ein handliches Auto für die Stadt.
Den Charakter der Front bestimmen die neue Star-Map-Lichtsignatur und der breiter gezeichnete Kühlergrill. Damit rückt der Stonic optisch näher an die jüngeren Kia-Modelle heran. Und ja, er wirkt mit seinem neuen Look jugendlich und ein bisschen frech. Aber das ist gut so; nicht jedes (Klein-) SUV muss sich seinen künftigen Besitzern anbiedern. Apropos klein: Noch kleiner ist der Picanto (Test des Kia Picanto Facelift) für all diejenigen, die es sehr urban mögen. Den Kleinwagen Kia Rio haben die Koreaner vor einiger Zeit ersatzlos eingestellt.
Doch zurück zu unserem Protagonisten. Auch wer hinter dem Stonic fährt, erkennt die Modellpflege. Die neu gestalteten Rückleuchten rahmen die überarbeitete Heckklappe ein, der Stoßfänger greift die kantigere Formensprache auf. Damit führt das Heck die Gestaltung der Front konsequent fort. Der Stonic wirkt rundum modernisiert; die vertraute Silhouette bleibt erhalten.
Vier klassische Bügeltürgriffe verdienen ein ausdrückliches Lob. Eine Handbewegung genügt zum Öffnen; die Fingernägel werden dabei nicht zum Verschleißteil. Dass diese Selbstverständlichkeit inzwischen erwähnenswert ist, verdanken wir einigen sehr ambitionierten Designabteilungen. Kia lässt uns hier einfach zugreifen.
Und innen?
Vorn sitzen wir bequem und blicken auf ein Cockpit, das den Stonic sichtbar aufwertet. Die beiden 12,3-Zoll-Displays und das neu gestaltete Lenkrad bringen die vertraute Kia-Gestaltung ins kompakte Format. Die Materialien bleiben klassengerecht, weichere Oberflächen setzen Akzente. Eine saubere Verarbeitung sorgt dafür, dass der gute Eindruck beim Anfassen bestehen bleibt.
Besonders mögen wir die Multi-Mode-Leiste. Per Fingertipp wechselt sie zwischen Infotainment und Klimasteuerung; die physischen Drehregler übernehmen entsprechend Lautstärke oder Temperatur. Das spart Platz und bewahrt einen Handgriff, der sich im Auto seit Jahrzehnten bewährt. Offenbar darf eine gute Idee auch dann weiterleben, wenn sie älter ist als die zuständige Softwareabteilung.
Echte Lenkradtasten und drückbare Bedienelemente für Sitzheizung, Lenkradheizung und Parksensoren ergänzen das Konzept. Ihre fühlbare Rückmeldung macht die Bedienung eindeutig. Das Infotainment arbeitet im Test zuverlässig, Apple CarPlay und Android Auto verbinden sich kabellos ohne Schwierigkeiten.
Hinten gefällt uns die Sitzhöhe: Die Mitreisenden sitzen annähernd auf Augenhöhe mit der ersten Reihe. Die gesellschaftliche Stellung an Bord wird hier also nicht über das Sitzniveau geregelt. Vier Menschen von jeweils etwa 1,75 Metern finden ordentlich Platz. Zu dritt wird es auf der Rückbank enger; der mittlere Sitz bleibt die weniger komfortable Wahl.
Der gut nutzbare Kofferraum fasst 352 Liter, bei umgelegten Rücksitzlehnen bis zu 1.155 Liter. Ablagen und Einstieg passen zum unkomplizierten Gesamtbild. Unser Testwagen hat kein Glasdach; beim GT-Line lässt sich ein elektrisches Glasschiebedach bestellen, das sich tatsächlich öffnen lässt.
Der Antrieb des Kia Stonic Facelift
Unter der Haube unseres Testwagens arbeitet ein 1,0-Liter-Dreizylinder-Turbobenziner mit 48-Volt-Unterstützung, dessen 115 PS über ein manuelles Sechsganggetriebe an die Vorderräder gelangen. Der Mildhybrid gewinnt beim Verzögern Energie zurück und unterstützt den Benziner beim Beschleunigen; für den Sprint auf Tempo 100 nennt Kia 10,7 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit beträgt 182 km/h.
Unterwegs verstehen wir nach und nach, weshalb diesem Stonic die Handschaltung so gut steht: Sein Dreizylinder zieht im Alltag ordentlich an, lässt sich für einen entschlossenen Überholvorgang aber gern auf Drehzahl bringen. Nur sollte man nach dem Abbremsen bei 60 km/h auch wieder einen passenden Gang wählen, denn allzu untertourige Belastung quittiert der sonst kultivierte Motor mit Brummen. Der sechste Gang ist eine Übersetzung, keine Lebenseinstellung.
Dabei macht uns der Stonic die Gangwahl so angenehm, dass wir kaum in Versuchung kommen, den Schalthebel möglichst lange zu ignorieren. Die Gänge lassen sich präzise einlegen, während die gut dosierbare Kupplung den Wechsel zwischen Anfahren und Weiterrollen im Stadtverkehr erleichtert; beides arbeitet so stimmig zusammen, dass wir die Handschaltung ausdrücklich empfehlen. Dem kleinen Kia steht diese Art, den Fahrer ein bisschen mitmachen zu lassen.
Auf schlechten Straßen zeigt sich eine Abstimmung, die ebenfalls gut zum täglichen Gebrauch passt: Querfugen und Schlaglöcher kommen zwar knackig durch, doch der Impuls klingt rasch ab, ohne dass die Karosserie lästig nachschwingt. Beim Federungskomfort sehen wir den Kia nahezu auf Augenhöhe mit T-Cross, Arona und Kamiq. Das GT-Line-Emblem dient hier jedenfalls nicht als Entschuldigung für eine Federung, die jede Straßenreparatur zur persönlichen Angelegenheit macht.
Durch Kurven folgt er der passend direkten Lenkung agil, wobei genügend Rückmeldung bleibt, um den Fronttriebler gut einzuschätzen. Dazu passen die angemessenen Bremsen und die Ruhe, mit der er bei höherem Autobahntempo seine Spur hält.
Alltag & Verbrauch
Im Alltag wird aus dem Stonic ein angenehm vielseitiges Auto, weil sein handliches Format und das brauchbare Platzangebot gut zusammenpassen. In der Stadt bleibt die Karosserie übersichtlich, während der unkomplizierte Einstieg auch dann hilft, wenn wir mehrmals am Tag ein- und aussteigen. Zugleich reichen der praktische Kofferraum und die ordentlich nutzbaren hinteren Plätze über den bloßen Arbeitsweg hinaus. Wir müssen also kein größeres Auto vorhalten, nur weil gelegentlich mehr als die eigene Aktentasche mitreisen soll.
Zum überschaubaren Format passt der Kraftstoffbedarf: Über den gesamten Test kommen wir auf durchschnittlich 6,4 Liter je 100 Kilometer, wobei darin auch Autobahnfahrten mit hohem Tempo enthalten sind. Wir haben den kleinen Kia durchaus gefordert und halten das Ergebnis gerade vor diesem Hintergrund für angemessen. Der Wert beschreibt einen Einsatz, bei dem wir die Möglichkeiten des Motors genutzt haben, statt die 115 PS lediglich als beruhigende Information im Fahrzeugschein mitzuführen.
Im Fahrprofil ohne Autobahn sinkt der Durchschnitt auf 5,9 Liter je 100 Kilometer. Das ist für die regelmäßigen Wege die passendere Orientierung, wenn schnelle Autobahnetappen im eigenen Alltag selten vorkommen. Zusammen mit der angenehmen Bedienung ergibt sich daraus ein Auto, das sich unkompliziert nutzen lässt und beim Kraftstoff keine besondere Großzügigkeit seines Besitzers voraussetzt. Die Handlichkeit hilft im Stadtverkehr, die Sparsamkeit macht sich über viele gefahrene Kilometer bezahlt.
Wie weit sich der Verbrauch drücken lässt, zeigt unsere Sparrunde mit glatten 4,0 Litern je 100 Kilometer. Für ein kleines SUV mit Handschaltung ist das ein überzeugender Wert, der allerdings zu diesem bewusst sparsamen Fahrprofil gehört. Die Sparrunde zeigt das Potenzial des Antriebs; sie verpflichtet den Fahrer noch nicht zur Mitgliedschaft im örtlichen Verzichtsverein.
Wer die Leistungsreserven häufiger abruft, verschiebt die Bilanz entsprechend: Bei zügiger Autobahnfahrt einschließlich Topspeed-Passagen kommen wir auf 7,7 Liter je 100 Kilometer. Darin zeigt sich, dass auch ein kleiner Turbobenziner zusätzliches Tempo mit zusätzlichem Kraftstoff bezahlt haben möchte. Der Stonic bleibt für solche Etappen gut nutzbar, nur ist sein Verbrauch dann eben ein anderer als auf der Sparrunde. Die Sportoptik lässt sich jederzeit genießen; den eigentlichen Eilzuschlag bestellt man mit dem rechten Fuß.
Assistenz, Technik & Ausstattung
Bereits der Stonic Core bringt ein Navigationssystem mit 12,3-Zoll-Touchscreen mit, zu dem DAB-Radio und die Smartphone-Anbindung über Apple CarPlay oder Android Auto gehören. Sechs Lautsprecher übernehmen die Tonwiedergabe, während eine manuelle Klimaanlage für die Temperatur zuständig ist. Parksensoren vorn und hinten sowie eine Rückfahrkamera sind ebenfalls serienmäßig; bei den Hauptscheinwerfern muss sich die Basis dagegen mit Halogenlicht begnügen.
Zur serienmäßigen Sicherheitsausstattung zählen sechs Airbags und ein Frontkollisionswarner mit Bremseingriff, der auch Fußgänger und Radfahrer erkennt. Hinzu kommen Spurhalte- und Spurfolgeassistent, eine Geschwindigkeitsregelanlage mit Begrenzer sowie die Überwachung von Tempolimit und Fahreraufmerksamkeit. Auch Müdigkeitswarner und Fernlichtassistent stehen bereits beim Core in der Serienliste.
Unser GT-Line baut diese Grundlage deutlich aus. Er bringt LED-Hauptscheinwerfer und LED-Rückleuchten mit, außerdem LED-Nebelscheinwerfer sowie Klimaautomatik, Sitzheizung vorn und Lenkradheizung. Elektrisch anklappbare Außenspiegel, Privacy-Verglasung und ein Regensensor ergänzen den Komfort, während das vollständig digitale 12,3-Zoll-Kombiinstrument zusammen mit dem Navigationsdisplay die große Bildschirmfläche im Cockpit bildet.
Dazu kommen Smart-Key mit Startknopf und eine induktive Smartphone-Ladestation, während der selbstabblendende Innenrückspiegel sowie die elektrische Parkbremse mit Auto Hold weitere Alltagshilfen beisteuern. Auch die Ambientebeleuchtung und die zweifarbigen Bezüge aus Stoff und Ledernachbildung gehören schon ab Werk dazu, zusätzliche USB-Ladebuchsen im Fond versorgen die hinteren Plätze. Bei den Fahrhilfen legt Kia einen aktiven Totwinkelassistenten und einen Querverkehrwarner mit Notbremsfunktion beim rückwärtigen Ausparken dazu. Die beschriebene Komfort- und Assistenztechnik ist beim GT-Line serienmäßig; unser Testwagen trägt dafür keine zusätzlichen Ausstattungspakete. Die adaptive Geschwindigkeitsregelung mit Stop-and-go und der Autobahnassistent bleiben allerdings der DCT-Version vorbehalten.
Im Alltag funktioniert die erprobte Technik zuverlässig, wobei uns gerade die Rückfahrkamera zusammen mit den Parksensoren das Rangieren erleichtert. Die LED-Hauptscheinwerfer leuchten die Straße gut aus und erfüllen ihren Auftrag auch ohne adaptive Lichtverteilung überzeugend. Der Stonic braucht für diese grundlegenden Aufgaben keine große Inszenierung, sondern liefert eine Unterstützung, mit der wir tatsächlich etwas anfangen können.
Sein größter Kritikpunkt bleibt der akustische Eifer von Ablenkungswarner und Tempolimit-Assistent. Beide erfüllen ihre Aufgabe mit einer Fürsorglichkeit, bei der wir gelegentlich gern versichern würden, dass der Führerschein bereits erfolgreich erworben wurde. Über die frei belegbare Sterntaste lässt sich das Assistenzmenü erreichen, anschließend müssen die betreffenden Systeme dort einzeln abgewählt werden. Der Weg ist nachvollziehbar, verlangt aber mehrere Bedienschritte und passt damit weniger gut zur sonst angenehm direkten Bedienung.
Für die willkommenere akustische Begleitung sorgt die serienmäßige Audioanlage, die für ein Standardsystem ordentlich klingt. Trotzdem wünschen wir uns zumindest beim GT-Line die Wahl einer höherwertigen Aufpreisanlage. Kia zeigt mit Bose im Sorento (Test des Kia Sorento Facelift) und Harman/Kardon im Sportage (Test des Kia Sportage AWD), dass entsprechende Angebote im Haus vorhanden sind; dem Stonic würde eine solche Alternative ebenfalls gut stehen. Die Ansprüche ans Musikhören schrumpfen schließlich nicht automatisch mit der Fahrzeuglänge.
Varianten & Preise des Kia Stonic Facelift
Der Einstieg in die Stonic-Welt kostet 23.790 Euro und trägt den Namen Core. Navigation und wichtige Sicherheitstechnik sind damit bereits bezahlt, doch die Halogenscheinwerfer liefern einen guten Anlass, in der Preisliste noch etwas weiterzulesen. Wir würden mindestens die 1.700 Euro für den Vision drauflegen: Für 25.490 Euro bringt er unter anderem LED-Scheinwerfer, 16-Zoll-Leichtmetallräder, Klimaautomatik, elektrisch anklappbare Außenspiegel, Privacy-Verglasung sowie Sitz- und Lenkradheizung mit. Das wirkt wie eine Zusammenstellung für Menschen, die ihren Neuwagen auch nach der ersten Freude über den Einstiegspreis noch mögen möchten.
Core und Vision fahren mit 100 PS vor, während ab dem Spirit für 28.090 Euro der 115-PS-Mildhybrid übernimmt. Unser GT-Line steht aktuell mit 29.090 Euro in der Liste und verbindet die umfangreiche Ausstattung mit dem dynamischeren Auftritt. Diese Kombination würden wir wieder wählen, zumal uns der stärkere Motor zusammen mit der Handschaltung im Test überzeugt hat. Wer überwiegend innerorts unterwegs ist, dürfte bereits mit dem 100-PS-Benziner auskommen; auch dieser bekommt ein Sechsgang-Schaltgetriebe.
Die Automatikfrage hat allerdings einen Preis, bei dem sich ein genauer Blick lohnt: Das Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe verteuert Vision und Spirit jeweils um 1.800 Euro, beim GT-Line beträgt die Differenz sogar 2.200 Euro. Dessen DCT-Version kostet damit 31.290 Euro, bringt allerdings auch zusätzliche Assistenten wie die adaptive Geschwindigkeitsregelung mit Stop-and-go und den Autobahnassistenten mit. Wer darauf Wert legt, erhält also mehr als eine bequemere Gangwahl. Wir würden trotzdem beim präzisen Handschalter bleiben und dem linken Fuß den vorzeitigen Ruhestand vorerst verweigern.
Unser Testwagen kostete einschließlich der 690 Euro teuren Lackierung in Signalrot Metallic 29.480 Euro. Dieser Betrag basiert auf dem damaligen GT-Line-Grundpreis von 28.790 Euro, der inzwischen um 300 Euro gestiegen ist. Angesichts der umfangreichen Serienausstattung halten wir den dokumentierten Testwagenpreis für fair; weitere Komfortpakete mussten (und konnten) für die getestete Konfiguration nicht hinzugebucht werden.
Beim GT-Line lässt sich außerdem für 990 Euro ein elektrisches Glasschiebedach ergänzen, das sich öffnen und ausstellen lässt. Mit Metalliclack und diesem Dach kommt der 115-PS-Handschalter auf Basis des aktuellen Grundpreises auf 30.770 Euro. Auch damit bleibt der Stonic für uns angemessen kalkuliert, während die günstigeren Linien Spielraum für ein kleineres Budget lassen.
Zur Preiswürdigkeit trägt schließlich die serienmäßige Kia-Herstellergarantie bei: Sie gilt bei jeder Stonic-Ausstattung sieben Jahre bis 150.000 Kilometer, in den ersten drei Jahren ohne Kilometerbegrenzung. Einzelne Komponenten haben abweichende Fristen, darunter die 48-Volt-Batterie mit zwei Jahren. Die lange Fahrzeuggarantie gibt es bereits beim Core – dafür verlangt Kia keinen Aufstieg in die nächsthöhere Ausstattungslinie.
Kundenfeedback
In den von uns gesichteten Besitzerberichten überwiegen die positiven Eindrücke vom Stonic. Geschätzt werden sein handliches Format und der lebhafte Turbomotor, mit dem der kleine Kia auch außerhalb der Stadt Freude macht. Kritik gibt es unter anderem am begrenzten Stauraum und am Kraftstoffbedarf, der bei manchen Fahrern höher liegt als erwartet. Bei der Automatik fällt das Urteil ebenfalls unterschiedlich aus; die ausführlicheren Erfahrungen dazu betreffen bislang vor allem ältere Modelljahre.
Das Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe wird von mehreren Besitzern ausdrücklich für flüssige und kaum spürbare Gangwechsel gelobt. Ein Fahrer eines 2025er GT-Line beschreibt es gerade im Normalmodus als angenehm, während ein Besitzer eines 2022er Mildhybrids im Eco-Modus gelegentlich eine suchende Gangwahl beobachtet. In Normal und Sport habe er dieses Verhalten nicht festgestellt. Andere ältere Rückmeldungen schildern Ruckeln beim Befahren von Parkhausrampen, dem wiederum Berichte über problemloses Anfahren an Steigungen gegenüberstehen. Das ergibt ein gemischtes Bild der Abstimmung, aber keine Grundlage, sämtliche DCT-Versionen pauschal als hakelig abzuschreiben. Die unterschiedlichen Baujahre und Einsatzsituationen gehören zu diesen Urteilen dazu.
Die ersten Rückmeldungen zum aktuellen Facelift setzen den positiven Grundton fort. Ein Besitzer des Mildhybrid-Handschalters hebt die leichtgängige Kupplung hervor und berichtet bislang weder von Ruckeln beim Anfahren noch beim Gangwechsel. Ein anderer Fahrer zeigt sich nach rund 3.400 Kilometern mit dem Fahrverhalten und dem Ansprechen des Turbomotors zufrieden. Auch Komfort und Platzangebot werden in frühen Rückmeldungen gelobt, wobei die persönlichen Ansprüche an einen kleinen Crossover erkennbar unterschiedlich ausfallen.
Kleinere Ärgernisse bleiben trotzdem Teil des Bildes. Ein Besitzer eines 2026er Stonic berichtet von einer je nach Nutzerprofil anders angeordneten Apple-CarPlay-Oberfläche und einem defekten Reifendrucksensor. Das Darstellungsproblem habe er selbst gelöst, den Sensor habe Kia ersetzt; sein Gesamturteil bleibt positiv. Das ist eine differenziertere Rückmeldung als die gern gepflegte Internettradition, nach einem streikenden Sensor gleich die gesamte Automobilmarke für gescheitert zu erklären.
Die Rückmeldungen zur aktuellen Modellpflege stammen aus unterschiedlichen Märkten und beschreiben überwiegend die erste Nutzungszeit. Sie liefern konkrete Alltagseindrücke, erlauben aber noch kein belastbares Urteil über die Langzeitzuverlässigkeit. Neuwagenduft ersetzt schließlich keinen Dauertest.
Für wen eignet sich das Kia Stonic Facelift?
Für Pendler mit einem Alltag zwischen Stadt und Umland ist der Stonic eine schlüssige Wahl, weil sein handliches Format mit einer entspannten Bedienung und überschaubarem Kraftstoffbedarf zusammenkommt. Er lässt sich gut rangieren, ohne dass die nächste längere Autobahnetappe deshalb zur Zumutung würde. Wer ein Auto für die täglichen Wege sucht und damit gelegentlich auch mehrere hundert Kilometer am Stück fahren möchte, findet hier einen passenden Begleiter. Die Stadtgrenze behandelt der kleine Kia jedenfalls nicht wie das Ende seiner Aufenthaltserlaubnis.
Ebenso gut passt er zu Paaren und kleineren Haushalten, die ihre Platzansprüche realistisch einschätzen. Zwei Menschen reisen vorn bequem, und auch vier nicht überdimensionierte Erwachsene bringt der Stonic ordentlich unter. Dass die hinteren Mitfahrer annähernd auf Augenhöhe sitzen, macht die zweite Reihe zusätzlich angenehm. Für den üblichen Einkauf reicht der praktische Kofferraum aus; wer regelmäßig mit umfangreichem Urlaubsgepäck oder sperriger Familienausrüstung unterwegs ist, wird sich allerdings mehr Reserven wünschen.
Besonders empfehlen wir die getestete Kombination aus 115 PS und Handschaltung Menschen, die gern selbst schalten und einen lebendigen Antrieb mögen, ohne dafür ein betont sportliches Auto zu brauchen. Die präzise Schaltung und die gut dosierbare Kupplung machen diese Mitarbeit leicht, während die Leistung auch für längere Strecken gut passt. Wer fast ausschließlich innerorts fährt, dürfte bereits mit dem 100-PS-Benziner zurechtkommen. Für Fahrer, die beim Überholen möglichst jeden Gangwechsel vermeiden möchten, ist der kleine Turbomotor dagegen weniger passend: Seinen besten Einsatz zeigt er mit der richtigen Drehzahl, und dafür muss die rechte Hand gelegentlich ihren Dienst antreten.
Der GT-Line spricht zusätzlich Käufer an, denen der Auftritt ihres Alltagsautos etwas bedeutet. Seine dynamische Gestaltung verbindet sich mit einer umfangreichen Ausstattung, ohne dass uns das Fahrwerk jede Querfuge als sportliche Fortbildungsmaßnahme aufdrängt. Auch Menschen, die fühlbare Tasten und vertraute Handgriffe schätzen, dürften sich schnell zurechtfinden. Die Multi-Mode-Leiste und die echten Lenkradtasten machen diese Vorliebe keineswegs zur nostalgischen Randerscheinung.
Für wen eignet sich das Kia Stonic Facelift nicht?
Wer regelmäßig mit fünf Erwachsenen samt Urlaubsgepäck reist, wird sich im Stonic unnötig eng einrichten. Der mittlere Fondplatz fördert die zwischenmenschliche Nähe, der Kofferraum verlangt bei größerem Gepäck Disziplin. Das SUV-Kürzel setzt die Grenzen eines Kleinwagens eben nicht außer Kraft.
Allradkäufer können ihn ebenfalls von der Liste streichen: Der Stonic treibt ausschließlich die Vorderräder an. Die markante Karosserie und das GT-Line-Outfit ändern daran nichts; wer auf eine zweite angetriebene Achse angewiesen ist, muss sich anderswo umsehen.
Wer im hohen Gang kräftigen Durchzug erwartet und beim Überholen ungern zurückschaltet, passt ebenfalls weniger gut zu unserem Testwagen. Der Dreizylinder braucht Drehzahl und einen passenden Gang. Das GT-Line-Emblem erledigt die Schaltarbeit leider nicht.
Fazit zum Kia Stonic Facelift
Das Kia Stonic Facelift überzeugt uns als kleines SUV, das seinen Alltag beherrscht und dabei mehr Charakter zeigt als zuvor. Die neue Gestaltung und das modernisierte Cockpit werten ihn spürbar auf; die erhaltenen Tasten und Drehregler zeigen zugleich, dass Fortschritt auch ohne Umschulung des Fahrers funktioniert.
Unser Favorit bleibt der 115-PS-Handschalter. Seine präzise Schaltung und die angenehme Kupplung passen zum agilen Fahrcharakter, während der Dreizylinder auch längere Strecken gelassen mitmacht. Glatte 4,0 Liter auf der Sparrunde unterstreichen zudem, wie genügsam er gefahren werden kann. Die Handschaltung empfehlen wir hier ausdrücklich, weil sie uns im Test so gut gefallen hat.
Die redseligen Warner bleiben der größte Nervfaktor, eine optionale Premium-Audioanlage steht auf unserer Wunschliste. Darüber hinaus gibt der Stonic erstaunlich wenig Anlass zur Kritik. Als umfangreich ausgestatteter GT-Line ist er für uns ein fair kalkuliertes Angebot mit viel Alltagswert.
Kia hat ihm ein ziemlich selbstbewusstes Gesicht verpasst. Nach diesem Test finden wir: Er darf so gucken.
Konkurrenz & Vergleich
Das Kia Stonic Facelift tritt in einem dicht besetzten Feld kleiner SUVs an, in dem VW T-Cross, Seat Arona und Skoda Kamiq zu seinen naheliegenden Gegenspielern gehören. Darüber hinaus lohnt sich der Blick auf weitere Benziner und Hybridmodelle. Mit dem EV2 steht außerdem eine elektrische Alternative aus dem eigenen Haus bereit.
VW T-Cross, Seat Arona und Skoda Kamiq
Der VW T-Cross beginnt bei 25.280 Euro und setzt dem Stonic vor allem seine Variabilität entgegen. Seine Rückbank lässt sich um 14 Zentimeter verschieben, wodurch der Kofferraum je nach Position zwischen 385 und 455 Liter fasst. Für die größere Zahl müssen die Fondpassagiere allerdings Beinfreiheit abgeben. Auch in Wolfsburg verschwindet das Gepäck nicht einfach in einer zusätzlichen Dimension.
Der Seat Arona (Test des Seat Arona XPerience) startet bei 24.440 Euro und bietet bereits 400 Liter Kofferraum. Als FR spricht er zudem Käufer an, denen die dynamische Gestaltung unseres GT-Line gefällt. Ebenfalls 400 Liter bringt der Skoda Kamiq (Test des Skoda Kamiq Monte Carlo) mit, dessen Preisliste bei 26.310 Euro beginnt. Wer mehr Leistung möchte und trotzdem selbst schalten will, findet dort auch einen 150 PS starken 1,5-Liter-TSI mit Sechsganggetriebe. Alle drei sind als Handschalter erhältlich. Beim Federungskomfort sehen wir das Kia Stonic Facelift fast auf Augenhöhe; beim Gepäckraum haben diese Konkurrenten die besseren Zahlen.
Weitere Alternativen mit Handschaltung
Der VW Taigo (Test des VW Taigo) beginnt bei 23.560 Euro und setzt auf eine flacher auslaufende Dachlinie. Der Hyundai Bayon (Test des Hyundai Bayon) startet bei 23.900 Euro, der KGM Tivoli bei 18.990 Euro. Alle drei lassen sich mit Handschaltung bestellen.
Mehr Variabilität verspricht der Renault Captur ab 24.950 Euro mit seiner um bis zu 16 Zentimeter verschiebbaren Rückbank. Sein eng verwandter Mitsubishi ASX (Test des Mitsubishi ASX 2026) beginnt bei 25.390 Euro; beide bieten einen handgeschalteten Benziner als Einstieg. Wer die Platzverteilung häufiger an wechselnde Mitfahrer und Gepäck anpasst, findet im verschiebbaren Fond ein konkretes Argument gegenüber dem Stonic.
Der Nissan Juke (Test des Nissan Juke Facelift) ab 25.990 Euro bleibt eine optisch eigenständige Alternative, während der Suzuki Vitara ab 27.750 Euro auch für Käufer interessant ist, die gegen Aufpreis Allradantrieb wünschen. Der Ford Puma startet als Mildhybrid bei 28.650 Euro und bietet 456 Liter Gepäckraum einschließlich der 80 Liter großen MegaBox unter dem Ladeboden. Handschaltungen gehören bei allen drei zum Angebot.
Der Fiat Grande Panda (Test des Fiat Grande Panda) beginnt bei 19.990 Euro und kombiniert zum Einstieg einen 100 PS starken Turbobenziner mit Sechsgang-Handschaltung. Mit rund vier Metern Länge bleibt er kürzer als der Stonic; das „Grande“ im Namen lässt also noch Platz für Interpretation. Alternativ ist ein Hybrid mit Doppelkupplungsgetriebe erhältlich (Test des Fiat Grande Panda Hybrid).
Auch Fiat 600 (Test des Fiat 600 Hybrid) ab 24.490 Euro und Jeep Avenger (Test des Jeep Avenger Hybrid) ab 26.600 Euro fahren als Benziner mit Handschaltung vor. Der Opel Mokka beginnt bei 27.390 Euro, der Peugeot 2008 (Test des Peugeot 2008 Hybrid) bei 28.890 Euro; ebenfalls jeweils mit manuellem Getriebe im Angebot. Beim Peugeot gehört das i-Cockpit mit seinem kleinen Lenkrad unbedingt auf die persönliche Sitzprobe. Ob Lenkrad und Instrumentenblick zusammenpassen, lässt sich mit den eigenen Körpermaßen zuverlässiger klären als mit Begeisterung fürs Prospektfoto.
Vollhybride und weitere Automatikalternativen
Wer sich die Gangwechsel grundsätzlich abnehmen lassen möchte, findet im Toyota Yaris Cross (Test des Toyota Yaris Cross) ab 27.640 Euro einen Vollhybrid. Auch der Jaecoo 5 HEV ab 27.900 Euro und der Honda HR-V (Test des Honda HR-V 2026) ab 33.900 Euro kombinieren Vollhybridtechnik mit einem Automatikgetriebe. Jaecoo und Honda erweitern dabei das Größenformat gegenüber dem Stonic. Für überwiegenden Stadtverkehr sind solche Antriebe eine Überlegung wert; ein eigener Ladeanschluss ist für diese drei nicht erforderlich.
Der Lexus LBX beginnt als Vollhybrid bei 32.990 Euro und verbindet kompakte Abmessungen mit einem Premiumanspruch. Alfa Romeo Junior (Test des Alfa Romeo Junior Ibrida) ab 32.900 Euro und DS 3 (Test des DS 3 Facelift) ab 33.870 Euro setzen dagegen zum Einstieg auf Mildhybridtechnik mit Doppelkupplungsgetriebe. Eine Handschaltung gibt es bei diesen Modellen nicht.
Der BYD Atto 2 DM-i steht ab 35.990 Euro als Plug-in-Hybrid zur Wahl. Seine größere, extern ladbare Batterie unterscheidet ihn grundsätzlich vom Mildhybrid-Stonic. Er passt vor allem dann in die engere Auswahl, wenn regelmäßig geladen werden kann und sich die elektrischen Strecken im eigenen Alltag sinnvoll nutzen lassen. Geschaltet wird auch hier automatisch.
Mehr Platz und niedrigere Einstiegspreise
Der Dacia Duster (Test des Dacia Duster 4×4) beginnt bei 18.990 Euro mit einem Benzin-LPG-Antrieb und Handschaltung. Der Citroën C3 Aircross (Test des Citroen e-C3 Aircross) startet als handgeschalteter Benziner bei 19.190 Euro. Beide erweitern die Auswahl für Käufer, denen das Format des Stonic zu knapp ausfällt und die trotzdem einen überschaubaren Einstiegspreis suchen. Die zusätzlichen Zentimeter fahren allerdings auch beim täglichen Parkplatzsuchen mit.
Als geräumigere Alternative zum Mokka steht der Opel Frontera (Test des Opel Frontera Hybrid) bereit. Er beginnt bei 21.990 Euro und wird ebenfalls als Benziner mit Handschaltung angeboten. Damit ist er besonders interessant, wenn Nutzwert und Preis stärker gewichtet werden als die kompaktere, betont gestaltete Karosserie des Mokka.
Der elektrische Bruder des Kia Stonic Facelift: Kia EV2
Eine Alternative zum Kia Stonic Facelift kommt aus dem eigenen Haus: Der Kia EV2 übernimmt im Modellprogramm die Rolle des elektrischen Bruders. Mit rund 4,06 Metern Länge bleibt er sogar etwas kürzer als der Stonic und beginnt bei 26.600 Euro. Wer zu Hause oder am Arbeitsplatz laden kann, findet hier eine naheliegende elektrische Alternative zum Stonic.
Text / Fotos: NEU!
Kamera: Canon EOS 6D
Vorteile ✅
- Sehr präzise Handschaltung und angenehm dosierbare Kupplung.
- Sparsamer Antrieb: 4,0 l/100 km auf der Sparrunde.
- Agiles Fahrverhalten bei ausgewogenem Federungskomfort.
- Einfache Bedienung mit echten Tasten und Multi-Mode-Leiste.
- Umfangreiche GT-Line-Ausstattung und sieben Jahre Herstellergarantie.
Nachteile ❌
- Weniger Kofferraum als bei T-Cross, Arona und Kamiq.
- Basisausstattung Core nur mit Halogenscheinwerfern.
- Keine optionale Premium-Audioanlage.
- Hoher DCT-Aufpreis von bis zu 2.200 Euro.
Technische Daten des Kia Stonic Facelift
| Modell | Kia Stonic Facelift 1.0 T-GDI 48V FDW MT6 GT-Line |
| Länge x Breite x Höhe (m) | 4,17 x 1,76 (2,03 mit Außenspiegeln) x 1,52 |
| Radstand (mm) | 2.580 |
| Motor | Dreizylinder-Reihenmotor mit Turboaufladung |
| Hubraum (ccm) | 998 |
| Leistung (kW / PS) | 85 / 115 |
| Drehmoment (Nm) | 200 |
| Getriebe | 6-Gang-Schaltgetriebe |
| Antrieb | Front |
| Kraftstoffart | Super E10 |
| Durchschnittsverbrauch (WLTP in Liter) | 5,7 |
| Durchschnittsverbrauch (NEU! in Liter) | 6,4 |
| CO²-Ausstoß (nach WLTP in g/km) | 128 |
| Abgasnorm | Euro 6e |
| 0 auf 100 km/h (in Sekunden) | 10,7 |
| Höchstgeschwindigkeit (km/h) | 182 |
| Leergewicht (kg) | 1.235 |
| Kofferraumvolumen (l) | 352 – 1.155 |
| Farbe | Signalrot Metallic |
| Grundpreis (Euro) | 23.790 |
| Testwagenpreis (Euro) | 29.780 |

































