Skoda Superb Combi 4x4
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Skoda Superb Combi 4×4 Test – Kombi mit Format

Der Skoda Superb Combi 4×4 gehört zu jenen Autos, bei denen wir nach einigen Tagen eher über die passende Bestellung nachdenken als über die nächste Fahrzeugrückgabe. Viel Platz, ein kräftiger Diesel, überzeugender Reisekomfort und zahlreiche kleine Aufmerksamkeiten ergeben hier ein Gesamtpaket, dessen größte Schwierigkeit darin besteht, überhaupt ernsthafte Schwächen zu finden. Ein paar haben wir dennoch entdeckt. Schließlich fahren wir solche Autos auch, wenn es dunkel wird.

Im Herbst 2026 feiert die moderne Superb-Baureihe ihr 25-jähriges Bestehen. Am 1. Oktober 2001 begann in Kvasiny die Serienproduktion der ersten Generation. Deren großzügige Platzverhältnisse gehören bis heute zum Selbstverständnis des Modells. Inzwischen steht die vierte Generation vor uns, als stattlicher Combi mit einem Format, das auch neben BMW 5er Touring, Audi A6 Avant und Mercedes E-Klasse T-Modell keineswegs schüchtern wirkt. Unser karminrotes Exemplar könnte dabei ebenso überzeugend einen Feuerwehreinsatz koordinieren wie anschließend die Strecke Hamburg–München erledigen. Für beide Aufgaben bringt es ausreichend Platz und die nötige Ernsthaftigkeit mit.

Damit betritt dieser Skoda allerdings ein gesellschaftlich empfindliches Terrain. Wer viel Geld für einen großen Kombi ausgibt, möchte gelegentlich auch vor dem Restaurant entsprechend gewürdigt werden. Dort entscheidet der Türsteher selten nach Kofferraumvolumen. Der Superb muss seine Bewerbung also auf andere Weise überzeugend gestalten. Uns interessiert durchaus, ob man nach näherer Bekanntschaft noch das Bedürfnis verspürt, für die richtige Kühlerfigur tiefer in die Tasche zu greifen.

Wir haben deshalb genauer hingesehen. Wie viel vom alten Skoda-Versprechen steckt noch in einem inzwischen ziemlich erwachsenen Preisschild? Was leistet die Verbindung aus Diesel und Allrad, wenn der Familienausflug vorbei ist und die Straße reizvoller wird? Und welche Entscheidungen im Konfigurator sollte man treffen, bevor die erste Begeisterung sämtliche verfügbaren Häkchen setzt?

Unser Testwagen liefert dafür reichlich Gesprächsstoff. Einige seiner Eigenheiten bemerkt man sofort, andere erschließen sich erst unterwegs – manchmal ausgerechnet dann, wenn man längst glaubt, das Auto verstanden zu haben. Wir haben ihm genügend Gelegenheiten gegeben, seine vornehme Zurückhaltung abzulegen. Schließlich wollen wir wissen, was passiert, wenn dieser rote Combi einmal mehr leisten muss, als ordentlich vor einer Doppelgarage zu stehen. Fahrbericht.


Der Look

Der Skoda Superb Combi 4×4 macht bereits im Stand deutlich, dass wir für ihn einen ausgewachsenen Parkplatz benötigen. Mit rund 4,90 Metern Länge streckt er sich selbstbewusst über den Asphalt und bewegt sich rein vom Format her in der Nachbarschaft von 5er Touring, A6 Avant und E-Klasse T-Modell. Seine lange Seitenansicht, die großzügigen Fensterflächen und das vergleichsweise flache Dach ergeben dabei klassische Kombi-Proportionen. Wer hier einsteigt, dürfte seine Entscheidung für diese Karosserieform bewusst getroffen haben.

Unser Testwagen trägt Karmin-Rot Metallic. Das steht ihm durchaus, verschiebt seinen Auftritt aber ein wenig: In einer gedeckteren Farbe würde seine Eleganz stärker hervortreten, während das Rot auch glaubwürdig zur Einsatzleitung einer Feuerwehr passen würde. Ein Blaulicht auf dem Dach müsste man jedenfalls niemandem lange erklären. Gleichzeitig verlangt diese Farbe angesichts der optischen Verwandtschaft zum Passat etwas Disziplin bei der Wahl des Firmenaufklebers. Ein Hilti-Schriftzug auf der Tür, und der nächste Bauleiter würde vermutlich ungefragt nach dem Bohrhammer im Kofferraum suchen.

Ganz zum roten Außendienst-Passat wird der Superb dennoch nicht. Vorne bewahrt er mit seinem markanten Kühlergrill und der eigenen Gestaltung der Scheinwerfer eine erkennbare Identität. Er tritt repräsentativ auf, ohne dafür ein besonders großes Spektakel zu veranstalten. Die gesellschaftliche Stellung seines Fahrers muss hier weder eine riesige BMW-Niere vermessen noch ein aufwendiges Audi-Lichtspiel ankündigen. Von hinten fällt die Nähe zum Wolfsburger Verwandten für unseren Geschmack allerdings deutlich stärker aus.

Die silbernen 19-Zoll-Räder gefallen uns. Ihr heller, fein gegliederter Auftritt setzt einen kräftigen Kontrast zur roten Karosserie und passt zu den gestreckten Proportionen. Anthrazit wäre in dieser Kombination ebenfalls reizvoll gewesen, hätte dem Auto aber einen anderen Charakter gegeben. Die montierten Räder bringen eine gewisse klassische Eleganz mit, die sich mit dem ansonsten recht sachlichen Design gut verträgt.

Weniger glücklich sind wir mit der sichtbaren Ausführung der Basis-LED-Leuchten. Vorne bleibt das Tagfahrlicht bei einem schlichten LED-Strich, während man durch die Scheinwerferabdeckung auf die kleinen Reflektorschalen blickt. Die erinnern uns ein wenig an ordentlich aufgereihte Milchschüsselchen. Die optionalen Matrix-Scheinwerfer geben der Front mit ihren beiden markanten Projektionslinsen ein deutlich ausdrucksstärkeres Gesicht.

Hinten beschränkt sich die Lichtsignatur auf kleine C-Konturen an den äußeren Enden der Rückleuchten. Die übrigen Bereiche wirken daneben auffällig unbeteiligt. Gerade bei Dunkelheit entsteht beinahe der Eindruck, jemand müsse vor der nächsten längeren Fahrt noch ein paar ausgefallene Birnchen ersetzen. Die optionalen Heckleuchten im Kristall-Design bespielen die Leuchten großzügiger – eine optische Aufwertung, die wir bei diesem stattlichen Combi gerne mitbestellt hätten.


Und innen?

Im Skoda Superb Combi 4×4 stellt sich ziemlich schnell das Gefühl ein, hier auch länger bleiben zu können. Die Verarbeitung überzeugt, die Einrichtung wirkt angenehm geordnet, und vieles erschließt sich bereits beim ersten Kontakt. Kleine Details unterstützen diesen Eindruck: Einige Ablagefächer sind innen mit Filz ausgekleidet. Der dort abgelegte Schlüsselbund darf deshalb schweigen. Andere Hersteller lassen ihn bei jeder Kurve eine akustische Bestandsaufnahme des gesamten Hausbesitzes durchführen.

Unser Selection besitzt das graue Loft-Interieur mit Stoffbezügen. Die passen erstaunlich gut zu diesem Auto und seinem durchaus gehobenen Preisniveau. Das Material fühlt sich angenehm an, die Sitze sind ausgesprochen bequem, und auch bei warmem Wetter blieb das Sitzklima in unserem Test erfreulich unauffällig. Eine Belüftung haben wir hier kaum vermisst. Beim Stoff auf dem Armaturenbrett bleibt allerdings die Frage, wie gut er langfristig mit häufigen Berührungen und Verschmutzungen zurechtkommt. Eine glatte Oberfläche lässt sich unkomplizierter abwischen; hier dürften fettige Fingerabdrücke etwas mehr Zuwendung verlangen.

Die optionalen elektrischen Ergo-Komfortsitze verdienen besondere Aufmerksamkeit. Auf langen Strecken sitzen wir hervorragend, ihr Seitenhalt passt zum Charakter des Superb, und die Massagefunktion arbeitet ausgesprochen überzeugend. Da darf die Fahrt gerne etwas länger dauern. Die Sitzheizung liefert ebenfalls kräftige Wärme, während die Lenkradheizung den gesamten Lenkradkranz ordentlich temperiert. Dass man für diesen Komfort keine lederne Innenausstattung benötigt, dürfte bei der nächsten Konfiguration manchen traditionsbewussten Aufpreisfreund kurz aus dem Konzept bringen.

Besonders gelungen finden wir die drei großen Smart Dials mit ihren eigenen kleinen Displays. Ihre Bedienung geht nach kurzer Eingewöhnung fast nebenbei: Ein Druck zur passenden Funktion, ein paar Rastungen drehen, und die gewünschte Heizstufe ist eingestellt. Über den mittleren Regler erreichen wir unter anderem die Lautstärke. Dazu kommt ein angenehm übersichtliches Lenkrad mit echten Tasten und großen, satt rastenden Walzen. Die Finger erhalten eine eindeutige Rückmeldung, während die Augen bei der Straße bleiben können.

Auch die Menüführung im Infotainment und im Fahrerdisplay ist schlüssig, die Reaktionsgeschwindigkeit gut. Kabelloses Apple CarPlay verbindet sich nach einmaliger Einrichtung zuverlässig wieder; Hochfahren und Verbindung waren bei uns nach ungefähr zehn bis zwölf Sekunden erledigt. Das Head-up-Display lässt sich sehr gut ablesen. Canton liefert einen sauberen Klang mit guten Mitten, der auch bei höherer Lautstärke seine Konturen behält. Wir sehen es auf dem Niveau guter Bose-Systeme, mit etwas zurückhaltenderem Bass. Prima.

Im Fond wird das Platzangebot schließlich bemerkenswert großzügig. Vier Erwachsene mit jeweils ungefähr zwei Metern Körpergröße können hier bequem reisen. Zu dritt auf der Rückbank setzt dagegen eher die Breite Grenzen; größere Mitreisende sollten einander mögen. Die äußeren Plätze besitzen Sitzheizung, dazu kommen eine dritte Klimazone, manuelle Seitenfensterrollos und zwei USB-C-Anschlüsse mit beleuchteten Einfassungen. Selbst nachts findet das Ladekabel damit seinen Anschluss, ohne dass man vorher den Fußraum mit dem Smartphone ausleuchten muss.


Der Antrieb des Skoda Superb Combi 4×4

Im Skoda Superb Combi 4×4 arbeitet ein Zweiliter-TDI mit 193 PS und 400 Newtonmetern Drehmoment. Letztere stehen zwischen 1.750 und 3.250 Umdrehungen bereit – genau dort, wo wir sie im Alltag gerne haben. Škoda nennt 7,6 Sekunden für den Sprint auf 100 km/h und 230 km/h Höchstgeschwindigkeit. Gekoppelt ist diese Motorisierung grundsätzlich an Siebengang-DSG und Allradantrieb.

Entscheidender als die Sprintdisziplin ist allerdings der Durchzug. Der Diesel schiebt ausgesprochen souverän an und bietet genügend Reserven, um Überholvorgänge zügig abzuschließen. Auf seiner Drehmomentwelle lässt es sich vorzüglich reisen. Selbst wer dem früheren 2,5-Liter-V6-TDI aus der ersten Generation noch gelegentlich eine nostalgische Träne widmet, dürfte sich mit diesem Vierzylinder arrangieren können. Kalt meldet er sich hörbar als Selbstzünder, warm tritt er akustisch weit zurück. Die Dämmung überzeugt uns dabei sogar mehr als im Passat (Test des VW Passat TDI 4Motion); erst bei hohen Drehzahlen dringt der Motor deutlicher in den Innenraum.

Die bekannte DSG-Gedenksekunde ist allerdings noch vorhanden. Beim Anfahren und beim Wechsel zwischen Vorwärts- und Rückwärtsfahrt braucht der Antriebsstrang gelegentlich einen kurzen Moment, um seine Zuständigkeiten zu klären. Das ist weniger ausgeprägt als bei früheren Modellen, bleibt beim Rangieren aber spürbar. Sobald der Superb rollt, arbeitet die Kombination harmonisch. Auch Lastwechsel geben uns dann kaum Anlass zur Kritik.

Eine besondere Stärke unseres Testwagens ist das adaptive Fahrwerk DCC Plus. Im Comfort-Modus entsteht trotz der 19-Zoll-Räder stellenweise beinahe der Eindruck, auf einer Luftfederung unterwegs zu sein. Der lange Radstand, die gute Dämmung und die gelungene Abstimmung unterstützen dieses ausgesprochen entspannte Fahrgefühl. Normal zieht die Zügel etwas straffer, während Sport einen deutlichen Gegenpol setzt. Über Individual lassen sich persönliche Vorlieben kombinieren. Für uns liefern vor allem Comfort und Sport die interessantesten Charakterwechsel.

Dass dieser lange Combi überhaupt zu beherzter Kurvenfahrt einlädt, überrascht zunächst. Die präzise Lenkung setzt unsere Vorgaben überzeugend um; eine Hinterachslenkung vermissen wir im Fahrbetrieb kaum. Im Sport-Modus lässt sich der Superb erstaunlich engagiert bewegen und bleibt dabei gutmütig und weitgehend neutral. Der Familienkombi kann durchaus Kurvenhatz. Man muss anschließend lediglich wieder den Gesichtsausdruck eines verantwortungsbewussten Erwachsenen herstellen.


Der Allrad im Superb ist eine Bank

Auch auf feuchter Fahrbahn ließ sich unser Testwagen kaum aus der Ruhe bringen. Der Allrad arbeitet so selbstverständlich, dass er sich stellenweise ähnlich wie ein permanentes System anfühlt. Tatsächlich wird die Hinterachse über eine elektronisch geregelte Lamellenkupplung eingebunden. Die Verteilung der Antriebskraft erfolgt abhängig von den Fahrbedingungen. Dieses Verhalten konnten wir bereits bei diversen Allrad-Skodas feststellen, wie beispielsweise im Kodiaq 4×4 (Test des Skoda Kodiaq 4×4).

Auf Schotter, nasser Wiese und sandigem Untergrund überzeugte uns die Traktion ebenfalls. Solche Ausflüge abseits befestigter Straßen erledigt der Superb mit bemerkenswert wenig Pathos. Gerade bei wechselnden Bedingungen liefert der 4×4 damit einen Mehrwert, der weit über die jährliche Fahrt zum Winterurlaub hinausgeht. Schneewehen in Sibirien standen zwar nicht auf unserem Testprogramm; Gelegenheiten, die zusätzliche Traktion zu schätzen, fanden sich dennoch reichlich.


Alltag & Verbrauch

Im Alltag verlangt der Skoda Superb Combi 4×4 zunächst eine ausreichend lange Parklücke. Das ist angesichts seines Formats wenig überraschend; schließlich fahren wir einen Superb und keinen Fabia. An die Fahrzeuglänge gewöhnten wir uns dennoch schnell. Die Übersicht ist gut, das Rangieren unkompliziert, und in Parkhäusern hilft die vergleichsweise moderate Karosseriebreite. Eine Rückfahrkamera würde uns grundsätzlich reichen. Unser Testwagen besaß zusätzlich die 360-Grad-Ansicht mit erfreulich scharfen Bildern. Die winzige Waschdüse an der Rückfahrkamera ist ein besonders nützlicher Helfer gegen Schmutz und wurde gerne genutzt.

690 Liter Gepäckraum stehen bei aufgestellter Rückbank bereit, mit umgeklappten Lehnen werden daraus bis zu 1.920 Liter. Die Fernentriegelung im Kofferraum erleichtert den Umbau, der variable Ladeboden erweitert die Möglichkeiten. Auch die elektrische Heckklappe arbeitet angenehm leise, und die Gepäckraumabdeckung lässt sich überzeugend handhaben.

Besonders gefallen hat uns die umfangreiche Ladungssicherung unseres Testwagens. Netze, Schienen und verstellbare Unterteilungen ermöglichen es, unterschiedliche Bereiche abzutrennen und Einkäufe zuverlässig zu fixieren. Selbst nach einer etwas engagierteren Kurvenfahrt blieb alles an seinem Platz. Die Butter muss schließlich nicht dieselben fahrdynamischen Erfahrungen sammeln wie der Fahrer. Ausklappbare Taschenhaken und eine 12-Volt-Steckdose, etwa für eine Kühlbox, ergänzen den Laderaum.

Unter dem Boden ist außerdem ein platzsparendes Stahlnotrad untergebracht. Die schwenkbare Anhängerkupplung wird vom Kofferraum aus elektrisch entriegelt und von Hand in ihre jeweilige Endposition bewegt. Der Allrad-Diesel darf bis zu 2.200 Kilogramm gebremst ziehen; ungebremst sind es 750 Kilogramm, bei maximal 90 Kilogramm Stützlast. Und wenn wir schon gerade dabei sind: Die Dachlast beträgt 100 Kilogramm.

Der Eiskratzer in der Tankklappe gehört ebenso zu den praktischen Details wie die Regenschirme in den vorderen Türen. Besonders gelungen ist der Verschluss des Wischwasserbehälters: Hochgezogen beziehungsweise aufgeklappt wird er zum Einfülltrichter. Das erleichtert das Nachfüllen erheblich und erspart dem Motorraum eine unfreiwillige Dusche.

„Simply Clever“ klingt nach vielen Skoda-Berichten inzwischen beinahe wie eine obligatorische Textbausteinpflicht. Solche Lösungen erinnern uns allerdings daran, weshalb die Bezeichnung überhaupt entstanden ist. Ihre Bedeutung erschließt sich spätestens dann, wenn man beim nächsten Testwagen wieder daneben gießt.

1.080 Kilometer mit einer Tankfüllung

Über den gesamten Test kamen wir auf einen Durchschnittsverbrauch von 6,4 Litern Diesel pro 100 Kilometer. Im kombinierten Stadt- und Landverkehr begnügte sich der Superb mit 5,8 Litern; bei entspannter Fahrweise auf diesen Strecken sank der Wert auf 5,4 Liter.

Auch auf der Autobahn blieb der Verbrauch bemerkenswert niedrig. Bei zügigen Fahrten im Bereich von 140 bis 180 km/h ermittelten wir 6,7 Liter pro 100 Kilometer. Selbst bei sehr zügiger Gangart mit Geschwindigkeiten jenseits der 180 km/h kamen wir auf lediglich 7,1 Liter. Nur wer den Superb fährt wie einen GT3-Rennwagen, nähert sich überhaupt zweistelligen Bereichen. Angesichts des Fahrzeugformats und des Allradantriebs sind das ausgesprochen überzeugende Werte. Unsere Sparrunde endete schließlich bei exakt 4,0 Litern pro 100 Kilometer.

Mit vollem Tank erreichten wir 1.080 Kilometer. Auf langen Reisen darf die nächste Pause damit ausgesprochen menschliche Gründe haben. Der Superb selbst hat meist noch keine dringenden Wünsche.


Assistenz, Technik & Ausstattung

Die Assistenzsysteme im Skoda Superb Combi 4×4 sind angenehm leicht zugänglich. Über eine Taste am Lenkrad rufen wir das entsprechende Menü auf und können unerwünschte Funktionen zügig deaktivieren beziehungsweise Warnungen stummschalten. Das ist vor allem beim Geschwindigkeitswarner und beim Spurhalteassistenten hilfreich. Die Tempowarnung gehört zwar zu den weniger penetranten Vertretern ihrer Art, darf für unseren Geschmack aber trotzdem gerne schweigen. Die Verkehrszeichenerkennung leistete sich im Test keine auffälligen Fehlleistungen.

Der Spurhalteassistent vertritt seine Vorstellungen vom richtigen Kurs dagegen mit bemerkenswerter Entschlossenheit. Wer entspannt unterwegs ist und innerhalb der eigenen Fahrspur etwas Spielraum nutzen möchte, bekommt gelegentlich einen recht bestimmten Hinweis über das Lenkrad. Dieser Helfer besitzt militärisches Potenzial. Wir hätten ihm bei manchen Eingriffen gerne erklärt, dass eine komfortable Reise keinen Exerzierplatz benötigt. Seine schnelle Deaktivierung wissen wir deshalb zu schätzen.

Das ACC arbeitet hingegen ausgesprochen harmonisch. Der Totwinkelassistent warnt mit hellen, auch bei Tageslicht gut erkennbaren Anzeigen; Heckkollisionswarner und Rangierbremsfunktion ergänzen das Angebot. Im Alltag wirkt das Zusammenspiel der Helfer überwiegend überzeugend. Ebenso unauffällig erledigt die Dreizonen-Klimatisierung ihre Arbeit. Das große Panoramaglasdach gefällt uns besonders: Es lässt sich tatsächlich öffnen und bringt damit neben Licht auch Frischluft in den Innenraum. Bei heutigen Glasdächern muss man diese Eigenschaft inzwischen ausdrücklich würdigen.

Bei den Basis-LED-Scheinwerfern würden wir nachlegen

Unser Testwagen besitzt die Basis-LED-Scheinwerfer mit Reflektortechnik. Deren Ausleuchtung ist brauchbar, die Reichweite in Ordnung. Helligkeit und Homogenität erreichen allerdings nicht das Niveau, das wir von den Matrix-LED-Scheinwerfern unseres zuvor gefahrenen Octavia (Test des Skoda Octavia Combi Facelift) kennen. Adaptive Lichtfunktionen fehlen hier ebenfalls. Der einfache Fernlichtassistent arbeitet unauffällig; wir nutzten ihn allerdings häufiger, weil das Abblendlicht weniger überzeugend ausleuchtet.

Dieser Vergleich beschreibt unsere Erfahrungen mit beiden Testwagen. Eine identische Lichtleistung der optionalen Matrix-Systeme in Octavia und Superb setzen wir dabei nicht voraus. Für Fahrer, die überwiegend tagsüber und nachts hauptsächlich auf beleuchteten Stadtstraßen unterwegs sind, dürfte das Basislicht ausreichen. Auf häufigen nächtlichen Überlandfahrten würden wir die bessere Lichtausstattung bestellen.

Das Paket Licht & Sicht kostet beim Selection 1.900 Euro. Es umfasst Matrix-LED-Scheinwerfer, dynamischen Fernlichtassistenten, dynamische und automatische Leuchtweitenregulierung sowie Abbiege- und Schlechtwetterlicht. Hinzu kommen die LED-Heckleuchten im Kristall-Design mit dynamischen Blinkern und Welcome-Effekt sowie Nebelschlussleuchten und Rückfahrlicht auf beiden Seiten. Neben dem funktionalen Mehrwert verbessert es damit auch den bereits beschriebenen optischen Auftritt.

Eine Scheinwerferreinigungsanlage fehlt allerdings auch dann. In der aktuellen deutschen Ausstattungsliste wird sie für keine Linie angeboten. Das bedauern wir ausdrücklich, gerade bei einem so überzeugenden Reiseauto. Ausgerechnet die winzige Rückfahrkamera bekommt ihre eigene Waschdüse, während die Scheinwerfer mit anhaftendem Straßenschmutz selbst zurechtkommen müssen. An dieser Stelle hätte „Simply Clever“ durchaus noch Platz für zwei weitere Düsen gehabt.


Varianten & Preise des Skoda Superb Combi 4×4

Unser Skoda Superb Combi 4×4 tritt als Selection mit dem 193-PS-Diesel an. Dafür stehen zunächst 53.270 Euro auf der Rechnung; mit der Ausstattung unseres Testwagens werden daraus 66.200 Euro. Der Abstand erklärt sich durch zahlreiche Extras, darunter DCC Plus, Ergo-Komfortsitze, Infotainment Plus, zusätzliche Assistenzfunktionen, Canton, Panoramadach und Anhängerkupplung. Dass ausgerechnet Matrix-LED fehlt, haben wir bereits gewürdigt. Der Konfigurator wurde hier offensichtlich mit großer Hingabe bedient, bis plötzlich das Licht ausging.

Allrad gibt es mit Diesel oder Benziner

Wer alle vier Räder antreiben möchte, hat beim Superb Combi die Wahl zwischen zwei Motorisierungen. Der von uns gefahrene 2,0 TDI mit 193 PS beginnt bereits als Essence bei 50.200 Euro. Alternativ steht der 2,0 TSI mit 265 PS bereit, der mindestens die Ausstattung Selection mitbringt und ab 52.770 Euro kostet. Beide Allradmotoren sind mit einem Siebengang-DSG gekoppelt.

Der Diesel empfiehlt sich aus unserer Sicht besonders für lange Strecken und hohe Jahresfahrleistungen. Der stärkere Benziner spricht eher diejenigen an, die zusätzliche Leistungsreserven wünschen und dafür einen höheren Kraftstoffbedarf akzeptieren. Beide Motorisierungen lassen sich auch mit den gehobenen Linien L&K und Sportline kombinieren. Der 4×4-Schriftzug setzt also keine bestimmte optische Gesinnung voraus.

Vier Alternativen mit Frontantrieb

Den günstigsten Einstieg bildet der 1,5 TSI mHEV mit 150 PS, der als Essence ab 42.100 Euro erhältlich ist. Der Mildhybrid besitzt ein Siebengang-DSG. Ebenfalls ausschließlich mit Frontantrieb fährt der 2,0 TSI mit 204 PS und Siebengang-DSG; als Selection beginnt er bei 47.970 Euro.

Dieselfahrer können zum 2,0 TDI mit 150 PS und Siebengang-DSG greifen, der als Essence ab 46.200 Euro angeboten wird. Hinzu kommt der Plug-in-Hybrid Superb Combi iV mit 204 PS Systemleistung, Frontantrieb und Sechsgang-DSG. Er startet als Selection bei 51.650 Euro. Einen Handschalter gibt es im aktuellen Superb-Angebot nicht mehr. Der inzwischen ebenfalls angebotene 272-PS-Plug-in-Hybrid bleibt der Limousine vorbehalten.

Bei den Ausstattungslinien bildet Essence die Basis, unter anderem mit LED-Scheinwerfern, beheizbaren Vordersitzen und Rückfahrkamera. Selection ergänzt beispielsweise Dreizonen-Klima, beheizbares Lederlenkrad und Parksensoren vorn. Der Combi beginnt hier motorübergreifend bei 45.170 Euro.

L&K richtet sich an Komfortliebhaber und startet bei 52.380 Euro. Matrix-LED, Lederbezüge, elektrische Ergo-Komfortsitze, DCC Plus und Canton gehören zu seinen wesentlichen Vorzügen. Sportline setzt mit Sportsitzen und dunklen Designdetails andere Akzente und beginnt bei 52.870 Euro. Eine Superb-RS-Version gehört derzeit nicht zum Angebot.

Für unseren Geschmack verdienen neben Matrix-LED vor allem Canton und das öffnende Panoramadach ein Häkchen. Anhängerkupplung und umfangreiche Gepäckraumausstattung hängen stärker vom persönlichen Bedarf ab. Bei einer entsprechend langen Optionsliste lohnt sich außerdem der Vergleich mit L&K: Einige liebgewonnene Extras bringt diese Linie bereits serienmäßig mit. Unabhängig vom gewählten Modell gewährt der Hersteller auf jeden Superb eine Skoda-Neuwagengarantie von zwei Jahren, die sich auf Wunsch auf bis zu fünf Jahre erweitern lässt. Diese Garantie wird bei Skoda vom Kamiq (Test des Skoda Kamiq Monte Carlo) bis zum Kodiaq (Test des Skoda Kodiaq TDI) gewährt.


Kundenfeedback

Auch außerhalb unseres Tests findet der Skoda Superb Combi 4×4 überzeugte Fürsprecher. In den ausgewerteten Besitzerberichten treffen wir auf Lob für seine Fahreigenschaften und seinen Verbrauch, aber auch auf einzelne Beanstandungen. Dabei unterscheiden sich die Erfahrungen durchaus. Ausstattung, Erwartungen und der jeweilige Softwarestand sollten beim Lesen solcher Rückmeldungen mitgedacht werden.

Ein Fahrer des 193-PS-Diesels hebt nach zunächst 1.500 Kilometern die souveräne Straßenlage und die gelungenen Assistenzfunktionen hervor. Mit durchschnittlich 6,6 Litern pro 100 Kilometer ist er trotz zügiger Fahrweise zufrieden. Den Federungskomfort beurteilt er hingegen zurückhaltender als wir. Ein anderer Besitzer eines Combi TDI 4×4 L&K spricht nach zwei Jahren und 130.000 Kilometern weiterhin eine klare Kaufempfehlung aus, obwohl gelegentliche Assistenzfehlermeldungen und einzelne Ausstattungsprobleme seine Erfahrung begleiten. Die Begeisterung muss also keineswegs mit der ersten Inspektion enden.

Software-Updates machen einen Unterschied

Bei elektronischen Eigenheiten lohnt es sich, auch die späteren Rückmeldungen zu betrachten. Zwei Besitzer berichten Ende 2025 ausdrücklich, dass zuvor auftretende schwarze CarPlay-Bildschirme nach einem Werkstattupdate verschwunden seien. Einer nennt zusätzlich behobene Fehlermeldungen beim Fahrzeugstart. Andere schildern weiterhin vereinzelte Assistenzstörungen. Frühere Beschwerden lassen sich deshalb nicht uneingeschränkt auf jedes heute ausgelieferte Fahrzeug übertragen. Ebenso wenig können wir sämtliche Probleme für erledigt erklären. Unsere Smartphone-Anbindung arbeitete während des Tests zuverlässig.

Mehrfach beschrieben werden außerdem Störungen der Massagefunktion innerhalb der aktuellen Superb-Generation. Die Symptome reichen von nicht startenden Programmen bis zu aufgeblasen bleibenden Luftpolstern. Bei einigen Fahrern funktionierte die Massage am nächsten Morgen wieder, andere berichten von vorgesehenen Teilewechseln. Eine gemeinsame Ursache oder die Häufigkeit solcher Ausfälle lässt sich aus den Beiträgen nicht bestimmen. In unserem Testwagen überzeugte die Funktion ohne entsprechende Auffälligkeiten. Bei einem Gebrauchtwagen mit dieser Ausstattung würden wir sie dennoch auf beiden Vordersitzen ausprobieren – eine Probemassage dürfte zu den angenehmeren Punkten einer Fahrzeugbesichtigung gehören.


Für wen eignet sich der Skoda Superb Combi 4×4?

Der Skoda Superb Combi 4×4 passt besonders gut zu Menschen, deren Alltag regelmäßig längere Strecken vorsieht. Wer beruflich zwischen Städten pendelt, Kunden besucht oder häufig quer durch Deutschland fährt, findet im Diesel einen ausgesprochen angenehmen Reisebegleiter. Durchzug, Dämmung und Sitzkomfort ergeben eine Kombination, mit der auch ein voller Terminkalender etwas von seiner Bedrohlichkeit verliert. Die Massage darf dabei gerne arbeiten, während man überlegt, weshalb das nächste Meeting eigentlich persönliche Anwesenheit verlangt.

Familien profitieren vor allem dann vom Superb, wenn ihr Platzbedarf über zwei Schulranzen und einen gelegentlichen Getränkekasten hinausgeht. Große Kinder, lange Erwachsene, Kinderwagen und umfangreiches Urlaubsgepäck lassen sich hier überzeugend unterbringen. Besonders angenehm ist, dass der großzügige Fond auch dann großzügig bleibt, wenn vorne Menschen sitzen, die ihre Hosen nicht in der Kinderabteilung kaufen. Für vier Personen bietet dieser Combi ausgesprochen gute Reisebedingungen. Der fünfte Platz bleibt eine brauchbare Ergänzung.

Auch als Zugfahrzeug verdient der Allrad-Diesel Aufmerksamkeit. Bis zu 2.200 Kilogramm gebremste Anhängelast eröffnen Möglichkeiten für Wohnwagen, Pferdeanhänger oder andere Transportaufgaben. Auf einer feuchten Campingwiese oder einer unbefestigten Zufahrt kommt die zusätzliche Traktion ebenfalls gelegen. Wer regelmäßig unter wechselnden Bedingungen unterwegs ist, kann den Mehrwert des 4×4 damit deutlich häufiger nutzen als während der einen schneereichen Urlaubswoche im Jahr.

Wir sehen im Superb außerdem eine überzeugende Wahl für alle, die viel Raum wünschen und dabei bewusst einen klassischen Kombi einem SUV vorziehen. Die große Ladefläche, der gut nutzbare Gepäckraum und das entspannte Fahrverhalten passen zu einem vielseitigen Alltag. Der Wagen kann Familienurlaub, Geschäftsreise und Baumarktbesuch übernehmen, ohne dass wir für jede Aufgabe erst seine grundsätzliche Eignung diskutieren müssten.

Sein Auftritt dürfte schließlich Menschen gefallen, die Wert auf ein ordentliches, angenehm ausgestattetes Auto legen und Repräsentation eher beiläufig betreiben. Der Superb wirkt erwachsen, ohne jeden Restaurantbesuch zur Fahrzeugpremiere zu erklären. In Karmin-Rot lässt sich diese Zurückhaltung allerdings um eine kleine berufliche Unschärfe ergänzen: Geschäftsführung, Einsatzleitung oder doch jemand, der gleich einen sehr hochwertigen Bohrhammer auslädt? Wir mögen diese Vielseitigkeit.


Für wen eignet sich der Skoda Superb Combi 4×4 nicht?

Der Skoda Superb Combi 4×4 ist weniger passend, wenn sein großzügiges Format im Alltag überwiegend ungenutzt bleibt. Wer meistens alleine fährt, selten größere Dinge transportiert und jeden Abend um dieselben drei innerstädtischen Parklücken konkurriert, kauft hier reichlich Raum samt regelmäßigem Suchauftrag. Die Kameras helfen beim Einparken. Sie können allerdings aus dem großen Kombi keinen Kleinwagen machen.

Bleibt der Platzbedarf überschaubar, lohnt sich innerhalb der Marke ein Blick auf den Skoda Scala (Test des Skoda Scala Facelift). Der kompaktere Fünftürer passt eher zu Menschen, die ein praktisches Alltagsauto wünschen, ohne regelmäßig den halben Hausstand mitzunehmen. Für Einkauf, Arbeitsweg und gelegentliche Reisen muss es schließlich nicht automatisch das größte verfügbare Modell sein. Der Superb bietet beeindruckende Reserven; beim Scala fällt der Anlass, sie überhaupt zu benötigen, entsprechend kleiner aus.

Wer dagegen ausdrücklich höher sitzen möchte und einen kürzeren SUV bevorzugt, dürfte sich eher beim Skoda Karoq (Test des Skoda Karoq Sportline) wiederfinden. Er verfolgt ein anderes Raum- und Karosseriekonzept als der lange Combi. Das macht ihn zur sinnvollen Alternative für diejenigen, denen Sitzposition und handlicheres Längenmaß wichtiger sind als die üppigen Reiseverhältnisse des Superb.

Auch die Wahl des Diesel-Allrads sollte zum eigenen Fahrprofil passen. Besteht dieses hauptsächlich aus kurzen Wegen, kommen seine überzeugenden Langstreckenqualitäten kaum zur Geltung. Und wer weder zusätzliche Traktion noch Anhängerbetrieb benötigt, sollte überlegen, ob eine frontgetriebene Motorisierung die eigenen Aufgaben bereits vollständig erfüllt. Ein 4×4-Schriftzug allein verkürzt den Weg zum Bäcker nur sehr eingeschränkt.

Für regelmäßig fünf große Erwachsene ist der Superb ebenfalls nicht automatisch die ideale Lösung. Die großzügige Beinfreiheit ersetzt keine unbegrenzte Innenraumbreite. Auf dem mittleren Fondplatz bleibt die Bereitschaft zu körperlicher Nähe ein durchaus relevantes Ausstattungsmerkmal.

Schließlich verlangt unser 66.200 Euro teurer Testwagen ein entsprechendes Budget. Wer vor allem günstig mobil sein möchte, findet anderswo passendere Angebote. Und wer bei dieser Summe ein prestigeträchtiges Emblem erwartet, muss sich mit dem Skoda vermutlich erst anfreunden. Seine Qualitäten erschließen sich ausgesprochen überzeugend beim Benutzen. Ob der Nachbar dafür eigens die Gardine beiseiteschiebt, gehört hingegen nicht zum Lieferumfang.


Fazit zum Skoda Superb Combi 4×4

Der Skoda Superb Combi 4×4 hat uns ausgesprochen wenig Anlass zur Kritik gegeben. Er erledigt die großen Aufgaben eines Familien- und Reisekombis ebenso überzeugend wie die kleinen Dinge, deren Bedeutung man häufig erst bemerkt, wenn sie fehlen. Dabei entsteht dieses angenehme Gefühl, ein Auto gefunden zu haben, mit dem sich der eigene Alltag für lange Zeit sehr gut organisieren ließe. Eine Haltbarkeitsgarantie ist das selbstverständlich nicht. Ein ziemlich deutlicher Besitzerinstinkt allerdings schon.

Der kräftige Diesel, der souveräne Allrad und das hervorragend abgestimmte DCC Plus passen ausgezeichnet zusammen. Hinzu kommen ein großzügiger Innenraum, überzeugende Bedienung und Verbrauchswerte, die selbst bei engagierter Fahrt erfreulich bleiben. Unser Testwagen kostet dennoch ernsthaft Geld. Auch die kurze DSG-Bedenkzeit beim Anfahren gehört weiterhin zum Charakter, und beim Basislicht hätten wir gerne mehr Helligkeit und Homogenität. Matrix-LED wäre deshalb unser wichtigstes zusätzliches Häkchen. Dass eine Scheinwerferreinigungsanlage überhaupt fehlt, bleibt bedauerlich.

Im engen Rennen mit dem Passat würden wir persönlich zum Superb tendieren. Seine etwas eigenständigere Erscheinung gibt für uns den kleinen Ausschlag; einen objektiven Gesamtsieg müsste ein direkter Vergleich klären. Canton und das öffnende Panoramadach dürften ebenfalls mit auf unsere Bestellung.

Ja, wir würden ihn auch in diesem Rot nehmen. Mit Matrix-LED wäre unsere Bestellung ziemlich schnell unterschriftsreif. Und wenn anschließend zu Hause die Milch fehlt, übernehmen wir selbstverständlich den Einkauf. Der nächste Supermarkt liegt zwar nur drei Kilometer entfernt. Aber der im 300 Kilometer entfernten Berlin soll ohnehin besser sortiert sein.


Konkurrenz & Vergleich

Der unmittelbarste Konkurrent des Skoda Superb Combi 4×4 steht beim Konzernverwandten Volkswagen. Der VW Passat Variant TDI 4Motion (Test des VW Passat TDI 4Motion) verbindet ebenfalls den 193-PS-Diesel mit Siebengang-DSG und Allradantrieb. Hier entscheiden vor allem Gestaltung, Ausstattung und persönliche Vorlieben. Wir tendieren zum etwas eigenständiger auftretenden Superb. In Karmin-Rot bleibt allerdings bei beiden eine gewisse Hilti-Verwechslungsgefahr. Die Premium-Bohrmaschine muss man trotzdem separat bestellen.

Diesel-Allrad trifft auf Premium-Anspruch

Beim BMW 5er Touring kommt dem Superb motorisch zunächst der 520d xDrive mit 197 PS am nächsten. Der BMW 540d xDrive Touring (Test des BMW 540d xDrive Touring) führt dagegen mit seinem Sechszylinder vor, was oberhalb dieser Leistungsklasse möglich ist. Wer diese zusätzlichen Reserven sucht, findet hier einen nachvollziehbaren Grund zum Aufsteigen. Beim Gepäck bleibt der Skoda ausgesprochen selbstbewusst: Den 570 bis 1.700 Litern des Diesel-5ers stehen seine 690 bis 1.920 Liter gegenüber. Der weißblaue Propeller vergrößert also keineswegs automatisch den Kofferraum.

Die Mercedes E-Klasse gehört ebenfalls auf die Liste. Als direkterer Gegenpart bietet sich das E 220 d 4Matic T-Modell mit 197 PS starkem Diesel und zusätzlicher elektrischer Unterstützung an. Wer den großen Gepäckraum nicht benötigt, bekommt diese Motorisierung ebenso in der E 220 d 4Matic Limousine (Test des Mercedes-Benz E 220d 4Matic). Das Mercedes E 450 d 4Matic T-Modell (Test des Mercedes-Benz E 450d 4Matic T-Modell) wohnt mit seinem Sechszylinder deutlich weiter oben im Leistungsregal. Ob man dessen Reserven benötigt, hängt auch davon ab, wie überzeugend man zusätzliche Zylinder vor dem eigenen Haushaltsausschuss verteidigen kann.

Auch der neue Audi A6 Avant tritt mit TDI und quattro gegen den Superb an. Er spricht insbesondere Interessenten an, die ihren großen Reisekombi mit einem ausgeprägteren Premium-Auftritt verbinden möchten. Optional verfügbare Luftfederung und Allradlenkung erweitern seine technischen Möglichkeiten. Ob daraus für den eigenen Alltag der entscheidende Mehrwert entsteht, verdient allerdings einen genaueren Blick auf die konkrete Konfiguration.

Eine Nummer darunter steht der Audi A5 Avant TDI quattro. In dieser kleineren Kombiklasse gehören ebenso der BMW 3er Touring (Test des BMW M340d xDrive) mit Diesel und xDrive sowie das Mercedes C-Klasse T-Modell mit Diesel und 4Matic dazu. Bei der C-Klasse lohnt sich je nach Baujahr außerdem ein Blick auf das C 300 d T-Modell (Test des Mercedes-Benz C 300d T-Modell). Diese Kandidaten passen besonders dann, wenn man auf einen Teil der Superb-Raumreserven verzichten kann und andere Prioritäten setzt.

Andere Wege zu viel Platz

Eine angenehm eigenwillige Alternative ist der Subaru Outback (Test des Subaru Outback 2026). Als 2.5i verbindet er einen 169 PS starken Boxerbenziner mit Lineartronic-Automatik und permanentem Allradantrieb. Dazu kommen 21,3 Zentimeter Bodenfreiheit und ein Kofferraum mit 561 Litern Volumen. Das macht ihn besonders für Menschen interessant, deren Alltag regelmäßig über schlechtere Wege führt. Beim Antrieb setzt er andere Prioritäten als unser durchzugsstarker TDI. Der Verbrenner-Outback ist allerdings nur noch in begrenzter Stückzahl verfügbar. Wer genau dieses Konzept sucht, sollte die Entscheidung also nicht bis zur nächsten Eiszeit vertagen.

Wer beim Antrieb offen bleibt, kann den BYD Seal 6 DM-i Touring berücksichtigen. Sein Plug-in-Hybrid-Konzept macht ihn vor allem für Menschen interessant, die regelmäßig laden und viele Alltagswege elektrisch zurücklegen möchten. Damit beantwortet er die Frage nach dem geräumigen Reisekombi auf andere Weise als unser Diesel-Allrad. Für einen fairen Verbrauchsvergleich müsste man individuell das tatsächliche Fahr- und Ladeprofil betrachten.

Soll es doch ein SUV werden, liegt der Skoda Kodiaq TDI 4×4 (Test des Skoda Kodiaq 4×4) nahe. Den Allrad-Diesel gibt es mit 193 PS und Siebengang-DSG als Selection ab 51.900 Euro. Die höhere Sitzposition und die Möglichkeit einer dritten Sitzreihe können die Entscheidung zu seinen Gunsten verschieben. Der Superb bleibt unsere naheliegende Wahl, wenn ausdrücklich ein klassischer Kombi gesucht wird.


Der Skoda Superb Combi 4×4 hat auch preisbewusste Konkurrenz

Am preisbewussten Ende steht der Dacia Jogger (Test des Dacia Jogger), wahlweise auch als Jogger Hybrid (Test des Dacia Jogger Hybrid). Mit fünf oder sieben Sitzen setzt er andere Prioritäten als der Superb. Diesel und Allrad gehören nicht zu seinem Angebot, dafür richtet er sich ausgesprochen konsequent nach familiärem Platzbedarf und Budget. Der Urlaub beginnt schließlich nicht zwingend erst dann, wenn die Sitze massieren.

Als kleinere Kombi-Alternative bleibt außerdem der Skoda Octavia Combi (Test des Skoda Octavia Combi Facelift) interessant. Mit dem 150-PS-Diesel und Frontantrieb bietet er sich für diejenigen an, die weder sämtliche Raumreserven des Superb noch dessen zusätzliche Allradtraktion benötigen.

Auf dem Gebrauchtwagenmarkt verdienen schließlich der Opel Insignia Sports Tourer (Test des Opel Insignia Sports Tourer) und der Volvo V90 (Test des Volvo V90 T6 AWD) Aufmerksamkeit. Beide Baureihen sind eingestellt, bleiben für Freunde großer Kombis aber interessante Kandidaten. Beim letzten Insignia erkennen wir sogar eine gewisse optische Verwandtschaft zum aktuellen Superb. Und auch der Skoda Superb Combi der vorherigen Generation (Test des Skoda Superb Combi) wirkt noch ausgesprochen frisch. Ein Modellwechsel verpflichtet den Vorgänger schließlich nicht dazu, über Nacht schlecht auszusehen.

Text / Fotos: NEU!

Kamera: Canon EOS 6D


Vorteile ✅

  • Kräftiger Diesel und souveräner Allradantrieb mit überzeugender Traktion.
  • Hervorragender Reisekomfort, bequeme Sitze und gute Dämmung.
  • Großzügiger Fond und enormer, vielseitig nutzbarer Kofferraum.
  • Niedriger Testverbrauch und über 1.000 Kilometer mit einer Tankfüllung.
  • Intuitive Smart Dials, echte Lenkradtasten und durchdachte Alltagsdetails.

Nachteile ❌

  • Kurze DSG-Bedenkzeit beim Anfahren.
  • Basis-LED mit Schwächen bei Helligkeit und Homogenität.
  • Keine Scheinwerferreinigungsanlage erhältlich.
  • Mit umfangreicher Ausstattung teuer: Unser Testwagen kostet 66.200 Euro.


Technische Daten des Skoda Superb Combi 4×4

ModellSkoda Superb Combi 4×4 2.0 TDI 7-Gang DSG Selection
Länge x Breite x Höhe (m)4,90 x 1,85 (2,09 mit Außenspiegeln) x 1,48
Radstand (mm)2.841
MotorVierzylinder-Reihenmotor mit Turboaufladung
Hubraum (ccm)1.968
Leistung (kW / PS)142 / 193
Drehmoment (Nm)400
Getriebe7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe (DSG)
AntriebAllrad
KraftstoffartDiesel
Durchschnittsverbrauch (WLTP in Liter)5,7
Durchschnittsverbrauch (NEU! in Liter)6,4
CO²-Ausstoß (nach WLTP in g/km)149
AbgasnormEuro 6e
0 auf 100 km/h (in Sekunden)7,6
Höchstgeschwindigkeit (km/h)230
Leergewicht (kg)1.750
Kofferraumvolumen (l)690 – 1.920
FarbeKarmin-Rot Metallic
Grundpreis (Euro)42.100
Testwagenpreis (Euro)66.200
Technische Daten: Skoda Superb Combi 4×4


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